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	<title>MediaeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-17T20:41:00Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Der_Rosengarten_zu_Worms_(A)_%E2%80%94_%C3%9Cbersetzung&amp;diff=24962</id>
		<title>Der Rosengarten zu Worms (A) — Übersetzung</title>
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		<updated>2016-11-11T15:24:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andy: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Bemerkung= &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite erarbeiten Teilnehmer des [[Seminar:Proseminar &amp;quot;Einführung in die Heldenepik: Der Rosengarten zu Worms&amp;quot;|Proseminars &amp;quot;Einführung in die Heldenepik: Der Rosengarten zu Worms&amp;quot;]] eine eigenständige Übersetzung des Rosengartens ins Neuhochdeutsche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Übersetzung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#e3888a;&amp;quot;|Strophe !! style=&amp;quot;background:#e3888a;&amp;quot;| Rosengarten (A)&amp;lt;ref&amp;gt;nach [Holz 1982]&amp;lt;/ref&amp;gt; !! style=&amp;quot;background:#e3888a;&amp;quot;|Übersetzung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 1 || Ein stat lit an dem Rine, diu ist so wünnesam / &amp;lt;br &amp;gt; und ist geheizen Wormze. sie weiz noch manec man.&amp;lt;br /&amp;gt; darinne saz ein recke, der hete stolzen muot: &amp;lt;br  /&amp;gt; er war geheizen Gibeche un was ein künec guot || Eine Stadt liegt am Rhein, welche sehr schön ist und Worms heißt. Jedermann kennt sie. Dort gab es einen stolzen Helden, der Gibeche hieß und ein mächtiger König war.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 2 ||Der hete bi siner vrouwen dri süne hochgeborn &amp;lt;br  /&amp;gt; und ouch ein schoenez megedin. durch die wart verlorn &amp;lt;br/&amp;gt; manec küener degen so man uns von in seit &amp;lt;br /&amp;gt; Kriemhilt was si geheizen, diz keiserliche meit. || Dieser hatte seiner Gattin drei adelige Söhne und ein Mädchen (eine Jungfrau) geschenkt. Durch sie gingen, wie man sagt, schon einige mutige Krieger verloren. Dieses königliche Mädchen hieß Kriemhilt.  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 11 || Dô sprach der helt Walther, ein küener degen guot: &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;solhe wiedertrutze durch iuweren übermuot &amp;lt;br /&amp;gt; enpietet ir rîchen künegen, die iu sint unbekannt? &amp;lt;br /&amp;gt; man vünde noch snelle helde, die vüeren durch diu lant, || Da sprach der Held Walther, ein kühner und ehrenhafter Krieger: &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;Seid ihr so hochmütig, mächtigen Königen, die ihr nicht einmal &amp;lt;br /&amp;gt; kennt, eine solche Herausforderung zu unterbreiten? &amp;lt;br /&amp;gt; Man fände schnell allerhand Ritter, die durch das Land zögen,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 12 ||Die wol getörsten vehten vor künegen hôchgemuot. &amp;lt;br /&amp;gt; Gevrieschen&#039;z die Wülfingen, ez diuhte sie niemer guot &amp;lt;br /&amp;gt; her Dietrîch von Berne und sîne dienestman, &amp;lt;br /&amp;gt; die hânt bî unsern zîten daz beste ie getân. || doch nur die Dümmsten sind stolz vor Königen zu kämpfen. &amp;lt;br /&amp;gt; Erführen es die Wülflinge, so würde es ihnen ehrenlos erscheinen, &amp;lt;br /&amp;gt; Herrscher Dietrich von Bern und sein Gefolge &amp;lt;br /&amp;gt; haben zu unseren Zeiten das Größte geleistet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 13 || Ervüeren sie diu maere, sie vüeren über Rîn. &amp;lt;br /&amp;gt; Des müeste enkelten manec helt, des sült ir sicher sîn: &amp;lt;br /&amp;gt; der anger würde geroetet und von bluote naz.&#039; &amp;lt;br /&amp;gt; dô sprach diu küneginne: &#039;wie möhte uns wesen baz! || Hörten sie die Geschichte, so würden sie über den Rhein kommen. &amp;lt;br /&amp;gt; Mancher Ritter müsste dafür büßen, das sollte euch gewiss sein: &amp;lt;br /&amp;gt; der Garten würde rot gefärbt und getränkt werden vom Blut.&#039; &amp;lt;br /&amp;gt; Da sprach die Königin: &#039;Was gibt es Besseres für uns! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 54 || &#039;Nummer dumme amen!&#039; sô sprach her Dietrich, &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;wie sint diese vrouwen so rehte wunderlich, &amp;lt;br /&amp;gt;das ir vil selten keiniu will nemen einen man, &amp;lt;br /&amp;gt;ich enhabe mit ime gestriten oder muoz in noch bestan. || &#039;In Gottes Namen!&#039;, sagte Herrscher Dietrich, &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;Wie wahrhaftig unbegreiflich sind diese Edelfrauen, &amp;lt;br /&amp;gt; dass von ihnen selten eine keinen Mann nehmen will, &amp;lt;br /&amp;gt; mit dem ich gekämpft habe oder den ich noch bekämpfen werde.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 61 || Der edeln herzoginne zergienc ir gleite zehant. &amp;lt;br /&amp;gt; si gienc mit trûregem muote, dâ sie Wolfharten vant. &amp;lt;br /&amp;gt; si sprach: `Wolfhart, herre, lâz dir sin gekleit, &amp;lt;br /&amp;gt; vil tugendhafter ritter, daz min herzeleit.´ || Die noble Herzogin nahm die Situation selbst in die Hand. &amp;lt;br /&amp;gt; Mit mutiger Entschlossenheit ging sie zu Wolfhart. &amp;lt;br /&amp;gt; Sie sagte: „Höre meine Klage an, &amp;lt;br /&amp;gt; du mutiger Held, was dir mein Herz zu sagen hat.“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 62 || Si sprach: ´der Bernære versinnet sich niht baz, &amp;lt;br /&amp;gt; er hât gein den gesten gewendet sinen haz. &amp;lt;br /&amp;gt; nu hilf den edeln gesten, des hâst du êre und vrum, &amp;lt;br /&amp;gt; sô will ich dir ze lône geben minen magetuom.´ ||Sie sagte: „Der Berner kann sich nicht besinnen. &amp;lt;br /&amp;gt; Er hat seinen Hass gegen die Gäste gerichtet. &amp;lt;br /&amp;gt; Jetzt hilf den edlen Gästen, dadurch erhältst du Ehre und Ruhm. &amp;lt;br /&amp;gt; Dann möchte ich dir zum Lohn meine Jungfräulichkeit geben.“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 70 || &#039;Wir müezen zu dem Rine&#039;, sprach der Hiltebrant, &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;da sül wir helme houwen&#039;, so sprach der wigant, &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;daz daz bluot dahin vliuzet und git den widerswal&#039;. &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;danc habe&#039;, sprach do Wolfhart,&#039;so wil ich uf die wal&#039;.|| „Wir müssen zum Rhein“, sagte Herr Hiltebrant, &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;quot;um da ein paar Helme einzuschlagen&amp;quot;. Der Krieger sagte weiter noch: &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;quot;Dass das Blut nur so dahinfließt und die Gier zurück strömt &amp;lt;br /&amp;gt; Wolfhart sprach ihm seinen Dank aus und sagte: &amp;quot;So will ich auf das Schlachtfeld!&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 71 || &#039;Wol dan,ir werten geste&#039;, sprach Wolfhart sa zehant, &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;leit abe und lat behalten iuwer stehelin gewant &amp;lt;br /&amp;gt;und ezzet mines herren brot und trinket sinen win,&amp;lt;br /&amp;gt;man git es iu willecliche, swie lange ir hie wellet sin&#039;.||&amp;quot;Also dann, Liebe Gäste&amp;quot;, sagte Wolfhart sogleich,&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;Leider aber, habt ihr eure stählernen Rüstungen an gelassen&amp;lt;br /&amp;gt;und esst das Essen meines Vorgesetzten (Herren) und trinkt auch seinen Wein,&amp;lt;br /&amp;gt;Man gibt euch das freiwillig, solange ihr hier sein wollt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 72 ||Des vröuten sich die geste mit vroelicher art.&amp;lt;br /&amp;gt;vil manec liehter halsberc do behalten wart.&amp;lt;br /&amp;gt;pfeller unde samit leiten sie mit vröuden an.&amp;lt;br /&amp;gt;man sach die edeln geste zühtecliche gan.||Wegen dieser Worte freuten sich die Gäste auf eine lebhafte Art und Weise.&amp;lt;br /&amp;gt;Dennoch blieb der ein, oder andere Teil der Rüstung, die den Hals und Oberkörper bedeckte, doch angezogen. &amp;lt;br /&amp;gt;Feines, kostbares Seidenzeug und Samt zogen sie gerne an.&amp;lt;br /&amp;gt;Man konnte beobachten, wie sie sich der Etikette entsprechend verhielten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 73 ||Do gap man den küenen recken ein groze kraft,&amp;lt;br /&amp;gt;daz man uf der vürsten hove heizet wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;do beliben sie ze Berne unz an den zehnden tac,&amp;lt;br /&amp;gt;die wile manec ritter it in kurzewile pflac.||Dann gab man den ehrenhaften Kriegern eine große Kraft (?...eine große Motivation??)&amp;lt;br /&amp;gt;Die man am Hof des Fürsten Wirtschaft nannte.&amp;lt;br /&amp;gt;Dann blieben sie zehn Tage lang in Bern&amp;lt;br /&amp;gt;Bis das Anwesen einige Ritter mit Langeweile plagte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 74 ||Zehen hunderrt marc goldes gap in der Berne do&amp;lt;br /&amp;gt;die hochgelobten geste machete er alle vro&amp;lt;br /&amp;gt;und kleite sie alle geliche in guot pfellergewant,&amp;lt;br /&amp;gt;beslagen wol mit golde: daz namen sie zehant.||Da gab der Berner ihnen 10 000 Goldmark&amp;lt;br /&amp;gt; und machte den hochgewürdigten Gästen eine Freude&amp;lt;br /&amp;gt; und kleidete sie alle mit kostbaren Gewändern.&amp;lt;br /&amp;gt;Völlig mit Gold überschüttet nahmen sie es sogleich an. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 75 ||Do gienc der herzoge mit vünf hundert siner man&amp;lt;br /&amp;gt;vil gezogenliche vür den Berner stan.&amp;lt;br /&amp;gt;er sprach: &#039;vil edeler vürste, möht ez in hulden sin,&amp;lt;br /&amp;gt;den urloup heten wir gerne: wir wollten an den Rin&#039;.||Da ging der Hezrog mit 500 seiner Männer&amp;lt;br /&amp;gt;die für den berner stramm standen.&amp;lt;br /&amp;gt;Er sagte: &amp;quot;Edler Fürst, kann es in ihrem Sinne sein,&amp;lt;br /&amp;gt;wenn wir gerne die Erlaubnis hätten an den Rhein gehen zu können.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 76 ||Do sprach der Voget von Berne, der degen unverzeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;min urloup und min hulde diu istiu unverseit.&amp;lt;br /&amp;gt; ich geleite iuch uz mimlande mit vünf hundert man.&amp;lt;br /&amp;gt;welt ir hie langer beliben, daz ist liebe mir getan&#039;||Da sagte der Fürst von Bern, der unerschorckene Krieger:&amp;lt;br /&amp;gt;Sowhol meine Erlaubnis zu gehen, als auch mein Wohlwollen bleibt euch verwehrt.&amp;lt;br /&amp;gt;ICh werde euch mit 500 Man aus meine Land geleiten/begleiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Hättet ihr länger bleiben wollen, hättet ihr mir eine große Freude bereitet&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 77 ||Des dankete im tugentlche der herzoge Sabin:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;vil edeler voget von Berne, wir wolten an den Rin&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;die herren von dem Rine wurden in stahel do gekleit.&amp;lt;br /&amp;gt;der edel vürste von Berne do selbe mit in reit||In seiner Besonnenheit dankte ihm der Herzog Sabin:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;Edeslter HErzog von bern, wir wollten an den Rhein&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Männer vom Rhein legten darauf ihre Rüstungen an&amp;lt;br /&amp;gt; und der edle Fürst von Bern ritt mit ihnen mit. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 78 ||Mit vünf hundert siner man, so er sie tiurest vant.&amp;lt;br /&amp;gt;er geleite sie mit eren durch Lampartenlant.&amp;lt;br /&amp;gt;do sie von Berne kamenund Garte sahen an,&amp;lt;br /&amp;gt;do sprach der herzoge ze dem Berner lobesam:||Mit 500 seiner Männer, die er unbedingt dabei haben wollte.&amp;lt;br /&amp;gt;Er führte sie ausgezeichnet durch die Lombardei.&amp;lt;br /&amp;gt;Als sie aus Bern ankamen und den Garten erblickten, &amp;lt;br /&amp;gt;sagte der Herzog zum Berner feierlich:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 79 ||&#039;Nu keret wider, herre, heim in iuwer lant,&amp;lt;br /&amp;gt;ir hat uns verre gedient mit [iuwren] helden hochgenant.&amp;lt;br /&amp;gt;swaz ir nu welt enpieten der keiserlichen meit,&amp;lt;br /&amp;gt;daz wirt ir endeliche da von mir geseit&#039;||&amp;quot;Herr, nun kehrt wieder in eure Heimat/euer Land zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;Ihr habt uns gut geholfen mit euren tapferen Helden.&amp;lt;br /&amp;gt;Was ihr dem kaiserlichen Mädchen anbieten wollt, &amp;lt;br /&amp;gt;ich habe es der Herrin bereits ausgerichet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 80 ||Do sprach der Bernaer: &#039;nu saget der Künegin,&amp;lt;br /&amp;gt;si müeze ir widertrutze selbe triben in,&amp;lt;br /&amp;gt;die si mir hat enpoten  in min eigen lant.&amp;lt;br /&amp;gt;des mac wol entkelten manec küener wigant.||Da sagte der Berner: &amp;quot;Nun richte der Königin aus:&amp;lt;br /&amp;gt;Dass sie ihren Widerstand/Trotz, wieder loswerden muss,&amp;lt;br /&amp;gt;den sie mir in mein eigenes Land gebracht hat.&amp;lt;br  /&amp;gt;Das sollte so manchen Helden entlohnen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 81 ||Saget ir, ich habe ze Berne rosen also vil,&amp;lt;br /&amp;gt;wan daz ich irhochvart nht übersehen wil.&amp;lt;br /&amp;gt;sehzec tusent recken bringe ich über Rin&amp;lt;br /&amp;gt;die wol getürren vehten umb rosenkrenzelin.||Teilt ihr mit, dass ich in Bern genauso viele Rosen habe,&amp;lt;br /&amp;gt;dass man ihre Pracht nicht übersehen kann.&amp;lt;br /&amp;gt;Sechzig Tausend Krieger bringe ich über den Rhein mit,&amp;lt;br  /&amp;gt;damit sie utiig um Rosenkränze kämpfen (fechten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 82 ||Dannoch bringe ich zwelve uf den grüenen plan,&amp;lt;br /&amp;gt;die in dem rosengarten wol ir zwelve getürren bestan&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;urloup nam mit zühten der von Brabant. &amp;lt;br /&amp;gt;der edel vürste von Berne reit heim in sin lant.||Dann bringe ich noch Zwölf auf den grünen Platz (Garten?)&amp;lt;br /&amp;gt;die in dem Rosengarten ihre Zwölf tapfer überwinden werden&amp;quot;.Der von Brabant nahm höflich Abschied&amp;lt;br /&amp;gt;und der edle Fürst von Bern kehrte in sein Land zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 83 ||Kriemhilte der küneginne wurden diu maere geseit,&amp;lt;br /&amp;gt;des vröute sich heimliche diu keiserliche meit.&amp;lt;br /&amp;gt;Kriemhilt diu küneginne do niht langer beit,&amp;lt;br /&amp;gt;it ir juncvrouwen si sich do bereit.||Der Königin Kriemhilte wurden die Neuigkeiten mitgeteilt,&amp;lt;br /&amp;gt;wobei sie sich über die Nachrichten heimlich freute (ins Fäustchen lachte)&amp;lt;br /&amp;gt;Kriemhilt, die Königin, zögerte nicht lange,&amp;lt;br  /&amp;gt;bisweilen tauschte sie sich mit ihren Beraterinnen aus.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 84 ||Diu junge herzoginne gienc ir an der hant,&amp;lt;br /&amp;gt;die wolte si ze wibe geben deme von Brabant.&amp;lt;br /&amp;gt;[diu selbe junvvrouwe truoc ein kleit an,&amp;lt;br /&amp;gt;dardurch da schein ir lip, der was so wolgetan.||Die junge Herzogin, die sie dem von Brabant zur Frau geben wollte,&amp;lt;br /&amp;gt;nahm ihre Hand.&amp;lt;br /&amp;gt;Die besagte Frua hatte ein Kleid an,&amp;lt;br  /&amp;gt;welches ihre schöne Gestalt/Figur betonte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 85 ||Ir arme waren wiz, blanc als ein hermelin.&amp;lt;br /&amp;gt;under den juncvrouwen mohte si i diu schoenste sin.]&amp;lt;br /&amp;gt;mit den slben meiden si ime engegene ginec,&amp;lt;br /&amp;gt;wie rehte güetliche in diu künegin enpfienc:||Ihre Arme waren so weiß, so weiß (weiser als?) wie Hermelinfell.&amp;lt;br /&amp;gt;Unter den jungen Frauen war sie die Schönste.&amp;lt;br /&amp;gt;Mit den gleichen jungen Frauen, mit denen sie Zeit verbrachte (???)&amp;lt;br  /&amp;gt;Die Königin empfieng ihn freundlich:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 86 ||&#039;Wis gote willekommen,ein herzoge uz Brabant!&amp;lt;br /&amp;gt;waz enpiutet uns der von Berne in unser eigen lant?&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;er sprach: &#039;edeliu künegin, des werdet itr wol gewar,&amp;lt;br /&amp;gt;er wil vür iuch bringen eine ungevüege schar.||&amp;quot;Grüß Gott Herzog aus Brabant!&amp;lt;br /&amp;gt;Was bietet uns der von Bern auf unserem eigenen Boden an?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;Er sagte: &amp;quot;Eure Hoheit, ihr solltet euer Augenmerk darauf richten,&amp;lt;br  /&amp;gt;dass der Berner wegen Euch eine ungestüme Horde her bringen will.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 87 ||Iu enpiutet der von Berne, vil edeliu künegin,&amp;lt;br /&amp;gt; ir müezet iuweern widertutz triben wider in,,&amp;lt;br /&amp;gt;den ir im hat enpoten in sin eigen lant,&amp;lt;br /&amp;gt;und des müge wol enkelten manec stolzer wigant.||Eure Majestät, es bittet euch der Berner,&amp;lt;br /&amp;gt;dass sie den Unmut abwenden, den Sie in sein Land gebracht haben&amp;lt;br /&amp;gt; und dass, das so manchen stolzen Helden entlohnen sollte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 88 ||Er sprichet, er habe ze Berne rosen also vil,&amp;lt;br /&amp;gt;wan daz er iuwer hochvart niht übersehen wil.&amp;lt;br /&amp;gt;sehzec tusent recken bringet er über Rin,&amp;lt;br /&amp;gt;die wol getürren vehten umb rosenkrenzelin.||Er behauptete, er hätte ni Bern so viele Rosen&amp;lt;br /&amp;gt;dass er eure Pracht (an Rosen) gar nicht sehen will.&amp;lt;br /&amp;gt;Sechzig Tausend Mann wird er über den Rhein hier her bringen,&amp;lt;br  /&amp;gt;die mutig um die Rosenkränze kämpfen sollen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 89 ||Darzuo bringet er zwelve 8f den grüenen plan,&amp;lt;br /&amp;gt;die in dem rosengarten iuwer zwelve wol türren bestan&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;wol mich, ein werder vürste, ein herzoge uz Brabant,&amp;lt;br /&amp;gt;daz ich dich ie gein Berne ze Boten han gesant!||Des Weiteren bringt er noch zwölf Weitere,&amp;lt;br /&amp;gt;die im Rosengarten eure zwölf Mutigsten besiegen sollen&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;Zolle mir Anerkennung, werter Fürst, Herzog aus Brabant,&amp;lt;br  /&amp;gt;dass ich dich jemals als Boten nach Bern geschickt habe!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 90 ||Des gat ez an ein houwen, daz man siht daz bluot,&amp;lt;br /&amp;gt;so siht man helme schroten manegen ritter guot.&amp;lt;br /&amp;gt;swer vrume boten sendet, der verliuset niht daran.&amp;lt;br /&amp;gt;nu wil ich dir geben, swaz ich dir gelobet han&#039;.||Dabei handelt es sich um eine Schlacht, bei der man viel Blut fließen shen wird.&amp;lt;br /&amp;gt;Wo Hellebarden so manchen tapferen Krieger verwunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Wer Boten schickt, die brauchbar sind, hat  nichts zu verlieren.&amp;lt;br  /&amp;gt;Nun will ich dir geben, was ich dir versprochen habe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anmerkungen =&lt;br /&gt;
&amp;lt;References /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Textausgabe =&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[*Holz 1982] Die Gedichte vom Rosengarten zu Worms, hg. von Georg Holz. Nachdruck der Ausgabe Halle 1893, Hildesheim [u.a.] 1982.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andy</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Der_Rosengarten_zu_Worms_(A)_%E2%80%94_%C3%9Cbersetzung&amp;diff=24961</id>
		<title>Der Rosengarten zu Worms (A) — Übersetzung</title>
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		<updated>2016-11-11T15:23:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andy: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Bemerkung= &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite erarbeiten Teilnehmer des [[Seminar:Proseminar &amp;quot;Einführung in die Heldenepik: Der Rosengarten zu Worms&amp;quot;|Proseminars &amp;quot;Einführung in die Heldenepik: Der Rosengarten zu Worms&amp;quot;]] eine eigenständige Übersetzung des Rosengartens ins Neuhochdeutsche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Übersetzung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#e3888a;&amp;quot;|Strophe !! style=&amp;quot;background:#e3888a;&amp;quot;| Rosengarten (A)&amp;lt;ref&amp;gt;nach [Holz 1982]&amp;lt;/ref&amp;gt; !! style=&amp;quot;background:#e3888a;&amp;quot;|Übersetzung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 1 || Ein stat lit an dem Rine, diu ist so wünnesam / &amp;lt;br &amp;gt; und ist geheizen Wormze. sie weiz noch manec man.&amp;lt;br /&amp;gt; darinne saz ein recke, der hete stolzen muot: &amp;lt;br  /&amp;gt; er war geheizen Gibeche un was ein künec guot || Eine Stadt liegt am Rhein, welche sehr schön ist und Worms heißt. Jedermann kennt sie. Dort gab es einen stolzen Helden, der Gibeche hieß und ein mächtiger König war.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 2 ||Der hete bi siner vrouwen dri süne hochgeborn &amp;lt;br  /&amp;gt; und ouch ein schoenez megedin. durch die wart verlorn &amp;lt;br/&amp;gt; manec küener degen so man uns von in seit &amp;lt;br /&amp;gt; Kriemhilt was si geheizen, diz keiserliche meit. || Dieser hatte seiner Gattin drei adelige Söhne und ein Mädchen (eine Jungfrau) geschenkt. Durch sie gingen, wie man sagt, schon einige mutige Krieger verloren. Dieses königliche Mädchen hieß Kriemhilt.  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 11 || Dô sprach der helt Walther, ein küener degen guot: &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;solhe wiedertrutze durch iuweren übermuot &amp;lt;br /&amp;gt; enpietet ir rîchen künegen, die iu sint unbekannt? &amp;lt;br /&amp;gt; man vünde noch snelle helde, die vüeren durch diu lant, || Da sprach der Held Walther, ein kühner und ehrenhafter Krieger: &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;Seid ihr so hochmütig, mächtigen Königen, die ihr nicht einmal &amp;lt;br /&amp;gt; kennt, eine solche Herausforderung zu unterbreiten? &amp;lt;br /&amp;gt; Man fände schnell allerhand Ritter, die durch das Land zögen,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 12 ||Die wol getörsten vehten vor künegen hôchgemuot. &amp;lt;br /&amp;gt; Gevrieschen&#039;z die Wülfingen, ez diuhte sie niemer guot &amp;lt;br /&amp;gt; her Dietrîch von Berne und sîne dienestman, &amp;lt;br /&amp;gt; die hânt bî unsern zîten daz beste ie getân. || doch nur die Dümmsten sind stolz vor Königen zu kämpfen. &amp;lt;br /&amp;gt; Erführen es die Wülflinge, so würde es ihnen ehrenlos erscheinen, &amp;lt;br /&amp;gt; Herrscher Dietrich von Bern und sein Gefolge &amp;lt;br /&amp;gt; haben zu unseren Zeiten das Größte geleistet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 13 || Ervüeren sie diu maere, sie vüeren über Rîn. &amp;lt;br /&amp;gt; Des müeste enkelten manec helt, des sült ir sicher sîn: &amp;lt;br /&amp;gt; der anger würde geroetet und von bluote naz.&#039; &amp;lt;br /&amp;gt; dô sprach diu küneginne: &#039;wie möhte uns wesen baz! || Hörten sie die Geschichte, so würden sie über den Rhein kommen. &amp;lt;br /&amp;gt; Mancher Ritter müsste dafür büßen, das sollte euch gewiss sein: &amp;lt;br /&amp;gt; der Garten würde rot gefärbt und getränkt werden vom Blut.&#039; &amp;lt;br /&amp;gt; Da sprach die Königin: &#039;Was gibt es Besseres für uns! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 54 || &#039;Nummer dumme amen!&#039; sô sprach her Dietrich, &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;wie sint diese vrouwen so rehte wunderlich, &amp;lt;br /&amp;gt;das ir vil selten keiniu will nemen einen man, &amp;lt;br /&amp;gt;ich enhabe mit ime gestriten oder muoz in noch bestan. || &#039;In Gottes Namen!&#039;, sagte Herrscher Dietrich, &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;Wie wahrhaftig unbegreiflich sind diese Edelfrauen, &amp;lt;br /&amp;gt; dass von ihnen selten eine keinen Mann nehmen will, &amp;lt;br /&amp;gt; mit dem ich gekämpft habe oder den ich noch bekämpfen werde.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 60 || Der edeln herzoginne zergienc ir gleite zehant. &amp;lt;br /&amp;gt; si gienc mit trûregem muote, dâ sie Wolfharten vant. &amp;lt;br /&amp;gt; si sprach: `Wolfhart, herre, lâz dir sin gekleit, &amp;lt;br /&amp;gt; vil tugendhafter ritter, daz min herzeleit.´ || Die noble Herzogin nahm die Situation selbst in die Hand. &amp;lt;br /&amp;gt; Mit mutiger Entschlossenheit ging sie zu Wolfhart. &amp;lt;br /&amp;gt; Sie sagte: „Höre meine Klage an, &amp;lt;br /&amp;gt; du mutiger Held, was dir mein Herz zu sagen hat.“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 61 || Si sprach: ´der Bernære versinnet sich niht baz, &amp;lt;br /&amp;gt; er hât gein den gesten gewendet sinen haz. &amp;lt;br /&amp;gt; nu hilf den edeln gesten, des hâst du êre und vrum, &amp;lt;br /&amp;gt; sô will ich dir ze lône geben minen magetuom.´ ||Sie sagte: „Der Berner kann sich nicht besinnen. &amp;lt;br /&amp;gt; Er hat seinen Hass gegen die Gäste gerichtet. &amp;lt;br /&amp;gt; Jetzt hilf den edlen Gästen, dadurch erhältst du Ehre und Ruhm. &amp;lt;br /&amp;gt; Dann möchte ich dir zum Lohn meine Jungfräulichkeit geben.“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 70 || &#039;Wir müezen zu dem Rine&#039;, sprach der Hiltebrant, &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;da sül wir helme houwen&#039;, so sprach der wigant, &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;daz daz bluot dahin vliuzet und git den widerswal&#039;. &amp;lt;br /&amp;gt; &#039;danc habe&#039;, sprach do Wolfhart,&#039;so wil ich uf die wal&#039;.|| „Wir müssen zum Rhein“, sagte Herr Hiltebrant, &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;quot;um da ein paar Helme einzuschlagen&amp;quot;. Der Krieger sagte weiter noch: &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;quot;Dass das Blut nur so dahinfließt und die Gier zurück strömt &amp;lt;br /&amp;gt; Wolfhart sprach ihm seinen Dank aus und sagte: &amp;quot;So will ich auf das Schlachtfeld!&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 71 || &#039;Wol dan,ir werten geste&#039;, sprach Wolfhart sa zehant, &amp;lt;br /&amp;gt;&#039;leit abe und lat behalten iuwer stehelin gewant &amp;lt;br /&amp;gt;und ezzet mines herren brot und trinket sinen win,&amp;lt;br /&amp;gt;man git es iu willecliche, swie lange ir hie wellet sin&#039;.||&amp;quot;Also dann, Liebe Gäste&amp;quot;, sagte Wolfhart sogleich,&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;Leider aber, habt ihr eure stählernen Rüstungen an gelassen&amp;lt;br /&amp;gt;und esst das Essen meines Vorgesetzten (Herren) und trinkt auch seinen Wein,&amp;lt;br /&amp;gt;Man gibt euch das freiwillig, solange ihr hier sein wollt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 72 ||Des vröuten sich die geste mit vroelicher art.&amp;lt;br /&amp;gt;vil manec liehter halsberc do behalten wart.&amp;lt;br /&amp;gt;pfeller unde samit leiten sie mit vröuden an.&amp;lt;br /&amp;gt;man sach die edeln geste zühtecliche gan.||Wegen dieser Worte freuten sich die Gäste auf eine lebhafte Art und Weise.&amp;lt;br /&amp;gt;Dennoch blieb der ein, oder andere Teil der Rüstung, die den Hals und Oberkörper bedeckte, doch angezogen. &amp;lt;br /&amp;gt;Feines, kostbares Seidenzeug und Samt zogen sie gerne an.&amp;lt;br /&amp;gt;Man konnte beobachten, wie sie sich der Etikette entsprechend verhielten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 73 ||Do gap man den küenen recken ein groze kraft,&amp;lt;br /&amp;gt;daz man uf der vürsten hove heizet wirtschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;do beliben sie ze Berne unz an den zehnden tac,&amp;lt;br /&amp;gt;die wile manec ritter it in kurzewile pflac.||Dann gab man den ehrenhaften Kriegern eine große Kraft (?...eine große Motivation??)&amp;lt;br /&amp;gt;Die man am Hof des Fürsten Wirtschaft nannte.&amp;lt;br /&amp;gt;Dann blieben sie zehn Tage lang in Bern&amp;lt;br /&amp;gt;Bis das Anwesen einige Ritter mit Langeweile plagte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 74 ||Zehen hunderrt marc goldes gap in der Berne do&amp;lt;br /&amp;gt;die hochgelobten geste machete er alle vro&amp;lt;br /&amp;gt;und kleite sie alle geliche in guot pfellergewant,&amp;lt;br /&amp;gt;beslagen wol mit golde: daz namen sie zehant.||Da gab der Berner ihnen 10 000 Goldmark&amp;lt;br /&amp;gt; und machte den hochgewürdigten Gästen eine Freude&amp;lt;br /&amp;gt; und kleidete sie alle mit kostbaren Gewändern.&amp;lt;br /&amp;gt;Völlig mit Gold überschüttet nahmen sie es sogleich an. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 75 ||Do gienc der herzoge mit vünf hundert siner man&amp;lt;br /&amp;gt;vil gezogenliche vür den Berner stan.&amp;lt;br /&amp;gt;er sprach: &#039;vil edeler vürste, möht ez in hulden sin,&amp;lt;br /&amp;gt;den urloup heten wir gerne: wir wollten an den Rin&#039;.||Da ging der Hezrog mit 500 seiner Männer&amp;lt;br /&amp;gt;die für den berner stramm standen.&amp;lt;br /&amp;gt;Er sagte: &amp;quot;Edler Fürst, kann es in ihrem Sinne sein,&amp;lt;br /&amp;gt;wenn wir gerne die Erlaubnis hätten an den Rhein gehen zu können.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 76 ||Do sprach der Voget von Berne, der degen unverzeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;min urloup und min hulde diu istiu unverseit.&amp;lt;br /&amp;gt; ich geleite iuch uz mimlande mit vünf hundert man.&amp;lt;br /&amp;gt;welt ir hie langer beliben, daz ist liebe mir getan&#039;||Da sagte der Fürst von Bern, der unerschorckene Krieger:&amp;lt;br /&amp;gt;Sowhol meine Erlaubnis zu gehen, als auch mein Wohlwollen bleibt euch verwehrt.&amp;lt;br /&amp;gt;ICh werde euch mit 500 Man aus meine Land geleiten/begleiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Hättet ihr länger bleiben wollen, hättet ihr mir eine große Freude bereitet&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 77 ||Des dankete im tugentlche der herzoge Sabin:&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;vil edeler voget von Berne, wir wolten an den Rin&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;die herren von dem Rine wurden in stahel do gekleit.&amp;lt;br /&amp;gt;der edel vürste von Berne do selbe mit in reit||In seiner Besonnenheit dankte ihm der Herzog Sabin:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;Edeslter HErzog von bern, wir wollten an den Rhein&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Männer vom Rhein legten darauf ihre Rüstungen an&amp;lt;br /&amp;gt; und der edle Fürst von Bern ritt mit ihnen mit. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 78 ||Mit vünf hundert siner man, so er sie tiurest vant.&amp;lt;br /&amp;gt;er geleite sie mit eren durch Lampartenlant.&amp;lt;br /&amp;gt;do sie von Berne kamenund Garte sahen an,&amp;lt;br /&amp;gt;do sprach der herzoge ze dem Berner lobesam:||Mit 500 seiner Männer, die er unbedingt dabei haben wollte.&amp;lt;br /&amp;gt;Er führte sie ausgezeichnet durch die Lombardei.&amp;lt;br /&amp;gt;Als sie aus Bern ankamen und den Garten erblickten, &amp;lt;br /&amp;gt;sagte der Herzog zum Berner feierlich:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 79 ||&#039;Nu keret wider, herre, heim in iuwer lant,&amp;lt;br /&amp;gt;ir hat uns verre gedient mit [iuwren] helden hochgenant.&amp;lt;br /&amp;gt;swaz ir nu welt enpieten der keiserlichen meit,&amp;lt;br /&amp;gt;daz wirt ir endeliche da von mir geseit&#039;||&amp;quot;Herr, nun kehrt wieder in eure Heimat/euer Land zurück.&amp;lt;br /&amp;gt;Ihr habt uns gut geholfen mit euren tapferen Helden.&amp;lt;br /&amp;gt;Was ihr dem kaiserlichen Mädchen anbieten wollt, &amp;lt;br /&amp;gt;ich habe es der Herrin bereits ausgerichet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 80 ||Do sprach der Bernaer: &#039;nu saget der Künegin,&amp;lt;br /&amp;gt;si müeze ir widertrutze selbe triben in,&amp;lt;br /&amp;gt;die si mir hat enpoten  in min eigen lant.&amp;lt;br /&amp;gt;des mac wol entkelten manec küener wigant.||Da sagte der Berner: &amp;quot;Nun richte der Königin aus:&amp;lt;br /&amp;gt;Dass sie ihren Widerstand/Trotz, wieder loswerden muss,&amp;lt;br /&amp;gt;den sie mir in mein eigenes Land gebracht hat.&amp;lt;br  /&amp;gt;Das sollte so manchen Helden entlohnen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 81 ||Saget ir, ich habe ze Berne rosen also vil,&amp;lt;br /&amp;gt;wan daz ich irhochvart nht übersehen wil.&amp;lt;br /&amp;gt;sehzec tusent recken bringe ich über Rin&amp;lt;br /&amp;gt;die wol getürren vehten umb rosenkrenzelin.||Teilt ihr mit, dass ich in Bern genauso viele Rosen habe,&amp;lt;br /&amp;gt;dass man ihre Pracht nicht übersehen kann.&amp;lt;br /&amp;gt;Sechzig Tausend Krieger bringe ich über den Rhein mit,&amp;lt;br  /&amp;gt;damit sie utiig um Rosenkränze kämpfen (fechten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 82 ||Dannoch bringe ich zwelve uf den grüenen plan,&amp;lt;br /&amp;gt;die in dem rosengarten wol ir zwelve getürren bestan&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;urloup nam mit zühten der von Brabant. &amp;lt;br /&amp;gt;der edel vürste von Berne reit heim in sin lant.||Dann bringe ich noch Zwölf auf den grünen Platz (Garten?)&amp;lt;br /&amp;gt;die in dem Rosengarten ihre Zwölf tapfer überwinden werden&amp;quot;.Der von Brabant nahm höflich Abschied&amp;lt;br /&amp;gt;und der edle Fürst von Bern kehrte in sein Land zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 83 ||Kriemhilte der küneginne wurden diu maere geseit,&amp;lt;br /&amp;gt;des vröute sich heimliche diu keiserliche meit.&amp;lt;br /&amp;gt;Kriemhilt diu küneginne do niht langer beit,&amp;lt;br /&amp;gt;it ir juncvrouwen si sich do bereit.||Der Königin Kriemhilte wurden die Neuigkeiten mitgeteilt,&amp;lt;br /&amp;gt;wobei sie sich über die Nachrichten heimlich freute (ins Fäustchen lachte)&amp;lt;br /&amp;gt;Kriemhilt, die Königin, zögerte nicht lange,&amp;lt;br  /&amp;gt;bisweilen tauschte sie sich mit ihren Beraterinnen aus.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 84 ||Diu junge herzoginne gienc ir an der hant,&amp;lt;br /&amp;gt;die wolte si ze wibe geben deme von Brabant.&amp;lt;br /&amp;gt;[diu selbe junvvrouwe truoc ein kleit an,&amp;lt;br /&amp;gt;dardurch da schein ir lip, der was so wolgetan.||Die junge Herzogin, die sie dem von Brabant zur Frau geben wollte,&amp;lt;br /&amp;gt;nahm ihre Hand.&amp;lt;br /&amp;gt;Die besagte Frua hatte ein Kleid an,&amp;lt;br  /&amp;gt;welches ihre schöne Gestalt/Figur betonte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 85 ||Ir arme waren wiz, blanc als ein hermelin.&amp;lt;br /&amp;gt;under den juncvrouwen mohte si i diu schoenste sin.]&amp;lt;br /&amp;gt;mit den slben meiden si ime engegene ginec,&amp;lt;br /&amp;gt;wie rehte güetliche in diu künegin enpfienc:||Ihre Arme waren so weiß, so weiß (weiser als?) wie Hermelinfell.&amp;lt;br /&amp;gt;Unter den jungen Frauen war sie die Schönste.&amp;lt;br /&amp;gt;Mit den gleichen jungen Frauen, mit denen sie Zeit verbrachte (???)&amp;lt;br  /&amp;gt;Die Königin empfieng ihn freundlich:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 86 ||&#039;Wis gote willekommen,ein herzoge uz Brabant!&amp;lt;br /&amp;gt;waz enpiutet uns der von Berne in unser eigen lant?&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;er sprach: &#039;edeliu künegin, des werdet itr wol gewar,&amp;lt;br /&amp;gt;er wil vür iuch bringen eine ungevüege schar.||&amp;quot;Grüß Gott Herzog aus Brabant!&amp;lt;br /&amp;gt;Was bietet uns der von Bern auf unserem eigenen Boden an?&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;Er sagte: &amp;quot;Eure Hoheit, ihr solltet euer Augenmerk darauf richten,&amp;lt;br  /&amp;gt;dass der Berner wegen Euch eine ungestüme Horde her bringen will.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 87 ||Iu enpiutet der von Berne, vil edeliu künegin,&amp;lt;br /&amp;gt; ir müezet iuweern widertutz triben wider in,,&amp;lt;br /&amp;gt;den ir im hat enpoten in sin eigen lant,&amp;lt;br /&amp;gt;und des müge wol enkelten manec stolzer wigant.||Eure Majestät, es bittet euch der Berner,&amp;lt;br /&amp;gt;dass sie den Unmut abwenden, den Sie in sein Land gebracht haben&amp;lt;br /&amp;gt; und dass, das so manchen stolzen Helden entlohnen sollte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 88 ||Er sprichet, er habe ze Berne rosen also vil,&amp;lt;br /&amp;gt;wan daz er iuwer hochvart niht übersehen wil.&amp;lt;br /&amp;gt;sehzec tusent recken bringet er über Rin,&amp;lt;br /&amp;gt;die wol getürren vehten umb rosenkrenzelin.||Er behauptete, er hätte ni Bern so viele Rosen&amp;lt;br /&amp;gt;dass er eure Pracht (an Rosen) gar nicht sehen will.&amp;lt;br /&amp;gt;Sechzig Tausend Mann wird er über den Rhein hier her bringen,&amp;lt;br  /&amp;gt;die mutig um die Rosenkränze kämpfen sollen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 89 ||Darzuo bringet er zwelve 8f den grüenen plan,&amp;lt;br /&amp;gt;die in dem rosengarten iuwer zwelve wol türren bestan&#039;.&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;wol mich, ein werder vürste, ein herzoge uz Brabant,&amp;lt;br /&amp;gt;daz ich dich ie gein Berne ze Boten han gesant!||Des Weiteren bringt er noch zwölf Weitere,&amp;lt;br /&amp;gt;die im Rosengarten eure zwölf Mutigsten besiegen sollen&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;Zolle mir Anerkennung, werter Fürst, Herzog aus Brabant,&amp;lt;br  /&amp;gt;dass ich dich jemals als Boten nach Bern geschickt habe!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 90 ||Des gat ez an ein houwen, daz man siht daz bluot,&amp;lt;br /&amp;gt;so siht man helme schroten manegen ritter guot.&amp;lt;br /&amp;gt;swer vrume boten sendet, der verliuset niht daran.&amp;lt;br /&amp;gt;nu wil ich dir geben, swaz ich dir gelobet han&#039;.||Dabei handelt es sich um eine Schlacht, bei der man viel Blut fließen shen wird.&amp;lt;br /&amp;gt;Wo Hellebarden so manchen tapferen Krieger verwunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Wer Boten schickt, die brauchbar sind, hat  nichts zu verlieren.&amp;lt;br  /&amp;gt;Nun will ich dir geben, was ich dir versprochen habe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Anmerkungen =&lt;br /&gt;
&amp;lt;References /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Textausgabe =&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[*Holz 1982] Die Gedichte vom Rosengarten zu Worms, hg. von Georg Holz. Nachdruck der Ausgabe Halle 1893, Hildesheim [u.a.] 1982.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andy</name></author>
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