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	<title>MediaeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Gattungsmerkmale_der_Heldenepik&amp;diff=6360</id>
		<title>Diskussion:Gattungsmerkmale der Heldenepik</title>
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		<updated>2012-01-19T17:51:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;As252: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Da für die weniger fassbaren Begriffe (Anonymität, historischer Kern und Assimilation) knappe Erläuterungen gegeben wurden, würde ich auch eine für die Reduktion hinzufügen (zumal sie schon als separater Titel noch einmal mit der Assimilation genannt wird). (Nebenbei habe ich Anonymität ebenfalls auf eine Seite verlinkt, die diesen Aspekt etwas ausführlicher betrachtet.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einen Link zur Assimilationsseite eingestellt, welcher Assimilation ausführlicher behandelt. :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, der Artikel ist dir gut gelungen. Kurz und bündig mit den wichtigsten Aspekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kurz und knapp, informativ und bündig. Aber das Auge isst ja bekanntlich auch mit, deshalb vielleicht einfach noch eine schönere Gliederung anfertigen bzw. ein Einleitungssatz wäre nicht verkehrt. Wenn Du möchtest, kannst Du ja sogar noch ein Bild, welches nahe mit dem Thema verknüpft ist, einfügen (Buchdeckel eines Folianten mit enthaltener Heldenepik o.ä.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verlinkten Artikel vertiefen deine knappen Erläuterungen und sind daher durchaus sinnvoll. Die Merkmale &amp;quot;mündliche Quellen&amp;quot; und &amp;quot;strophische Form&amp;quot; sollten vielleicht noch einmal im Artikel kurz ausgeführt werden, wenn sie schon genannt sind. Dazu kann man bestimmt auch gute Beispiele geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, dass jeder versteht was strophische Form und mündliche Quellen meint auch ohne Beispiele. Falls du noch was dazu schreibst, würde ich das nur ganz kurz machen, ist aber auch so sehr gut verständlich. Insgesamt finde ich den Artikel wirklich gut, man bekommt schnell einen Überblick zum Thema.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>As252</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Gattungsmerkmale_der_Heldenepik&amp;diff=6313</id>
		<title>Diskussion:Gattungsmerkmale der Heldenepik</title>
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		<updated>2012-01-17T18:45:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;As252: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Da für die weniger fassbaren Begriffe (Anonymität, historischer Kern und Assimilation) knappe Erläuterungen gegeben wurden, würde ich auch eine für die Reduktion hinzufügen (zumal sie schon als separater Titel noch einmal mit der Assimilation genannt wird). (Nebenbei habe ich Anonymität ebenfalls auf eine Seite verlinkt, die diesen Aspekt etwas ausführlicher betrachtet.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe einen Link zur Assimilationsseite eingestellt, welcher Assimilation ausführlicher behandelt. :)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich finde, der Artikel ist dir gut gelungen. Kurz und bündig mit den wichtigsten Aspekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem kurz und knapp, informativ und bündig. Aber das Auge isst ja bekanntlich auch mit, deshalb vielleicht einfach noch eine schönere Gliederung anfertigen bzw. ein Einleitungssatz wäre nicht verkehrt. Wenn Du möchtest, kannst Du ja sogar noch ein Bild, welches nahe mit dem Thema verknüpft ist, einfügen (Buchdeckel eines Folianten mit enthaltener Heldenepik o.ä.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Finde den Artikel sehr gelungen, die verlinkten Artikel jedoch halte ich für wenig sinnvoll, da Du sie ja größtenteils selbst schon aufgeführt hast. Aber das ist natürlich keine Kritik an DEINEM Artikel... ;)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>As252</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Mittelalterliche_Auftragsliteratur&amp;diff=6280</id>
		<title>Mittelalterliche Auftragsliteratur</title>
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		<updated>2012-01-16T23:11:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;As252: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mittelalterliche Literatur war im Allgemeinen Auftragskunst, deren  jeweilige Verfasser von ihren Auftraggebern für ihr Schreiben entlohnt  wurden. Ein Verfasser war in der Regel von seinem Auftraggeber (auch  Mäzen genannt), der zumeist ein Adliger oder Herrscher war,  &#039;&#039;&#039;finanziell abhängig&#039;&#039;&#039;. Aufgrund dieser Abhängigkeit  &#039;&#039;&#039;(Heteronomie)&#039;&#039;&#039; liegt nahe, dass dieser Zeit entstammende  literarische Werke überwiegend nicht aus freier Motivation der Künstler  entstanden, sondern zu einem jeweiligen, vom Auftraggeber  beabsichtigten, &#039;&#039;&#039;bestimmten Zweck&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039;&amp;quot; lässt sich unterspezifizieren in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Frühe Mittelalter&#039;&#039;&#039;: Zunächst wurde nur geistliche Literatur in Klöstern und Kirchen produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Hohe Mittelalter&#039;&#039;&#039; (1170 - Ende 13.Jh.): Auch in Fürstenhöfen wurde begonnen Literatur zu fabrizieren. Sie bestimmten überwiegend die weltliche Literatur.(Als erster höfischer Roman wird oft der Eneasroman Heinrichs von  Veldeke bezeichnet, der um 1170/1184 mit Unterbrechung entstand.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- und das &#039;&#039;&#039;Späte Mittelalter&#039;&#039;&#039;: Neben Klöstern/Kirchen und Fürstenhöfen kamen die Städte als neue literarische Zentren hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  ursprüngliche Dichtkunst war nicht für die Einzellektüre bestimmt, sondern für die &#039;&#039;&#039;Aufführung&#039;&#039;&#039;, die &amp;quot;Vokalität&amp;quot; (Mündlichkeit).&lt;br /&gt;
Sie  diente häufig - nach französischem Vorbild des kulturellen  Selbstverständnisses - der mittelalterlichen Selbstdarstellung auf  Hoffesten.&lt;br /&gt;
Ein Extrem der Auftragsdichtkunst stellt die Panegyrik (Herrscherlob) dar, da sich hiermit der Auftraggeber selbst - auf  Aufforderung oder aus eigener Initiative des Künstlers (um um die Gunst  des Auftraggebers zu erlangen) - über alle Maßen ehren lies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurde das höfische Leben und seine Festkultur selbst in einer literarischen Darstellung festgehalten, die jedoch in der Regel nicht der Realität, sondern einer Utopie der Gewaltlosigkeit und Idealisierung (&#039;&#039;hôchzît, hôher muot, vreude&#039;&#039;) entsprach und vor allem der möglichst positiven Repräsentation eines Fürstenhofes dienen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer wurde eine Abmachung von dem jeweiligen Auftraggeber erfüllt, wie sich an dem Beispiel Walthers von der Vogelweide feststellen lässt. Darin beschreibt der Dichter den Verstoß des Auftraggebers gegen die Abmachung, indem er ihn darin für seinen überfälligen Lohn anklagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther von der Vogelweide, 2. Spruch im König-Friedrich-Ton (L.26):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hân hêrn Otten triuwe, er wélle mich noch rîchen,&lt;br /&gt;
wie genám aber ér mîn dienest ie sô trügelîchen?&lt;br /&gt;
ald waz bestêt ze lônennè des künic Friderîchen?&lt;br /&gt;
mîn forderunge ist ûf in kleiner danne ein bône,&lt;br /&gt;
ez sî sô vil ob er der alten sprüche wære frô.&lt;br /&gt;
ein vater lêrte wîlent sînen sun alsô:&lt;br /&gt;
&#039;sun, diene manne bœstem daz dir manne beste lône&#039;.&lt;br /&gt;
hêr Otte, ich binz der sun, ir sît der bœste man,&lt;br /&gt;
wand ich sô rechte bœsen hêrren nie gewan.&lt;br /&gt;
hêr künic, ir sît der beste, sît iuch got des lônes gan.&amp;lt;ref name=&amp;quot;test&amp;quot;&amp;gt;[http://www.texturen-online.net/geschichte/walther-von-der-vogelweide/sangspr%C3%BCche/], zusätzlicher Text.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übersetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich  habe Ottos Wort, er woll mich reich beschenken, Doch mocht er  trügerisch nur meines Dienstes denken! Darf ich bei Friedrich nun auf  Lohn die Hoffnung lenken? Zu fordern hätt ich wohl von ihm nicht eine  Bohne: Es sei denn, daß mein Sang nachträglich noch ihn freue. So sprach  ein Vater einst belehrend zu dem Sohne: Dem ärgsten Manne dien, daß dir  der beste lohne! Otto, ich bin der Sohn, ihr seid der ärgste Mann, Nie traf ich ärgern noch, das sag ich stets aufs neue: Der König sei der  beste, nun er das Reich gewann!&amp;lt;ref name=&amp;quot;test&amp;quot;&amp;gt;[http://www.g-geschichte.de/pdf/plus/politische_gedichte_walthers_von_der_vogelweide.pdf], zusätzlicher Text.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Laufe des 18.Jahrhunderts gewann die Idee der Autonomie (Gegensatz zu  Heteronomie) der Dichtkunst - und somit auch die Autonomie des Künstlers  - an Bedeutung. Diese prägte fortan die Auffassung des Künstlertums bis hin zur Moderne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alterität und Auftragsliteratur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aspekten der Ebenen von Alterität zählt die soziale Alterität, welche im Vergleich der höfischen Literaturauffassung im Mittelalter zu der heutigen entsteht. Im Auftrag Adliger verfasste Literatur steht im starken Gegensatz zu weitestgehend uneingeschränkter Autonomie des Künstlers in der heutigen Zeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>As252</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Mittelalterliche_Auftragsliteratur&amp;diff=6279</id>
		<title>Mittelalterliche Auftragsliteratur</title>
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		<updated>2012-01-16T23:07:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;As252: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mittelalterliche Literatur war im Allgemeinen Auftragskunst, deren  jeweilige Verfasser von ihren Auftraggebern für ihr Schreiben entlohnt  wurden. Ein Verfasser war in der Regel von seinem Auftraggeber (auch  Mäzen genannt), der zumeist ein Adliger oder Herrscher war,  &#039;&#039;&#039;finanziell abhängig&#039;&#039;&#039;. Aufgrund dieser Abhängigkeit  &#039;&#039;&#039;(Heteronomie)&#039;&#039;&#039; liegt nahe, dass dieser Zeit entstammende  literarische Werke überwiegend nicht aus freier Motivation der Künstler  entstanden, sondern zu einem jeweiligen, vom Auftraggeber  beabsichtigten, &#039;&#039;&#039;bestimmten Zweck&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039;&amp;quot; lässt sich unterspezifizieren in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Frühe Mittelalter&#039;&#039;&#039;: Zunächst wurde nur geistliche Literatur in Klöstern und Kirchen produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Hohe Mittelalter&#039;&#039;&#039; (1170 - Ende 13.Jh.): Auch in Fürstenhöfen wurde begonnen Literatur zu fabrizieren. Sie bestimmten überwiegend die weltliche Literatur.(Als erster höfischer Roman wird oft der Eneasroman Heinrichs von  Veldeke bezeichnet, der um 1170/1184 mit Unterbrechung entstand.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- und das &#039;&#039;&#039;Späte Mittelalter&#039;&#039;&#039;: Neben Klöstern/Kirchen und Fürstenhöfen kamen die Städte als neue literarische Zentren hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  ursprüngliche Dichtkunst war nicht für die Einzellektüre bestimmt, sondern für die &#039;&#039;&#039;Aufführung&#039;&#039;&#039;, die &amp;quot;Vokalität&amp;quot; (Mündlichkeit).&lt;br /&gt;
Sie  diente häufig - nach französischem Vorbild des kulturellen  Selbstverständnisses - der mittelalterlichen Selbstdarstellung auf  Hoffesten.&lt;br /&gt;
Ein Extrem der Auftragsdichtkunst stellt die Panegyrik (Herrscherlob) dar, da sich hiermit der Auftraggeber selbst - auf  Aufforderung oder aus eigener Initiative des Künstlers (um um die Gunst  des Auftraggebers zu erlangen) - über alle Maßen ehren lies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurde das höfische Leben und seine Festkultur selbst in einer literarischen Darstellung festgehalten, die jedoch in der Regel nicht der Realität, sondern einer Utopie der Gewaltlosigkeit und Idealisierung (&#039;&#039;hôchzît, hôher muot, vreude&#039;&#039;) entsprach und vor allem der möglichst positiven Repräsentation eines Fürstenhofes dienen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer wurde eine Abmachung von dem jeweiligen Auftraggeber erfüllt, wie sich an dem Beispiel Walthers von der Vogelweide feststellen lässt. Darin beschreibt der Dichter den Verstoß des Auftraggebers gegen die Abmachung, indem er ihn darin für seinen überfälligen Lohn anklagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther von der Vogelweide, 2. Spruch im König-Friedrich-Ton (L.26):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hân hêrn Otten triuwe, er wélle mich noch rîchen,&lt;br /&gt;
wie genám aber ér mîn dienest ie sô trügelîchen?&lt;br /&gt;
ald waz bestêt ze lônennè des künic Friderîchen?&lt;br /&gt;
mîn forderunge ist ûf in kleiner danne ein bône,&lt;br /&gt;
ez sî sô vil ob er der alten sprüche wære frô.&lt;br /&gt;
ein vater lêrte wîlent sînen sun alsô:&lt;br /&gt;
&#039;sun, diene manne bœstem daz dir manne beste lône&#039;.&lt;br /&gt;
hêr Otte, ich binz der sun, ir sît der bœste man,&lt;br /&gt;
wand ich sô rechte bœsen hêrren nie gewan.&lt;br /&gt;
hêr künic, ir sît der beste, sît iuch got des lônes gan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellenangabe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;test&amp;quot;&amp;gt;[http://www.texturen-online.net/geschichte/walther-von-der-vogelweide/sangspr%C3%BCche/], zusätzlicher Text.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übersetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich  habe Ottos Wort, er woll mich reich beschenken, Doch mocht er  trügerisch nur meines Dienstes denken! Darf ich bei Friedrich nun auf  Lohn die Hoffnung lenken? Zu fordern hätt ich wohl von ihm nicht eine  Bohne: Es sei denn, daß mein Sang nachträglich noch ihn freue. So sprach  ein Vater einst belehrend zu dem Sohne: Dem ärgsten Manne dien, daß dir  der beste lohne! Otto, ich bin der Sohn, ihr seid der ärgste Mann, Nie  traf ich ärgern noch, das sag ich stets aufs neue: Der König sei der  beste, nun er das Reich gewann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Laufe des 18.Jahrhunderts gewann die Idee der Autonomie (Gegensatz zu  Heteronomie) der Dichtkunst - und somit auch die Autonomie des Künstlers  - an Bedeutung. Diese prägte fortan die Auffassung des Künstlertums bis hin zur Moderne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alterität und Auftragsliteratur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aspekten der Ebenen von Alterität zählt die soziale Alterität, welche im Vergleich der höfischen Literaturauffassung im Mittelalter zu der heutigen entsteht. Im Auftrag Adliger verfasste Literatur steht im starken Gegensatz zu weitestgehend uneingeschränkter Autonomie des Künstlers in der heutigen Zeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>As252</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Mittelalterliche_Auftragsliteratur&amp;diff=6278</id>
		<title>Mittelalterliche Auftragsliteratur</title>
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		<updated>2012-01-16T22:46:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;As252: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mittelalterliche Literatur war im Allgemeinen Auftragskunst, deren  jeweilige Verfasser von ihren Auftraggebern für ihr Schreiben entlohnt  wurden. Ein Verfasser war in der Regel von seinem Auftraggeber (auch  Mäzen genannt), der zumeist ein Adliger oder Herrscher war,  &#039;&#039;&#039;finanziell abhängig&#039;&#039;&#039;. Aufgrund dieser Abhängigkeit  &#039;&#039;&#039;(Heteronomie)&#039;&#039;&#039; liegt nahe, dass dieser Zeit entstammende  literarische Werke überwiegend nicht aus freier Motivation der Künstler  entstanden, sondern zu einem jeweiligen, vom Auftraggeber  beabsichtigten, &#039;&#039;&#039;bestimmten Zweck&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039;&amp;quot; lässt sich unterspezifizieren in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Frühe Mittelalter&#039;&#039;&#039;: Zunächst wurde nur geistliche Literatur in Klöstern und Kirchen produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Hohe Mittelalter&#039;&#039;&#039; (1170 - Ende 13.Jh.): Auch in Fürstenhöfen wurde begonnen Literatur zu fabrizieren. Sie bestimmten überwiegend die weltliche Literatur.(Als erster höfischer Roman wird oft der Eneasroman Heinrichs von  Veldeke bezeichnet, der um 1170/1184 mit Unterbrechung entstand.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- und das &#039;&#039;&#039;Späte Mittelalter&#039;&#039;&#039;: Neben Klöstern/Kirchen und Fürstenhöfen kamen die Städte als neue literarische Zentren hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  ursprüngliche Dichtkunst war nicht für die Einzellektüre bestimmt, sondern für die &#039;&#039;&#039;Aufführung&#039;&#039;&#039;, die &amp;quot;Vokalität&amp;quot; (Mündlichkeit).&lt;br /&gt;
Sie  diente häufig - nach französischem Vorbild des kulturellen  Selbstverständnisses - der mittelalterlichen Selbstdarstellung auf  Hoffesten.&lt;br /&gt;
Ein Extrem der Auftragsdichtkunst stellt die Panegyrik (Herrscherlob) dar, da sich hiermit der Auftraggeber selbst - auf  Aufforderung oder aus eigener Initiative des Künstlers (um um die Gunst  des Auftraggebers zu erlangen) - über alle Maßen ehren lies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurde das höfische Leben und seine Festkultur selbst in einer literarischen Darstellung festgehalten, die jedoch in der Regel nicht der Realität, sondern einer Utopie der Gewaltlosigkeit und Idealisierung (&#039;&#039;hôchzît, hôher muot, vreude&#039;&#039;) entsprach und vor allem der möglichst positiven Repräsentation eines Fürstenhofes dienen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer wurde eine Abmachung von dem jeweiligen Auftraggeber erfüllt, wie sich an dem Beispiel Walthers von der Vogelweide feststellen lässt. Darin beschreibt der Dichter den Verstoß des Auftraggebers gegen die Abmachung, indem er ihn darin für seinen überfälligen Lohn anklagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther von der Vogelweide, 2. Spruch im König-Friedrich-Ton (L.26):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hân hêrn Otten triuwe, er wélle mich noch rîchen,&lt;br /&gt;
wie genám aber ér mîn dienest ie sô trügelîchen?&lt;br /&gt;
ald waz bestêt ze lônennè des künic Friderîchen?&lt;br /&gt;
mîn forderunge ist ûf in kleiner danne ein bône,&lt;br /&gt;
ez sî sô vil ob er der alten sprüche wære frô.&lt;br /&gt;
ein vater lêrte wîlent sînen sun alsô:&lt;br /&gt;
&#039;sun, diene manne bœstem daz dir manne beste lône&#039;.&lt;br /&gt;
hêr Otte, ich binz der sun, ir sît der bœste man,&lt;br /&gt;
wand ich sô rechte bœsen hêrren nie gewan.&lt;br /&gt;
hêr künic, ir sît der beste, sît iuch got des lônes gan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übersetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich  habe Ottos Wort, er woll mich reich beschenken, Doch mocht er  trügerisch nur meines Dienstes denken! Darf ich bei Friedrich nun auf  Lohn die Hoffnung lenken? Zu fordern hätt ich wohl von ihm nicht eine  Bohne: Es sei denn, daß mein Sang nachträglich noch ihn freue. So sprach  ein Vater einst belehrend zu dem Sohne: Dem ärgsten Manne dien, daß dir  der beste lohne! Otto, ich bin der Sohn, ihr seid der ärgste Mann, Nie  traf ich ärgern noch, das sag ich stets aufs neue: Der König sei der  beste, nun er das Reich gewann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Laufe des 18.Jahrhunderts gewann die Idee der Autonomie (Gegensatz zu  Heteronomie) der Dichtkunst - und somit auch die Autonomie des Künstlers  - an Bedeutung. Diese prägte fortan die Auffassung des Künstlertums bis hin zur Moderne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alterität und Auftragsliteratur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aspekten der Ebenen von Alterität zählt die soziale Alterität, welche im Vergleich der höfischen Literaturauffassung im Mittelalter zu der heutigen entsteht. Im Auftrag Adliger verfasste Literatur steht im starken Gegensatz zu weitestgehend uneingeschränkter Autonomie des Künstlers in der heutigen Zeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>As252</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Mittelalterliche_Auftragsliteratur&amp;diff=6277</id>
		<title>Mittelalterliche Auftragsliteratur</title>
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		<updated>2012-01-16T22:42:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;As252: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mittelalterliche Literatur war im Allgemeinen Auftragskunst, deren  jeweilige Verfasser von ihren Auftraggebern für ihr Schreiben entlohnt  wurden. Ein Verfasser war in der Regel von seinem Auftraggeber (auch  Mäzen genannt), der zumeist ein Adliger oder Herrscher war,  &#039;&#039;&#039;finanziell abhängig&#039;&#039;&#039;. Aufgrund dieser Abhängigkeit  &#039;&#039;&#039;(Heteronomie)&#039;&#039;&#039; liegt nahe, dass dieser Zeit entstammende  literarische Werke überwiegend nicht aus freier Motivation der Künstler  entstanden, sondern zu einem jeweiligen, vom Auftraggeber  beabsichtigten, &#039;&#039;&#039;bestimmten Zweck&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039;&amp;quot; lässt sich unterspezifizieren in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Frühe Mittelalter&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zunächst wurde nur geistliche Literatur in Klöstern und Kirchen produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Hohe Mittelalter&#039;&#039;&#039; (1170 - Ende 13.Jh.)&lt;br /&gt;
Auch in Fürstenhöfen wurde begonnen Literatur zu fabrizieren. Sie bestimmten überwiegend die weltliche Literatur.&lt;br /&gt;
(Als erster höfischer Roman wird oft der Eneasroman Heinrichs von  Veldeke bezeichnet, der um 1170/1184 mit Unterbrechung entstand.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- und das &#039;&#039;&#039;Späte Mittelalter&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Neben Klöstern/Kirchen und Fürstenhöfen kamen die Städte als neue literarische Zentren hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  ursprüngliche Dichtkunst war nicht für die Einzellektüre bestimmt,  sondern für die &#039;&#039;&#039;Aufführung&#039;&#039;&#039;, die &amp;quot;Vokalität&amp;quot; (Mündlichkeit).&lt;br /&gt;
Sie  diente häufig - nach französischem Vorbild des kulturellen  Selbstverständnisses - der mittelalterlichen Selbstdarstellung auf  Hoffesten.&lt;br /&gt;
Ein Extrem der Auftragsdichtkunst stellt die Panegyrik  (Herrscherlob) dar, da sich hiermit der Auftraggeber selbst - auf  Aufforderung oder aus eigener Initiative des Künstlers (um um die Gunst  des Auftraggebers zu erlangen) - über alle Maßen ehren lies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso  wurde das höfische Leben und seine Festkultur selbst in einer  literarischen Darstellung festgehalten, die jedoch in der Regel nicht  der Realität, sondern einer Utopie der Gewaltlosigkeit und Idealisierung  (&#039;&#039;hôchzît, hôher muot, vreude&#039;&#039;) entsprach und vor allem der möglichst  positiven Repräsentation eines Fürstenhofes dienen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht  immer wurde eine Abmachung von dem jeweiligen Auftraggeber erfüllt, wie  sich an dem Beispiel Walthers von der Vogelweide feststellen lässt.  Darin beschreibt der Dichter den Verstoß des Auftraggebers gegen die  Abmachung, indem er ihn darin für seinen überfälligen Lohn anklagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther von der Vogelweide, 2. Spruch im König-Friedrich-Ton (L.26):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hân hêrn Otten triuwe, er wélle mich noch rîchen,&lt;br /&gt;
wie genám aber ér mîn dienest ie sô trügelîchen?&lt;br /&gt;
ald waz bestêt ze lônennè des künic Friderîchen?&lt;br /&gt;
mîn forderunge ist ûf in kleiner danne ein bône,&lt;br /&gt;
ez sî sô vil ob er der alten sprüche wære frô.&lt;br /&gt;
ein vater lêrte wîlent sînen sun alsô:&lt;br /&gt;
&#039;sun, diene manne bœstem daz dir manne beste lône&#039;.&lt;br /&gt;
hêr Otte, ich binz der sun, ir sît der bœste man,&lt;br /&gt;
wand ich sô rechte bœsen hêrren nie gewan.&lt;br /&gt;
hêr künic, ir sît der beste, sît iuch got des lônes gan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übersetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich  habe Ottos Wort, er woll mich reich beschenken, Doch mocht er  trügerisch nur meines Dienstes denken! Darf ich bei Friedrich nun auf  Lohn die Hoffnung lenken? Zu fordern hätt ich wohl von ihm nicht eine  Bohne: Es sei denn, daß mein Sang nachträglich noch ihn freue. So sprach  ein Vater einst belehrend zu dem Sohne: Dem ärgsten Manne dien, daß dir  der beste lohne! Otto, ich bin der Sohn, ihr seid der ärgste Mann, Nie  traf ich ärgern noch, das sag ich stets aufs neue: Der König sei der  beste, nun er das Reich gewann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Laufe des 18.Jahrhunderts gewann die Idee der Autonomie (Gegensatz zu  Heteronomie) der Dichtkunst - und somit auch die Autonomie des Künstlers  - an Bedeutung. Diese prägte fortan die Auffassung des Künstlertums bis hin zur Moderne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Alterität und Auftragsliteratur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aspekten der Ebenen von Alterität zählt die soziale Alterität, welche im Vergleich der höfischen Literaturauffassung im Mittelalter zu der heutigen entsteht. Im Auftrag Adliger verfasste Literatur steht im starken Gegensatz zu weitestgehend uneingeschränkter Autonomie des Künstlers in der heutigen Zeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>As252</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Mittelalterliche_Auftragsliteratur&amp;diff=6276</id>
		<title>Mittelalterliche Auftragsliteratur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Mittelalterliche_Auftragsliteratur&amp;diff=6276"/>
		<updated>2012-01-16T22:37:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;As252: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mittelalterliche Literatur war im Allgemeinen Auftragskunst, deren  jeweilige Verfasser von ihren Auftraggebern für ihr Schreiben entlohnt  wurden. Ein Verfasser war in der Regel von seinem Auftraggeber (auch  Mäzen genannt), der zumeist ein Adliger oder Herrscher war,  &#039;&#039;&#039;finanziell abhängig&#039;&#039;&#039;. Aufgrund dieser Abhängigkeit  &#039;&#039;&#039;(Heteronomie)&#039;&#039;&#039; liegt nahe, dass dieser Zeit entstammende  literarische Werke überwiegend nicht aus freier Motivation der Künstler  entstanden, sondern zu einem jeweiligen, vom Auftraggeber  beabsichtigten, &#039;&#039;&#039;bestimmten Zweck&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039;&amp;quot; lässt sich unterspezifizieren in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Frühe Mittelalter&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
  Zunächst wurde nur geistliche Literatur in Klöstern und Kirchen produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das &#039;&#039;&#039;Hohe Mittelalter&#039;&#039;&#039; (1170 - Ende 13.Jh.)&lt;br /&gt;
  Auch in Fürstenhöfen wurde begonnen Literatur zu fabrizieren. Sie bestimmten überwiegend die weltliche Literatur.&lt;br /&gt;
   (Als erster höfischer Roman wird oft der Eneasroman Heinrichs von  Veldeke bezeichnet, der um 1170/1184 mit Unterbrechung entstand.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- und das &#039;&#039;&#039;Späte Mittelalter&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
  Neben Klöstern/Kirchen und Fürstenhöfen kamen die Städte als neue literarische Zentren hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  ursprüngliche Dichtkunst war nicht für die Einzellektüre bestimmt,  sondern für die &#039;&#039;&#039;Aufführung&#039;&#039;&#039;, die &amp;quot;Vokalität&amp;quot; (Mündlichkeit).&lt;br /&gt;
Sie  diente häufig - nach französischem Vorbild des kulturellen  Selbstverständnisses - der mittelalterlichen Selbstdarstellung auf  Hoffesten.&lt;br /&gt;
Ein Extrem der Auftragsdichtkunst stellt die Panegyrik  (Herrscherlob) dar, da sich hiermit der Auftraggeber selbst - auf  Aufforderung oder aus eigener Initiative des Künstlers (um um die Gunst  des Auftraggebers zu erlangen) - über alle Maßen ehren lies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso  wurde das höfische Leben und seine Festkultur selbst in einer  literarischen Darstellung festgehalten, die jedoch in der Regel nicht  der Realität, sondern einer Utopie der Gewaltlosigkeit und Idealisierung  (&#039;&#039;hôchzît, hôher muot, vreude&#039;&#039;) entsprach und vor allem der möglichst  positiven Repräsentation eines Fürstenhofes dienen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht  immer wurde eine Abmachung von dem jeweiligen Auftraggeber erfüllt, wie  sich an dem Beispiel Walthers von der Vogelweide feststellen lässt.  Darin beschreibt der Dichter den Verstoß des Auftraggebers gegen die  Abmachung, indem er ihn darin für seinen überfälligen Lohn anklagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther von der Vogelweide, 2. Spruch im König-Friedrich-Ton:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
L.26.Ich hân hêrn Otten triuwe, er wélle mich noch rîchen,&lt;br /&gt;
     wie genám aber ér mîn dienest ie sô trügelîchen?&lt;br /&gt;
     ald waz bestêt ze lônennè des künic Friderîchen?&lt;br /&gt;
     mîn forderunge ist ûf in kleiner danne ein bône,&lt;br /&gt;
     ez sî sô vil ob er der alten sprüche wære frô.&lt;br /&gt;
     ein vater lêrte wîlent sînen sun alsô:&lt;br /&gt;
     &#039;sun, diene manne bœstem daz dir manne beste lône&#039;.&lt;br /&gt;
     hêr Otte, ich binz der sun, ir sît der bœste man,&lt;br /&gt;
     wand ich sô rechte bœsen hêrren nie gewan.&lt;br /&gt;
     hêr künic, ir sît der beste, sît iuch got des lônes gan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Übersetzung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich  habe Ottos Wort, er woll mich reich beschenken, Doch mocht er  trügerisch nur meines Dienstes denken! Darf ich bei Friedrich nun auf  Lohn die Hoffnung lenken? Zu fordern hätt ich wohl von ihm nicht eine  Bohne: Es sei denn, daß mein Sang nachträglich noch ihn freue. So sprach  ein Vater einst belehrend zu dem Sohne: Dem ärgsten Manne dien, daß dir  der beste lohne! Otto, ich bin der Sohn, ihr seid der ärgste Mann, Nie  traf ich ärgern noch, das sag ich stets aufs neue: Der König sei der  beste, nun er das Reich gewann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im  Laufe des 18.Jahrhunderts gewann die Idee der Autonomie (Gegensatz zu  Heteronomie) der Dichtkunst - und somit auch die Autonomie des Künstlers  - an Bedeutung. Diese prägte fortan die Auffassung des Künstlertums bis  hin zur Moderne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alterität und Auftragsliteratur:&lt;br /&gt;
Zu  den Aspekten der Ebenen von Alterität zählt die soziale Alterität,  welche im Vergleich der höfischen Literaturauffassung im Mittelalter zu  der heutigen entsteht. Im Auftrag Adliger verfasste Literatur steht im  starken Gegensatz zu weitestgehend uneingeschränkter Autonomie des  Künstlers in der heutigen Zeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>As252</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Mittelalterliche_Auftragsliteratur&amp;diff=6015</id>
		<title>Mittelalterliche Auftragsliteratur</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Mittelalterliche_Auftragsliteratur&amp;diff=6015"/>
		<updated>2011-11-30T22:06:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;As252: Die Seite wurde neu angelegt: „Mittelalterliche Literatur war im Allgemeinen Auftragskunst, deren jeweiliger Verfasser von seinem Auftraggeber für sein Schreiben entlohnt wurde. Der Verfasser …“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mittelalterliche Literatur war im Allgemeinen Auftragskunst, deren jeweiliger Verfasser von seinem Auftraggeber für sein Schreiben entlohnt wurde. Der Verfasser war zumeist von seinem Auftraggeber (oft Adliger, Herrscher) finanziell abhängig. Daher liegt nahe, dass literarische Werke dieser Zeit nicht aus freier Motivation der Künstler entstanden, sondern in Abhängigkeit (Heteronomie) zu deren jeweiligen (vom Auftraggeber beabsichtigten) Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Artikel derzeit im Entstehungsprozess)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>As252</name></author>
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