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	<title>MediaeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-18T23:27:58Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=19742</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Der Rosengarten zu Worms&quot;</title>
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		<updated>2015-06-21T10:18:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Dietrich und Siegfried (Str. 322-370) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Dieser Artikel entsteht derzeit im Rahmen des Proseminars &#039;&#039;&amp;quot;Zwischen Wahrheit und Fiktion - Die Heldenepik um Dietrich von Bern&amp;quot;&#039;&#039; (Sommersemester 2015) und wird daher fortlaufend bearbeitet.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt der 390 Strophen des historischen Heldenliedes &#039;&#039;Der Rosengarten zu Worms&#039;&#039; in der älteren Vulgat-Fassung A zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Georg Holz.[Holz 1982]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriemhilts Herausforderung / Sigestaps Botengänge (Str. 1-130)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 1 - 10 || Die Stadt Worms am Rhein wird von König Gibeche regiert. Neben seinen drei Söhnen, hat er auch eine Tochter, die schöne Kriemhild, welcher der Löwentöter Siegfried den Hof macht. Da Kriemhild jedoch schon so viel von Dietrich von Bern gehört hat, beschließt sie, die beiden Männer zusammenzubringen um zu sehen, wer von ihnen mehr Stärke besitzt. Ein Turnier um ihren Rosengarten scheint ihr der geeignete Weg zu sein. Sie bestimmt zwölf Wormser Helden, die gegen Dietrichs Männer antreten sollen: Ihr Vater Gibeche, Gernot, Gunther, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walther, Studenfuchs und schließlich Siegfried.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 11 - 20 || Die Königin wird von Walter gewarnt, dass sie im &amp;quot;übermuot&amp;quot; handelt (12). Sie lässt sich davon jedoch nicht beunruhigen und will den Herzog von Brabant als Boten zu den Bernern schicken. Dieser möchte als Lohn für seine Botenreise die Hand der Herzogin Bersabe. Die Königin verspricht sie ihm.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 21 - 30 || Der Herzog von Brabant macht sich mit 500 bewaffneten Rittern auf den Weg (über Heidelberg, Halle, Nördelingen, Augsburg und schliesslich Garte) hin zu Bern. &lt;br /&gt;
Dietrich möchte den Rat seiner Mannen, da bewaffnete und unbekannte Männer durch sein Land reiten. Der Rat seiner Männer ist eindeutig und einstimmig: Er soll sie mit gezückten Schwertern empfangen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 31 - 40 || Wolfhart erspäht die Fremden am Fenster, woraufhin die Herzogin von Lampartenland (die sich als Geisel bei Dietrich befindet) ebenfalls ans Fenster geht und den Herzog Sabin von Brabant erkennt. Sie geht hinaus um ihn willkommen zu heißen und führt diesen nach einem kurzen Wortwechsel hinein zu Dietrich, wo sich die beiden Männer schließlich friedlich begrüßen durch die Vermittlungsarbeit der Herzogin.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 41 - 50 (51) ||  Der Herzog von Brabant begründet seinen bewaffneten Aufzug dadurch, dass er keine Herberge gefunden habe um sich umzuziehen . Daraufhin wird ein Brief vorgelesen, der von der Mannschaft mittgebracht wurde von einer Königin am Rhein und Tochter Gibeches. In dem Brief steht, dass die Königin einen Rosengarten besitzt, von einer Meile Länge und einer halben Meile Breite, umzäunt von einer Mauer aus seidenem Faden. Beschützt wird er von 12 kühnen Männern: Ihr Vater, Gunther, Gernot, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walter, Studenfuchs und Sigfried. Die Königin lädt nun mit dem Brief dazu ein, Zwölf Männer vorzubringen, die &amp;quot;den zwelven sîn gelîch&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 51 - 60 || Die weiteren Teilnehmer des Turniers werden vorgestellt. Der Dietrich beschreibt wie die Kämpfe ablaufen werden und was der Lohn sein wird. Es werden 12 Ritter auf jeder Seite kämpfen. Die Ritter werden jeweils im 1:1 antreten. Die Belohnung für den Sieger ist ein Kuss von der Königin und ein Rosenkranz der ebenfalls von ihr überreicht wird. Die Reaktion darauf ist eine Mischung aus Selbstlob, Zorn auf den Boten und Furcht vor der Niederlage. Aber niemand drückt sich davor anzutreten und die Beteiligten ziehen ihre Helme auf, greifen zu den Schwertern wie ihren großen Schildern und machen sich bereit. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 61 - 70 || Die Herzogin bittet Wolfhart um Hilfe, die Boten zu retten und Wolfhart setzt sich für sie ein indem er daran erinnert, dass der Bote und die Botschaft nicht dasselbe sind und der Bote nicht für die Botschaft bestraft werden soll. Dem schließt sich Hildebrandt an und will die Boten gut behandeln. Zudem rät er Dietrich, dass er der Aufforderung zum Kampf nachkommen soll. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 71 - 80 || Wolfhart lädt die Gäste zu Speis und Trank bei Dietrich ein. Zehn Tage bleiben die Gäste und nehmen die Gastfreundschaft in Anspruch. Dietrich schenkt ihnen Gold und teure Gewänder. Der Herzog Sabin will nun mit 500 Männer &amp;quot;urloup&amp;quot; nehmen und in Richtung Rhein reisen. Dietrich begleitet ihn mit 500 Mann durch die Lombardei. In Garda soll Dietrich umkehren. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 81 - 90 || Dietrich möchte zur Königin und lässt ihr ausrichten, dass er mit achtundzwanzigtausend Recken zu ihr stoßen könnte, was Kriemhild und der Herzogin ausgerichtet wurde, woraufhin sie einen Boten zu ihm entsandten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 91 - 100 || Sabin, Der Herzog von Brâbant, wird für seine Dienste von Königin Kriemhilt entlohnt, indem er die schöne Bersábe ehelichen und auf sein Land überführen darf. Derweil berät sich Dietrich mit Hildebrand, welche &amp;quot;zwelve&amp;quot; er entsenden solle. Im folgenden zählt Hildebrand diejenigen auf und stellt ihnen ihr jeweiliges Pendant sogleich gegenüber: Dietrich selbst soll es mit dem ihm ebenbürtigen &amp;quot;vürsten lobesam&amp;quot; Siegfried aufnehmen, Wolfhart soll gegen den &amp;quot;helt&amp;quot; Pûsolt kämpfen, der junge Sigestap es mit dem Riesen Ortwin aufnehmen,  Heime der kühne Ritter soll Schrutan bezwingen, Witege der Kräftige soll den Riesen Asprîan zu Fall bringen, welcher zwei Schwerter gleichzeitig in den Kampf zu führen weiß und der junge Ortwin darf sich dem außerordentlichen (&amp;quot;ûzerweltlichen degen&amp;quot;) Volker annehmen, welcher es mit hundert Männern gleichzeitig aufnehmen könne. Schließlich wird die Frage in dem Raum gestellt, wer es mit dem jähzornigen (&amp;quot;mortgrimmen&amp;quot;) Hagen von Tronje aufnehmen könne und mit Eckehart dem Starken der würdige Krieger gefunden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 101 - 110 || Helmschrot wird auserwählt, um den bisher unbesiegten König Gernot zu erschlagen, der bereits als junger Ritter viele Männer im Kampf erschlug. Der unerschrockene Amelolt soll es mit dem mutigen und kampferprobten Ritter Gunther aufnehmen. Trotz seines hohen Alters erklärt Hildebrand sich bereit, es mit dem auserwählten Ritter König Gibeche aufzunehmen. Ilsan soll es mit Studenfusen, der sich selbst für den stärksten Ritter hält, im Kampf aufnehmen. Die Suche nach einem geeigneten Kämpfer gegen Walther von der Wasgenstein, der besorgniserregende Stärke besitzt, gestaltet sich schwerer; mit Gottes Beistand wird er von dem jungen Ritter Dietleip bekämpft werden. Dietrich von Bern ist sicher, dass Dietleip mit in die Schlacht am Rhein ziehen wird, wenn er an Dietrichs Dienst an ihm erinnert wird und er das wahre Märe über Kriemhilts „übermout“ erfährt. Darauf äußert Dietrich, dass er zum Überbringen dieser Nachricht an Dietleip einen Boten benötigt, dem er zum Dank sein halbes Land übergeben will. Sigestap meldet sich als Bote und macht sich sofort auf den Weg, um den Ritter, der bereits 500 Kämpfe gewonnen hat, zu finden und trifft bei der Suche auf Bieterolf, dem er das Märe erzählt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 111 - 120 || Sigestap unterhält sich mit Biterolf. Er erfährt dabei, das Dietleip sich bei Bechelâr aufhält. Siegestap reitet dorthin, nur um zu erfahren, dass Dietleip sich schon auf dem Weg zu den Sibenbürgen befindet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 121 - 130 || Der Graf wünscht Sigestap alles Gute, damit er viele Rosen vom Rhein her bringt. Als Sigestap in Wien ankommt findet er Dietleib vor einer Kirche. Sigestap fragt wer ihn auf seiner Mission begleiten soll. Dietleib berichtet vom tapferen Walther, der Sigestap begleiten soll. Dieser möchte Walther erst auf seine Treue testen. 500 Männer Dietleibs begleiten die beiden daraufhin nach Garte wo Dietrich die Geschichte erzählt wird. Dietrich(?) bemerkt, dass es eine Schande wäre, die Feindseeligkeit der Königin nicht zu rächen. Dietleip will darauf im Garten bestehen und überleben(?). Schließlich ziehen sie weiter nach Bern wo sechzehntausend Mann zu ihnen stossen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dietrichs Aufbruch / Isenburgs Abtei (Str. 130-169)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 131 - 134 || Die Berner ziehen gen Isenburg, mit der Absicht einen &amp;quot;münech wolgeborn&amp;quot; aus der Abtei als ihren 12. Mann zu gewinnen. Sie schlagen eigenmächtig ihre Zelte auf, was vom Mönch Ilsan als erstes und zornig registriert wird. Nach einer kurzen Klage an Gott wandelt sich Ilsans Gemüt und er &amp;quot;hebe sich wider an den mort&amp;quot;. Das suggeriert, dass er bereits Kreigserfahrung gesammelt hat und sich den Bernern ohne große Rede anschließen möchte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 135 - 138 || Textbeispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 139 - 141 || Der Mönch Ilsân war im Stall und rannte aus dem Kloster, als erstes Bemerkte es Hildebrant der daraufhin meinte, dass Ilsân alleine ein großes Heer bezwingen könne und er selbst ihn nun begrüßen wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 145 - 148 || Textbeispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 149 - 152 || Desweiteren erzählt Hildebrand von der Beschaffenheit des Rosengartens und seinen Wächtern. Er berichtet, dass die Berner 12 Helden stellen sollen, die gegen die Wächter kämpfen und bewirbt als Belohnung den Rosenkranz und den Kuss der Königin. Zum Abschluss fragt er Ilsan, ob dieser nicht der 12. Held sein und mit ihnen an den Rhein reiten möchte. Als Sieger würden sie noch tausende Jahre besungen werden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 153 - 155 || Textbeispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 156 - 169 || Mönch Ilsan überzeugt seinen Abt, dass er mit den Bernern in den Kampf im Rosengarten ziehen darf. Der Abt möchte dafür einen Rosenkranz gebracht bekommen, was für Gelächter unter den Helden sorgt. Ilsan schwört einen Eid darauf und bittet seine Bruderschaft darum, für Gottes Beistand und Kraft zu beten. Diese aber verfluchen ihn und beten dafür, dass er niemals zurückkehre und erschlagen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 10 Tagen (&amp;quot;an dem eilften morgen&amp;quot; ) erreichen Dietrich und sein Gefolge Worms, indem sie den Rhein überschiffen, ihr Kommen wird von Kriemhilt als erstes und freudig wahrgenommen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ankunft und Kämpfe im Rosengarten (Str. 169-351)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 169 - 182 || Gibeche, mit einem Gefolge von 500 prächtig gerüsteten Männern, empfängt Dietrich mit einer Umarmung in Worms. Dietrich empört sich über Gibeches Untätigkeit gegenüber des respektlosen Verhaltens seiner Tochter, die willkürlich Leute zum Kampf lädt. Dieses wird von Gibeche dadurch entschuldigt, dass wohl niemand Kriemhild davon abbringen könne, sich am Kampf zu ergötzen. Die Berner schlagen Zelte auf, und als Kriemhild die reiche Zeltstadt sieht schmückt sie sich zusammen mit 300 ihrer Jungfern und macht sich auf den Weg, um Dietrich selbst zu empfangen. Wolfhart, einer von Dietrichs Männern, will der nahenden Königin einen „[backen]slac“ verpassen, da er sie für ihren Hochmut verachtet und sie sich wegen des Schlages auf ewig daran erinnern will. Er wird von Hildebrant, der an seine Ehre appeliert, zurückgehalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 182 - 195 || Der Vogt von Berne mahnt freundlich zu den nahenden Frauen zu sein. Kriemhilt begrüßt die Ritter und lobt den Herrn von Berne dafür, dass er so viele Ritter erschlagen habe und der &amp;quot;tiurste&amp;quot; unter den Fürsten sei. Er widerspricht dem und erzählt von der beschwerlichen Anreise, woraufhin die Königin eine Woche Frieden und Verpflegung gewährt. Am zehnten Morgen jedoch spottet Kriemhild über Hiltebrant, ihre Ritter bräuchten sich vor keinem seiner Männern Sorgen zu machen. Hildebrant reagiert zornig, weist Kriemhilt für ihren Übermut zurecht und schickt sie weg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 195 - 208 || Kriemhild geht auf die Zurechtweisung von Hildebrandt hin zu ihrem Vater petzen, worauf dieser gekränkt reagiert und das blutige Spiel beginnen lässt: Zunächst treten der Riese Pûsolt (auf Wormser Seite) und Wolfhart (auf Berner Seite) gegeneinander an, wobei schlussendlich Wolfhart Pûsolt enthauptet. Es wird der Zweikampf zwischen dem Riesen Ortwin (Wormser Seite) und Sigestap (Berner Seite) angekündigt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 208 - 221 || Der zweite Kampf des Turniers beginnt. Sigestap tritt gegen den Riesen Ortwin an. Dieser wird jedoch von Sigestap erschlagen. Sigestap bekommt von Kriemhild den Rosenkranz und einen Kuss, dem sie jedem der einen Kampf gewonnen hat versprochen hat. Während König Gibeche die beiden Niederlagen der Wormser beklagt, stellt sich der Riese Schurtan als nächster Kämpfer vor, er möchte den Tod seines Bruders Ortwin rächen. Auf zusprechen Hildebrands, stellt sich Heime dem Riesen. Hildebrand ist davon überzeugt das Heime leichtes Spiel mit dem Riesen haben wird und der Kampf beginnt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 221 - 234 || Heime, welcher gegen Schrutan kämpft, erschlägt diesen mit seinem Schwert Nagelring. Nun sind drei Riesen erschlagen. König Gibeche klagt über die Verluste und setzt alles auf Aspiran, den starken Riesen, welcher die erschlagenen Riesen rächen soll. Bewaffnet mit zwei Schwertern begibt er sich zum Garten. Hildebrand redet Witege gut zu, dass er Aspiran im Kampf besiegen werde. Witege aber weigert sich und geht davon aus, dass er in den sicheren Tod geht. An einer Stelle fragt er den Berner, ob er ihn so sehr wie einen Feind hasst, weil Dietrich nicht aufhören will, Witege zu drängen. Hildebrand schlägt ein Pferdetausch von Schemming und Falken vor, das will aber Dietrich nicht und würde Witege lieber ein Land (Osterdingen) geben. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 234 - 247 || Witege weigert sich zunächst, den Kampf gegen Aspiran anzutreten. Erst als Hildebrant ihm als Belohnung Dietrichs Pferd Schemminc in Austausch zu Witeges Valken verspricht, willigt der junge Held ein. Aspiran kämpft mit zwei Schwertern und der Kampf gestaltet sich äußerst blutig. Witege geht schließlich als Sieger hervor und erhält neben dem Rosenkranz und Kriemhilds Kuss auch Dietrichs Schemminc.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Str. 247 - 260 || Als nächstes stehen sich der Mönch Ilsan und Studenvuhs vom Rhein im Kampf gegenüber. Die Männder schlagen sich (&amp;quot;und gap im einen slac, daz der helt Studenvuhs vor im in den rosen lac&amp;quot;) und lachen sich gegenseitig aus (&amp;quot;ich müeste lachen din&amp;quot;). Der Kampf ist blutig und die Männer bringen sich &amp;quot;in vil groze not&amp;quot;. Ilsan erschlägt Studenvuhs und erhält den Kuss und den Rosenkranz von Kriemhilt. Der Mönch möchte jedoch mehr Rosen für seine 52 Brüder, von denen er jedem welche versprochen hat. Er droht ihr an, sie notfalls zu rauben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 260 - 273 || Kriemhilt besitzt noch Ritter, um ihren Rosengarten vor den Räubern zu beschützen. Sie verspricht dem Sieger nicht nur die Rosenkränze zu geben, sondern auch ihre „triuwe“. Gibeche schickt daraufhin Walther von dem Wasgenstein in den Kampf, dem er verspricht, all seinen Besitz mit ihm zu teilen, wenn er gewinnt. Walter ist motiviert seinen Gegner zu besiegen. Dietleip stellt sich ihm entgegen. Sie kämpfen beide ohne Erbarmen und Kriemhilt erfreut sich des Blutvergießens. Hildebrand äußert daraufhin ihr gegenüber, dass keiner der beiden Ritter den Kampf überstehen wird, woraufhin Kriemhilt Hildebrand fragt, wie sie die Männer trennen und den Kampf entscheiden soll. Hildebrand verlangt, dass beide Ritter mit dem Kranz zu Siegern gekrönt werden sollen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 273 - 286 || Kriemhilt hört auf den Rat von Hildebrandt und bricht den Kampf ab. Sie krönt beide Ritter zu Siegern, indem sie jedem einen Rosenkranz gibt. Die beiden Ritter sind stolz auf ihre Leistung und nehmen den Kranz an. Anschließend beginnt der nächste Kampf, indem der Ritter Volker den Ritter Ortwin herausfordert. Der Ritter Ortwin ist groß und stark und gewinnt den Kampf nachdem er  Volker einen harten Schlag gibt und das Blut fließt. Die Königin gibt auch ihm einen Kuss und den Rosenkranz. Ortwin verlässt daraufhin den Garten und kehrte zu seinen Leuten zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 286 - 299 || Als nächstes möchte der tapfere Hagen kämpfen, um die bereits gefallenen Ritter zu rächen. Als Gegner für ihn wählt Hildebrandt Eckehart aus. Dieser verletzt Hagen im Kampf schwer und gewinnt das Duell. Kriemhild überreicht ihm den Rosenkranz. Den Kuss aber möchte Eckehart aber nicht annehmen, da Kriemhild eine „ungetriuwe meit“ ist. Der darauffolgende Kampf findet zwischen dem König Gernot und dem Ritter Helmschrôt statt. Auch dieses Duell ist so brutal, dass ihr Blut auf dem ganzen Platz verteilt ist. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 299 - 312 || Gernot fürchtet sich vor dem Tod, so dass Kriemhild Helmschrôt den Rosenkranz aufsetzt. Der jüngere Bruder Kriemhilds, König Gunther, trat nun in den Kampf. Er klagte den bisherigen Verlauf, die Sieglosigkeit an und wollte seinen Kampf bestehen, Hildebrand schickt Amelolt, welcher ihm viele tiefe Wunden schlägt. Kriemhild schreitet ein, gibt Rosenkranz und Kuss an Amelolt und rettet somit das Leben von Gunther. König Gibeche nimmt nun den Kampf gegen Hildebrand auf und lobt ihn für seine Weisheit.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 312 - 321 || Hildebrand bezichtigt Gibeche der Torheit woraufhin dieser sehr zornig wird. Hildebrand schlägt vor, die Rede sein zu lassen und nimmt den Kampf mit Gibeche auf. Sie kämpfen sehr ritterlich gegeneinander. Gibeche wird von Hildebrands &amp;quot;schirmslac&amp;quot;, also dem Kopfschlag, getroffen und fällt zu Boden. Kriemhild erschrickt darauf und bittet Hildebrand, ihren Vater am Leben zu lassen. Hildebrand fragt darauf sofort, wo denn sein Rosenkranz sei. Als Kriemhild Hildebrand einen Kuss geben will, lehnt dieser ab. Einerseits möchte er nur von seiner Frau geküsst werden, andererseits wäre es für ihn nur wenig Ehre. Gibeche soll zur Herberge getragen werden und Hildebrand verlässt den Garten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dietrich und Siegfried (Str. 322-370)==&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 322 - 326 || Siegfried aus Niederland betritt den Kampfplatz und fordert seinen Duellanten provokant auf, zu erscheinen, indem er ihn feige (&amp;quot;zage&amp;quot;) und schwach straft und die erzählten Heldentaten vom &amp;quot;vürste hôchgeborn&amp;quot; in Frage stellt.  Hildebrand motiviert Dietrich zum Kampf und redet ihm zu, diese Unverschämtheit zu vergelten. Dietrich erwidert dem aber dass, wenn er selbst in Hildebrands Treueid stünde (bzw. dessen Lehnsmann wäre), dieser ihm nicht dazu raten würde, gegen Siegfried zu kämpfen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 327 - 330 || Dietrich zweifelt noch immer daran, ob er gegen Siegfried antreten sollte da er sich aus dem Kampf nichts erhofft, außer einen ehrlosen Tod, sollte er fallen. Er führt, an, dass Siegfried bereits Drachen erschalgen hat, denen noch kein Herrscher gewachsen war und zählt drei Dinge auf, die ihn weiterhin besonders auszeichnen. Bis Strophe 330 allerdings beinhaltet das lediglich sein Schwert Balmunc, das &amp;quot;sô guot [ist], daz [es] herte helme velschet&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 331 - 335 || Die anderen beide Dinge sind, dass er ein brünne (Schutzwaffe aus Platten) mit dem Namen Eckerich trägt, und er hürnîn (mit Drachenhaut) ist. Dietrich meint, ein Kampf gegen Siegfried würde nur ein törichter Mann begehen und man ihm raten Siegfried einfach zu huldigen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 336 - 340 || Hildebrand ist &amp;quot;zornlîch&amp;quot; in der Diskussion mit Dietrich, und weißt den Berner darauf hin, dass bis jetzt noch niemand gegen Siegfried gewonnen hat. Dietrich sagt entrüstet &amp;quot;du saehest alsô gerne, daz ich verlür daz leben mîn&amp;quot; und zweifelt an seinem Sieg über Siegfried: &amp;quot;Sîfvrides von Niderlande des bestân ich niht&amp;quot;. Hildebrand schlägt vor, Dietrich als &amp;quot;ungesunt&amp;quot; zu porträtieren &amp;quot;vor Kriemhilt der künegîn&amp;quot;, damit er nicht kämpfen und wohlmöglich sterben muss.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 341 - 344 || Hildebrand verspottet Dietrich und wird ob seiner Weigerung zu kämpfen so zornig, dass er ihn auf den Mund schlägt, so hart, dass Dietrich auf den Boden fällt. Darüber gerät Dietrich in großen Zorn, nimmt sein Schwert, um Hildebrand den Spott auszutreiben, und schlägt mit der flachen Seite der Waffe so heftig auf diesen ein, dass Hildebrand gestorben wäre, wäre Wolfhart nicht dazwischen gegangen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 345 - 348 || Wolfhart geht zwischen diesen Kampf und ruft Dietrich zur Vernunft. Er beschimpft ihn, dass er seine eigenen Leute angreifen kann, es sich aber nicht traut mit Siegfried aufzunehmen. Dadurch kommt Dietrich wieder zu Sinnen und lässt sein Pferd satteln.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 349 - 352 || Dietrich reitet in den Garten und trifft dort auf seinen Gegner, Siegfried auf seinem guten Ross. Der Hörnerne Siegfried fragt Dietrich, wo er so lange geblieben sei. Dietrich antwortet darauf, dass er seine Treue einhalten will und, dass es Siegfried seine &amp;quot;hôchvart&amp;quot; noch leid tun würde. Die beiden rennen &amp;quot;grimmecliche&amp;quot; gegeneinander. Nun folgen wieder die altbekannten Floskeln eines typischen &amp;quot;strites&amp;quot;. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 353 - 356 || Siegfried und Dietrich kämpfen mit den Klingen unerbittlich miteinander, wobei Dietrich von Siegfried verwundet wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 357 - 360 || Hildebrand erkundig sich bei Wolfhart, wie sich Dietrich in dem Kampf mit Siegfried schlägt. Der muss ihm leider mitteilen, dass Dietrich unter einer schweren Wunde zu leiden hat. Hildebrand erkennt, dass Dietrich nicht wütend genug ist und denkt sich eine List aus. Wolfhart soll Hildebrands Tod ausrufen und ihn beklagen. Auf dessen Anweisung hin ruft Wolfhart in den Rosengarten, das Hildebrand verstorben sei und beklagt dessen Tod. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 360 - 364 || Sobald Dietrich davon hört, beginnt auch dieser über den Tod von Hildebrand zu klagen. Sein Zorn macht sich schon in seiner Rede gegen Siegfried breit &amp;quot;dich gât diu nôt an&amp;quot;. Er sagt, dass er durch Siegfrieds Schuld einen Mann verloren hat, dessen Tod er nicht überwinden kann. Sie beiden beginnen zu kämpfen. Dietrich ist so zornig, dass man Flammen aus seinem Mund kommen sieht und Siegfried der Schweiß durch die Hitze herunterrinnt. Vom Zorn gepackt verletzt Dietrich Siegfried durch den Harnisch hindurch, sodass Siegfried viel Blut verliert und fliehen muss.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 365 - 369 || Siegfried flieht in den Schoß Kriemhilds, welche ihn in Schutz nimmt. Siegfried will alle beide töten, da Hildebrand gestorben sei, doch im letzten Moment zeigt sich Hildebrand und hält ihn auf. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Ilsans Siegeszug / Heimkehr der Berner (Str. 371-390)==&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 370 - 374 || Kriemhild setzt Dietrich den Rosenkranz auf und sagt zu ihm, dass er mit keinem anderen Ritter zu vergleichen ist. Daraufhin springt Ilsan der Mönch in den Rosengarten und nimmt es mit 52 Gegnern gleichzeitig auf. 12 Gegner tötet er sofort, den anderen flößt er unvergleichliche Angst ein. Er wird dafür mit 52 Rosenkränzen belohnt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 375 - 379 || Zur Belohnung für seine Siege möchte Ilsan nun auch 52 Küsse von Kriemhild bekommen. Dabei kratzt sein langer Bart sie so sehr, dass sie blutet. Dietrich fordert von Kriemhild die Treue ihres Vaters Gibeche und dessen Land und Leute. Nachdem ihm dies gewährt wird, begeben sich Dietrichs Männer auf den Rückweg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 380 - 384 || Dietrich zieht mit seinen Rittern fröhlich nach Hause. In Bern angekommen bittet der Mönch Ilsan Dietrich abreisen zu dürfen um seinen Klosterbrüdern die versprochenen Rosenkränze zu bringen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 385 - 390 || Ilsan wird von Dietrich herzlich verabschiedet, der ihm ebenso zusichert, jederzeit in Bern willkommen zu sein. Angekommen am Kloster Isenburg erschrecken die Mönche darüber, dass Ilsan nicht erschlagen wurde. Er setzt die errungenen &amp;quot;rosenkrenzelin&amp;quot; den Mönchen Haupt um Haupt auf und zwar so, dass die Dornen in die Tonsur stechen und das Blut über ihre Ohren tropft, damit sie für seine Sünde an seiner statt &amp;quot;büezen&amp;quot; mögen, wie er ihnen im Zorn entgegnet. Kein Widerspruch folgt, die furchtsamen Mönche nennen den nun &amp;quot;vürsten hôchgeborn&amp;quot; (389,2) titulierten Ilsan stattdessen ihren Herrn und behaupten, sie nähmen mit Freude seine Sünde auf sich. So endet das Lied.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe außerdem==&lt;br /&gt;
[[Inhaltsangabe &amp;quot;Dietrichs Flucht&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Holz 1982] Die Gedichte vom Rosengarten zu Worms, hg. von Georg Holz, Hildesheim/New York 1982.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=19390</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Der Rosengarten zu Worms&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=19390"/>
		<updated>2015-06-14T18:26:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Dietrich und Siegfried (Str. 322-370) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Dieser Artikel entsteht derzeit im Rahmen des Proseminars &#039;&#039;&amp;quot;Zwischen Wahrheit und Fiktion - Die Heldenepik um Dietrich von Bern&amp;quot;&#039;&#039; (Sommersemester 2015) und wird daher fortlaufend bearbeitet.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt der 390 Strophen des historischen Heldenliedes &#039;&#039;Der Rosengarten zu Worms&#039;&#039; in der älteren Vulgat-Fassung A zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Georg Holz.[Holz 1982]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriemhilts Herausforderung / Sigestaps Botengänge (Str. 1-130)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 1 - 10 || Die Stadt Worms am Rhein wird von König Gibeche regiert. Neben seinen drei Söhnen, hat er auch eine Tochter, die schöne Kriemhild, welcher der Löwentöter Siegfried den Hof macht. Da Kriemhild jedoch schon so viel von Dietrich von Bern gehört hat, beschließt sie, die beiden Männer zusammenzubringen um zu sehen, wer von ihnen mehr Stärke besitzt. Ein Turnier um ihren Rosengarten scheint ihr der geeignete Weg zu sein. Sie bestimmt zwölf Wormser Helden, die gegen Dietrichs Männer antreten sollen: Ihr Vater Gibeche, Gernot, Gunther, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walther, Studenfuchs und schließlich Siegfried.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 11 - 20 || Die Königin wird von Walter gewarnt, dass sie im &amp;quot;übermuot&amp;quot; handelt (12). Sie lässt sich davon jedoch nicht beunruhigen und will den Herzog von Brabant als Boten zu den Bernern schicken. Dieser möchte als Lohn für seine Botenreise die Hand der Herzogin Bersabe. Die Königin verspricht sie ihm.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 21 - 30 || Der Herzog von Brabant macht sich mit 500 bewaffneten Rittern auf den Weg (über Heidelberg, Halle, Nördelingen, Augsburg und schliesslich Garte) hin zu Bern. &lt;br /&gt;
Dietrich möchte den Rat seiner Mannen, da bewaffnete und unbekannte Männer durch sein Land reiten. Der Rat seiner Männer ist eindeutig und einstimmig: Er soll sie mit gezückten Schwertern empfangen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 31 - 40 || Wolfhart erspäht die Fremden am Fenster, woraufhin die Herzogin von Lampartenland (die sich als Geisel bei Dietrich befindet) ebenfalls ans Fenster geht und den Herzog Sabin von Brabant erkennt. Sie geht hinaus um ihn willkommen zu heißen und führt diesen nach einem kurzen Wortwechsel hinein zu Dietrich, wo sich die beiden Männer schließlich friedlich begrüßen durch die Vermittlungsarbeit der Herzogin.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 41 - 50 (51) ||  Der Herzog von Brabant begründet seinen bewaffneten Aufzug dadurch, dass er keine Herberge gefunden habe um sich umzuziehen . Daraufhin wird ein Brief vorgelesen, der von der Mannschaft mittgebracht wurde von einer Königin am Rhein und Tochter Gibeches. In dem Brief steht, dass die Königin einen Rosengarten besitzt, von einer Meile Länge und einer halben Meile Breite, umzäunt von einer Mauer aus seidenem Faden. Beschützt wird er von 12 kühnen Männern: Ihr Vater, Gunther, Gernot, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walter, Studenfuchs und Sigfried. Die Königin lädt nun mit dem Brief dazu ein, Zwölf Männer vorzubringen, die &amp;quot;den zwelven sîn gelîch&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 51 - 60 || Die weiteren Teilnehmer des Turniers werden vorgestellt. Der Dietrich beschreibt wie die Kämpfe ablaufen werden und was der Lohn sein wird. Es werden 12 Ritter auf jeder Seite kämpfen. Die Ritter werden jeweils im 1:1 antreten. Die Belohnung für den Sieger ist ein Kuss von der Königin und ein Rosenkranz der ebenfalls von ihr überreicht wird. Die Reaktion darauf ist eine Mischung aus Selbstlob, Zorn auf den Boten und Furcht vor der Niederlage. Aber niemand drückt sich davor anzutreten und die Beteiligten ziehen ihre Helme auf, greifen zu den Schwertern wie ihren großen Schildern und machen sich bereit. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 61 - 70 || Die Herzogin bittet Wolfhart um Hilfe, die Boten zu retten und Wolfhart setzt sich für sie ein indem er daran erinnert, dass der Bote und die Botschaft nicht dasselbe sind und der Bote nicht für die Botschaft bestraft werden soll. Dem schließt sich Hildebrandt an und will die Boten gut behandeln. Zudem rät er Dietrich, dass er der Aufforderung zum Kampf nachkommen soll. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 71 - 80 || Wolfhart lädt die Gäste zu Speis und Trank bei Dietrich ein. Zehn Tage bleiben die Gäste und nehmen die Gastfreundschaft in Anspruch. Dietrich schenkt ihnen Gold und teure Gewänder. Der Herzog Sabin will nun mit 500 Männer &amp;quot;urloup&amp;quot; nehmen und in Richtung Rhein reisen. Dietrich begleitet ihn mit 500 Mann durch die Lombardei. In Garda soll Dietrich umkehren. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 81 - 90 || Dietrich möchte zur Königin und lässt ihr ausrichten, dass er mit achtundzwanzigtausend Recken zu ihr stoßen könnte, was Kriemhild und der Herzogin ausgerichtet wurde, woraufhin sie einen Boten zu ihm entsandten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 91 - 100 || Sabin, Der Herzog von Brâbant, wird für seine Dienste von Königin Kriemhilt entlohnt, indem er die schöne Bersábe ehelichen und auf sein Land überführen darf. Derweil berät sich Dietrich mit Hildebrand, welche &amp;quot;zwelve&amp;quot; er entsenden solle. Im folgenden zählt Hildebrand diejenigen auf und stellt ihnen ihr jeweiliges Pendant sogleich gegenüber: Dietrich selbst soll es mit dem ihm ebenbürtigen &amp;quot;vürsten lobesam&amp;quot; Siegfried aufnehmen, Wolfhart soll gegen den &amp;quot;helt&amp;quot; Pûsolt kämpfen, der junge Sigestap es mit dem Riesen Ortwin aufnehmen,  Heime der kühne Ritter soll Schrutan bezwingen, Witege der Kräftige soll den Riesen Asprîan zu Fall bringen, welcher zwei Schwerter gleichzeitig in den Kampf zu führen weiß und der junge Ortwin darf sich dem außerordentlichen (&amp;quot;ûzerweltlichen degen&amp;quot;) Volker annehmen, welcher es mit hundert Männern gleichzeitig aufnehmen könne. Schließlich wird die Frage in dem Raum gestellt, wer es mit dem jähzornigen (&amp;quot;mortgrimmen&amp;quot;) Hagen von Tronje aufnehmen könne und mit Eckehart dem Starken der würdige Krieger gefunden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 101 - 110 || Helmschrot wird auserwählt, um den bisher unbesiegten König Gernot zu erschlagen, der bereits als junger Ritter viele Männer im Kampf erschlug. Der unerschrockene Amelolt soll es mit dem mutigen und kampferprobten Ritter Gunther aufnehmen. Trotz seines hohen Alters erklärt Hildebrand sich bereit, es mit dem auserwählten Ritter König Gibeche aufzunehmen. Ilsan soll es mit Studenfusen, der sich selbst für den stärksten Ritter hält, im Kampf aufnehmen. Die Suche nach einem geeigneten Kämpfer gegen Walther von der Wasgenstein, der besorgniserregende Stärke besitzt, gestaltet sich schwerer; mit Gottes Beistand wird er von dem jungen Ritter Dietleip bekämpft werden. Dietrich von Bern ist sicher, dass Dietleip mit in die Schlacht am Rhein ziehen wird, wenn er an Dietrichs Dienst an ihm erinnert wird und er das wahre Märe über Kriemhilts „übermout“ erfährt. Darauf äußert Dietrich, dass er zum Überbringen dieser Nachricht an Dietleip einen Boten benötigt, dem er zum Dank sein halbes Land übergeben will. Sigestap meldet sich als Bote und macht sich sofort auf den Weg, um den Ritter, der bereits 500 Kämpfe gewonnen hat, zu finden und trifft bei der Suche auf Bieterolf, dem er das Märe erzählt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 111 - 120 || Sigestap unterhält sich mit Biterolf. Er erfährt dabei, das Dietleip sich bei Bechelâr aufhält. Siegestap reitet dorthin, nur um zu erfahren, dass Dietleip sich schon auf dem Weg zu den Sibenbürgen befindet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 121 - 130 || Der Graf wünscht Sigestap alles Gute, damit er viele Rosen vom Rhein her bringt. Als Sigestap in Wien ankommt findet er Dietleib vor einer Kirche. Sigestap fragt wer ihn auf seiner Mission begleiten soll. Dietleib berichtet vom tapferen Walther, der Sigestap begleiten soll. Dieser möchte Walther erst auf seine Treue testen. 500 Männer Dietleibs begleiten die beiden daraufhin nach Garte wo Dietrich die Geschichte erzählt wird. Dietrich(?) bemerkt, dass es eine Schande wäre, die Feindseeligkeit der Königin nicht zu rächen. Dietleip will darauf im Garten bestehen und überleben(?). Schließlich ziehen sie weiter nach Bern wo sechzehntausend Mann zu ihnen stossen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dietrichs Aufbruch / Isenburgs Abtei (Str. 130-169)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 130 - 156 || &amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Diese Strophen sollen vorerst ausgelassen werden.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 156 - 169 || Mönch Ilsan überzeugt seinen Abt, dass er mit den Bernern in den Kampf im Rosengarten ziehen darf. Der Abt möchte dafür einen Rosenkranz gebracht bekommen, was für Gelächter unter den Helden sorgt. Ilsan schwört einen Eid darauf und bittet seine Bruderschaft darum, für Gottes Beistand und Kraft zu beten. Diese aber verfluchen ihn und beten dafür, dass er niemals zurückkehre und erschlagen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 10 Tagen (&amp;quot;an dem eilften morgen&amp;quot; ) erreichen Dietrich und sein Gefolge Worms, indem sie den Rhein überschiffen, ihr Kommen wird von Kriemhilt als erstes und freudig wahrgenommen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ankunft und Kämpfe im Rosengarten (Str. 169-351)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 169 - 182 || Gibeche, mit einem Gefolge von 500 prächtig gerüsteten Männern, empfängt Dietrich mit einer Umarmung in Worms. Dietrich empört sich über Gibeches Untätigkeit gegenüber des respektlosen Verhaltens seiner Tochter, die willkürlich Leute zum Kampf lädt. Dieses wird von Gibeche dadurch entschuldigt, dass wohl niemand Kriemhild davon abbringen könne, sich am Kampf zu ergötzen. Die Berner schlagen Zelte auf, und als Kriemhild die reiche Zeltstadt sieht schmückt sie sich zusammen mit 300 ihrer Jungfern und macht sich auf den Weg, um Dietrich selbst zu empfangen. Wolfhart, einer von Dietrichs Männern, will der nahenden Königin einen „[backen]slac“ verpassen, da er sie für ihren Hochmut verachtet und sie sich wegen des Schlages auf ewig daran erinnern will. Er wird von Hildebrant, der an seine Ehre appeliert, zurückgehalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 182 - 195 || Der Vogt von Berne mahnt freundlich zu den nahenden Frauen zu sein. Kriemhilt begrüßt die Ritter und lobt den Herrn von Berne dafür, dass er so viele Ritter erschlagen habe und der &amp;quot;tiurste&amp;quot; unter den Fürsten sei. Er widerspricht dem und erzählt von der beschwerlichen Anreise, woraufhin die Königin eine Woche Frieden und Verpflegung gewährt. Am zehnten Morgen jedoch spottet Kriemhild über Hiltebrant, ihre Ritter bräuchten sich vor keinem seiner Männern Sorgen zu machen. Hildebrant reagiert zornig, weist Kriemhilt für ihren Übermut zurecht und schickt sie weg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 195 - 208 || Kriemhild geht auf die Zurechtweisung von Hildebrandt hin zu ihrem Vater petzen, worauf dieser gekränkt reagiert und das blutige Spiel beginnen lässt: Zunächst treten der Riese Pûsolt (auf Wormser Seite) und Wolfhart (auf Berner Seite) gegeneinander an, wobei schlussendlich Wolfhart Pûsolt enthauptet. Es wird der Zweikampf zwischen dem Riesen Ortwin (Wormser Seite) und Sigestap (Berner Seite) angekündigt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 208 - 221 || Der zweite Kampf des Turniers beginnt. Sigestap tritt gegen den Riesen Ortwin an. Dieser wird jedoch von Sigestap erschlagen. Sigestap bekommt von Kriemhild den Rosenkranz und einen Kuss, dem sie jedem der einen Kampf gewonnen hat versprochen hat. Während König Gibeche die beiden Niederlagen der Wormser beklagt, stellt sich der Riese Schurtan als nächster Kämpfer vor, er möchte den Tod seines Bruders Ortwin rächen. Auf zusprechen Hildebrands, stellt sich Heime dem Riesen. Hildebrand ist davon überzeugt das Heime leichtes Spiel mit dem Riesen haben wird und der Kampf beginnt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 221 - 234 || Heime, welcher gegen Schrutan kämpft, erschlägt diesen mit seinem Schwert Nagelring. Nun sind drei Riesen erschlagen. König Gibeche klagt über die Verluste und setzt alles auf Aspiran, den starken Riesen, welcher die erschlagenen Riesen rächen soll. Bewaffnet mit zwei Schwertern begibt er sich zum Garten. Hildebrand redet Witege gut zu, dass er Aspiran im Kampf besiegen werde. Witege aber weigert sich und geht davon aus, dass er in den sicheren Tod geht. An einer Stelle fragt er den Berner, ob er ihn so sehr wie einen Feind hasst, weil Dietrich nicht aufhören will, Witege zu drängen. Hildebrand schlägt ein Pferdetausch von Schemming und Falken vor, das will aber Dietrich nicht und würde Witege lieber ein Land (Osterdingen) geben. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 234 - 247 || Witege weigert sich zunächst, den Kampf gegen Aspiran anzutreten. Erst als Hildebrant ihm als Belohnung Dietrichs Pferd Schemminc in Austausch zu Witeges Valken verspricht, willigt der junge Held ein. Aspiran kämpft mit zwei Schwertern und der Kampf gestaltet sich äußerst blutig. Witege geht schließlich als Sieger hervor und erhält neben dem Rosenkranz und Kriemhilds Kuss auch Dietrichs Schemminc.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Str. 247 - 260 || Als nächstes stehen sich der Mönch Ilsan und Studenvuhs vom Rhein im Kampf gegenüber. Die Männder schlagen sich (&amp;quot;und gap im einen slac, daz der helt Studenvuhs vor im in den rosen lac&amp;quot;) und lachen sich gegenseitig aus (&amp;quot;ich müeste lachen din&amp;quot;). Der Kampf ist blutig und die Männer bringen sich &amp;quot;in vil groze not&amp;quot;. Ilsan erschlägt Studenvuhs und erhält den Kuss und den Rosenkranz von Kriemhilt. Der Mönch möchte jedoch mehr Rosen für seine 52 Brüder, von denen er jedem welche versprochen hat. Er droht ihr an, sie notfalls zu rauben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 260 - 273 || Kriemhilt besitzt noch Ritter, um ihren Rosengarten vor den Räubern zu beschützen. Sie verspricht dem Sieger nicht nur die Rosenkränze zu geben, sondern auch ihre „triuwe“. Gibeche schickt daraufhin Walther von dem Wasgenstein in den Kampf, dem er verspricht, all seinen Besitz mit ihm zu teilen, wenn er gewinnt. Walter ist motiviert seinen Gegner zu besiegen. Dietleip stellt sich ihm entgegen. Sie kämpfen beide ohne Erbarmen und Kriemhilt erfreut sich des Blutvergießens. Hildebrand äußert daraufhin ihr gegenüber, dass keiner der beiden Ritter den Kampf überstehen wird, woraufhin Kriemhilt Hildebrand fragt, wie sie die Männer trennen und den Kampf entscheiden soll. Hildebrand verlangt, dass beide Ritter mit dem Kranz zu Siegern gekrönt werden sollen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 273 - 286 || Kriemhilt hört auf den Rat von Hildebrandt und bricht den Kampf ab. Sie krönt beide Ritter zu Siegern, indem sie jedem einen Rosenkranz gibt. Die beiden Ritter sind stolz auf ihre Leistung und nehmen den Kranz an. Anschließend beginnt der nächste Kampf, indem der Ritter Volker den Ritter Ortwin herausfordert. Der Ritter Ortwin ist groß und stark und gewinnt den Kampf nachdem er  Volker einen harten Schlag gibt und das Blut fließt. Die Königin gibt auch ihm einen Kuss und den Rosenkranz. Ortwin verlässt daraufhin den Garten und kehrte zu seinen Leuten zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 286 - 299 || Als nächstes möchte der tapfere Hagen kämpfen, um die bereits gefallenen Ritter zu rächen. Als Gegner für ihn wählt Hildebrandt Eckehart aus. Dieser verletzt Hagen im Kampf schwer und gewinnt das Duell. Kriemhild überreicht ihm den Rosenkranz. Den Kuss aber möchte Eckehart aber nicht annehmen, da Kriemhild eine „ungetriuwe meit“ ist. Der darauffolgende Kampf findet zwischen dem König Gernot und dem Ritter Helmschrôt statt. Auch dieses Duell ist so brutal, dass ihr Blut auf dem ganzen Platz verteilt ist. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 299 - 312 || Gernot fürchtet sich vor dem Tod, so dass Kriemhild Helmschrôt den Rosenkranz aufsetzt. Der jüngere Bruder Kriemhilds, König Gunther, trat nun in den Kampf. Er klagte den bisherigen Verlauf, die Sieglosigkeit an und wollte seinen Kampf bestehen, Hildebrand schickt Amelolt, welcher ihm viele tiefe Wunden schlägt. Kriemhild schreitet ein, gibt Rosenkranz und Kuss an Amelolt und rettet somit das Leben von Gunther. König Gibeche nimmt nun den Kampf gegen Hildebrand auf und lobt ihn für seine Weisheit.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 312 - 321 || Hildebrand bezichtigt Gibeche der Torheit woraufhin dieser sehr zornig wird. Hildebrand schlägt vor, die Rede sein zu lassen und nimmt den Kampf mit Gibeche auf. Sie kämpfen sehr ritterlich gegeneinander. Gibeche wird von Hildebrands &amp;quot;schirmslac&amp;quot;, also dem Kopfschlag, getroffen und fällt zu Boden. Kriemhild erschrickt darauf und bittet Hildebrand, ihren Vater am Leben zu lassen. Hildebrand fragt darauf sofort, wo denn sein Rosenkranz sei. Als Kriemhild Hildebrand einen Kuss geben will, lehnt dieser ab. Einerseits möchte er nur von seiner Frau geküsst werden, andererseits wäre es für ihn nur wenig Ehre. Gibeche soll zur Herberge getragen werden und Hildebrand verlässt den Garten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dietrich und Siegfried (Str. 322-370)==&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 322 - 326 || Siegfried aus Niederland betritt den Kampfplatz und fordert seinen Duellanten provokant auf, zu erscheinen, indem er ihn feige (&amp;quot;zage&amp;quot;) und schwach straft und die erzählten Heldentaten vom &amp;quot;vürste hôchgeborn&amp;quot; in Frage stellt.  Hildebrand motiviert Dietrich zum Kampf und redet ihm zu, diese Unverschämtheit zu vergelten. Dietrich erwidert dem aber dass, wenn er selbst in Hildebrands Treueid stünde (bzw. dessen Lehnsmann wäre), dieser ihm nicht dazu raten würde, gegen Siegfried zu kämpfen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 327 - 330 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 331 - 335 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 336 - 340 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 341 - 344 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 345 - 348 || Wolfhart geht zwischen diesen Kampf und ruft Dietrich zur Vernunft. Er beschimpft ihn, dass er seine eigenen Leute angreifen kann, es sich aber nicht traut mit Siegfried aufzunehmen. Dadurch kommt Dietrich wieder zu Sinnen und lässt sein Pferd satteln.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 349 - 352 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 353 - 356 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 357 - 360 || Hildebrand erkundig sich bei Wolfhart, wie sich Dietrich in dem Kampf mit Sigfried schlägt. Der muss ihm leider mitteilen, dass Dietrich unter einer schweren Wunde zu leiden hat. Hildebrand erkennt, dass Dietrich nicht wütend genug ist und denkt sich eine List aus. Wolfhart soll Hildebrands Tod ausrufen und ihn beklagen. Auf dessen Anweisung hin ruft Wolfhart in den Rosengarten, das Hildebrand verstorben sei und beklagt dessen Tod. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 360 - 364 || Sobald Dietrich davon hört, beginnt auch dieser über den Tod von Hildebrand zu klagen. Sein Zorn macht sich schon in seiner Rede gegen Siegfried breit &amp;quot;dich gât diu nôt an&amp;quot;. Er sagt, dass er durch Siegfrieds Schuld einen Mann verloren hat, dessen Tod er nicht überwinden kann. Sie beiden beginnen zu kämpfen. Dietrich ist so zornig, dass man Flammen aus seinem Mund kommen sieht und Siegfried der Schweiß durch die Hitze herunterrinnt. Vom Zorn gepackt verletzt Dietrich Siegfried durch den Harnisch hindurch, sodass Siegfried viel Blut verliert und fliehen muss.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 365 - 369 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Ilsans Siegeszug / Heimkehr der Berner (Str. 371-390)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Str. 370 - 374 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 375 - 379 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 380 - 384 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Siehe außerdem==&lt;br /&gt;
[[Inhaltsangabe &amp;quot;Dietrichs Flucht&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Holz 1982] Die Gedichte vom Rosengarten zu Worms, hg. von Georg Holz, Hildesheim/New York 1982.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=19200</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Der Rosengarten zu Worms&quot;</title>
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		<updated>2015-06-09T19:20:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Ankunft und Kämpfe im Rosengarten (Str. 169-351) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Dieser Artikel entsteht derzeit im Rahmen des Proseminars &#039;&#039;&amp;quot;Zwischen Wahrheit und Fiktion - Die Heldenepik um Dietrich von Bern&amp;quot;&#039;&#039; (Sommersemester 2015) und wird daher fortlaufend bearbeitet.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt der 390 Strophen des historischen Heldenliedes &#039;&#039;Der Rosengarten zu Worms&#039;&#039; in der älteren Vulgat-Fassung A zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Georg Holz.[Holz 1982]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriemhilts Herausforderung / Sigestaps Botengänge (Str. 1-130)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 1 - 10 || Die Stadt Worms am Rhein wird von König Gibeche regiert. Neben seinen drei Söhnen, hat er auch eine Tochter, die schöne Kriemhild, welcher der Löwentöter Siegfried den Hof macht. Da Kriemhild jedoch schon so viel von Dietrich von Bern gehört hat, beschließt sie, die beiden Männer zusammenzubringen um zu sehen, wer von ihnen mehr Stärke besitzt. Ein Turnier um ihren Rosengarten scheint ihr der geeignete Weg zu sein. Sie bestimmt zwölf Wormser Helden, die gegen Dietrichs Männer antreten sollen: Ihr Vater Gibeche, Gernot, Gunther, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walther, Studenfuchs und schließlich Siegfried.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 11 - 20 || Die Königin wird von Walter gewarnt, dass sie im &amp;quot;übermuot&amp;quot; handelt (12). Sie lässt sich davon jedoch nicht beunruhigen und will den Herzog von Brabant als Boten zu den Bernern schicken. Dieser möchte als Lohn für seine Botenreise die Hand der Herzogin Bersabe. Die Königin verspricht sie ihm.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 21 - 30 || Der Herzog von Brabant macht sich mit 500 bewaffneten Rittern auf den Weg (über Heidelberg, Halle, Nördelingen, Augsburg und schliesslich Garte) hin zu Bern. &lt;br /&gt;
Dietrich möchte den Rat seiner Mannen, da bewaffnete und unbekannte Männer durch sein Land reiten. Der Rat seiner Männer ist eindeutig und einstimmig: Er soll sie mit gezückten Schwertern empfangen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 31 - 40 || Wolfhart erspäht die Fremden am Fenster, woraufhin die Herzogin von Lampartenland (die sich als Geisel bei Dietrich befindet) ebenfalls ans Fenster geht und den Herzog Sabin von Brabant erkennt. Sie geht hinaus um ihn willkommen zu heißen und führt diesen nach einem kurzen Wortwechsel hinein zu Dietrich, wo sich die beiden Männer schließlich friedlich begrüßen durch die Vermittlungsarbeit der Herzogin.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 41 - 50 (51) ||  Der Herzog von Brabant begründet seinen bewaffneten Aufzug dadurch, dass er keine Herberge gefunden habe um sich umzuziehen . Daraufhin wird ein Brief vorgelesen, der von der Mannschaft mittgebracht wurde von einer Königin am Rhein und Tochter Gibeches. In dem Brief steht, dass die Königin einen Rosengarten besitzt, von einer Meile Länge und einer halben Meile Breite, umzäunt von einer Mauer aus seidenem Faden. Beschützt wird er von 12 kühnen Männern: Ihr Vater, Gunther, Gernot, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walter, Studenfuchs und Sigfried. Die Königin lädt nun mit dem Brief dazu ein, Zwölf Männer vorzubringen, die &amp;quot;den zwelven sîn gelîch&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 51 - 60 || Die weiteren Teilnehmer des Turniers werden vorgestellt. Der Dietrich beschreibt wie die Kämpfe ablaufen werden und was der Lohn sein wird. Es werden 12 Ritter auf jeder Seite kämpfen. Die Ritter werden jeweils im 1:1 antreten. Die Belohnung für den Sieger ist ein Kuss von der Königin und ein Rosenkranz der ebenfalls von ihr überreicht wird. Die Reaktion darauf ist eine Mischung aus Selbstlob, Zorn auf den Boten und Furcht vor der Niederlage. Aber niemand drückt sich davor anzutreten und die Beteiligten ziehen ihre Helme auf, greifen zu den Schwertern wie ihren großen Schildern und machen sich bereit. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 61 - 70 || Die Herzogin bittet Wolfhart um Hilfe, die Boten zu retten und Wolfhart setzt sich für sie ein indem er daran erinnert, dass der Bote und die Botschaft nicht dasselbe sind und der Bote nicht für die Botschaft bestraft werden soll. Dem schließt sich Hildebrandt an und will die Boten gut behandeln. Zudem rät er Dietrich, dass er der Aufforderung zum Kampf nachkommen soll. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 71 - 80 || Wolfhart lädt die Gäste zu Speis und Trank bei Dietrich ein. Zehn Tage bleiben die Gäste und nehmen die Gastfreundschaft in Anspruch. Dietrich schenkt ihnen Gold und teure Gewänder. Der Herzog Sabin will nun mit 500 Männer &amp;quot;urloup&amp;quot; nehmen und in Richtung Rhein reisen. Dietrich begleitet ihn mit 500 Mann durch die Lombardei. In Garda soll Dietrich umkehren. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 81 - 90 || Dietrich möchte zur Königin und lässt ihr ausrichten, dass er mit achtundzwanzigtausend Recken zu ihr stoßen könnte, was Kriemhild und der Herzogin ausgerichtet wurde, woraufhin sie einen Boten zu ihm entsandten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 91 - 100 || Sabin, Der Herzog von Brâbant, wird für seine Dienste von Königin Kriemhilt entlohnt, indem er die schöne Bersábe ehelichen und auf sein Land überführen darf. Derweil berät sich Dietrich mit Hildebrand, welche &amp;quot;zwelve&amp;quot; er entsenden solle. Im folgenden zählt Hildebrand diejenigen auf und stellt ihnen ihr jeweiliges Pendant sogleich gegenüber: Dietrich selbst soll es mit dem ihm ebenbürtigen &amp;quot;vürsten lobesam&amp;quot; Siegfried aufnehmen, Wolfhart soll gegen den &amp;quot;helt&amp;quot; Pûsolt kämpfen, der junge Sigestap es mit dem Riesen Ortwin aufnehmen,  Heime der kühne Ritter soll Schrutan bezwingen, Witege der Kräftige soll den Riesen Asprîan zu Fall bringen, welcher zwei Schwerter gleichzeitig in den Kampf zu führen weiß und der junge Ortwin darf sich dem außerordentlichen (&amp;quot;ûzerweltlichen degen&amp;quot;) Volker annehmen, welcher es mit hundert Männern gleichzeitig aufnehmen könne. Schließlich wird die Frage in dem Raum gestellt, wer es mit dem jähzornigen (&amp;quot;mortgrimmen&amp;quot;) Hagen von Tronje aufnehmen könne und mit Eckehart dem Starken der würdige Krieger gefunden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 101 - 110 || Helmschrot wird auserwählt, um den bisher unbesiegten König Gernot zu erschlagen, der bereits als junger Ritter viele Männer im Kampf erschlug. Der unerschrockene Amelolt soll es mit dem mutigen und kampferprobten Ritter Gunther aufnehmen. Trotz seines hohen Alters erklärt Hildebrand sich bereit, es mit dem auserwählten Ritter König Gibeche aufzunehmen. Ilsan soll es mit Studenfusen, der sich selbst für den stärksten Ritter hält, im Kampf aufnehmen. Die Suche nach einem geeigneten Kämpfer gegen Walther von der Wasgenstein, der besorgniserregende Stärke besitzt, gestaltet sich schwerer; mit Gottes Beistand wird er von dem jungen Ritter Dietleip bekämpft werden. Dietrich von Bern ist sicher, dass Dietleip mit in die Schlacht am Rhein ziehen wird, wenn er an Dietrichs Dienst an ihm erinnert wird und er das wahre Märe über Kriemhilts „übermout“ erfährt. Darauf äußert Dietrich, dass er zum Überbringen dieser Nachricht an Dietleip einen Boten benötigt, dem er zum Dank sein halbes Land übergeben will. Sigestap meldet sich als Bote und macht sich sofort auf den Weg, um den Ritter, der bereits 500 Kämpfe gewonnen hat, zu finden und trifft bei der Suche auf Bieterolf, dem er das Märe erzählt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 111 - 120 || Sigestap unterhält sich mit Biterolf. Er erfährt dabei, das Dietleip sich bei Bechelâr aufhält. Siegestap reitet dorthin, nur um zu erfahren, dass Dietleip sich schon auf dem Weg zu den Sibenbürgen befindet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 121 - 130 || Der Graf wünscht Sigestap alles Gute, damit er viele Rosen vom Rhein her bringt. Als Sigestap in Wien ankommt findet er Dietleib vor einer Kirche. Sigestap fragt wer ihn auf seiner Mission begleiten soll. Dietleib berichtet vom tapferen Walther, der Sigestap begleiten soll. Dieser möchte Walther erst auf seine Treue testen. 500 Männer Dietleibs begleiten die beiden daraufhin nach Garte wo Dietrich die Geschichte erzählt wird. Dietrich(?) bemerkt, dass es eine Schande wäre, die Feindseeligkeit der Königin nicht zu rächen. Dietleip will darauf im Garten bestehen und überleben(?). Schließlich ziehen sie weiter nach Bern wo sechzehntausend Mann zu ihnen stossen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dietrichs Aufbruch / Isenburgs Abtei (Str. 130-169)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 130 - 156 || &amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Diese Strophen sollen vorerst ausgelassen werden.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 156 - 169 || Mönch Ilsan überzeugt seinen Abt, dass er mit den Bernern in den Kampf im Rosengarten ziehen darf. Der Abt möchte dafür einen Rosenkranz gebracht bekommen, was für Gelächter unter den Helden sorgt. Ilsan schwört einen Eid darauf und bittet seine Bruderschaft darum, für Gottes Beistand und Kraft zu beten. Diese aber verfluchen ihn und beten dafür, dass er niemals zurückkehre und erschlagen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 10 Tagen (&amp;quot;an dem eilften morgen&amp;quot; ) erreichen Dietrich und sein Gefolge Worms, indem sie den Rhein überschiffen, ihr Kommen wird von Kriemhilt als erstes und freudig wahrgenommen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ankunft und Kämpfe im Rosengarten (Str. 169-351)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 169 - 182 || Gibeche, mit einem Gefolge von 500 prächtig gerüsteten Männern, empfängt Dietrich mit einer Umarmung in Worms. Dietrich empört sich über Gibeches Untätigkeit gegenüber des respektlosen Verhaltens seiner Tochter, die willkürlich Leute zum Kampf lädt. Dieses wird von Gibeche dadurch entschuldigt, dass wohl niemand Kriemhild davon abbringen könne, sich am Kampf zu ergötzen. Die Berner schlagen Zelte auf, und als Kriemhild die reiche Zeltstadt sieht schmückt sie sich zusammen mit 300 ihrer Jungfern und macht sich auf den Weg, um Dietrich selbst zu empfangen. Wolfhart, einer von Dietrichs Männern, will der nahenden Königin einen „[backen]slac“ verpassen, da er sie für ihren Hochmut verachtet und sie sich wegen des Schlages auf ewig daran erinnern will. Er wird von Hildebrant, der an seine Ehre appeliert, zurückgehalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 182 - 195 || Der Vogt von Berne mahnt freundlich zu den nahenden Frauen zu sein. Kriemhilt begrüßt die Ritter und lobt den Herrn von Berne dafür, dass er so viele Ritter erschlagen habe und der &amp;quot;tiurste&amp;quot; unter den Fürsten sei. Er widerspricht dem und erzählt von der beschwerlichen Anreise, woraufhin die Königin eine Woche Frieden und Verpflegung gewährt. Am zehnten Morgen jedoch spottet Kriemhild über Hiltebrant, ihre Ritter bräuchten sich vor keinem seiner Männern Sorgen zu machen. Hildebrant reagiert zornig, weist Kriemhilt für ihren Übermut zurecht und schickt sie weg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 195 - 208 || Kriemhild geht auf die Zurechtweisung von Hildebrandt hin zu ihrem Vater petzen, worauf dieser gekränkt reagiert und das blutige Spiel beginnen lässt: Zunächst treten der Riese Pûsolt (auf Wormser Seite) und Wolfhart (auf Berner Seite) gegeneinander an, wobei schlussendlich Wolfhart Pûsolt enthauptet. Es wird der Zweikampf zwischen dem Riesen Ortwin (Wormser Seite) und Sigestap (Berner Seite) angekündigt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 208 - 221 || Der zweite Kampf des Turniers beginnt. Sigestap tritt gegen den Riesen Ortwin an. Dieser wird jedoch von Sigestap erschlagen. Sigestap bekommt von Kriemhild den Rosenkranz und einen Kuss, dem sie jedem der einen Kampf gewonnen hat versprochen hat. Während König Gibeche die beiden Niederlagen der Wormser beklagt, stellt sich der Riese Schurtan als nächster Kämpfer vor, er möchte den Tod seines Bruders Ortwin rächen. Auf zusprechen Hildebrands, stellt sich Heime dem Riesen. Hildebrand ist davon überzeugt das Heime leichtes Spiel mit dem Riesen haben wird und der Kampf beginnt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 221 - 234 || Heime, welcher gegen Schrutan kämpft, erschlägt diesen mit seinem Schwert Nagelring. Nun sind drei Riesen erschlagen. König Gibeche klagt über die Verluste und setzt alles auf Aspiran, den starken Riesen, welcher die erschlagenen Riesen rächen soll. Bewaffnet mit zwei Schwertern begibt er sich zum Garten. Hildebrand redet Witege gut zu, dass er Aspiran im Kampf besiegen werde. Witege aber weigert sich und geht davon aus, dass er in den sicheren Tod geht. An einer Stelle fragt er den Berner, ob er ihn so sehr wie einen Feind hasst, weil Dietrich nicht aufhören will, Witege zu drängen. Hildebrand schlägt ein Pferdetausch von Schemming und Falken vor, das will aber Dietrich nicht und würde Witege lieber ein Land (Osterdingen) geben. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 234 - 247 || Witege weigert sich zunächst, den Kampf gegen Aspiran anzutreten. Erst als Hildebrant ihm als Belohnung Dietrichs Pferd Schemminc in Austausch zu Witeges Valken verspricht, willigt der junge Held ein. Aspiran kämpft mit zwei Schwertern und der Kampf gestaltet sich äußerst blutig. Witege geht schließlich als Sieger hervor und erhält neben dem Rosenkranz und Kriemhilds Kuss auch Dietrichs Schemminc.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Str. 247 - 260 || Als nächstes stehen sich der Mönch Ilsan und Studenvuhs vom Rhein im Kampf gegenüber. Die Männder schlagen sich (&amp;quot;und gap im einen slac, daz der helt Studenvuhs vor im in den rosen lac&amp;quot;) und lachen sich gegenseitig aus (&amp;quot;ich müeste lachen din&amp;quot;). Der Kampf ist blutig und die Männer bringen sich &amp;quot;in vil groze not&amp;quot;. Ilsan erschlägt Studenvuhs und erhält den Kuss und den Rosenkranz von Kriemhilt. Der Mönch möchte jedoch mehr Rosen für seine 52 Brüder, von denen er jedem welche versprochen hat. Er droht ihr an, sie notfalls zu rauben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 260 - 273 || Kriemhilt besitzt noch Ritter, um ihren Rosengarten vor den Räubern zu beschützen. Sie verspricht dem Sieger nicht nur die Rosenkränze zu geben, sondern auch ihre „triuwe“. Gibeche schickt daraufhin Walther von dem Wasgenstein in den Kampf, dem er verspricht, all seinen Besitz mit ihm zu teilen, wenn er gewinnt. Walter ist motiviert seinen Gegner zu besiegen. Dietleip stellt sich ihm entgegen. Sie kämpfen beide ohne Erbarmen und Kriemhilt erfreut sich des Blutvergießens. Hildebrand äußert daraufhin ihr gegenüber, dass keiner der beiden Ritter den Kampf überstehen wird, woraufhin Kriemhilt Hildebrand fragt, wie sie die Männer trennen und den Kampf entscheiden soll. Hildebrand verlangt, dass beide Ritter mit dem Kranz zu Siegern gekrönt werden sollen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 273 - 286 || Kriemhilt hört auf den Rat von Hildebrandt und bricht den Kampf ab. Sie krönt beide Ritter zu Siegern, indem sie jedem einen Rosenkranz gibt. Die beiden Ritter sind stolz auf ihre Leistung und nehmen den Kranz an. Anschließend beginnt der nächste Kampf, indem der Ritter Volker den Ritter Ortwin herausfordert. Der Ritter Ortwin ist groß und stark und gewinnt den Kampf nachdem er  Volker einen harten Schlag gibt und das Blut fließt. Die Königin gibt auch ihm einen Kuss und den Rosenkranz. Ortwin verlässt daraufhin den Garten und kehrte zu seinen Leuten zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 286 - 299 || Als nächstes möchte der tapfere Hagen kämpfen, um die bereits gefallenen Ritter zu rächen. Als Gegner für ihn wählt Hildebrandt Eckehart aus. Dieser verletzt Hagen im Kampf schwer und gewinnt das Duell. Kriemhild überreicht ihm den Rosenkranz. Den Kuss aber möchte Eckehart aber nicht annehmen, da Kriemhild eine „ungetriuwe meit“ ist. Der darauffolgende Kampf findet zwischen dem König Gernot und dem Ritter Helmschrôt statt. Auch dieses Duell ist so brutal, dass ihr Blut auf dem ganzen Platz verteilt ist. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 299 - 312 || Gernot fürchtet sich vor dem Tod, so dass Kriemhild Helmschrôt den Rosenkranz aufsetzt. Der jüngere Bruder Kriemhilds, König Gunther, trat nun in den Kampf. Er klagte den bisherigen Verlauf, die Sieglosigkeit an und wollte seinen Kampf bestehen, Hildebrand schickt Amelolt, welcher ihm viele tiefe Wunden schlägt. Kriemhild schreitet ein, gibt Rosenkranz und Kuss an Amelolt und rettet somit das Leben von Gunther. König Gibeche nimmt nun den Kampf gegen Hildebrand auf und lobt ihn für seine Weisheit.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 312 - 321 || Hildebrand bezichtigt Gibeche der Torheit woraufhin dieser sehr zornig wird. Hildebrand schlägt vor, die Rede sein zu lassen und nimmt den Kampf mit Gibeche auf. Sie kämpfen sehr ritterlich gegeneinander. Gibeche wird von Hildebrands &amp;quot;schirmslac&amp;quot;, also dem Kopfschlag, getroffen und fällt zu Boden. Kriemhild erschrickt darauf und bittet Hildebrand, ihren Vater am Leben zu lassen. Hildebrand fragt darauf sofort, wo denn sein Rosenkranz sei. Als Kriemhild Hildebrand einen Kuss geben will, lehnt dieser ab. Einerseits möchte er nur von seiner Frau geküsst werden, andererseits wäre es für ihn nur wenig Ehre. Gibeche soll zur Herberge getragen werden und Hildebrand verlässt den Garten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dietrich und Siegfried (Str. 322-370)==&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 322 - 326 || Siegfried aus Niederland betritt den Kampfplatz und fordert seinen Duellanten provokant auf, zu erscheinen, indem er ihn feige (&amp;quot;zage&amp;quot;) und schwach straft und die erzählten Heldentaten vom &amp;quot;vürste hôchgeborn&amp;quot; in Frage stellt.  Hildebrand motiviert Dietrich zum Kampf und redet ihm zu, diese Unverschämtheit zu vergelten. Dietrich erwidert dem aber dass, wenn er selbst in Hildebrands Treueid stünde (bzw. dessen Lehnsmann wäre), dieser ihm nicht dazu raten würde, gegen Siegfried zu kämpfen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 327 - 330 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 331 - 335 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 336 - 340 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 341 - 344 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 345 - 348 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 349 - 352 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 353 - 356 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 357 - 360 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 360 - 364 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 365 - 369 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
==  Ilsans Siegeszug / Heimkehr der Berner (Str. 371-390)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Str. 370 - 374 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 375 - 379 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 380 - 384 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Siehe außerdem==&lt;br /&gt;
[[Inhaltsangabe &amp;quot;Dietrichs Flucht&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Holz 1982] Die Gedichte vom Rosengarten zu Worms, hg. von Georg Holz, Hildesheim/New York 1982.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=19146</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Der Rosengarten zu Worms&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=19146"/>
		<updated>2015-06-07T19:06:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Ankunft und Kämpfe im Rosengarten (Str. 169-351) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Dieser Artikel entsteht derzeit im Rahmen des Proseminars &#039;&#039;&amp;quot;Zwischen Wahrheit und Fiktion - Die Heldenepik um Dietrich von Bern&amp;quot;&#039;&#039; (Sommersemester 2015) und wird daher fortlaufend bearbeitet.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt der 390 Strophen des historischen Heldenliedes &#039;&#039;Der Rosengarten zu Worms&#039;&#039; in der älteren Vulgat-Fassung A zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Georg Holz.[Holz 1982]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriemhilts Herausforderung / Sigestaps Botengänge (Str. 1-130)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 1 - 10 || Die Stadt Worms am Rhein wird von König Gibeche regiert. Neben seinen drei Söhnen, hat er auch eine Tochter, die schöne Kriemhild, welcher der Löwentöter Siegfried den Hof macht. Da Kriemhild jedoch schon so viel von Dietrich von Bern gehört hat, beschließt sie, die beiden Männer zusammenzubringen um zu sehen, wer von ihnen mehr Stärke besitzt. Ein Turnier um ihren Rosengarten scheint ihr der geeignete Weg zu sein. Sie bestimmt zwölf Wormser Helden, die gegen Dietrichs Männer antreten sollen: Ihr Vater Gibeche, Gernot, Gunther, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walther, Studenfuchs und schließlich Siegfried.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 11 - 20 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 21 - 30 || Der Herzog von Brabant macht sich mit 500 bewaffneten Rittern auf den Weg (über Heidelberg, Halle, Nördelingen, Augsburg und schliesslich Garte) hin zu Bern. &lt;br /&gt;
Dietrich möchte den Rat seiner Mannen, da bewaffnete und unbekannte Männer durch sein Land reiten. Der Rat seiner Männer ist eindeutig und einstimmig: Er soll sie mit gezückten Schwertern empfangen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 31 - 40 || Wolfhart erspäht die Fremden am Fenster, woraufhin die Herzogin von Lampartenland (die sich als Geisel bei Dietrich befindet) ebenfalls ans Fenster geht und den Herzog Sabin von Brabant erkennt. Sie geht hinaus um ihn willkommen zu heißen und führt diesen nach einem kurzen Wortwechsel hinein zu Dietrich, wo sich die beiden Männer schließlich friedlich begrüßen durch die Vermittlungsarbeit der Herzogin.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 41 - 50 (51) ||  Der Herzog von Brabant begründet seinen bewaffneten Aufzug dadurch, dass er keine Herberge gefunden habe um sich umzuziehen . Daraufhin wird ein Brief vorgelesen, der von der Mannschaft mittgebracht wurde von einer Königin am Rhein und Tochter Gibeches. In dem Brief steht, dass die Königin einen Rosengarten besitzt, von einer Meile Länge und einer halben Meile Breite, umzäunt von einer Mauer und seidenem Faden. Beschützt wird er von 12 kühnen Männern: Ihr Vater, Gunther, Gernot, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walter, Studenfuchs und Sigfried. Die Königin lädt nun mit dem Brief dazu ein, Zwölf Männer vorzubringen, die &amp;quot;den zwelven sîn gelîch&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 51 - 60 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 61 - 70 || Die Herzogin bittet Wolfhart um Hilfe, die Boten zu retten und Wolfhart setzt sich für sie ein indem er daran erinnert, dass der Bote und die Botschaft nicht dasselbe sind und der Bote nicht für die Botschaft bestraft werden soll. Dem schließt sich Hildebrandt an und will die Boten gut behandeln. Zudem rät er Dietrich, dass er der Aufforderung zum Kampf nachkommen soll. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 71 - 80 || Wolfhart lädt die Gäste zu Speis und Trank bei Dietrich ein. Zehn Tage bleiben die Gäste und nehmen die Gastfreundschaft in Anspruch. Dietrich schenkt ihnen Gold und teure Gewänder. Der Herzog Sabin will nun mit 500 Männer &amp;quot;urloup&amp;quot; nehmen und in Richtung Rhein reisen. Dietrich begleitet ihn mit 500 Mann durch die Lombardei. In Garda soll Dietrich umkehren. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 81 - 90 || Dietrich möchte zur Königin und lässt ihr ausrichten, dass er mit achtundzwanzigtausend Recken zu ihr stoßen könnte, was Kriemhild und der Herzogin ausgerichtet wurde, woraufhin sie einen Boten zu ihm entsandten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 91 - 100 || Sabin, Der Herzog von Brâbant, wird für seine Dienste von Königin Kriemhilt entlohnt, indem er die schöne Bersábe ehelichen und auf sein Land überführen darf. Derweil berät sich Dietrich mit Hildebrand, welche &amp;quot;zwelve&amp;quot; er entsenden solle. Im folgenden zählt Hildebrand diejenigen auf und stellt ihnen ihr jeweiliges Pendant sogleich gegenüber: Dietrich selbst soll es mit dem ihm ebenbürtigen &amp;quot;vürsten lobesam&amp;quot; Siegfried aufnehmen, Wolfhart soll gegen den &amp;quot;helt&amp;quot; Pûsolt kämpfen, der junge Sigestap es mit dem Riesen Ortwin aufnehmen,  Heime der kühne Ritter soll Schrutan bezwingen, Witege der Kräftige soll den Riesen Asprîan zu Fall bringen, welcher zwei Schwerter gleichzeitig in den Kampf zu führen weiß und der junge Ortwin darf sich dem außerordentlichen (&amp;quot;ûzerweltlichen degen&amp;quot;) Volker annehmen, welcher es mit hundert Männern gleichzeitig aufnehmen könne. Schließlich wird die Frage in dem Raum gestellt, wer es mit dem jähzornigen (&amp;quot;mortgrimmen&amp;quot;) Hagen von Tronje aufnehmen könne und mit Eckehart dem Starken der würdige Krieger gefunden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 101 - 110 || Helmschrot wird auserwählt, um den bisher unbesiegten König Gernot zu erschlagen, der bereits als junger Ritter viele Männer im Kampf erschlug. Der unerschrockene Amelolt soll es mit dem mutigen und kampferprobten Ritter Gunther aufnehmen. Trotz seines hohen Alters erklärt Hildebrand sich bereit, es mit dem auserwählten Ritter König Gibeche aufzunehmen. Ilsan soll es mit Studenfusen, der sich selbst für den stärksten Ritter hält, im Kampf aufnehmen. Die Suche nach einem geeigneten Kämpfer gegen Walther von der Wasgenstein, der besorgniserregende Stärke besitzt, gestaltet sich schwerer; mit Gottes Beistand wird er von dem jungen Ritter Dietleip bekämpft werden. Dietrich von Bern ist sicher, dass Dietleip mit in die Schlacht am Rhein ziehen wird, wenn er an Dietrichs Dienst an ihm erinnert wird und er das wahre Märe über Kriemhilts „übermout“ erfährt. Darauf äußert Dietrich, dass er zum Überbringen dieser Nachricht an Dietleip einen Boten benötigt, dem er zum Dank sein halbes Land übergeben will. Sigestap meldet sich als Bote und macht sich sofort auf den Weg, um den Ritter, der bereits 500 Kämpfe gewonnen hat, zu finden und trifft bei der Suche auf Bieterolf, dem er das Märe erzählt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 111 - 120 || Sigestap unterhält sich mit Biterolf. Er erfährt dabei, das Dietleip sich bei Bechelâr aufhält. Siegestap reitet dorthin, nur um zu erfahren, dass Dietleip sich schon auf dem Weg zu den Sibenbürgen befindet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 121 - 130 || Der Graf wünscht Sigestap alles Gute, damit er viele Rosen vom Rhein her bringt. Als Sigestap in Wien ankommt findet er Dietleib vor einer Kirche. Sigestap fragt wer ihn auf seiner Mission begleiten soll. Dietleib berichtet vom tapferen Walther, der Sigestap begleiten soll. Dieser möchte Walther erst auf seine Treue testen. 500 Männer Dietleibs begleiten die beiden daraufhin nach Garte wo Dietrich die Geschichte erzählt wird. Dietrich(?) bemerkt, dass es eine Schande wäre, die Feindseeligkeit der Königin nicht zu rächen. Dietleip will darauf im Garten bestehen und überleben(?). Schließlich ziehen sie weiter nach Bern wo sechzehntausend Mann zu ihnen stossen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dietrichs Aufbruch / Isenburgs Abtei (Str. 130-169)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 130 - 156 || &amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Diese Strophen sollen vorerst ausgelassen werden.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 156 - 169 || Mönch Ilsan überzeugt seinen Abt, dass er mit den Bernern in den Kampf im Rosengarten ziehen darf. Der Abt möchte dafür einen Rosenkranz gebracht bekommen, was für Gelächter unter den Helden sorgt. Ilsan schwört einen Eid darauf und bittet seine Bruderschaft darum, für Gottes Beistand und Kraft zu beten. Diese aber verfluchen ihn und beten dafür, dass er niemals zurückkehre und erschlagen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 10 Tagen (&amp;quot;an dem eilften morgen&amp;quot; ) erreichen Dietrich und sein Gefolge Worms, indem sie den Rhein überschiffen, ihr Kommen wird von Kriemhilt als erstes und freudig wahrgenommen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ankunft und Kämpfe im Rosengarten (Str. 169-351)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 169 - 182 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 182 - 195 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 195 - 208 || Kriemhild geht auf die Zurechtweisung von Hildebrandt hin zu ihrem Vater petzen, worauf dieser gekränkt reagiert und das blutige Spiel beginnen lässt: Zunächst treten der Riese Pûsolt (auf Wormser Seite) und Wolfhart (auf Berner Seite) gegeneinander an, wobei schlussendlich Wolfhart Pûsolt enthauptet. Es wird der Zweikampf zwischen dem Riesen Ortwin (Wormser Seite) und Sigestap (Berner Seite) angekündigt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 208 - 221 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 221 - 234 || Heime, welcher gegen Schrutan kämpft, erschlägt diesen mit seinem Schwert Nagelring. Nun sind drei Riesen erschlagen. König Gibeche klagt über die Verluste und setzt alles auf Aspiran, den starken Riesen, welcher die erschlagenen Riesen rächen soll. Bewaffnet mit zwei Schwertern begibt er sich zum Garten. Hildebrand redet Witege gut zu, dass er Aspiran im Kampf besiegen werde. Witege aber weigert sich und geht davon aus, dass er in den sicheren Tod geht. An einer Stelle fragt er den Berner, ob er ihn so sehr wie einen Feind hasst, weil Dietrich nicht aufhören will, Witege zu drängen. Hildebrand schlägt ein Pferdetausch von Schemming und Falken vor, das will aber Dietrich nicht und würde Witege lieber ein Land (Osterdingen) geben. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 234 - 247 || Witege weigert sich zunächst, den Kampf gegen Aspiran anzutreten. Erst als Hildebrant ihm als Belohnung Dietrichs Pferd Schemminc in Austausch zu Witeges Valken verspricht, willigt der junge Held ein. Aspiran kämpft mit zwei Schwertern und der Kampf gestaltet sich äußerst blutig. Witege geht schließlich als Sieger hervor und erhält neben dem Rosenkranz und Kriemhilds Kuss auch Dietrichs Schemminc.&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Str. 247 - 260 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 260 - 273 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 273 - 286 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 286 - 299 || Als nächstes möchte der tapfere Hagen kämpfen, um die bereits gefallenen Ritter zu rächen. Als Gegner für ihn wählt Hildebrandt Eckehart aus. Dieser verletzt Hagen im Kampf schwer und gewinnt das Duell. Kriemhild überreicht ihm den Rosenkranz. Den Kuss aber möchte Eckehart aber nicht annehmen, da Kriemhild eine „ungetriuwe meit“ ist. Der darauffolgende Kampf findet zwischen dem König Gernot und dem Ritter Helmschrôt statt. Auch dieses Duell ist so brutal, dass ihr Blut auf dem ganzen Platz verteilt ist. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 299 - 312 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 312 - 325 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 325 - 338 || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 338 - 351 || Beispiel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe außerdem==&lt;br /&gt;
[[Inhaltsangabe &amp;quot;Dietrichs Flucht&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Holz 1982] Die Gedichte vom Rosengarten zu Worms, hg. von Georg Holz, Hildesheim/New York 1982.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=18863</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Der Rosengarten zu Worms&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=18863"/>
		<updated>2015-06-01T22:31:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Dieser Artikel entsteht derzeit im Rahmen des Proseminars &#039;&#039;&amp;quot;Zwischen Wahrheit und Fiktion - Die Heldenepik um Dietrich von Bern&amp;quot;&#039;&#039; (Sommersemester 2015) und wird daher fortlaufend bearbeitet.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt der 390 Strophen des historischen Heldenliedes &#039;&#039;Der Rosengarten zu Worms&#039;&#039; in der älteren Vulgat-Fassung A zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Georg Holz.[Holz 1982]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriemhilts Herausforderung / Dietrichs Aufbruch (Str. 1-130)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 1 - 10 || Die Stadt Worms am Rhein wird von König Gibeche regiert. Neben seinen drei Söhnen, hat er auch eine Tochter, die schöne Kriemhild, welcher der Löwentöter Siegfried den Hof macht. Da Kriemhild jedoch schon so viel von Dietrich von Bern gehört hat, beschließt sie, die beiden Männer zusammenzubringen um zu sehen, wer von ihnen mehr Stärke besitzt. Ein Turnier um ihren Rosengarten scheint ihr der geeignete Weg zu sein. Sie bestimmt zwölf Wormser Helden, die gegen Dietrichs Männer antreten sollen: Ihr Vater Gibeche, Gernot, Gunther, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walther, Studenvuchs und schließlich Siegfried.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 11 - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 21 - 30 || Sigestap macht sich auf den Weg um Dietleib um Hlife zu bitten, damit sie Kämpfe im Rosengarten bestehen können. Auf seiner Reise trifft er Biterolf, der ihn weiter zum Marktgraf zu Bechlar verweist. Der Marktgraf schickt Sigestap weiter zu den Siebenburgen. Auf der Reise zu den Siebenburgen, trifft er Dietleib in Wien, der sofort seine Mithilfe zusichert und sogar Walter von dem Wasgenstein um Hilfe bittet. Walter schließt sich den Rittern mit Freude an. Nun machen sich sechzigtausend Männer auf den Weg um Ilsar um Hilfe zu bitten. Ilsar der anfangs erzürnt über die Ritter scheint, willigt jedoch ein ihnen im Kampf beizustehen, nachdem er mit seinem Bruder Hildebrand gesprochen hat. Alle Ritter und Diertrich machen sich nun auf den Weg nach Worms, wo sie am elften Tag ankamen und von fünfhunder Rittern und dem König Gibeche (auf den Ratschlag seitens seiner Tochter Kriemhilt) angemessen empfangen wurden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 31 - 40 || Wolfhart erspäht die Gäste am Fenster, woraufhin die Herzogin vom Rhein  ebenfalls ans Fenster geht, einige wiedererkennt und schließlich hinaus geht, um den Herzog von Brabant willkommen zu heißen. Nach einem kurzen Wortwechsel führt sie ihn hinein, wo Dietrich und der Herzog von Brabant sich ebenfalls begrüßen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 41 - 50 (51) || Dietrich empfängt eine bewaffnete Kriegerschaft, unter Anderem den Herren von Brabant, an seiner Tafel, der er erst (wegen der Bewaffung) misstrauisch gegenüber steht. Der Herr von Brabant antwortet auf Dietrichs Misstrauen damit, dass die Männer schließlich den Gastgeber nicht kennen. Daraufhin wird ein Brief vorgelesen, der von der Mannschaft mittgebracht wurde von einer Königin am Rhein und Tochter Gibeches. In dem Brief steht, dass die Königin einen Rosengarten besitzt, von einer Meile Länge und einer halben Meile Breite, umzäunt von einer Mauer und seidenem Faden. Beschützt wird er von 12 kühnen Männern: Ihr Vater, Gunther, Gernot, Hagene, Volker, Pusolt, Schrutan, Ortwin, Aspiran, Walter, Studenfuhs und Sivrit. Die Königin lädt nun mit dem Brief dazu ein, Zwölf Männer vorzubringen, die &amp;quot;den zwelven sîn gelîch&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 51 - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 61 - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 71 - 80 || Wolfhart lädt die Gäste zu Speis und Trank bei Dietrich ein. Zehn Tage bleiben die Gäste und nehmen die Gastfreundschaft in Anspruch. Dietrich schenkt ihnen Gold und teure Gewänder. Der Herzog Sabin will nun mit 500 Männer &amp;quot;urloup&amp;quot; nehmen und in Richtung Rhein reisen. Dietrich begleitet ihn mit 500 Mann durch die Lombardei. In Garda soll Dietrich umkehren. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 81 - 90 || Dietrich möchte zur Königin und lässt ihr ausrichten, dass er mit achtundzwanzigtausend Recken zu ihr stoßen könnte, was Kriemhild und der Herzogin ausgerichtet wurde, woraufhin sie einen Boten zu ihm entsandten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 91 - 100 || Sabin, Der Herzog von Brâbant, wird für seine Dienste von Königin Kriemhilt entlohnt, indem er die schöne Bersábe ehelichen und auf sein Land überführen darf. Derweil berät sich Dietrich mit Hildebrand, welche &amp;quot;zwelve&amp;quot; er entsenden solle. Im folgenden zählt Hildebrand diejenigen auf und stellt ihnen ihr jeweiliges Pendant sogleich gegenüber: Dietrich selbst soll es mit dem ihm ebenbürtigen &amp;quot;vürsten lobesam&amp;quot; Siegfried aufnehmen, Wolfhart soll gegen den &amp;quot;helt Pûsolt&amp;quot; kämpfen, der junge Sigestap es mit dem Riesen Ortwin aufnehmen,  Heime der kühne Ritter soll Schrûtan bezwingen, Witege der Kräftige soll den Riesen Asprîan zu Fall bringen, welcher zwei Schwerter gleichzeitig in den Kampf zu führen weiß und der junge Ortwin darf sich dem außerordentlichen (&amp;quot;ûzerweltlichen degen&amp;quot;) Volker annehmen, welcher es mit hundert Männern gleichzeitig aufnehmen könne. Schließlich wird die Frage in dem Raum gestellt, wer es mit dem jähzornigen (&amp;quot;mortgrimmen&amp;quot;) Hagen von Tronje aufnehmen könne und mit Eckehart dem Starken der würdige Krieger gefunden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 111 - 120 || Sigestap unterhält sich mit Biterolf. Er erfährt dabei, das Dietleip sich bei Bechelâr aufhält. Siegestap reitet dorthin, nur um zu erfahren, dass Dietleip sich schon auf dem Weg zu den Sibenbürgen befindet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 121 - 130 || Der Graf wünscht Sigestap alles Gute, damit er viele Rosen vom Rhein her bringt. Als Sigestap in Wien ankommt findet er Dietleib vor einer Kirche. Sigestap fragt wer ihn auf seiner Mission begleiten soll. Dietleib berichtet vom tapferen Walther, der Sigestap begleiten soll. Dieser möchte Walther erst auf seine Treue testen. 500 Männer Dietleibs begleiten die beiden daraufhin nach Garte wo Dietrich die Geschichte erzählt wird. Dietrich(?) bemerkt, dass es eine Schande wäre, die Feindseeligkeit der Königin nicht zu rächen. Dietleip will darauf im Garten bestehen und überleben(?). Schließlich ziehen sie weiter nach Bern wo sechzehntausend Mann zu ihnen stossen.&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Der_Rosengarten_zu_Worms%22&amp;diff=18776</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Der Rosengarten zu Worms&quot;</title>
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		<updated>2015-05-30T13:33:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Notizbereich --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border:1px solid gray; margin:5px 3px 0px 3px; padding:0 5px 2px 5px; background-color:#EEEEEE&amp;quot;&amp;gt;Hinweis: Dieser Artikel entsteht derzeit im Rahmen des Proseminars &#039;&#039;&amp;quot;Zwischen Wahrheit und Fiktion - Die Heldenepik um Dietrich von Bern&amp;quot;&#039;&#039; (Sommersemester 2015) und wird daher fortlaufend bearbeitet.&amp;lt;/div&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt der 390 Strophen des historischen Heldenliedes &#039;&#039;Der Rosengarten zu Worms&#039;&#039; in der älteren Vulgat-Fassung A zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Georg Holz.[Holz 1982]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Strophen !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| Str. 21 - x || Beispiel&lt;br /&gt;
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| Str. 61 - x || Beispiel&lt;br /&gt;
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| Str. 71 - 80 || Wolfhart lädt die Gäste zu Speis und Trank bei Dietrich ein. Zehn Tage bleiben die Gäste und nehmen die Gastfreundschaft in Anspruch. Dietrich schenkt ihnen Gold und teure Gewänder. Der Herzog Saben will nun mit 500 Männer &amp;quot;urloup&amp;quot; nehmen und in Richtung Rhein reisen. Dietrich begleitet ihn mit 500 Mann durch die Lombardei. In Garda soll Dietrich umkehren. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. 81 - 90 || Dietrich möchte zur Königin und lässt ihr ausrichten, dass er mit achtundzwanzigtausend Recken zu ihr stoßen könnte, was Kriemhild und der Herzogin ausgerichtet wurde, woraufhin sie einen Boten zu ihm entsandten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
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| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
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| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Str. x - x || Beispiel&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17934</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17934"/>
		<updated>2015-05-19T19:42:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahngeschichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der Minne, die Tochter des Königs Ladiner, nach einer Werbungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Amelgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Otnit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Otnit wirbt um Liebgart, deren Vater Godian alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian schafft duch eine List, sich an Otnit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf fressen. Wolfdietrich rächt Otnits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Er wird 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und die Königstochter Sigeminne von Frankreich heiratet. Nach 550 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Dietrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 225 - 386 || Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 387 - 482 || Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietwart die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Heirat mit seiner Tochter Minne zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bestie, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit, die so schön war wie keine zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietwart mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz sowie sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amelgart zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amelgarts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amelgart und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Sigher und Amelgart werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottnit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sighers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottnit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2093 - 2256 || Eine zweite Märe wird erzählt, die folgend von Ottnit handelt. Als Ottnit 40 Jahre alt ist, raten ihm seine Leute zur Werbung um Liebgart, der Tochter von König Godian. Dieser jedoch tötet jeden Freier. Ottnit und seine Männer überqueren mit dem Schiff das Meer und gelangen so in das Reich von König Godian, dass sie verwüsten. Ottnit schickt Boten zu Godian, die ihm den Grund für den Einmarsch in sein Land und die eigentliche Absicht Ottnits erklären. Zuerst streubt sich König Godian, Ottnit seine Tochter zu geben, willigt schlussendlich jedoch ein. Otnit nimmt seine neue Braut mit in sein Heimatland. König Godian jedoch ist wütend und &amp;quot;sannt haimliche vier wilde wurme&amp;quot; (= Drachen) ins römische Reich. Ottnit reitet aus, um sie zu erschlagen, schläft jedoch im Wald ein, wo er von einem Drachen gefunden, in eine Höhle verschleppt und gefressen wird. Daraufhin lässt die frische Witwe bekannt machen, dass sie denjenigen heiraten wird, der den Drachen tötet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 2256 - 2414  || Das Ende der Märe wird erzählt und die Ankunft des griechischen Freiherrn Wolfdietrich im Land. Ihm wurde das Leid geklagt, daraufhin erschlug er den Wurm (Frayssam). Er wurde König über das römische Reich und es beginnt die Märe über Wolfdietrich, welcher 503 Jahre alt wurde und 56 Kinder hatte. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn (Hugedietrich) das Amt und herrschte friedlich. Er nahm Sigeminne aus dem Königshaus Frankreichs zur Frau und lebte 550 Jahre. Hugedietrich verstarb und König Amelunch übernahm das Land, er hatte viele Tugenden (Triwen, staete). Amelunch heiratete eine Frau aus Kerlingen, mit dieser hatte er drei Söhne: Diether, Ermrich und Dietmar. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2415 - 2579 || Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2579 - 2743 || Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch stattdessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2907 - 3071 || Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3072 - 3234|| Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs &amp;quot;recken&amp;quot; mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die &amp;quot;maht und gewalt&amp;quot; und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als &amp;quot;helfe&amp;quot; verstehen könnte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3235 - 3399 || Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3399 - 3563 || Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3564 - 3727 || Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V.3728 - 3909 || Unterwegs werden sie von Ermrich überfallen. Dietrichs Leute kämpfen tapfer und schlagen hundert Mann. Ermrich und seine Leute besiegen die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und nehmen Dietrichs Leute gefangen. Dietrich klagt über seinen Verlust. Dann verkündete Ermrich, was er für die Freilassung fordert und zwar alles, was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sendet seinen Boten Dietleip, um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3910 - 4054|| Dietleip bietet Ermrich in Dietrichs Namen einen Austausch der Gefangenen an, unter welchen sich auch Ermrichs Sohn Friedrich befindet. Diesen lehnt Ermrich ab. Er verlangt, dass Dietrich ihm seinen gesamten Besitz und das Land überlässt. Als Dietrich davon hört, raten ihm Männer und Frauen, nicht auf diesen Deal einzugehen. Doch Dietrich, von seiner Treue seinen Mannen gegenüber angetrieben, opfert all sein Habe für seine treuen Männer. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4055 - 4219 || König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne (&amp;quot;chune&amp;quot;) Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4219 - 4383 || Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4383 - 4546 || Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart.  Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4545 – 4768 ||Am dreiundzwanzigsten Tag erreichen Dietrich und fünfzig seiner Männer die Stadt Gran. Dietrich droht an seiner Lage zu verzweifeln, doch es gelingt Hildebrant, ihm wieder Mut zuzusprechen. Vom Wirt der Stadt werden sie freundlich empfangen und verbringen die Nacht bei ihm. Am nächsten Tag begegnen sie einem Boten der Königin Helche aus Ezzelburg. Diese reitet in Begleitung einiger Herren, unter anderem Rüdiger, Dietleip von Styr und dem Harlungen Ekkehart. Das Aufeinandertreffen der Ankömmlinge und Dietrichs Männer verläuft sehr herzlich. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4768 – 4991 ||Dietrich hält vor Rüdiger eine Rede, in der er von seinem Unglück erzählt und beklagt, dass ihm all sein Gut und Erbe von Ermrich genommen wurde. Rüdiger ist darüber empört, schwört Dietrich Freundschaft und Beistand und schenkt ihm fünfzig Pferde. Außerdem stattet er Dietrichs Männer mit Waffen aus, woraufhin Dietrich sich herzlich bedankt, doch Rüdiger will keine Gegenleistung und begründet seine Großzügigkeit mit Dietrichs Tugend. Rüdiger kehrt an den Hof der Königin Helche zurück, die von Dietleip bereits von Dietrichs Unglück erfahren hat. Sie ist bestürzt und sobald sie von Rüdiger erfährt, dass Dietrich in der Nähe ihres Hofes weilt, will sie ihn selbst empfangen und reitet ihm entgegen. Dietrich und Helche begrüßen sich ehrerbietig und speisen zusammen. Die Königin betont ihre Wut auf Ermrich und sagt, derjenige, der ihn einmal erschlagen würde, tue Gutes. Dietrich erwidert, dass er sich selbst an Ermrich rächen wolle.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4991 – 5214 ||Die Szene behandelt Dietrichs Bitte nach Unterstützung im Exil bei Königin Helche am Hunnenhof. Er bietet seinen Dienst an und ersucht Gnade und Trost (5000). Helche gibt sich zuversichtlich, dass ihr Mann Etzel Hilfe in Form eines Heeres nicht ablehnen werde. Sie wolle sich eigens für Dietrichts Anliegen einsetzen (5028). Dietrich berichtet von seiner Niederlage gegen Ermrich und Helche verspricht Dietrich ein Heer von 12000 Mann. Die besten und einzigartigsten werden namentlich aufgezählt (5149 - 5167). Als Etzel persönlich erscheint, wird er von seiner Gattin über die Abmachungen unterrichtet. Er ist den Plänen gegenüber nicht abgeneigt: &amp;quot;vrowe min, er sol dir wol bevolen sin&amp;quot; (5213).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5214 – 5437 ||Bei einem Festmahl werden Dietrich und seine verbleibenden Männer von Etzel herzlich begrüßt und nachdem der Berner diesem berichtet hat, was ihm alles widerfahren ist, verspricht ihm Etzel Hilfe von seinen Männern, um das römische Land wieder zu erobern. Trotz des nachfolgenden Tanzes und des Festes kann Dietrich nicht so ganz seine „swaere“ ablegen und wird zur Königin Helche gerufen, damit er an der Tafel mit Etzel speisen kann. Von diesem wird er dann gefragt, warum er so unglücklich sei, und dazu ermuntert, wieder frohen Mutes zu sein, wenn er zurück nach Bern reite, da er ihm die Hilfe von 12000 Mann zusichert. Nachdem ihm auch Helche Mut zuspricht, treten einige Herren an ihn heran, die ihm ebenfalls Hilfe versprechen: Rüdiger mit 2000 Kämpfern, Lunders Helphrich und „von Chriechen her Dietrich“(?) mit 4000 Mann, Dietleip von Styer und 1500 Mann Gefolgschaft sowie Irinch, Blodelin und Erewin von Elsentroya mit nochmals 4000 Kriegern. Mit nun 24000 Streitern als Verstärkung und dem Versprechen Ezels, dass, falls es nicht genug sein sollte, noch mehr nachgesandt würden, hebt sich Dietrichs Laune wieder und er zieht sich zu seiner Herberge zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5437 – 5660 || Amelolt kommt im Morgengrauen beim Hunnenhof an, nachdem er zwölf Tage gereist war. Dort trifft er als erstes auf Rüdiger, der bereits auf ist. Dieser führt ihn zu Dietrich, damit Amelolt ihm mitteilen kann, dass er Bern wieder eingenommen hat. Dietrich freut diese Nachricht und er schenkt Amelolt einige Gebiete ( &amp;quot;Triente unde Prisan […] Temonnes und daz Intal […] Pozzen unde Garten&amp;quot; V 5498 – 5502), die an seine Kinder weiter vererbt werden sollen. Rüdiger geht später zum König Etzel, um ihm die Neuigkeiten weiter zu erzählen. Etzel wiederum erzählt es seiner Frau Helche. Die Protagonisten versammeln sich im Hof. Amelolt erzählt, wie er Bern eingenommen hatte: Ermrich hat die Stadt verlassen, um nach Brissan zu reisen, währenddessen sei Amelolt mit 100 Kämpfern in die offene Stadt eingeritten und habe jeden darin erschlagen, der zu Ermrich gehörte. &lt;br /&gt;
Dietrich zieht mit einem Heer von 500 Kriegern, das Helche ihm zur Verfügung gestellt hat, zurück nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5660 – 5883 ||Als Ermrich vernimmt, dass Dietrich wieder ins Land kommt und, dass Ermrich Bern wieder verloren hat, ist er sehr zornig (&amp;quot;wart vil grimme sin zorn&amp;quot;). Er befielt seinen Leuten, von Stadt zu Stadt zu reiten und alle zu einer Versammlung nach Prissan (Brissan) zu bitten. In der Zwischenzeit widersetzen sich die Mailänder Einwohner Ermrich und wechseln zu Dietrichs Seite. Der Herzog Tydas ist der Herrscher über Mailand, der mehr als tausend Krieger hat. Unter ihnen sind auch: der starke Saben, Friderich von Raben, Berhther, Starchan, Hermann von Osterfranken. Tydas will einen Boten zu Dietrich schicken, um ihm mitzuteilen, dass sie sich an seine Seite geschlagen haben. Hierfür tritt Volchnant ein. Auch Ermrich erfährt in der Zwischenzeit, dass sich die Mailänder gegen ihn gewendet haben. Dietrich ist sehr erfreut, als er Volchnant sieht und ist noch glücklicher über die Botschaft. Wieder folgt eine Auflistung der Mannen, die an Seiner seite sind: der starke Saben, Friderich von Raben, Steither, Starchan, Hermann von Ostfranken, Herr Stoudfuchs von Reine, Metzen Ortwine, Perchtran von Pole, Herr Elsan, König Sygebant, Randolt, Schiltrant, König Sygeher, Ekkenot, Wolfhart, Helmschart, Neren, Amelolt, Alphart, Hilpbrand und Herebrant. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5883 – 6106 || Ein Bote trifft ein und berichtet über die Ankunft von tausenden Mannen unter der Führung namentlich genannter Fürsten. Dietrich ist glücklich über diese Nachricht und empfängt die am folgenden Tag eintreffenden Truppen herzlich. Daraufhin trifft ein Bote, gesandt von Jubart von Latran, aus Meilan ein. Er erzählt dass Meilan vernichtet wird, Frauen und Kinder umgebracht werden, wenn Dietrich nicht einschreitet. Dietrich entscheidet sich sogleich loszuziehen und seine Gefolgschaft geht mit ihm. Nach achttägiger Reise sehen sie den Feind und Dietrich fragt sein Gefolge um Rat. Im gesamten Versabschnitt wird die Treue und das Ehrgefühl zwischen Dietrich und seinem Gefolge hervorgehoben, so kündigt Dietrich bereits im voraus an, dass er dem Rat folgen wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6106 – 6329 ||Dietrich verlässt sich vollständig auf seine Ratgeber. Er lässt sich von Rüdiger raten, Boten zu Ermrichs starkem Heer zu senden. Hierfür erklären sich der starke Wolfhart (V. 6135 &amp;quot;Mir geliebt nie dechain vart so vast in minem muote&amp;quot;), Volchnant, Sygebant, Hildebrand und Nere bereit. Sie machen sich gleich auf zu Ermrichs Heer. Dort sehen sie &amp;quot;tousen fiwer brinnen&amp;quot; und beobachten die feindliche Armee unbewaffnet (&amp;quot;ungewarnet (...) und ane wer&amp;quot;) beim Nachtlager, was ein perfekter Zeitpunkt für einen Überraschungsangriff gewesen wäre, wenn die Armee mitgekommen wäre. Hildebrand rät dazu, weiterzureiten und zu sehen, ob sich die Armee an anderer Stelle zur Wehr vorbereitet. Sie kommen in eine Stadt, wo sie die Hauptmänner über zwanzigtausend Mann, Witege und Warte, belauschen. Sie hören, wie Warte sagt, dass sie mit einem anderen Heer einen nächtlichen Überraschungsangriff starten wollen, welchen sie sich sicher sind zu gewinnen. Hildebrand und die anderen Boten machen sich sofort auf zu Dietrich und seinem Heer. Hildebrand rät dem Berner, Ermrichs Heer auszuweichen, da das Heer dreißgmal so stark ist. Zwanzigtausend Männer hat Hildebrand gezählt. Rüdiger rät Dietrich, zwanzigtausend Männer zur Herberge Ermrichs zu senden, welche sich auf die Lauer legen sollen, um das nachfolgende Heer (das vorhin beim Nachtlager beobachtet wurde) auf dem Weg zu Dietrichs Heer zu stoppen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6329 – 6552 ||Als Alphart auf Dietrich trifft, schildert er ihm, wie er die Feinde dahinreiten sah und welche Gelegenheit sich ihm geboten hätte. Er rät ihm zudem, wie sie das Heer am besten angreifen sollten. Zunächst will er es am Ende angreifen, um daraufhin einen Pfad mit den Schwertern schlagen zu können. Sein Ziel ist es, alles was Ermrich Dietrich genommen hat, wieder in dessen Gewalt zu bringen, Leute, Gut und Ehre. Er rät ihm weiterhin Ermrich gefangen zu nehmen. &lt;br /&gt;
Dietrich beschließt daraufhin, selbst das Heer anzuführen, um Ermrich gefangen nehmen zu können und das Leid, das er verursacht hat, zu beenden. Als sie losreiten und sich dem Schauplatz nähern, ergreift Wolfhart das Wort, spricht den Kämpfern Mut zu und schildert ihnen, welch Leid sie mit ihrer Tat beenden und welch Leid sie den Gegnern bringen werden. Frohen Mutes reiten sie weiter.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6552 – 6775 ||Wolfhart animierte die Truppe gegen eine Rast hin zum Kampf. Es folgen Schilderungen zum Schlachtfeld, und des König Ermrichs starken Armee. Diese zwölf tausend Mann zogen weiter Richtung Mailand. Ermrich ließ alle erschlagen und töten, die sich gegen ihn stellten. Bernaers vierzehntausend Mannen wurden auf dem Wall getötet und ihre Leichen lagen dort noch, sollten dann bestattet werden. Ermrich verlor in der Schlacht sechstausend Soldaten in die Gefangenschaft, dem Dietrich sein Heer wurden viertausend getötet. Es wurde sich erkundigt ob Dietliep die Schlacht überlebt habe, währenddessen kam ein Bote zu Dietrich. Dieser erzählte das Dietliep in einem Tal eine Schlacht gegen Waten schlug. Wolfhart machte sich zu ihm auf den Weg und ermutigte ihn zu Kraft und Tat in der Schlacht. Dietliep kämpfte lange und keiner in der Schlacht wollte aufgeben. Dietliep tötet Waten in dem Kampf mit dem Schwert, erleidet aber selbst auch einen Treffer. Er blutete aus den Ohren und Augen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6775 – 6998 ||Der Kampf zwischen Dietleip und Wate endet blutig. Die treuen Anhänger Dietleips leisten ihm bereits Trauerarbeit. (&amp;quot;hup sich ein weinen und ein chlagen sere&amp;quot;) Doch Dietleip erhebt sich wieder und lässt sich von Dietrich Wates Tod versichern, wodurch er an neuer Kraft gewinnt. Sie nehmen die mailändische Festung ein und feiern dort ihren Sieg. Markgraf Rüdiger wähnt Dietrich in Gottes Recht und spricht davon, dass Ermrich für seine &amp;quot;untriuwe&amp;quot; nun bezahle. Ermrichs Bedeutung wird zunehmend geschmählert. Dietrich erkundigt sich nach Ermrichs verbleibender Anhängerschaft. Ein Bote berichtet ihm, dass etwa tausend Mann noch an seiner Seite sind und die Stadt Raben halten. Dietrich schwört darauf, Ermrich mit seiner eigenen Hand zu richten. Mit 40.000 Mann zieht er los, die Stadtmauern Rabens zu stürmen. Sybech und Ribstein raten Ermrich derweil zur Flucht, sie fürchten Dietrichs &amp;quot;grimmen zorn&amp;quot; und um &amp;quot;ere und lîp&amp;quot;. Ermrich wendet sich an die gesamte Stadtbevölkerung und ruft zum Widerstand auf. Er selbst jedoch stielt sich bei Nacht mit seinen besten Männern heimlich aus der Stadt und zieht nach Bononie. Das Gerücht von Ermrichs Flucht verbreitet sich am nächsten Morgen allerdings schnell unter der Stadtwehr, weshalb alle Rabener überein kommen, vor Dietrich zu kapitulieren, ihn um Gnade zu bitten und ihm die Stadt zu überlassen. So empfängt man den &amp;quot;chunich ouz romisch lant&amp;quot; mit Demut, doch Rudeger mahnt Dietrich zur Vergeltung an den Untreuen, weshalb der Rabener Stadtgesandte Dietrich das Angebot unterbreitet, jeden zur &amp;quot;gîsel&amp;quot; zu nehmen, den er haben möchte, worauf er einwilligt. Er zieht daraufhin zurück nach Mailand und beklagt, Ermrich am Leben zu wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6998 – 7221 ||Dietrich beschäftigt nun die Frage, welcher seiner Mitstreiter so „getriwe“ ist, dass er ihm sein erobertes Land überlassen kann. Hildebrand berät ihn: Die Stadt Raben soll er einem Mann übergeben, der so treu ist, dass er sich nicht von Dietrich lossagen wird. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Dietrich aus Raben eine neue Gefahr droht. Im Anschluss daran soll er auch Meilan besetzen. Auch soll Dietrich bedenken, wie mit den Gefangenen umzugehen sei, damit man selbst den Weg fortsetzen kann. Dietrich weiß direkt, was er will: 500 Mann sollen mit Hildebrand gehen, außerdem 800 Gefangene. Er kann mit ihnen tun, was auch immer er für richtig hält. Dietleip von Stier soll ebenfalls 800 Mann nehmen. Wenn noch andere Männer übrigbleiben, so sollen sie diese unter sich aufteilen. Daraufhin werden Boten zu Ermrich gesandt, die erfragen sollen, ob er die Gefangenen mit Gold oder durch Schwur zurückkaufen will. Ermrich freut sich über die Möglichkeit so viele Gefangene zurückzukaufen, doch bittet er um einen Tag Bedenkzeit. Der Bote (Nentwin) klärt Ermrich darüber auf, dass er mit dieser Bitte das Leben seiner Leute riskiert. Ermrich sucht Rat bei seinem Volk. Das Volk rät ihm dazu die Ritter mit Gold auszulösen. Ermrich legt das Gold bereit, doch bevor er er es zu Dietrich sendet, will er Geiseln im Austausch (soll beiden Seiten Sicherheit des Worthaltens geben). Der Austausch wird angeleiert. Nur Witeg will als „Geisel“ bei Dietrich zurückbleiben, um sicher zu stellen, dass er nicht von Ermrich getötet wird. Im Gegenzug verspricht Witeg große Treue. [Hier setzt die Aventiur, wie er die lant stifte und wider ze Heunen fuor ein.] Rudeger rät Dietrich jedoch, dass Witege zu leicht zur Reue gekommen ist und ihm nicht vertraut werden kann. Witege fordert daraufhin Dietrich auf, seine Treue zu testen. Das geschieht sogleich: Dietrich befiehlt Witege Raben an und behandelt ihn gut, nun soll er seine Treue in der Verwaltung der Stadt offenbaren. Direkt darauf reitet Dietrich mit Etzels Männern los.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7221 – 7444 ||Als Dietrich mit dem Hunnenheer auf dem Weg zur Etzelburg ist, begegnet ihm der Bote Ysolt. Dieser wurde von Helche ausgesandt, um die Lage auszukundschaften. Er möchte von Dietrich wissen, wie die Schlacht ausgegangen ist. Dietrich gibt gerne Auskunft und erzählt, dass er die beiden Städte Raben und Mailand wieder in seine Gewalt gebracht hat. Außerdem haben sie 56000 von Ermrichs Männern in der Schlacht geschlagen. Sie selbst erlitten einen Verlust von 9000 Männern. Der Bote bedankt sich und reitet zurück zur Etzelburg, wo Helche ihn empfängt. Ysolt erzählt ihr, was er eben erfahren hat. Über den Sieg über Ermrichs Männer freut sie sich sehr. Er berichtet, dass die Männer Rudeger, Dietleip, Blodel, Yrinch, Nuodunch, Baltran, Gotel, Helphrich und Walther gesund und munter sind. Außerdem kündigt er das baldige Kommen von Dietrich und dem Heer an. Zu diesem Gespräch stößt Etzel hinzu, der das Schlimmste befürchtet. Ysolt kann ihn beruhigen und berichtet auch ihm die guten Nachrichten. Dann trifft Dietrich mit seinen Männern in der Burg ein. Es gibt eine große Begrüßung. Dietrich bedankt sich bei Etzel und Helche für ihre Unterstützung. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7444 – 7665 ||Mit den letzten Worten Dietrichs, dass er sich schäme, dass Lampart und das römische Reich unter der Aufsicht eines untreuen Mannes sei, endet die Erzählung. Im Anschluss wird nun die Geschichte erzählt, wie Dietrich sich mit Herrat verlobte. Der Erzähler appelliert an den Zuhörer, sich einem Zeitvertreib zu widmen, nämlich den Ritterspielen. Während des Festes rät Königin Helche, Dietrich möge eine Frau aus dem Hunnenreich zur Frau nehmen. Ihre Schwester Herrat sei so schön, anmutig,reich und habe ein gutes Herz, dass sie zu Dietrich passen würde und ihm auch gefallen würde, davon ist Helche überzeugt. Dietrich bittet die Königin um eine Frist, um sich mit seinen Beratern zu besprechen. Seine Berater, allen voran Rüdiger und Hildebrand, raten zur Heirat mit Herrat, da sich auf diese Weise ein gutes Verhältnis zu Etzel und dem Hunnenreich anknüpfen lasse. Dietrich ist einverstanden und beim nächsten Zusammenkommen im Königspalast wird die Heirat beschlossen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Witeges Verrat – die Schlacht vor Bologna (V. 7666 - 9777)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7666 – 7841 || Nach der Hochzeit Dietrichs mit Herrat trifft der Bote Ekwart ein, der von Amelolt geschickt wurde. Er bringt eine schlechte Nachricht: Witege, welchem Dietrich Raben anvertraut hat, ist erneut untreu geworden und wieder zu Ermrich übergelaufen. Die Einwohner Rabens, darunter viele Frauen und Kinder, wurden bei der Übernahme grausam hingerichtet. Über diese Botschaft fällt Dietrich in große Trauer. Auch Etzel und Helche sind bestürzt, sichern Dietrich aber ihre Treue zu. Zusätzlich berichtet Ekwart von der immensen Vergrößerung Ermrichs Heeres. Diese wundert Dietrich wegen Ermrichs Bereicherung am Gold der Harlungen überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7841 – 8017 || Dietrich beklagt diese Untat Ermrichs, der sich des Goldes von Dietrichs Vater bemächtigt hat. Ezel, der diese Klagen hört, schickt Boten in alle Ecken des Landes und bietet ein riesiges Heer auf, welches Dietrich anführen soll. Ezel lässt verkünden, dass all jene, welche sich dem Heerzug anschließen wollen, sich innerhalb von acht Wochen in Gran einfinden und von dort aus aufbrechen sollen. Dietrich bedankt sich gerührt und schwört Ezel Treue und Ergebenheit.&lt;br /&gt;
Die Königin Helche wird als tugendhaft gepriesen, da auch sie Dietrich hilft: Sie schenkt ihm Reichtümer, mit denen er seine Männer bezahlen solle, da erzwungener Dienst nur Unglück bringe und man als hoher Fürst seine Untergebenen stets gütig und gerecht behandeln und auch entlohnen solle. Hier klagt der Erzähler über die Missstände in seiner Welt, in der Männer zu (Kriegs-) Diensten gezwungen werden, ohne ein Ende in Sicht und ohne die Aussicht auf Dank oder auf Ehre, oft nicht einmal auf Entlohnung. &lt;br /&gt;
Dann kehrt der Autor wieder zur eigentlichen Geschichte zurück: Helche gibt Dietrich viele gute Ratschläge mit auf den Weg und der Tag kommt, an dem das Heer von Gran aus aufbrechen soll.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8017 – 8193 || Etzel bietet Dietrich 1500 Männer, damit Dietrich in Richtung Römisches Reich aufbrechen kann und eine Chance im Kampf gegen Ermrich hat. Der Aufbruch wird ausführlich beschrieben und von Helche, Herrat und anderen Frauen beklagt. Etzel sichert Dietrich mehrfach erneut Treue und Beistand zu. Die Gefolgsleute werden von Etzel hoch gelobt und der Erzähler führt lange aus, wie das Heer unter Dietrichs Führung aufbricht. Der erste Erfolg zeigt sich in der Geiselnahme von 800 Männern von Ermrich. Diese bitten Dietrich um Gnade und bekommen diese, unter der langen Ausführung des Erzählers über Dietrichs Großmut und Güte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8193 – 8369 || Dietrich ist mit einem großen Heer unterwegs nach Bologna um gegen Ermrich zu kämpfen. Dort stoßen sie auf den jungen Sohn Friedrich, der 12&#039;000 Mann befehligt. Dieser hat mitbekommen, dass Dietrich in der Nähe ist und schickt 6&#039;000 Mann voraus, um ihm die Stirn zu bieten. Als er jedoch sieht, dass der Kampf ebenbürtig ist, führt er auch den Rest seiner Gefolgsleute in die Schlacht. Dietrichs Mannen sahen das Heer von Friedrich jedoch schon von weitem. Es reiten acht Ritter aus Dietrichs Heer (Wolfhart, Alphart, Helmschaft, Nere, marcgrave Gere, Else der wigant, Volchnant, Ylsunch der degen) dem feindlichen Heer entgegen und erschlagen 80 Mann. Während der Schlacht wird auch Sibeches Sohn gefangen genommen. Nach der Schlacht erkundigt sich Dietrich bei Wolfhart, wie es ergangen sei und erkundigt sich nach Verlusten. Das gemeine Volk lobt Wolfhart zur Gefangennahme von Sibeches Sohn und meint, dass das für Ermrich sicher ein schwerer Schlag gewesen sei. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8369 – 8545 || Das Heer reitet zu der Stadt hin, wo ein Galgen geknüpft und Sibeches Sohn erhängt wird. Dies müssen alle mit ansehen, die in der Stadt sind, was Friedrich so viel Leid wie sonst niemals mehr in seinem Leben zufügt. Das Heer zieht weiter Richtung Raben, wo es die Morde an Frauen aufdecken und sühnen will. Es beginnt die „Aventiure, wie si die vrowen tote funden und begraben wurden vor Raben“. Als die Männer die Stadt erreichen finden sie Frauen an Galgen, welche sie beweinen, beklagen und schließlich abhängen und begraben, um anschließend Rache für diese Morde zu schwören. Es wird nach Benonie geritten, durch das Gebiet von Riesen durch welches sie sich durchkämpfen müssen, um dann zu beratschlagen, wie man am besten gegen Ermrichs Männer vorgehen kann. Es wird geraten, dass man das Heer teilt und eine Hälfte hinter die feindlichen Linien schickt um von dort anzugreifen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8545 – 8721 ||Danach hält Wolfahrt eine Ansprache in der, er noch einmal aufführt was Ermrich den Leuten angetan hat. Anschließend versammeln sich Wolfhart, Nere, Alphart, Amelot, Ekkewart, Stautfuchs. Helmschart, Jubart von Latran, Sigher und Starchan. Alle die auf der Seite von Ermrich stehen werden ebenfalls aufgezählt. Das Heer von Dietrich wurde durch Hildebrandt angeführt und alle sind mit den Pferden über das Land geritten. Dann bereiteten sie sich auf die Schlacht vor und der Hauptmann von Bern schwört mit einer Ansprache sein Gefolge ein. Er sagt das was heute getan wird richtet sich gegen den Schuldigen und beschwört den Heldenmut.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8721 – 8897 || Hauptmann Bern spricht zu seinen Männern und bittet um göttlichen Beistand in der Schlacht. Als sie mit Ermrichs Männern zusammenstoßen mobilisiert auch Dietrich das Hunnenheer zum Angriff und attackiert den Feind von hinten. Im Weiteren wird die schreckliche Schlacht ausführlich beschrieben; es bersten Helme, es werden tiefe Wunden gehauen, viel Blut vergossen und mancher Held lässt sein Leben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8897 – 9073 || Der Geruch von brennenden Leichenteilen liegt in der Luft und es ist so nebelig, dass man kaum noch das Schlachtfeld erkennen kann. Dietrichs überbliebene Männer versammeln sich. Viele von Ermrichs Kriegern wurden erschlagen, aber auch viele unter den Toten sind auf Dietrichs Seite zu beklagen. Dietrich ist sehr erleichtert darüber, dass Dietleip und die anderen treuen Gefolgsleute noch am Leben sind. Als sie sich das Schlachtfeld ansehen, erblicken sie erneute 30 000 Feinde. Dietleip lässt einen Schlachtruf ertönen und die Schlacht geht weiter. Wieder ist sie sehr blutig und detailliert beschrieben: &amp;quot;Iz wrden velt unde wege bestreut mit den toten.&amp;quot;(V. 8983f) Die Schlacht dauert bis spät in die Nacht. Dietrich will keinen der Feinde überleben lassen. Er reitet alleine 46 Stunden durch Ermrichs Heer und besiegt den Feind. Als die Nacht anbricht sind 30 000 der Feinde erschlagen. Dann kommt Morhold von Grundewal mit 12 000 starken Kriegern und greift Dietrichs Heer an. Diese Schlacht ist auch wieder ein schlimmes Gemetzel: &amp;quot;Wnden wrden wit geslagen, dazu zuo unmezlichen tief.&amp;quot;(V. 9053f) Der Kampf währt bis weit nach Mitternacht. In der selben Nacht wird auch das Heer geschlagen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 9073 – 9249 ||&lt;br /&gt;
Als der Tag heranbrach, wurde das Ausmaß der Schlacht erst deutlich. Das Schlachtfeld war getränkt von Blut Und Dietrichs Tat brachte viel Schaden und Leid. &lt;br /&gt;
Am frühen morgen stand Dietrichs Männer jedoch schon eine neue Herausforderung bevor. König Gunther kam mit 20000 Mann herangeritten. Rüdiger sah die starken Burgunden auf ihren Kriegspferden schnell herankommen. Sie wollten Ermrich helfen und waren unerschrocken im Sturm und Kampf. Kühn zogen sie in Reih und Glied vorwärts. Der Gefahr gegenüberstehend sucht Dietrich Rat bei Rüdiger. Dieser rät ihm wie zuvor weiterzukämpfen. Die Recken wappneten sich kühn mit Helm und Rüstung. Rüdiger sprach ihnen Mut zu, keiner von ihnen werde sterben. Als die Feinde näher kamen und die Heere aufeinandertrafen bracht ein Kampf los, den es in dieser Härte noch nie gegeben hat. Wieder wird der Kampf sehr detailliert und blutig beschrieben. Der streit ging hin und her, überall sah man Schwerter in Helmen stecken. Die kühnen Recken schlugen sich so herrlich, dass das &amp;quot;fiwer ouz swerten und ouz helme spranch&amp;quot; [V. 9165f.]. Der Klang der Schwerter war so laut als ob tausend Schmiede mit ihrem Hammer auf den Amboss schlagen würden. Beide Heere wehrten sich so stark, dass auf beiden Seiten viele schöne Frauen zu Witwen gemacht wurden. Viele tapfere Recken trafen im Zweikampf aufeinander, so auch Dietrich und Gunther. In Berg und Tal hallten ihre Schläge wieder. Der Kampf ging fast den ganzen Tag, doch am Ende konnten Gunthers 20000 Mann besiegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 9249 – 9425 ||König Gunthers Männer haben großen Schaden getan und viele Krieger wurden getötet. In der gleichen Zeit ist auch Diezolt von Grünland mit einer Roten Fahne gekommen. Unter seiner Fahne kam ein großes Heer von über tausend Recken. Hinzu kam noch Stumberg von Island mit sechstausend Mann und Wigant. In einer Nacht kam es zum Kampf und viele wurden erschlagen, mit Wunden die nicht mehr heilten. Tydas von Mailand kam hinzu um dem Herrn von Bern zu helfen. Tydas motivierte seine Kämpfer weiter diese Schlacht zu schlagen. Die blutige Schlacht ging von Mittag bis zur Nacht. Ein zeitweiliger Friede für die Nacht wurde geschlossen, in der Pytrunch von England kam mit sechzehntausend Mann um auf der Seite von Ermrich zu kämpfen. Mit ihren Schwarz – Weisen Schilden. Das war selbst den Bernern und für die Recken ein Schrecken.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 9425 – 9601 || Auch diese Schlacht wird zum reinsten Blutbad. Niemand hat mehr etwas zu lachen. Die Heere &amp;quot;brasten zesamne&amp;quot;. Viele Krieger auf beiden Seiten verlieren in jener Schlacht ihr Leben. Der Erzähler merkt an, dass die Schläge so stark sind, dass er nie dergleichen sah. Die abgeschlagenen Körperteile fliegen nur so über das Schlachtfeld. Unter den Toten finden sich auch die auserwählten Kastellanen. Der Kampf währt die Nacht hindurch und die Krieger sind schon völlig ohne Kräfte. Das Heer von Pitrung ist schon sehr dünn geworden. Männer und Könige liegen auf dem Schlachtfeld erschlagen. Sie konnten den starken Männern Dietrichs nicht Stand halten. Auch Dietrich hat einen sehr großen Verlust zu beklagen: Alphart wurde von Pitrung eigenhändig erschlagen. Als Dietrich davon erfährt, ist es das schlimmste Leid, das ihm je geschah. Als Dietrich Alphart tot liegen sieht, packt ihn der Zorn. Der König möchte Alphart im Zweikampf gegen Pitrung rächen. In diesem Kampf wird dem Berner so weh getan wie noch nie zuvor. Sie kämpfen bis in die frühe Mittagszeit. Dietrich kann Pitrung mit einem harten Schlag enthaupten und seinen lieben Krieger rächen. Gleich darauf kommt auch noch Reicher von Paris mit zwölf starken Heeren angeritten. Lunders Helfrich rät Dietrich zum Rückzug. Auch Dietrich ist total erschöpft, aber will nicht aufgeben. Er hat noch 30 000 Männer und will diese auch einsetzen. Diese teuersten Männer, die Dietrich je hatte werden nun in der Schlacht eingesetzt. &amp;quot;Si chomen dar mit nide starch ouf ein ander geriten&amp;quot;. Die Männer kämpfen tapfer weiter. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 9601 - 9777 ||Ermrichs Heer erleidet große Verluste in der Schlacht und auch Dietrich verliert acht seiner besten Männer. Um diese acht zurück ins Leben zu holen, würde Dietrich ganz Italien hergeben, selbst wenn es aus purem Gold wäre. Der Erzähler nennt diesen Verlauf dennoch „ein Wunder“.&lt;br /&gt;
Am Abend wird das Ausmaß des brutalen Kampfes ersichtlich: Die Schlacht verlief bereits so brutal, dass unzählige Tote am Boden liegen und sich aus ihrem Blut ganze Bäche über das Schlachtfeld hinweg ergießen. Ermrich wird gewahr, dass er fast sein ganzes Heer verloren hat, während er in der Ferne auf einem Hengst sitzt. Bei ihm befindet sich Sybech der „unstaete“ und kurz darauf kommt auch Witege dorthin gerannt. Witege warnt Ermrich, dass er die Flucht ergreifen und versuchen solle Dietrich auszuweichen, um sein Leben zu retten. In diesem Moment kommt Gunther von Reine mit seinem Bruder Gernot gerannt. Dieser schreit zu Ermrich, dass er nur versuchen solle sein Leben zu retten, wenn es ihm denn möglich wäre zu entkommen. Nun folgt auch Dietrich mit einem Heer von etwa 3000 Mann im Rücken. Sie treiben ihre Pferde kräftig an und jagen Ermrich zu Bolognie. Dazu angestachelt, niemanden mehr am Leben zu lassen, töten sie alle Leute Ermrichs auf der Straße. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 9777 – 9953 || Während der Schlacht entkommt Ermrich mit seinem Gehilfen Sybech in die nahegelegene Stadt. Ekkehart trifft auf Ribstein. Dieser bietet ihm Gold um entkommen zu können. Darauf geht Ekkehart aber nicht ein und schlägt ihm den Kopf ab. Nach der Schlacht sind die Straßen voller Toter und überall fließt Blut. Obwohl Dietrich gewonnen hat, ist der Sieg von Trauer überschattet, da er viele Leute verloren hat. Zusammen mit seinen Rittern sucht er die Toten um sie zu begraben. Die Krieger vom Ermrich allerdings lässt er auf Schlachtfeld liegen und überlässt sie den Vögeln. Dietrich entdeckt die Leichen von Alphart, Ekewart, Amelolt, Helmscharte, und Jubart von Latran. Er betrauert die Opfer sehr ausführlich und richtet an jeden ein besonders Wort. Außerdem beklagt er, dass sie an seiner Stelle gestorben sind und er lieber tot wäre.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 9953 – 10129 ||Die toten werden beklagt und was sie alles hätten werden können. Es wird beschlossen, nur das Beste über sie zu berichtet, und sie als Helden zu behandeln. Den toten wird dann die letzte Ehre erwiesen. Der König Dietrich droht darauf an seiner Trauer einzugehen. Wolfhart versucht ihn aufzumuntern. Er meint, der König habe zwar die Alten verloren, diese hätten aber Kinder in die Welt gesetzt an denen sich der König nun erfreuen könne. Die Kinder würden dem König helfen ihre erschlagenen Väter zu rächen und Ermrich zu besiegen. Wolfhart erinnert den König auch daran, dass keine Klage die Toten wieder lebendig machen kann. König Dietrich besinnt sich darauf und begräbt alle Toten, ob Freund, ob Feind. Dietrich und seine Gefolgsleute reiten dann weiter nach Meiland. Dort bat Dietrich Rüdeger und alle Männer Ezels sich vor der letzten Schlacht zu erholen und auszuruhen. Dietrich besetzt Bern, Mailand, Mutigel und Garte. Er beweint Alpharte und Amelolt. Dietrich siegt über Ermrich. (Diese Passage ist mit Einschnitten des Erzählers durchzugen. Der Erzähler kündigt das nahe Ende an und wie es dazu kam.)Seither gehören Bern und Meiland Dietrich. Garte wird König Ekwart zugeteilt. Dietrich zieht zu den Hunnen und berichtet von seinem Sieg. Er bittet die Könige für seine gefallenen Gefolgsleute zu klagen und sie zu betrauern. Mit der Klage über die Toten endet die Geschichte.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
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		<updated>2015-05-17T10:37:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Witeges Verrat – die Schlacht vor Bologna (V. 7666 - 9777) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Ahngeschichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der Minne, die Tochter des Königs Ladiner, nach einer Werbungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Amelgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Otnit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Otnit wirbt um Liebgart, deren Vater Godian alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian schafft duch eine List, sich an Otnit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf fressen. Wolfdietrich rächt Otnits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Er wird 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und die Königstochter Sigeminne von Frankreich heiratet. Nach 550 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Dietrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 225 - 386 || Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 387 - 482 || Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietwart die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Heirat mit seiner Tochter Minne zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bestie, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit, die so schön war wie keine zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietwart mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz sowie sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amelgart zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amelgarts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amelgart und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Sigher und Amelgart werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottnit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sighers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottnit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2093 - 2256 || Eine zweite Märe wird erzählt, die folgend von Ottnit handelt. Als Ottnit 40 Jahre alt ist, raten ihm seine Leute zur Werbung um Liebgart, der Tochter von König Godian. Dieser jedoch tötet jeden Freier. Ottnit und seine Männer überqueren mit dem Schiff das Meer und gelangen so in das Reich von König Godian, dass sie verwüsten. Ottnit schickt Boten zu Godian, die ihm den Grund für den Einmarsch in sein Land und die eigentliche Absicht Ottnits erklären. Zuerst streubt sich König Godian, Ottnit seine Tochter zu geben, willigt schlussendlich jedoch ein. Otnit nimmt seine neue Braut mit in sein Heimatland. König Godian jedoch ist wütend und &amp;quot;sannt haimliche vier wilde wurme&amp;quot; (= Drachen) ins römische Reich. Ottnit reitet aus, um sie zu erschlagen, schläft jedoch im Wald ein, wo er von einem Drachen gefunden, in eine Höhle verschleppt und gefressen wird. Daraufhin lässt die frische Witwe bekannt machen, dass sie denjenigen heiraten wird, der den Drachen tötet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 2256 - 2414  || Das Ende der Märe wird erzählt und die Ankunft des griechischen Freiherrn Wolfdietrich im Land. Ihm wurde das Leid geklagt, daraufhin erschlug er den Wurm (Frayssam). Er wurde König über das römische Reich und es beginnt die Märe über Wolfdietrich, welcher 503 Jahre alt wurde und 56 Kinder hatte. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn (Hugedietrich) das Amt und herrschte friedlich. Er nahm Sigeminne aus dem Königshaus Frankreichs zur Frau und lebte 550 Jahre. Hugedietrich verstarb und König Amelunch übernahm das Land, er hatte viele Tugenden (Triwen, staete). Amelunch heiratete eine Frau aus Kerlingen, mit dieser hatte er drei Söhne: Diether, Ermrich und Dietmar. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2415 - 2579 || Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2579 - 2743 || Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch stattdessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2907 - 3071 || Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3072 - 3234|| Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs &amp;quot;recken&amp;quot; mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die &amp;quot;maht und gewalt&amp;quot; und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als &amp;quot;helfe&amp;quot; verstehen könnte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3235 - 3399 || Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3399 - 3563 || Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3564 - 3727 || Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V.3728 - 3909 || Unterwegs werden sie von Ermrich überfallen. Dietrichs Leute kämpfen tapfer und schlagen hundert Mann. Ermrich und seine Leute besiegen die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und nehmen Dietrichs Leute gefangen. Dietrich klagt über seinen Verlust. Dann verkündete Ermrich, was er für die Freilassung fordert und zwar alles, was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sendet seinen Boten Dietleip, um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3910 - 4054|| Dietleip bietet Ermrich in Dietrichs Namen einen Austausch der Gefangenen an, unter welchen sich auch Ermrichs Sohn Friedrich befindet. Diesen lehnt Ermrich ab. Er verlangt, dass Dietrich ihm seinen gesamten Besitz und das Land überlässt. Als Dietrich davon hört, raten ihm Männer und Frauen, nicht auf diesen Deal einzugehen. Doch Dietrich, von seiner Treue seinen Mannen gegenüber angetrieben, opfert all sein Habe für seine treuen Männer. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4055 - 4219 || König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne (&amp;quot;chune&amp;quot;) Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4219 - 4383 || Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4383 - 4546 || Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart.  Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4545 – 4768 ||Am dreiundzwanzigsten Tag erreichen Dietrich und fünfzig seiner Männer die Stadt Gran. Dietrich droht an seiner Lage zu verzweifeln, doch es gelingt Hildebrant, ihm wieder Mut zuzusprechen. Vom Wirt der Stadt werden sie freundlich empfangen und verbringen die Nacht bei ihm. Am nächsten Tag begegnen sie einem Boten der Königin Helche aus Ezzelburg. Diese reitet in Begleitung einiger Herren, unter anderem Rüdiger, Dietleip von Styr und dem Harlungen Ekkehart. Das Aufeinandertreffen der Ankömmlinge und Dietrichs Männer verläuft sehr herzlich. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4768 – 4991 ||Dietrich hält vor Rüdiger eine Rede, in der er von seinem Unglück erzählt und beklagt, dass ihm all sein Gut und Erbe von Ermrich genommen wurde. Rüdiger ist darüber empört, schwört Dietrich Freundschaft und Beistand und schenkt ihm fünfzig Pferde. Außerdem stattet er Dietrichs Männer mit Waffen aus, woraufhin Dietrich sich herzlich bedankt, doch Rüdiger will keine Gegenleistung und begründet seine Großzügigkeit mit Dietrichs Tugend. Rüdiger kehrt an den Hof der Königin Helche zurück, die von Dietleip bereits von Dietrichs Unglück erfahren hat. Sie ist bestürzt und sobald sie von Rüdiger erfährt, dass Dietrich in der Nähe ihres Hofes weilt, will sie ihn selbst empfangen und reitet ihm entgegen. Dietrich und Helche begrüßen sich ehrerbietig und speisen zusammen. Die Königin betont ihre Wut auf Ermrich und sagt, derjenige, der ihn einmal erschlagen würde, tue Gutes. Dietrich erwidert, dass er sich selbst an Ermrich rächen wolle.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4991 – 5214 ||Die Szene behandelt Dietrichs Bitte nach Unterstützung im Exil bei Königin Helche am Hunnenhof. Er bietet seinen Dienst an und ersucht Gnade und Trost (5000). Helche gibt sich zuversichtlich, dass ihr Mann Etzel Hilfe in Form eines Heeres nicht ablehnen werde. Sie wolle sich eigens für Dietrichts Anliegen einsetzen (5028). Dietrich berichtet von seiner Niederlage gegen Ermrich und Helche verspricht Dietrich ein Heer von 12000 Mann. Die besten und einzigartigsten werden namentlich aufgezählt (5149 - 5167). Als Etzel persönlich erscheint, wird er von seiner Gattin über die Abmachungen unterrichtet. Er ist den Plänen gegenüber nicht abgeneigt: &amp;quot;vrowe min, er sol dir wol bevolen sin&amp;quot; (5213).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5214 – 5437 ||Bei einem Festmahl werden Dietrich und seine verbleibenden Männer von Etzel herzlich begrüßt und nachdem der Berner diesem berichtet hat, was ihm alles widerfahren ist, verspricht ihm Etzel Hilfe von seinen Männern, um das römische Land wieder zu erobern. Trotz des nachfolgenden Tanzes und des Festes kann Dietrich nicht so ganz seine „swaere“ ablegen und wird zur Königin Helche gerufen, damit er an der Tafel mit Etzel speisen kann. Von diesem wird er dann gefragt, warum er so unglücklich sei, und dazu ermuntert, wieder frohen Mutes zu sein, wenn er zurück nach Bern reite, da er ihm die Hilfe von 12000 Mann zusichert. Nachdem ihm auch Helche Mut zuspricht, treten einige Herren an ihn heran, die ihm ebenfalls Hilfe versprechen: Rüdiger mit 2000 Kämpfern, Lunders Helphrich und „von Chriechen her Dietrich“(?) mit 4000 Mann, Dietleip von Styer und 1500 Mann Gefolgschaft sowie Irinch, Blodelin und Erewin von Elsentroya mit nochmals 4000 Kriegern. Mit nun 24000 Streitern als Verstärkung und dem Versprechen Ezels, dass, falls es nicht genug sein sollte, noch mehr nachgesandt würden, hebt sich Dietrichs Laune wieder und er zieht sich zu seiner Herberge zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5437 – 5660 || Amelolt kommt im Morgengrauen beim Hunnenhof an, nachdem er zwölf Tage gereist war. Dort trifft er als erstes auf Rüdiger, der bereits auf ist. Dieser führt ihn zu Dietrich, damit Amelolt ihm mitteilen kann, dass er Bern wieder eingenommen hat. Dietrich freut diese Nachricht und er schenkt Amelolt einige Gebiete ( &amp;quot;Triente unde Prisan […] Temonnes und daz Intal […] Pozzen unde Garten&amp;quot; V 5498 – 5502), die an seine Kinder weiter vererbt werden sollen. Rüdiger geht später zum König Etzel, um ihm die Neuigkeiten weiter zu erzählen. Etzel wiederum erzählt es seiner Frau Helche. Die Protagonisten versammeln sich im Hof. Amelolt erzählt, wie er Bern eingenommen hatte: Ermrich hat die Stadt verlassen, um nach Brissan zu reisen, währenddessen sei Amelolt mit 100 Kämpfern in die offene Stadt eingeritten und habe jeden darin erschlagen, der zu Ermrich gehörte. &lt;br /&gt;
Dietrich zieht mit einem Heer von 500 Kriegern, das Helche ihm zur Verfügung gestellt hat, zurück nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5660 – 5883 ||Als Ermrich vernimmt, dass Dietrich wieder ins Land kommt und, dass Ermrich Bern wieder verloren hat, ist er sehr zornig (&amp;quot;wart vil grimme sin zorn&amp;quot;). Er befielt seinen Leuten, von Stadt zu Stadt zu reiten und alle zu einer Versammlung nach Prissan (Brissan) zu bitten. In der Zwischenzeit widersetzen sich die Mailänder Einwohner Ermrich und wechseln zu Dietrichs Seite. Der Herzog Tydas ist der Herrscher über Mailand, der mehr als tausend Krieger hat. Unter ihnen sind auch: der starke Saben, Friderich von Raben, Berhther, Starchan, Hermann von Osterfranken. Tydas will einen Boten zu Dietrich schicken, um ihm mitzuteilen, dass sie sich an seine Seite geschlagen haben. Hierfür tritt Volchnant ein. Auch Ermrich erfährt in der Zwischenzeit, dass sich die Mailänder gegen ihn gewendet haben. Dietrich ist sehr erfreut, als er Volchnant sieht und ist noch glücklicher über die Botschaft. Wieder folgt eine Auflistung der Mannen, die an Seiner seite sind: der starke Saben, Friderich von Raben, Steither, Starchan, Hermann von Ostfranken, Herr Stoudfuchs von Reine, Metzen Ortwine, Perchtran von Pole, Herr Elsan, König Sygebant, Randolt, Schiltrant, König Sygeher, Ekkenot, Wolfhart, Helmschart, Neren, Amelolt, Alphart, Hilpbrand und Herebrant. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5883 – 6106 || Ein Bote trifft ein und berichtet über die Ankunft von tausenden Mannen unter der Führung namentlich genannter Fürsten. Dietrich ist glücklich über diese Nachricht und empfängt die am folgenden Tag eintreffenden Truppen herzlich. Daraufhin trifft ein Bote, gesandt von Jubart von Latran, aus Meilan ein. Er erzählt dass Meilan vernichtet wird, Frauen und Kinder umgebracht werden, wenn Dietrich nicht einschreitet. Dietrich entscheidet sich sogleich loszuziehen und seine Gefolgschaft geht mit ihm. Nach achttägiger Reise sehen sie den Feind und Dietrich fragt sein Gefolge um Rat. Im gesamten Versabschnitt wird die Treue und das Ehrgefühl zwischen Dietrich und seinem Gefolge hervorgehoben, so kündigt Dietrich bereits im voraus an, dass er dem Rat folgen wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6106 – 6329 ||Dietrich verlässt sich vollständig auf seine Ratgeber. Er lässt sich von Rüdiger raten, Boten zu Ermrichs starkem Heer zu senden. Hierfür erklären sich der starke Wolfhart (V. 6135 &amp;quot;Mir geliebt nie dechain vart so vast in minem muote&amp;quot;), Volchnant, Sygebant, Hildebrand und Nere bereit. Sie machen sich gleich auf zu Ermrichs Heer. Dort sehen sie &amp;quot;tousen fiwer brinnen&amp;quot; und beobachten die feindliche Armee unbewaffnet (&amp;quot;ungewarnet (...) und ane wer&amp;quot;) beim Nachtlager, was ein perfekter Zeitpunkt für einen Überraschungsangriff gewesen wäre, wenn die Armee mitgekommen wäre. Hildebrand rät dazu, weiterzureiten und zu sehen, ob sich die Armee an anderer Stelle zur Wehr vorbereitet. Sie kommen in eine Stadt, wo sie die Hauptmänner über zwanzigtausend Mann, Witege und Warte, belauschen. Sie hören, wie Warte sagt, dass sie mit einem anderen Heer einen nächtlichen Überraschungsangriff starten wollen, welchen sie sich sicher sind zu gewinnen. Hildebrand und die anderen Boten machen sich sofort auf zu Dietrich und seinem Heer. Hildebrand rät dem Berner, Ermrichs Heer auszuweichen, da das Heer dreißgmal so stark ist. Zwanzigtausend Männer hat Hildebrand gezählt. Rüdiger rät Dietrich, zwanzigtausend Männer zur Herberge Ermrichs zu senden, welche sich auf die Lauer legen sollen, um das nachfolgende Heer (das vorhin beim Nachtlager beobachtet wurde) auf dem Weg zu Dietrichs Heer zu stoppen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6329 – 6552 ||Als Alphart auf Dietrich trifft, schildert er ihm, wie er die Feinde dahinreiten sah und welche Gelegenheit sich ihm geboten hätte. Er rät ihm zudem, wie sie das Heer am besten angreifen sollten. Zunächst will er es am Ende angreifen, um daraufhin einen Pfad mit den Schwertern schlagen zu können. Sein Ziel ist es, alles was Ermrich Dietrich genommen hat, wieder in dessen Gewalt zu bringen, Leute, Gut und Ehre. Er rät ihm weiterhin Ermrich gefangen zu nehmen. &lt;br /&gt;
Dietrich beschließt daraufhin, selbst das Heer anzuführen, um Ermrich gefangen nehmen zu können und das Leid, das er verursacht hat, zu beenden. Als sie losreiten und sich dem Schauplatz nähern, ergreift Wolfhart das Wort, spricht den Kämpfern Mut zu und schildert ihnen, welch Leid sie mit ihrer Tat beenden und welch Leid sie den Gegnern bringen werden. Frohen Mutes reiten sie weiter.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6552 – 6775 ||Wolfhart animierte die Truppe gegen eine Rast hin zum Kampf. Es folgen Schilderungen zum Schlachtfeld, und des König Ermrichs starken Armee. Diese zwölf tausend Mann zogen weiter Richtung Mailand. Ermrich ließ alle erschlagen und töten, die sich gegen ihn stellten. Bernaers vierzehntausend Mannen wurden auf dem Wall getötet und ihre Leichen lagen dort noch, sollten dann bestattet werden. Ermrich verlor in der Schlacht sechstausend Soldaten in die Gefangenschaft, dem Dietrich sein Heer wurden viertausend getötet. Es wurde sich erkundigt ob Dietliep die Schlacht überlebt habe, währenddessen kam ein Bote zu Dietrich. Dieser erzählte das Dietliep in einem Tal eine Schlacht gegen Waten schlug. Wolfhart machte sich zu ihm auf den Weg und ermutigte ihn zu Kraft und Tat in der Schlacht. Dietliep kämpfte lange und keiner in der Schlacht wollte aufgeben. Dietliep tötet Waten in dem Kampf mit dem Schwert, erleidet aber selbst auch einen Treffer. Er blutete aus den Ohren und Augen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6775 – 6998 ||Der Kampf zwischen Dietleip und Wate endet blutig. Die treuen Anhänger Dietleips leisten ihm bereits Trauerarbeit. (&amp;quot;hup sich ein weinen und ein chlagen sere&amp;quot;) Doch Dietleip erhebt sich wieder und lässt sich von Dietrich Wates Tod versichern, wodurch er an neuer Kraft gewinnt. Sie nehmen die mailändische Festung ein und feiern dort ihren Sieg. Markgraf Rüdiger wähnt Dietrich in Gottes Recht und spricht davon, dass Ermrich für seine &amp;quot;untriuwe&amp;quot; nun bezahle. Ermrichs Bedeutung wird zunehmend geschmählert. Dietrich erkundigt sich nach Ermrichs verbleibender Anhängerschaft. Ein Bote berichtet ihm, dass etwa tausend Mann noch an seiner Seite sind und die Stadt Raben halten. Dietrich schwört darauf, Ermrich mit seiner eigenen Hand zu richten. Mit 40.000 Mann zieht er los, die Stadtmauern Rabens zu stürmen. Sybech und Ribstein raten Ermrich derweil zur Flucht, sie fürchten Dietrichs &amp;quot;grimmen zorn&amp;quot; und um &amp;quot;ere und lîp&amp;quot;. Ermrich wendet sich an die gesamte Stadtbevölkerung und ruft zum Widerstand auf. Er selbst jedoch stielt sich bei Nacht mit seinen besten Männern heimlich aus der Stadt und zieht nach Bononie. Das Gerücht von Ermrichs Flucht verbreitet sich am nächsten Morgen allerdings schnell unter der Stadtwehr, weshalb alle Rabener überein kommen, vor Dietrich zu kapitulieren, ihn um Gnade zu bitten und ihm die Stadt zu überlassen. So empfängt man den &amp;quot;chunich ouz romisch lant&amp;quot; mit Demut, doch Rudeger mahnt Dietrich zur Vergeltung an den Untreuen, weshalb der Rabener Stadtgesandte Dietrich das Angebot unterbreitet, jeden zur &amp;quot;gîsel&amp;quot; zu nehmen, den er haben möchte, worauf er einwilligt. Er zieht daraufhin zurück nach Mailand und beklagt, Ermrich am Leben zu wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6998 – 7221 ||Dietrich beschäftigt nun die Frage, welcher seiner Mitstreiter so „getriwe“ ist, dass er ihm sein erobertes Land überlassen kann. Hildebrand berät ihn: Die Stadt Raben soll er einem Mann übergeben, der so treu ist, dass er sich nicht von Dietrich lossagen wird. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Dietrich aus Raben eine neue Gefahr droht. Im Anschluss daran soll er auch Meilan besetzen. Auch soll Dietrich bedenken, wie mit den Gefangenen umzugehen sei, damit man selbst den Weg fortsetzen kann. Dietrich weiß direkt, was er will: 500 Mann sollen mit Hildebrand gehen, außerdem 800 Gefangene. Er kann mit ihnen tun, was auch immer er für richtig hält. Dietleip von Stier soll ebenfalls 800 Mann nehmen. Wenn noch andere Männer übrigbleiben, so sollen sie diese unter sich aufteilen. Daraufhin werden Boten zu Ermrich gesandt, die erfragen sollen, ob er die Gefangenen mit Gold oder durch Schwur zurückkaufen will. Ermrich freut sich über die Möglichkeit so viele Gefangene zurückzukaufen, doch bittet er um einen Tag Bedenkzeit. Der Bote (Nentwin) klärt Ermrich darüber auf, dass er mit dieser Bitte das Leben seiner Leute riskiert. Ermrich sucht Rat bei seinem Volk. Das Volk rät ihm dazu die Ritter mit Gold auszulösen. Ermrich legt das Gold bereit, doch bevor er er es zu Dietrich sendet, will er Geiseln im Austausch (soll beiden Seiten Sicherheit des Worthaltens geben). Der Austausch wird angeleiert. Nur Witeg will als „Geisel“ bei Dietrich zurückbleiben, um sicher zu stellen, dass er nicht von Ermrich getötet wird. Im Gegenzug verspricht Witeg große Treue. [Hier setzt die Aventiur, wie er die lant stifte und wider ze Heunen fuor ein.] Rudeger rät Dietrich jedoch, dass Witege zu leicht zur Reue gekommen ist und ihm nicht vertraut werden kann. Witege fordert daraufhin Dietrich auf, seine Treue zu testen. Das geschieht sogleich: Dietrich befiehlt Witege Raben an und behandelt ihn gut, nun soll er seine Treue in der Verwaltung der Stadt offenbaren. Direkt darauf reitet Dietrich mit Etzels Männern los.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7221 – 7444 ||Als Dietrich mit dem Hunnenheer auf dem Weg zur Etzelburg ist, begegnet ihm der Bote Ysolt. Dieser wurde von Helche ausgesandt, um die Lage auszukundschaften. Er möchte von Dietrich wissen, wie die Schlacht ausgegangen ist. Dietrich gibt gerne Auskunft und erzählt, dass er die beiden Städte Raben und Mailand wieder in seine Gewalt gebracht hat. Außerdem haben sie 56000 von Ermrichs Männern in der Schlacht geschlagen. Sie selbst erlitten einen Verlust von 9000 Männern. Der Bote bedankt sich und reitet zurück zur Etzelburg, wo Helche ihn empfängt. Ysolt erzählt ihr, was er eben erfahren hat. Über den Sieg über Ermrichs Männer freut sie sich sehr. Er berichtet, dass die Männer Rudeger, Dietleip, Blodel, Yrinch, Nuodunch, Baltran, Gotel, Helphrich und Walther gesund und munter sind. Außerdem kündigt er das baldige Kommen von Dietrich und dem Heer an. Zu diesem Gespräch stößt Etzel hinzu, der das Schlimmste befürchtet. Ysolt kann ihn beruhigen und berichtet auch ihm die guten Nachrichten. Dann trifft Dietrich mit seinen Männern in der Burg ein. Es gibt eine große Begrüßung. Dietrich bedankt sich bei Etzel und Helche für ihre Unterstützung. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7444 – 7665 ||Mit den letzten Worten Dietrichs, dass er sich schäme, dass Lampart und das römische Reich unter der Aufsicht eines untreuen Mannes sei, endet die Erzählung. Im Anschluss wird nun die Geschichte erzählt, wie Dietrich sich mit Herrat verlobte. Der Erzähler appelliert an den Zuhörer, sich einem Zeitvertreib zu widmen, nämlich den Ritterspielen. Während des Festes rät Königin Helche, Dietrich möge eine Frau aus dem Hunnenreich zur Frau nehmen. Ihre Schwester Herrat sei so schön, anmutig,reich und habe ein gutes Herz, dass sie zu Dietrich passen würde und ihm auch gefallen würde, davon ist Helche überzeugt. Dietrich bittet die Königin um eine Frist, um sich mit seinen Beratern zu besprechen. Seine Berater, allen voran Rüdiger und Hildebrand, raten zur Heirat mit Herrat, da sich auf diese Weise ein gutes Verhältnis zu Etzel und dem Hunnenreich anknüpfen lasse. Dietrich ist einverstanden und beim nächsten Zusammenkommen im Königspalast wird die Heirat beschlossen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Witeges Verrat – die Schlacht vor Bologna (V. 7666 - 9777)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7666 – 7841 || Nach der Hochzeit Dietrichs mit Herrat trifft der Bote Ekwart ein, der von Amelolt geschickt wurde. Er bringt eine schlechte Nachricht: Witege, welchem Dietrich Raben anvertraut hat, ist erneut untreu geworden und wieder zu Ermrich übergelaufen. Die Einwohner Rabens, darunter viele Frauen und Kinder, wurden bei der Übernahme grausam hingerichtet. Über diese Botschaft fällt Dietrich in große Trauer. Auch Etzel und Helche sind bestürzt, sichern Dietrich aber ihre Treue zu. Zusätzlich berichtet Ekwart von der immensen Vergrößerung Ermrichs Heeres. Diese wundert Dietrich wegen Ermrichs Bereicherung am Gold der Harlungen überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7841 – 8017 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8017 – 8193 ||&lt;br /&gt;
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| V. 8193 – 8369 || Dietrich ist mit einem großen Heer unterwegs nach Bologna um gegen Ermrich zu kämpfen. Dort stoßen sie auf den jungen Sohn Friedrich, der 12&#039;000 Mann befehligt. Dieser hat mitbekommen, dass Dietrich in der Nähe ist und schickt 6&#039;000 Mann voraus, um ihm die Stirn zu bieten. Als er jedoch sieht, dass der Kampf ebenbürtig ist, führt er auch den Rest seiner Gefolgsleute in die Schlacht. Dietrichs Mannen sahen das Heer von Friedrich jedoch schon von weitem. Es reiten acht Ritter aus Dietrichs Heer (Wolfhart, Alphart, Helmschaft, Nere, marcgrave Gere, Else der wigant, Volchnant, Ylsunch der degen) dem feindlichen Heer entgegen und erschlagen 80 Mann. Während der Schlacht wird auch Sibeches Sohn gefangen genommen. Nach der Schlacht erkundigt sich Dietrich bei Wolfhart, wie es ergangen sei und erkundigt sich nach Verlusten. Das gemeine Volk lobt Wolfhart zur Gefangennahme von Sibeches Sohn und meint, dass das für Ermrich sicher ein schwerer Schlag gewesen sei. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8369 – 8545 ||&lt;br /&gt;
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| V. 8545 – 8721 ||&lt;br /&gt;
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| V. 8721 – 8897 || Hauptmann Bern spricht zu seinen Männern und bittet um göttlichen Beistand in der Schlacht. Als sie mit Ermrichs Männern zusammenstoßen mobilisiert auch Dietrich das Hunnenheer zum Angriff und attackiert den Feind von hinten. Im Weiteren wird die schreckliche Schlacht ausführlich beschrieben; es bersten Helme, es werden tiefe Wunden gehauen, viel Blut vergossen und mancher Held lässt sein Leben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 8897 – 9073 || Der Geruch von brennenden Leichenteilen liegt in der Luft und es ist so nebelig, dass man kaum noch das Schlachtfeld erkennen kann. Dietrichs überbliebene Männer versammeln sich. Viele von Ermrichs Kriegern wurden erschlagen, aber auch viele unter den Toten sind auf Dietrichs Seite zu beklagen. Dietrich ist sehr erleichtert darüber, dass Dietleip und die anderen treuen Gefolgsleute noch am Leben sind. Als sie sich das Schlachtfeld ansehen, erblicken sie erneute 30 000 Feinde. Dietleip lässt einen Schlachtruf ertönen und die Schlacht geht weiter. Wieder ist sie sehr blutig und detailliert beschrieben: &amp;quot;Iz wrden velt unde wege bestreut mit den toten.&amp;quot;(V. 8983f) Die Schlacht dauert bis spät in die Nacht. Dietrich will keinen der Feinde überleben lassen. Er reitet alleine 46 Stunden durch Ermrichs Heer und besiegt den Feind. Als die Nacht anbricht sind 30 000 der Feinde erschlagen. Dann kommt Morhold von Grundewal mit 12 000 starken Kriegern und greift Dietrichs Heer an. Diese Schlacht ist auch wieder ein schlimmes Gemetzel: &amp;quot;Wnden wrden wit geslagen, dazu zuo unmezlichen tief.&amp;quot;(V. 9053f) Der Kampf währt bis weit nach Mitternacht. In der selben Nacht wird auch das Heer geschlagen. &lt;br /&gt;
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| V. 9073 – 9249 ||&lt;br /&gt;
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| V. 9249 – 9425 ||&lt;br /&gt;
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| V. 9425 – 9601 ||&lt;br /&gt;
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| V. 9601 - 9777 ||&lt;br /&gt;
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| V. 9777 – 9953 ||&lt;br /&gt;
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| V. 9953 – 10129 ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17834</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17834"/>
		<updated>2015-05-12T13:51:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahngeschichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der Minne, die Tochter des Königs Ladiner, nach einer Webungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Amelgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Otnit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Otnit wirbt um Liebgart, deren Vater Godian alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian schafft duch eine List, sich an Otnit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf fressen. Wolfdietrich rächt Otnits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Er wird 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und die Königstochter Sigeminne von Frankreich heiratet. Nach 550 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Dietrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 225 - 386 || Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 387 - 482 || Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietwart die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Heirat mit seiner Tochter Minne zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bestie, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit, die so schön war wie keine zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietwart mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz sowie sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amelgart zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amelgarts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amelgart und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Sigher und Amelgart werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottnit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sighers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottnit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2093 - 2256 || Eine zweite Märe wird erzählt, die folgend von Ottnit handelt. Als Ottnit 40 Jahre alt ist, raten ihm seine Leute zur Werbung um Liebgart, der Tochter von König Godian. Dieser jedoch tötet jeden Freier. Ottnit und seine Männer überqueren mit dem Schiff das Meer und gelangen so in das Reich von König Godian, dass sie verwüsten. Ottnit schickt Boten zu Godian, die ihm den Grund für den Einmarsch in sein Land und die eigentliche Absicht Ottnits erklären. Zuerst streubt sich König Godian, Ottnit seine Tochter zu geben, willigt schlussendlich jedoch ein. Otnit nimmt seine neue Braut mit in sein Heimatland. König Godian jedoch ist wütend und &amp;quot;sannt haimliche vier wilde wurme&amp;quot; (= Drachen) ins römische Reich. Ottnit reitet aus, um sie zu erschlagen, schläft jedoch im Wald ein, wo er von einem Drachen gefunden, in eine Höhle verschleppt und gefressen wird. Daraufhin lässt die frische Witwe bekannt machen, dass sie denjenigen heiraten wird, der den Drachen tötet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 2256 - 2414  || Das Ende der Märe wird erzählt und die Ankunft des griechischen Freiherrn Wolfdietrich im Land. Ihm wurde das Leid geklagt, daraufhin erschlug er den Wurm (Frayssam). Er wurde König über das römische Reich und es beginnt die Märe über Wolfdietrich, welcher 503 Jahre alt wurde und 56 Kinder hatte. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn (Hugedietrich) das Amt und herrschte friedlich. Er nahm Sigeminne aus dem Königshaus Frankreichs zur Frau und lebte 550 Jahre. Hugedietrich verstarb und König Amelunch übernahm das Land, er hatte viele Tugenden (Triwen, staete). Amelunch heiratete eine Frau aus Kerlingen, mit dieser hatte er drei Söhne: Diether, Ermrich und Dietmar. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2415 - 2579 || Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2579 - 2743 || Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch stattdessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2907 - 3071 || Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3072 - 3234|| Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs &amp;quot;recken&amp;quot; mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die &amp;quot;maht und gewalt&amp;quot; und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als &amp;quot;helfe&amp;quot; verstehen könnte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3235 - 3399 || Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3399 - 3563 || Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3564 - 3727 || Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V.3728 - 3909 || Unterwegs werden sie von Ermrich überfallen. Dietrichs Leute kämpfen tapfer und schlagen hundert Mann. Ermrich und seine Leute besiegen die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und nehmen Dietrichs Leute gefangen. Dietrich klagt über seinen Verlust. Dann verkündete Ermrich, was er für die Freilassung fordert und zwar alles, was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sendet seinen Boten Dietleip, um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3910 - 4054|| Dietleip bietet Ermrich in Dietrichs Namen einen Austausch der Gefangenen an, unter welchen sich auch Ermrichs Sohn Friedrich befindet. Diesen lehnt Ermrich ab. Er verlangt, dass Dietrich ihm seinen gesamten Besitz und das Land überlässt. Als Dietrich davon hört, raten ihm Männer und Frauen, nicht auf diesen Deal einzugehen. Doch Dietrich, von seiner Treue seinen Mannen gegenüber angetrieben, opfert all sein Habe für seine treuen Männer. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4055 - 4219 || König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne (&amp;quot;chune&amp;quot;) Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4219 - 4383 || Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4383 - 4546 || Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart.  Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| V. 4545 – 4768 ||Am dreiundzwanzigsten Tag erreichen Dietrich und fünfzig seiner Männer die Stadt Gran. Dietrich droht an seiner Lage zu verzweifeln, doch es gelingt Hildebrant, ihm wieder Mut zuzusprechen. Vom Wirt der Stadt werden sie freundlich empfangen und verbringen die Nacht bei ihm. Am nächsten Tag begegnen sie einem Boten der Königin Helche aus Ezzelburg. Diese reitet in Begleitung einiger Herren, unter anderem Rüdiger, Dietleip von Styr und dem Harlungen Ekkehart. Das Aufeinandertreffen der Ankömmlinge und Dietrichs Männer verläuft sehr herzlich. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4768 – 4991 ||Dietrich hält vor Rüdiger eine Rede, in der er von seinem Unglück erzählt und beklagt, dass ihm all sein Gut und Erbe von Ermrich genommen wurde. Rüdiger ist darüber empört, schwört Dietrich Freundschaft und Beistand und schenkt ihm fünfzig Pferde. Außerdem stattet er Dietrichs Männer mit Waffen aus, woraufhin Dietrich sich herzlich bedankt, doch Rüdiger will keine Gegenleistung und begründet seine Großzügigkeit mit Dietrichs Tugend. Rüdiger kehrt an den Hof der Königin Helche zurück, die von Dietleip bereits von Dietrichs Unglück erfahren hat. Sie ist bestürzt und sobald sie von Rüdiger erfährt, dass Dietrich in der Nähe ihres Hofes weilt, will sie ihn selbst empfangen und reitet ihm entgegen. Dietrich und Helche begrüßen sich ehrerbietig und speisen zusammen. Die Königin betont ihre Wut auf Ermrich und sagt, derjenige, der ihn einmal erschlagen würde, tue Gutes. Dietrich erwidert, dass er sich selbst an Ermrich rächen wolle.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4991 – 5214 ||Die Szene behandelt Dietrichs Bitte nach Unterstützung im Exil bei Königin Helche am Hunnenhof. Er bietet seinen Dienst an und ersucht Gnade und Trost (5000). Helche gibt sich zuversichtlich, dass ihr Mann Etzel Hilfe in Form eines Heeres nicht ablehnen werde. Sie wolle sich eigens für Dietrichts Anliegen einsetzen (5028). Dietrich berichtet von seiner Niederlage gegen Ermrich und Helche verspricht Dietrich ein Heer von 12000 Mann. Die besten und einzigartigsten werden namentlich aufgezählt (5149 - 5167). Als Etzel persönlich erscheint, wird er von seiner Gattin über die Abmachungen unterrichtet. Er ist den Plänen gegenüber nicht abgeneigt: &amp;quot;vrowe min, er sol dir wol bevolen sin&amp;quot; (5213).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5214 – 5437 ||Bei einem Festmahl werden Dietrich und seine verbleibenden Männer von Etzel herzlich begrüßt und nachdem der Berner diesem berichtet hat, was ihm alles widerfahren ist, verspricht ihm Etzel Hilfe von seinen Männern, um das römische Land wieder zu erobern. Trotz des nachfolgenden Tanzes und des Festes kann Dietrich nicht so ganz seine „swaere“ ablegen und wird zur Königin Helche gerufen, damit er an der Tafel mit Etzel speisen kann. Von diesem wird er dann gefragt, warum er so unglücklich sei, und dazu ermuntert, wieder frohen Mutes zu sein, wenn er zurück nach Bern reite, da er ihm die Hilfe von 12000 Mann zusichert. Nachdem ihm auch Helche Mut zuspricht, treten einige Herren an ihn heran, die ihm ebenfalls Hilfe versprechen: Rüdiger mit 2000 Kämpfern, Lunders Helphrich und „von Chriechen her Dietrich“(?) mit 4000 Mann, Dietleip von Styer und 1500 Mann Gefolgschaft sowie Irinch, Blodelin und Erewin von Elsentroya mit nochmals 4000 Kriegern. Mit nun 24000 Streitern als Verstärkung und dem Versprechen Ezels, dass, falls es nicht genug sein sollte, noch mehr nachgesandt würden, hebt sich Dietrichs Laune wieder und er zieht sich zu seiner Herberge zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5437 – 5660 || Amelolt kommt im Morgengrauen beim Hunnenhof an, nachdem er zwölf Tage gereist war. Dort trifft er als erstes auf Rüdiger, der bereits auf ist. Dieser führt ihn zu Dietrich, damit Amelolt ihm mitteilen kann, dass er Bern wieder eingenommen hat. Dietrich freut diese Nachricht und er schenkt Amelolt einige Gebiete ( &amp;quot;Triente unde Prisan […] Temonnes und daz Intal […] Pozzen unde Garten&amp;quot; V 5498 – 5502), die an seine Kinder weiter vererbt werden sollen. Rüdiger geht später zum König Etzel, um ihm die Neuigkeiten weiter zu erzählen. Etzel wiederum erzählt es seiner Frau Helche. Die Protagonisten versammeln sich im Hof. Amelolt erzählt, wie er Bern eingenommen hatte: Ermrich hat die Stadt verlassen, um nach Brissan zu reisen, währenddessen sei Amelolt mit 100 Kämpfern in die offene Stadt eingeritten und habe jeden darin erschlagen, der zu Ermrich gehörte. &lt;br /&gt;
Dietrich zieht mit einem Heer von 500 Kriegern, das Helche ihm zur Verfügung gestellt hat, zurück nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5660 – 5883 ||Als Ermrich vernimmt, dass Dietrich wieder ins Land kommt und, dass Ermrich Bern wieder verloren hat, ist er sehr zornig (&amp;quot;wart vil grimme sin zorn&amp;quot;). Er befielt seinen Leuten, von Stadt zu Stadt zu reiten und alle zu einer Versammlung nach Prissan (Brissan) zu bitten. In der Zwischenzeit widersetzen sich die Mailänder Einwohner Ermrich und wechseln zu Dietrichs Seite. Der Herzog Tydas ist der Herrscher über Mailand, der mehr als tausend Krieger hat. Unter ihnen sind auch: der starke Saben, Friderich von Raben, Berhther, Starchan, Hermann von Osterfranken. Tydas will einen Boten zu Dietrich schicken, um ihm mitzuteilen, dass sie sich an seine Seite geschlagen haben. Hierfür tritt Volchnant ein. Auch Ermrich erfährt in der Zwischenzeit, dass sich die Mailänder gegen ihn gewendet haben. Dietrich ist sehr erfreut, als er Volchnant sieht und ist noch glücklicher über die Botschaft. Wieder folgt eine Auflistung der Mannen, die an Seiner seite sind: der starke Saben, Friderich von Raben, Steither, Starchan, Hermann von Ostfranken, Herr Stoudfuchs von Reine, Metzen Ortwine, Perchtran von Pole, Herr Elsan, König Sygebant, Randolt, Schiltrant, König Sygeher, Ekkenot, Wolfhart, Helmschart, Neren, Amelolt, Alphart, Hilpbrand und Herebrant. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5883 – 6106 || Ein Bote trifft ein und berichtet über die Ankunft von tausenden Mannen unter der Führung namentlich genannter Fürsten. Dietrich ist glücklich über diese Nachricht und empfängt die am folgenden Tag eintreffenden Truppen herzlich. Daraufhin trifft ein Bote, gesandt von Jubart von Latran, aus Meilan ein. Er erzählt dass Meilan vernichtet wird, Frauen und Kinder umgebracht werden, wenn Dietrich nicht einschreitet. Dietrich entscheidet sich sogleich loszuziehen und seine Gefolgschaft geht mit ihm. Nach achttägiger Reise sehen sie den Feind und Dietrich fragt sein Gefolge um Rat. Im gesamten Versabschnitt wird die Treue und das Ehrgefühl zwischen Dietrich und seinem Gefolge hervorgehoben, so kündigt Dietrich bereits im voraus an, dass er dem Rat folgen wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6106 – 6329 ||Dietrich verlässt sich vollständig auf seine Ratgeber. Er lässt sich von Rüdiger raten, Boten zu Ermrichs starkem Heer zu senden. Hierfür erklären sich der starke Wolfhart (V. 6135 &amp;quot;Mir geliebt nie dechain vart so vast in minem muote&amp;quot;), Volchnant, Sygebant, Hildebrand und Nere bereit. Sie machen sich gleich auf zu Ermrichs Heer. Dort sehen sie &amp;quot;tousen fiwer brinnen&amp;quot; und beobachten die feindliche Armee unbewaffnet (&amp;quot;ungewarnet (...) und ane wer&amp;quot;) beim Nachtlager, was ein perfekter Zeitpunkt für einen Überraschungsangriff gewesen wäre, wenn die Armee mitgekommen wäre. Hildebrand rät dazu, weiterzureiten und zu sehen, ob sich die Armee an anderer Stelle zur Wehr vorbereitet. Sie kommen in eine Stadt, wo sie die Hauptmänner über zwanzigtausend Mann, Witege und Warte, belauschen. Sie hören, wie Warte sagt, dass sie mit einem anderen Heer einen nächtlichen Überraschungsangriff starten wollen, welchen sie sich sicher sind zu gewinnen. Hildebrand und die anderen Boten machen sich sofort auf zu Dietrich und seinem Heer. Hildebrand rät dem Berner, Ermrichs Heer auszuweichen, da das Heer dreißgmal so stark ist. Zwanzigtausend Männer hat Hildebrand gezählt. Rüdiger rät Dietrich, zwanzigtausend Männer zur Herberge Ermrichs zu senden, welche sich auf die Lauer legen sollen, um das nachfolgende Heer (das vorhin beim Nachtlager beobachtet wurde) auf dem Weg zu Dietrichs Heer zu stoppen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6329 – 6552 ||Als Alphart auf Dietrich trifft, schildert er ihm, wie er die Feinde dahinreiten sah und welche Gelegenheit sich ihm geboten hätte. Er rät ihm zudem, wie sie das Heer am besten angreifen sollten. Zunächst will er es am Ende angreifen, um daraufhin einen Pfad mit den Schwertern schlagen zu können. Sein Ziel ist es, alles was Ermrich Dietrich genommen hat, wieder in dessen Gewalt zu bringen, Leute, Gut und Ehre. Er rät ihm weiterhin Ermrich gefangen zu nehmen. &lt;br /&gt;
Dietrich beschließt daraufhin, selbst das Heer anzuführen, um Ermrich gefangen nehmen zu können und das Leid, das er verursacht hat, zu beenden. Als sie losreiten und sich dem Schauplatz nähern, ergreift Wolfhart das Wort, spricht den Kämpfern Mut zu und schildert ihnen, welch Leid sie mit ihrer Tat beenden und welch Leid sie den Gegnern bringen werden. Frohen Mutes reiten sie weiter.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6552 – 6775 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6775 – 6998 ||Der Kampf zwischen Dietleip und Wate endet blutig. Die treuen Anhänger Dietleips leisten ihm bereits Trauerarbeit. (&amp;quot;hup sich ein weinen und ein chlagen sere&amp;quot;) Doch Dietleip erhebt sich wieder und lässt sich von Dietrich Wates Tod versichern, wodurch er an neuer Kraft gewinnt. Sie nehmen die mailändische Festung ein und feiern dort ihren Sieg. Markgraf Rüdiger wähnt Dietrich in Gottes Recht und spricht davon, dass Ermrich für seine &amp;quot;untriuwe&amp;quot; nun bezahle. Ermrichs Bedeutung wird zunehmend geschmählert. Dietrich erkundigt sich nach Ermrichs verbleibender Anhängerschaft. Ein Bote berichtet ihm, dass etwa tausend Mann noch an seiner Seite sind und die Stadt Raben halten. Dietrich schwört darauf, Ermrich mit seiner eigenen Hand zu richten. Mit 40.000 Mann zieht er los, die Stadtmauern Rabens zu stürmen. Sybech und Ribstein raten Ermrich derweil zur Flucht, sie fürchten Dietrichs &amp;quot;grimmen zorn&amp;quot; und um &amp;quot;ere und lîp&amp;quot;. Ermrich wendet sich an die gesamte Stadtbevölkerung und ruft zum Widerstand auf. Er selbst jedoch stielt sich bei Nacht mit seinen besten Männern heimlich aus der Stadt und zieht nach Bononie. Das Gerücht von Ermrichs Flucht verbreitet sich am nächsten Morgen allerdings schnell unter der Stadtwehr, weshalb alle Rabener überein kommen, vor Dietrich zu kapitulieren, ihn um Gnade zu bitten und ihm die Stadt zu überlassen. So empfängt man den &amp;quot;chunich ouz romisch lant&amp;quot; mit Demut, doch Rudeger mahnt Dietrich zur Vergeltung an den Untreuen, weshalb der Rabener Stadtgesandte Dietrich das Angebot unterbreitet, jeden zur &amp;quot;gîsel&amp;quot; zu nehmen, den er haben möchte, worauf er einwilligt. Er zieht daraufhin zurück nach Mailand und beklagt, Ermrich am Leben zu wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6998 – 7221 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7221 – 7444 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7444 – 7665 ||Mit den letzten Worten Dietrichs, dass er sich schäme, dass Lampart und das römische Reich unter der Aufsicht eines untreuen Mannes sei, endet die Erzählung. Im Anschluss wird nun die Geschichte erzählt, wie Dietrich sich mit Herrat verlobte. Der Erzähler appelliert an den Zuhörer, sich einem Zeitvertreib zu widmen, nämlich den Ritterspielen. Während des Festes rät Königin Helche, Dietrich möge eine Frau aus dem Hunnenreich zur Frau nehmen. Ihre Schwester Herrat sei so schön, anmutig,reich und habe ein gutes Herz, dass sie zu Dietrich passen würde und ihm auch gefallen würde, davon ist Helche überzeugt. Dietrich bittet die Königin um eine Frist, um sich mit seinen Beratern zu besprechen. Seine Berater, allen voran Rüdiger und Hildebrand, raten zur Heirat mit Herrat, da sich auf diese Weise ein gutes Verhältnis zu Etzel und dem Hunnenreich anknüpfen lasse. Dietrich ist einverstanden und beim nächsten Zusammenkommen im Königspalast wird die Heirat beschlossen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Dietrichs_Vorg%C3%A4nger_und_Ahnen_Stammbaum&amp;diff=17760</id>
		<title>Dietrichs Vorgänger und Ahnen Stammbaum</title>
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		<author><name>Delah</name></author>
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		<updated>2015-05-10T10:09:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: © Désirée Lahmer 2015&lt;/p&gt;
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© Désirée Lahmer 2015&lt;br /&gt;
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17754</id>
		<title>Diskussion:Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
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		<updated>2015-05-10T09:37:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Funktion &amp;quot;Trauer&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trauer spielt in &amp;quot;Dietrichs Flucht&amp;quot; eine wichtige Rolle. Wir erleben Sie an mehreren Stellen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* V. 2977: Leit wart dem Bernære&lt;br /&gt;
* V. 3789: Nach der Gefangennahme von Dietrichs besten Männern durch Ermrich beklagt Dietrich sein Leid: &amp;quot;Owe miner lieben degn, die ich also verlorn han! Nu muoz ich mit leide stan unde naht und tach umbe si chlagen. (...) Owe der jæmerchlichen not! Daz wolde got, und wer ich tot, das wer mir bezzer hinne fuer.&amp;quot;  &lt;br /&gt;
* V. 4110: &amp;quot;Trourich was des herren muot. Er chlagt niht sin selbes guot, er chlagt den jamer, den er sach, der an sinen liuten geschach.&amp;quot; --&amp;gt; Dietrich ist nicht traurig über den Verlust seiner Ländereien, sondern über das, was seinen Leuten durch Ermrich geschah. &lt;br /&gt;
* V. 4310: Ze vorderst gie vrou Uote mit trourigem muote mit vierzech junchvrowen. Nu sult ir jamer schowen (...)&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauer ist Vorraussetzung für den Fortgang der Handlung. Denn &amp;quot;[j]ede Schlacht, jeder Erfolg Dietrichs ist von ungeheurer Klage begleitet&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Kragl, Florian: Heldenzeit. Interpretationen zur Dietrichepik des 13. - 16. Jahrhunderts, Heidelberg 2013 (Studien zur historischen Poetik 12), S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; , auf welche wiederum Rache folgt, welche wieder Trauer hervorruft. Der Kreislauf ist wie folgt: Ermrich begeht ein Verbrechen, Dietrich verspürt Trauer und rächt sich, darauf folgt wieder Trauer und Rache. Die Trauer hat außerdem die Funktion, Dietrichs Treue zum Ausdruck zu bringen, da Dietrich hauptsächlich das Leid seiner eigenen Leute beklagt. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17753</id>
		<title>Diskussion:Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
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		<updated>2015-05-10T09:36:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: Die Seite wurde neu angelegt: „== Die Funktion &amp;quot;Trauer&amp;quot; ==  Trauer spielt in &amp;quot;Dietrichs Flucht&amp;quot; eine wichtige Rolle. Wir erleben Sie an mehreren Stellen:   * V. 2977: Leit wart dem Bernære…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Die Funktion &amp;quot;Trauer&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trauer spielt in &amp;quot;Dietrichs Flucht&amp;quot; eine wichtige Rolle. Wir erleben Sie an mehreren Stellen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* V. 2977: Leit wart dem Bernære&lt;br /&gt;
* V. 3789: Nach der Gefangennahme von Dietrichs besten Männern durch Ermrich beklagt Dietrich sein Leid: &amp;quot;Owe miner lieben degn, die ich also verlorn han! Nu muoz ich mit leide stan unde naht und tach umbe si chlagen. (...) Owe der jæmerchlichen not! Daz wolde got, und wer ich tot, das wer mir bezzer hinne fuer.&amp;quot;  &lt;br /&gt;
* V. 4110: &amp;quot;Trourich was des herren muot. Er chlagt niht sin selbes guot, er chlagt den jamer, den er sach, der an sinen liuten geschach.&amp;quot; --&amp;gt; Dietrich ist nicht traurig über den Verlust seiner Ländereien, sondern über das, was seinen Leuten durch Ermrich geschah. &lt;br /&gt;
* V. 4310: Ze vorderst gie vrou Uote mit trourigem muote mit vierzech junchvrowen. Nu sult ir jamer schowen (...)&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauer ist Vorraussetzung für den Fortgang der Handlung. Denn &amp;quot;[j]ede Schlacht, jeder Erfolg Dietrichs ist von ungeheurer Klage begleitet&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;Kragl, Florian: Heldenzeit. Interpretationen zur Dietrichepik des 13. - 16. Jahrhunderts, Heidelberg 2013 (Studien zur historischen Poetik 12), S. 86f&amp;lt;/ref&amp;gt; , auf welche wiederum Rache folgt, welche wieder Trauer hervorruft. Der Kreislauf ist wie folgt: Ermrich begeht ein Verbrechen, Dietrich verspürt Trauer und rächt sich, darauf folgt wieder Trauer und Rache. Die Trauer hat außerdem die Funktion, Dietrichs Treue zum Ausdruck zu bringen, da Dietrich hauptsächlich das Leid seiner eigenen Leute beklagt. &amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17752</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
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		<updated>2015-05-09T17:08:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahngeschichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der Minne, die Tochter des Königs Ladiner, nach einer Webungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Amelgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Otnit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Otnit wirbt um Liebgart, deren Vater Godian alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian schafft duch eine List, sich an Otnit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf fressen. Wolfdietrich rächt Otnits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Er wird 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und die Königstochter Sigeminne von Frankreich heiratet. Nach 550 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Dietrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 225 - 386 || Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 387 - 482 || Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietwart die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Heirat mit seiner Tochter Minne zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bestie, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit, die so schön war wie keine zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietwart mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz sowie sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amelgart zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amelgarts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amelgart und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Sigher und Amelgart werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottenit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sighers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottenit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2093 - 2256 || Als Otnit 40 Jahre alt war, rieten ihm seine Leute zur Werbung um Liebgart, die Tochter von König Godian. Dieser jedoch tötet jeden Freier. Otnit fährt per Schiff mit seinem Heer in das Land von König Godian und verwüstet es. Otnit schickte Boten zu Godian, die ihm den Grund für den Einmarsch in sein Land nannten und was Otnit eigentlich wollte. Zuerst streubte sich König Godian, Otnit seine Tochter zu geben, willigte schlussendlich jedoch ein. Otnit nimmt seine neue Braut mit in sein Heimatland. König Godian jedoch ist wütend und &amp;quot;sannt haimliche vier wilde wurme&amp;quot; (= Drachen) ins römische Reich. Otnit reitet aus, um sie zu erschlagen, schläft jedoch im Wald ein, wo er von einem Drachen gefunden, in eine Höhle verschleppt und gefressen wird. Daraufhin lässt die frische Witwe bekannt machen, dass sie denjenigen heiraten wird, der den Drachen tötet. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 2256 - 2414  || Das Ende der Märe wird erzählt und die Ankunft des griechischen Freiherrn Wolfdietrich im Land. Ihm wurde das Leid geklagt, daraufhin erschlug er den Wurm (Frayssam). Er wurde König über das römische Reich und es beginnt die Märe über Wolfdietrich, welcher 503 Jahre alt wurde und 56 Kinder hatte. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn (Hugedietrich) das Amt und herrschte friedlich. Er nahm Sigeminne aus dem Königshaus Frankreichs zur Frau und lebte 550 Jahre. Hugedietrich verstarb und König Amelunch übernahm das Land, er hatte viele Tugenden (Triwen, staete). Amelunch heiratete eine Frau aus Kerlingen, mit dieser hatte er drei Söhne: Diether, Ermrich und Dietmar. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2415 - 2579 || Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2579 - 2743 || Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch statt dessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2907 - 3071 || Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3072 - 3234|| Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs &amp;quot;recken&amp;quot; mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die &amp;quot;maht und gewalt&amp;quot; und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als &amp;quot;helfe&amp;quot; verstehen könnte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3235 - 3399 || Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3399 - 3563 || Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3564 - 3727 || Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V.3728 - 3909 || Daraufhin machten sie sich auf den Weg zurück nach Bern. Unterwegs wurden sie von Ermrich überfallen. Dietrichs Leute kämpften tapfer und schlugen hundert Mann. Ermrich seine Leute besiegten die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und Ermerich nahm Dietrichs Leute gefangen. Dietrich klagt über seinen Verlust. Dann verkündete Ermrich was er für die Freilassung fordert und zwar alles was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sandte seinen Boten Dietlep, um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3910 - 4054|| Dietlep bietet Ermrich in Dietrichs Namen einen Austausch der Gefangenen an, unter welchen sich auch Ermrichs Sohn Friedrich befindet. Diesen lehnt Ermrich ab. Er verlangt, dass Dietrich ihm seinen gesamten Besitz und das Land überlässt. Als Dietrich davon hört, raten ihm Männer und Frauen, nicht auf diesen Deal einzugehen. Doch Dietrich, von seiner Treue seinen Mannen gegenüber angetrieben, opfert all sein Habe für seine treuen Männer. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4055 - 4219 || König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne (&amp;quot;chune&amp;quot;) Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4219 - 4383 || Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4383 - 4546 || Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart.  Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| V. 4545 – 4768 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4768 – 4991 ||Inhalt&lt;br /&gt;
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| V. 4991 – 5214 ||Inhalt&lt;br /&gt;
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| V. 5214 – 5437 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5437 – 5660 || Amelolt kommt im Morgengrauen beim Hunnenhof an, nachdem er zwölf Tage gereist war. Dort trifft er als erstes auf Rüdiger, der bereits auf ist. Dieser führt ihn zu Dietrich, damit Amelolt ihm mitteilen kann, dass er Bern wieder eingenommen hat. Dietrich freut diese Nachricht und er schenkt Amelolt einige Gebiete ( &amp;quot;Triente unde Prisan […] Temonnes und daz Intal […] Pozzen unde Garten&amp;quot; V 5498 – 5502), die an seine Kinder weiter vererbt werden sollen. Rüdiger geht später zum König Etzel, um ihm die Neuigkeiten weiter zu erzählen. Etzel wiederum erzählt es seiner Frau Helche. Die Protagonisten versammeln sich im Hof. Amelolt erzählt, wie er Bern eingenommen hatte: Ermrich hat die Stadt verlassen um nach Brissan zu reisen, während dessen ist Amelolt mit 100 Kämpfern in die offene Stadt und erschlug jeden darin, der zu Ermrich gehörte. &lt;br /&gt;
Dietrich zieht mit einem Heer von 500 Kriegern, das Helche ihm zur Verfügung gestellt hat, zurück nach Bern. &lt;br /&gt;
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| V. 5660 – 5883 ||Inhalt&lt;br /&gt;
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| V. 5883 – 6106 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6106 – 6329 ||Dietrich verlässt sich vollständig auf seine Ratgeber. Er lässt sich von Rudeger raten, Boten zu Ermrichs starkem Heer zu senden. Hierfür erklären sich der starke Wolfhart (V. 6135 &amp;quot;Mir geliebt nie dechain vart so vast in minem muote&amp;quot;), Volchnant, Sygebant, Hildebrand und Nere bereit. Sie machen sich gleich auf zu Ermrichs Heer. Dort sehen sie &amp;quot;tousen fiwer brinnen&amp;quot; und beobachten die feindliche Armee unbewaffnet (&amp;quot;ungewarnet (...) und ane wer&amp;quot;) beim Nachtlager, was ein perfekter Zeitpunkt für einen Überraschungsangriff gewesen wäre wenn die Armee mitgekommen wäre. Hildebrand rät dazu, weiterzureiten und zu sehen, ob sich die Armee an anderer Stelle zur Wehr vorbereitet. Sie kommen in eine Stadt, wo sie die Hauptmänner über zwanzigtausend Mann, Witege und Warte, belauschen. Sie hören, wie Warte sagt, dass sie mit einem anderen Heer einen nächtlichen Überraschungsangriff starten wollen, welchen sie sich sicher sind zu gewinnen. Hildebrand und die anderen Boten machen sich sofort auf zu Dietrich und seinem Heer. Hildebrand rät dem Berner, Ermrichs Heer auszuweichen, da das Heer dreißg mal so stark ist. Zwanzigtausend Männer hat Hildebrand gezählt. Rudegar rät Dietrich, zwanzigtausend Männer zur Herberge Ermrichs zu senden, welche sich auf die Lauer legen sollen, um das nachfolgende Heer (das vorhin beim Nachtlager beobachtet wurde) auf dem Weg zu Dietrichs Heer zu stoppen. &lt;br /&gt;
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| V. 6329 – 6552 ||Inhalt&lt;br /&gt;
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| V. 6552 – 6775 ||Inhalt&lt;br /&gt;
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| V. 6775 – 6998 ||Inhalt&lt;br /&gt;
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| V. 6998 – 7221 ||Inhalt&lt;br /&gt;
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| V. 7221 – 7444 ||Inhalt&lt;br /&gt;
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| V. 7444 – 7665 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17750</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17750"/>
		<updated>2015-05-09T14:47:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Vorläufige Überschrift: Der Aufenthalt bei den Hunnen und 2. Schlacht vor Mailand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahngeschichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der die Tochter des Landiners Minne nach einer Webungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Almgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Ornit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Ornit wirbt um Liebgart, deren Vater alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian, der Vater schafft duch eine List, sich an Ornit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf gefressen werden. Wolfdietrich rächt Ornits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Sie werden 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und sich die Könogstochter Sigeminne von Frankreich erkämpft. Nach 450 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Diettrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 225 - 386 || Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 387 - 482 || Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietrich die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu Veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Minne mit seiner Tochter zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit die so schön war wie nie zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietrich mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren am Leben und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz als auch sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amergalt zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amergalts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amergalt und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Siegher und Amergalt werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottenit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sieghers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottenit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 2256 - 2414  || Das Ende der Märe wird erzählt und die Ankunft des griechischen Freiherrn Wolfdietrich im Land. Ihm wurde das Leid geklagt, daraufhin erschlug er den Wurm (Frayssam). Er wurde König über das römische Reich und es beginnt die Märe über Dietrich, welcher 503 Jahre alt wurde und 56 Kinder hatte. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn (Hugedietrich) das Amt und herrschte friedlich. Er nahm Sigeminne aus dem Königshaus Frankreichs zur Frau und lebte 500,5 Jahre. Hugedietrich verstarb und König Amelunch übernahm das Land, er hatte viele Tugenden (Triwen, staete). Amelunch hatte zwei Kinder, der ältere hieß Dietrich und der jüngere Emerich. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| V. 2415 - 2579 || Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.&lt;br /&gt;
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| V. 2579 - 2743 || Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch statt dessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2907 - 3071 || Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3072 - 3234|| Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs &amp;quot;recken&amp;quot; mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die &amp;quot;maht und gewalt&amp;quot; und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als &amp;quot;helfe&amp;quot; verstehen könnte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3235 - 3399 || Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3399 - 3563 || Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3564 - 3727 || Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V.3728 - 3909 || Daraufhin machten sie sich auf den Weg zurück nach Bern. Unterwegs wurden sie von Ermrich überfallen. Dietrichs Leute kämpften tapfer und schlugen hundert Mann. Ermrich seine Leute besiegten die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und Ermerich nahm Dietrichs Leute gefangen. Dietrich klagt über seinen Verlust. Dann verkündete Ermrich was er für die Freilassung fordert und zwar alles was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sandte seinen Boten Dietlep, um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3910 - 4054|| Dietlep bietet Ermrich in Dietrichs Namen einen Austausch der Gefangenen an, unter welchen sich auch Ermrichs Sohn Friedrich befindet. Diesen lehnt Ermrich ab. Er verlangt, dass Dietrich ihm seinen gesamten Besitz und das Land überlässt. Als Dietrich davon hört, raten ihm Männer und Frauen, nicht auf diesen Deal einzugehen. Doch Dietrich, von seiner Treue seinen Mannen gegenüber angetrieben, opfert all sein Habe für seine treuen Männer. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4055 - 4219 || König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne (&amp;quot;chune&amp;quot;) Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4219 - 4383 || Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4383 - 4546 || Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart.  Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4545 – 4768 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4768 – 4991 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4991 – 5214 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5214 – 5437 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5437 – 5660 || Amelolt kommt im Morgengrauen beim Hunnenhof an, nachdem er zwölf Tage gereist war. Dort trifft er als erstes auf Rüdiger, der bereits auf ist. Dieser führt ihn zu Dietrich, damit Amelolt ihm mitteilen kann, dass er Bern wieder eingenommen hat. Dietrich freut diese Nachricht und er schenkt Amelolt einige Gebiete ( &amp;quot;Triente unde Prisan […] Temonnes und daz Intal […] Pozzen unde Garten&amp;quot; V 5498 – 5502), die an seine Kinder weiter vererbt werden sollen. Rüdiger geht später zum König Etzel, um ihm die Neuigkeiten weiter zu erzählen. Etzel wiederum erzählt es seiner Frau Helche. Die Protagonisten versammeln sich im Hof. Amelolt erzählt, wie er Bern eingenommen hatte: Ermrich hat die Stadt verlassen um nach Brissan zu reisen, während dessen ist Amelolt mit 100 Kämpfern in die offene Stadt und erschlug jeden darin, der zu Ermrich gehörte. &lt;br /&gt;
Dietrich zieht mit einem Heer von 500 Kriegern, das Helche ihm zur Verfügung gestellt hat, zurück nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5660 – 5883 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 5883 – 6106 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6106 – 6329 ||Dietrich verlässt sich vollständig auf seine Ratgeber. Er lässt sich von Rudeger raten, Boten zu Ermrichs starkes Heer zu senden. Hierfür erklären sich der starke Wolfhart (V. 6135 &amp;quot;Mir geliebt nie dechain vart so vast in minem muote&amp;quot;), Volchnant, Sygebant, Hildebrand und Nere bereit. Sie machen sich gleich auf zu Ermrichs Heer. Dort sehen sie &amp;quot;tousen fiwer brinnen&amp;quot; und beobachten die feindliche Armee unbewaffnet (&amp;quot;ungewarnet (...) und ane wer&amp;quot;) beim Nachtlager, was ein perfekter Zeitpunkt für einen Überraschungsangriff gewesen wäre wenn die Armee mitgekommen wäre. Hildebrand rät dazu, weiterzureiten und zu sehen, ob sich die Armee an anderer Stelle zur Wehr vorbereitet. Sie kommen in eine Stadt, wo sie die Hauptmänner über zwanzigtausend Mann, Witege und Warte, belauschen. Sie hören, wie Warte sagt, dass sie mit einem anderen Heer einen nächtlichen Überraschungsangriff starten wollen, welchen sie sich sicher sind zu gewinnen. Hildebrand und die anderen Boten machen sich sofort auf zu Dietrich und seinem heer. Hildebrand rät dem Berner, Ermrichs Heer auszuweichen, da das Heer dreißg mal so stark ist. Zwanzigtausend Männer hat Hildebrand gezählt. Rudegar rät Dietrich, zwanzigtausend Männer zur Herberge Ermrichs zu senden, welche sich auf die Lauer legen sollen, um das nachfolgende Heer (das vorhin beim Nachtlager beobachtet wurde) auf dem Weg zu Dietrichs Heer zu stoppen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6329 – 6552 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6552 – 6775 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6775 – 6998 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 6998 – 7221 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7221 – 7444 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 7444 – 7665 ||Inhalt&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17748</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17748"/>
		<updated>2015-05-09T13:41:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahngeschichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der die Tochter des Landiners Minne nach einer Webungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Almgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Ornit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Ornit wirbt um Liebgart, deren Vater alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian, der Vater schafft duch eine List, sich an Ornit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf gefressen werden. Wolfdietrich rächt Ornits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Sie werden 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und sich die Könogstochter Sigeminne von Frankreich erkämpft. Nach 450 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Diettrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 225 - 386 || Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 387 - 482 || Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietrich die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu Veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Minne mit seiner Tochter zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit die so schön war wie nie zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietrich mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren am Leben und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz als auch sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amergalt zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amergalts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amergalt und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Siegher und Amergalt werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottenit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sieghers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottenit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 2256 - 2414  || Das Ende der Märe wird erzählt und die Ankunft des griechischen Freiherrn Wolfdietrich im Land. Ihm wurde das Leid geklagt, daraufhin erschlug er den Wurm (Frayssam). Er wurde König über das römische Reich und es beginnt die Märe über Dietrich, welcher 503 Jahre alt wurde und 56 Kinder hatte. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn (Hugedietrich) das Amt und herrschte friedlich. Er nahm Sigeminne aus dem Königshaus Frankreichs zur Frau und lebte 500,5 Jahre. Hugedietrich verstarb und König Amelunch übernahm das Land, er hatte viele Tugenden (Triwen, staete). Amelunch hatte zwei Kinder, der ältere hieß Dietrich und der jüngere Emerich. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| geben Sie hier an, welchen Versbereich Sie zusammenfassen || Handlung: Was geschieht in diesem Abschnitt?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| V. 2415 - 2579 || Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2579 - 2743 || Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch statt dessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2907 - 3071 || Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3072 - 3234|| Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs &amp;quot;recken&amp;quot; mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die &amp;quot;maht und gewalt&amp;quot; und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als &amp;quot;helfe&amp;quot; verstehen könnte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3235 - 3399 || Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3399 - 3563 || Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3564 - 3727 || Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V.3728 - 3909 || Daraufhin machten sie sich auf den Weg zurück nach Bern. Unterwegs wurden sie von Ermrich überfallen. Dietrichs Leute kämpften tapfer und schlugen hundert Mann. Ermrich seine Leute besiegten die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und Ermerich nahm Dietrichs Leute gefangen. Dietrich klagt über seinen Verlust. Dann verkündete Ermrich was er für die Freilassung fordert und zwar alles was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sandte seinen Boten Dietlep, um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3910 - 4054|| Dietlep bietet Ermrich in Dietrichs Namen einen Austausch der Gefangenen an, unter welchen sich auch Ermrichs Sohn Friedrich befindet. Diesen lehnt Ermrich ab. Er verlangt, dass Dietrich ihm seinen gesamten Besitz und das Land überlässt. Als Dietrich davon hört, raten ihm Männer und Frauen, nicht auf diesen Deal einzugehen. Doch Dietrich, von seiner Treue seinen Mannen gegenüber angetrieben, opfert all sein Habe für seine treuen Männer. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4055 - 4219 || König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne (&amp;quot;chune&amp;quot;) Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.&lt;br /&gt;
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| V. 4219 - 4383 || Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.&lt;br /&gt;
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| V. 4383 - 4546 || Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart.  Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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== Vorläufige Überschrift: Der Aufenthalt bei den Hunnen und 2. Schlacht vor Mailand == &lt;br /&gt;
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==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17727</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17727"/>
		<updated>2015-05-05T23:30:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Ahngeschichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der die Tochter des Landiners Minne nach einer Webungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Almgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Ornit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Ornit wirbt um Liebgart, deren Vater alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian, der Vater schafft duch eine List, sich an Ornit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf gefressen werden. Wolfdietrich rächt Ornits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Sie werden 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und sich die Könogstochter Sigeminne von Frankreich erkämpft. Nach 450 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Diettrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 225 - 386 || Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 387 - 482 || Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietrich die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu Veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Minne mit seiner Tochter zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit die so schön war wie nie zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietrich mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren am Leben und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz als auch sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amergalt zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amergalts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amergalt und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Siegher und Amergalt werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottenit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sieghers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottenit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| geben Sie hier an, welchen Versbereich Sie zusammenfassen || Handlung: Was geschieht in diesem Abschnitt?&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2415 - 2579 || Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2579 - 2743 || Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch statt dessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2907 - 3071 || Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3072 - 3234|| Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs &amp;quot;recken&amp;quot; mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die &amp;quot;maht und gewalt&amp;quot; und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als &amp;quot;helfe&amp;quot; verstehen könnte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3235 - 3399 || Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3399 - 3563 || Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3564 - 3727 || Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V.3728 - 3909 || Daraufhin machten sie sich auf den Weg zurück nach Bern. Und wurden von Ermrich überfallen. Seine Leute besiegten die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und Ermerich nahm Dietrichs Leute gefangen. Dann verkündete er was er für die Freilassung fordert. Und zwar alles was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sandte seinen Boten Dietlep. um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3910 - 4054|| Dietlep bietet Ermrich in Dietrichs Namen einen Austausch der Gefangenen an, unter welchen sich auch Ermrichs Sohn Friedrich befindet. Diesen lehnt Ermrich ab. Er verlangt, dass Dietrich ihm seinen gesamten Besitz und das Land überlässt. Als Dietrich davon hört, raten ihm Männer und Frauen, nicht auf diesen Deal einzugehen. Doch Dietrich, von seiner Treue seinen Mannen gegenüber angetrieben, opfert all sein Habe für seine treuen Männer. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4055 - 4219 || König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne (&amp;quot;chune&amp;quot;) Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4219 - 4383 || Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4383 - 4546 || Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart.  Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17725</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17725"/>
		<updated>2015-05-05T22:56:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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Ahngeschichte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der die Tochter des Landiners Minne nach einer Webungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Almgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Ornit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Ornit wirbt um Liebgart, deren Vater alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian, der Vater schafft duch eine List, sich an Ornit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf gefressen werden. Wolfdietrich rächt Ornits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Sie werden 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und sich die Könogstochter Sigeminne von Frankreich erkämpft. Nach 450 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Diettrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 225 - 386 || Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 387 - 482 || Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietrich die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu Veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Minne mit seiner Tochter zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit die so schön war wie nie zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietrich mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren am Leben und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz als auch sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amergalt zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amergalts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amergalt und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Siegher und Amergalt werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottenit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sieghers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottenit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
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== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2415 - 2579 || Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2579 - 2743 || Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch statt dessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 2907 - 3071 || Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3072 - 3234|| Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs &amp;quot;recken&amp;quot; mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die &amp;quot;maht und gewalt&amp;quot; und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als &amp;quot;helfe&amp;quot; verstehen könnte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3235 - 3399 || Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3399 - 3563 || Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 3564 - 3727 || Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V.3728 - 3909 || Daraufhin machten sie sich auf den Weg zurück nach Bern. Und wurden von Ermrich überfallen. Seine Leute besiegten die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und Ermerich nahm Dietrichs Leute gefangen. Dann verkündete er was er für die Freilassung fordert. Und zwar alles was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sandte seinen Boten Dietlep. um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.&lt;br /&gt;
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| Beispiel || Beispiel&lt;br /&gt;
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| Beispiel || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4055 - 4219 || König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne (&amp;quot;chune&amp;quot;) Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 4219 - 4383 || Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.&lt;br /&gt;
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| V. 4383 - 4546 || Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart.  Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17640</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17640"/>
		<updated>2015-05-02T12:26:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Blutige Familiensage und Brautwerbungen - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
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! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Diettrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| geben Sie hier an, welchen Versbereich Sie zusammenfassen || Handlung: Was geschieht in diesem Abschnitt?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| geben Sie hier an, welchen Versbereich Sie zusammenfassen || Handlung: Was geschieht in diesem Abschnitt?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| geben Sie hier an, welchen Versbereich Sie zusammenfassen || Handlung: Was geschieht in diesem Abschnitt?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietrich die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu Veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Minne mit seiner Tochter zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit die so schön war wie nie zuvor. Auf dieser Hochzeit ist auch der König Dietrich mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren am Leben und 44 von seiner Frau geborenen Kindern war der Tag für ihn gekommen an dem er sterben sollte. Nachdem er tot war hat wurde sein kompletter Besitz als auch sein Land an Sigher übergeben. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amergalt zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amergalts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amergalt und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Siegher und Amergalt werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottenit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sieghers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottenit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| geben Sie hier an, welchen Versbereich Sie zusammenfassen || Handlung: Was geschieht in diesem Abschnitt?&lt;br /&gt;
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| geben Sie hier an, welchen Versbereich Sie zusammenfassen || Handlung: Was geschieht in diesem Abschnitt?&lt;br /&gt;
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== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
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| V 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch statt dessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
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| Beispiel || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiel || Beispiel &lt;br /&gt;
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| 3399 - 3563|| Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch &amp;quot;angest unde not&amp;quot; (V. 3459) und &amp;quot;haz unde nit&amp;quot; (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern. &lt;br /&gt;
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| Beispiel || Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| Beispiel || Beispiel&lt;br /&gt;
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| Beispiel || Beispiel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17638</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17638"/>
		<updated>2015-05-02T06:46:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Blutige Familiensage und Brautwerbungen - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Blutige Familiensage und Brautwerbungen - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Versbereich !! Inhalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Diettrichs Vorfahr als &amp;quot;König im römischen Land&amp;quot; gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und &amp;quot;phlegt&amp;quot;). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen (&amp;quot;gemme&amp;quot; und &amp;quot;adamant&amp;quot;) und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit &amp;quot;ere&amp;quot;, &amp;quot;tugend&amp;quot; und &amp;quot;milte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 163 - 224 || Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr &amp;quot;starch&amp;quot;, stattdessen untreu, hinterlistig (&amp;quot;karg&amp;quot;), verdorben (&amp;quot;faul&amp;quot;) und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre &amp;quot;newe sit&amp;quot; bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| V. 483 - 644 || Herzog Herman stellt König Dietrich die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften. &lt;br /&gt;
Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu Veranstalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 644 - 805 || In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet. &lt;br /&gt;
Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 805 - 966 || Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 966 - 1127 || König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1127 - 1288 || Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V. 1288 - 1449 || König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Minne mit seiner Tochter zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1772 - 1931 || Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit die so schön war wie nie zuvor. Auf dieser Hochzeit ist auch der König Dietrich mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren am Leben und 44 von seiner Frau geborenen Kindern war der Tag für ihn gekommen an dem er sterben sollte. Nachdem er tot war hat wurde sein kompletter Besitz als auch sein Land an Sigher übergeben. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1932 - 2093 || Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amergalt zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amergalts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amergalt und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Siegher und Amergalt werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottenit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sieghers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottenit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.&lt;br /&gt;
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== Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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| V 2743 - 2907 || Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch statt dessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe. &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Dietrichs Vorgänger und Ahnen Stammbaum</title>
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		<updated>2015-04-29T14:16:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;gallery&amp;gt; Dietrichs Ahnen.jpg|Beschreibung1 &amp;lt;/gallery&amp;gt;“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dietrichs Ahnen.jpg|Beschreibung1&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
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| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
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| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würden ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er ihnen nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
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==Literatur==&lt;br /&gt;
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===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17512</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17512"/>
		<updated>2015-04-26T09:21:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
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| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würden ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er ihnen nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
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==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17511</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
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		<updated>2015-04-26T09:20:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
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Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
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| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würden ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er ihnen nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
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==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Inhaltsangabe_%22Dietrichs_Flucht%22&amp;diff=17503</id>
		<title>Inhaltsangabe &quot;Dietrichs Flucht&quot;</title>
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		<updated>2015-04-25T16:05:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
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Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos &#039;&#039;Dietrichs Flucht&#039;&#039; zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]&lt;br /&gt;
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| V. 1610 - 1771 || Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würden ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er ihnen nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder. &lt;br /&gt;
Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&amp;lt;harvardreferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Primärtext===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17125</id>
		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17125"/>
		<updated>2014-12-04T22:23:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
In der lateinischen Theologie geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens (consensus), durch die bewusste Verbindung mit dem Teufel auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso spielt auch das &amp;quot;liberum arbitrium&amp;quot; (übers. = freier Entscheidungswille) - die Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die zwischen Gut und Böse unterscheidet- eine wichtige Rolle, wobei bei Hartmann die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt, ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problematisierung des Verhältnisses von Verdienst und Gnade == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind, muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie haben nicht die Willenskraft gehabt, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17124</id>
		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17124"/>
		<updated>2014-12-04T22:13:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Zwang als Antonomie zur Freiheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
In der lateinischen Theologie geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt, ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind, muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie haben nicht die Willenskraft gehabt, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17115</id>
		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
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		<updated>2014-11-30T16:29:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Freiheit und Zwang in Gregorius&amp;#039; Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt, ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind, muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie haben nicht die Willenskraft gehabt, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17114</id>
		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
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		<updated>2014-11-30T16:20:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Kritik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt, ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind, muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie hatten nicht die Willenskraft, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17113</id>
		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
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		<updated>2014-11-30T16:19:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Das Bild der zwei Wege */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt, ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie hatten nicht die Willenskraft, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17112</id>
		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17112"/>
		<updated>2014-11-30T16:18:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Das Bild der zwei Wege */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt, ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehenen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie hatten nicht die Willenskraft, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
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		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
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		<updated>2014-11-30T16:18:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Liberum arbitrium */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehenen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie hatten nicht die Willenskraft, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
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		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
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		<updated>2014-11-30T16:17:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Zusammenfassung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die Zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehenen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie hatten nicht die Willenskraft, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17109</id>
		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
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		<updated>2014-11-29T17:12:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die Zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehenen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik == &lt;br /&gt;
Die Problematik an der Auslegung ist, dass im Fall der Samariterlegende die Wirkung göttlicher Gnade die Leistung und somit die Freiheit des Verwundeten aufhebt. Dem Menschen kann seine Entscheidung für das Gute bzw. für Buße und Rechtfertigung nicht als Verdienst angerechnet werden. Die Frage, ob Freiwilligkeit und göttliche Gnade vereinbar sind muss wohl so beantwortet werden, dass im Zweifelsfall die göttliche Gnade mehr gewichtet ist. Im Fall der Samariterlegende handelt es sich um einen hilflosen Sünder und die durch Gottes Gnade geprägte Hilfsbereitschaft des Samariters. Zum Prinzip der Regel wird die Hintanstellung des eigenen Leistungsanspruches.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 292 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie hatten nicht die Willenskraft, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Freiheit_und_Zwang_bei_Gregorius_nach_Rainer_Z%C3%A4ck&amp;diff=17108</id>
		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
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		<updated>2014-11-29T13:54:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Zwang als Antonomie zur Freiheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die Zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehenen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie hatten nicht die Willenskraft, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
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		<title>Freiheit und Zwang bei Gregorius nach Rainer Zäck</title>
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		<updated>2014-11-29T13:51:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: Die Seite wurde neu angelegt: „== Zusammenfassung == Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohn…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zusammenfassung ==&lt;br /&gt;
Rainer Zäck schreibt in seinem Text „Der guote sündaere und der peccator precipuus“ zu dem Thema Freiheit und Zwang, dass das eine ohne das jeweils andere nicht existieren könnte. Das bedeutet, dass man erst durch die Erfahrung einer bösen Macht dazu in der Lage ist, sich durch Willensstärke gegen diese durchzusetzen und somit die die eigene Freiheit zu erlangen, welche als begehrenswertes Gut gilt.  &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Zwang als Antonomie zur Freiheit == &lt;br /&gt;
Im mittelalterlichen Freiheitsverständnis und in der Hartmannschen Ethik, geht man davon aus, dass die Freiheit der Willensentscheidung zum tugendhaften Handeln der Grundvoraussetzung menschlich moralischer Existenz entspricht. Diese freie Willensentscheidung kann nur getroffen werden, wenn das Böse als Gegenpol zum Guten existiert. Wenn Gott alle Menschen gleich gut schaffen würde, bliebe die Freiheit vollständig aus. Als gottähnlich geschaffener Mensch, ist es besser, das Gute aus freiem Willen zu tun („libera voluntas“) als durch Notwendigkeit.  Erst durch die Existenz eines Zwangs als Antonym, kann man von Freiheit sprechen, diesem nicht zu verfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.Zäck, Rainer: der guote sündaere und der peccator precipuus, Göppingen 1989, S.284 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Verlust der Freiheit im consensus ==&lt;br /&gt;
Im Gregorius-Prolog artikuliert Hartmann von Aue eine Psychologie der Sünde: auf der einen Seite steht die Macht des Bösen (hellescherge), die einen spürbaren Einfluss auf das moralische Verhalten des Menschen nimmt, und der von ihr ausgeübte Zwang, auf der anderen Seite steht der moralisch handelnde Mensch mit seiner Willensentscheidung (kiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;, eigene herze). Beide Formen sind gleichermaßen am Prozess beteiligt, wodurch man beim „betwungensein“ davon ausgehen muss, dass der Mensch den Verlust der Freiheit selbst mitverschuldet hat.   &lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich als betwungen sieht, hat er im Konsens - consensus - auf die Freiheit seines Willens verzichtet und einer wirkkräftigen Macht nachgegeben. Der Wille wird nur dann frei genannt, wenn er ohne Zwang und Notwendigkeit agiert und somit ist umgekehrt jeder Verlust von Freiheit ein Sich-Selbst-Ausliefern. Die Freiheit des Willens ist eng mit der voluntas, der Freiwilligkeit, verknüpft.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 286 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Liberum arbitrium == &lt;br /&gt;
Das Liberum arbitrium ist eine Fähigkeit des freien Willens und der Vernunft, die Zwischen Gut und Böse unterscheidet. Bei Hartmann steht die libertas, die Freiheit von der zwingenden Macht des Bösen, stark im Vordergrund.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Bild der zwei Wege ==&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue geht von einem Bild der zwei Wege aus. Der erste Weg, welchen er beschreibt ist der &amp;quot;gemächlîchere wec&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;, welcher ohne große Mühen oder Anstrengungen beschreitbar ist. Der Wanderer ist hierbei seiner eigenen Bequemlichkeit ausgeliefert und wird von der &amp;quot;vîl bitter süeze&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 79&amp;lt;/ref&amp;gt;, der Macht des Bösen, zum Verlust der eigenen Willenskraft gezwungen. Die Haltung der Passivität und des Verharrens in der Unfreiheit wird als große Verfehlung angesehenen, da der Wanderer, im consensus mit dem Bösen, nicht mehr imstande ist, seine Einstellung zu ändern. Dieser Weg führt den Wanderer mit Sicherheit zum „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der andere Weg, welchen Hartmann beschreibt, ist die „sælden strâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche mit einem sehr anstrengenden und engen Pfad verbunden ist. Auf diesem Weg wandelt nur jener Wanderer, welcher ein moralisch handelnder Mensch ist, der durch seine Willensstärke erhaben ist über jeden inneren und äußeren Zwang. Die Freiheit, welche der Wanderer durch große Mühe erlangt, ist ein anzustrebendes Gut. Dem Wanderer begegnen zwar auf dem Weg zur Glückseligkeit viele Gefahren, dem Bösen zu verfallen, die er aber mit seiner Willenskraft überwinden kann. Denn die Erfahrung der Macht des Bösen und somit des Zwanges ist Bedingung für Freiheit, die wiederum durch die Durchsetzung gegen jene Macht erlangt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl., Zäck, Göppingen 1989, S. 289 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;quot;Frei ist demnach nicht so sehr der, der ohne Zwang lebt, als der, der gegen den Zwang lebt, der es versteht, sich mühsam gegen ihn durchzusetzen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt;   &lt;br /&gt;
In der Samariterlegende des Prologs werden zum Schluss, als der Mann von den Banditen halb tot auf dem Weg liegengelassen wird, die Aspekte menschlicher Freiheit zugunsten einer Darstellung der Wirkung göttlicher Gnade aufgegeben:&lt;br /&gt;
::&amp;quot;alsus huop in bi sîner hant &lt;br /&gt;
::diu gotes gnâde als si in vant (…)&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Stuttgart 2011, V. 135 f&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Freiheit und Zwang in Gregorius&#039; Leben == &lt;br /&gt;
Wenn man in diesem Gedankenschema auf die gesamte Gregorius-Geschichte zurückgreift, kann man davon ausgehen, dass die Geschwister in Aquitanien damals aus „betwungenheit“ heraus gehandelt haben, indem sie der bösen Macht nachgegeben haben, die sie dazu verführt hat, eine schwere Sünde zu begehen. Sie hatten nicht die Willenskraft, sich gegen das verbotene Verlangen durchzusetzen und müssen somit mit den Konsequenzen leben, die ihr Vergehen nach sich zieht. Die Konsequenzen beinhalten vor allem Gregorius&#039; Geburt, durch welche die Mutter eine zweite schwere Sünde begehen kann. Hätten die Geschwister sich gegen den Zwang durchgesetzt, wären beide frei von Sünde gewesen.   &lt;br /&gt;
Gregorius selber wird in diesen Zwang hineingeboren, er kann weder etwas für das Vergehen seiner Eltern, noch für den daraus resultierenden, erst später folgenden Sündenfall. Doch Gregorius geht mit der Sünde, deren Verursacher er eigentlich nicht ist, sehr pflichtbewusst um. Er weiß, was er zu tun hat und begibt sich durch seine Willenskraft angetrieben auf die Felseninsel, um 17 Jahre lang für seine Sünden zu büßen, die er nicht begangen hat, deren er sich dennoch schuldig fühlt. Deswegen kann man ihn auch als einen „guoten sündaere“ bezeichnen, denn bewusst hat er sich keiner Verfehlung schuldig gemacht, aber fühlt sich dennoch dafür verantwortlich, seine und die Schuld seiner Eltern zu bereinigen. Man kann Gregorius durchaus als einen freien Menschen bezeichnen, denn er hat die Fähigkeit, durch moralische Motive geleitet, seinen Willen gegen das Böse durchzusetzen und somit seine eigene Freiheit zu erlangen. Durch seine Kasteiung, die Gregorius seit seinem schweren Vergehen an den Tag legt, meidet Gregorius den einfachen Weg, was als eindeutiger Beweis dafür zu verstehen ist, dass Gregorius Herr über seine Freiheit ist. Wenn es nach ihm ginge, hätte er den Willen, für den Rest seines Lebens auf der Felseninsel sitzen zu bleiben, aber dann greift die göttliche Gnade ein und wendet Gregorius&#039; tristes Leben zu einer lebenswerten Daseinsform als Papst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<title>Der Gregorius-Prolog (nach Rainer Zäck)</title>
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		<updated>2014-11-24T20:38:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Fazit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Studie zu Deutungsmodellen des &#039;guten Sünders&#039; bei Hartmann von Aue und Arnold von Lübeck analysiert Rainer Zäck die rhetorische Struktur und das theologische Programm des &#039;&#039;Gregorius&#039;&#039;-Prologs. Zäck gelangt dabei zu dem Ergebnis, dass im Prolog zeitgenössische Formen von Buße und Sünde dem Leser vermittelt werden sollen. Dabei ist es wichtig das Verhältnis zwischen Erzähler und dem Erzählten zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachinformationen zum Prolog==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Verständnis der Argumentation Zäcks sind verschiedene Begriffe von Bedeutung, welche hier erläutert werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;quot;Attritio cordis&amp;quot; kann wörtlich mit &amp;quot;Abreibung/Zerknirschung des Herzens übersetzt werden und beschreibt die von Herzen empfundene Reue eines Sünders. Diese innere Einstellung ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Buße. So erfahren wir im Prolog, dass noch keiner Person ihre Sünde nicht vergeben wurde &amp;quot;ob si von herzen riuwet und si niht wider niuwet&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Gregorius, V.49f&amp;lt;/ref&amp;gt;. Attritio cordis ist demnach ebenso unerlässlich wie die Abwendung von der erneuten Begehung der Sünde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine recht gegensätzliche Reaktion auf eine Sünde kann als &amp;quot;desperatio&amp;quot; (=&amp;quot;Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit&amp;quot;) bezeichnet werden. Der Betroffene hält seine Schuld für so groß, dass eine Begnadigung durch Gott ihm unmöglich erscheint. Dieser Urzweifel an der Barmherzigkeit Gottes wird im Prolog des Gregorius als &amp;quot;mortgalle&amp;quot; beschrieben, &amp;quot;den niemand mac gesüezen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmannn von Aue, Gregorius, V.167f&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer zentraler Begriff, &amp;quot;Superbia&amp;quot;, bezeichnet den Hochmut und die Selbstüberschätzung des Sünders. Eine besondere Form ist hierbei &amp;quot;Praesumptio&amp;quot;. Dieser Ausdruck kann sowohl mit &amp;quot;vorgezogener Genuß&amp;quot; als auch mit &amp;quot;Erwartung&amp;quot; übersetzt werden.Der Betroffene vertraut hierbei darauf, seine Sünden auch zu einem späteren Zeitpunkt noch büßen zu können. Die Buße wird somit willentlich aufgeschoben. Diese allzu hochmütige und vermessene Einstellung erfolgt entweder aus Bequemlichkeit oder aber aus jugendlichem Leichtsinn. Auch im Prolog des Gregorius ist von dieser Haltung die Rede. Sie wird demnach dem Sünder spätestens dann vergehen, wenn &amp;quot;der bitterlîche tôt den vürgedanc richet&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Gregorius, V.20f&amp;lt;/ref&amp;gt; und ihm mit einem unerwartetem Ende seines Lebens die Möglichkeit der Buße nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäss Zäck beginnt der Prolog des Gregorius mit einer &#039;&#039;confessio&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Gregorius, V. 1-5&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das heisst, der Erzähler gesteht, sich in seinen &#039;&#039;unvernüftigen Jahren&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Gregorius, V. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;, zu sehr dem weltlichen zugewandt zu haben. Gekennzeichnet wird dies durch den Gebrauch von Possesivpronomen, die bereits von Anfang an im Prolog zu finden sind. Diese Possesivpronomen dürfen gemäss Zäck nicht dazu verleiten, den Prolog autobiographisch zu lesen. Denn einerseits habe Hartmann von Aue einen späteren Rezipienten mit berücksichtigt, und andererseits schreibe Hartmann von Aue explizit, wenn er von sich selber spräche. Es ist also von einem Erzähler-Ich auszugehen. &lt;br /&gt;
Der Prolog des Gregorius ist ein typischer Prolog für mittelalterliche Literatur. Zäck beschreibt, dass es in dem Prolog vor allem darum gehe, eine Wirkung auf den Höhrer/Leser zu erzielen, denn der Prolog verfolge eine bestimmte Wirkabsicht. Zäck gesteht Hartmann von Aue ein rhetorisches Geschick zu. Denn dieser schildere als ihm wichtig, was für das Publikum wichtig sei. Und hier zeigt sich, warum dieser Prolog exemplarisch für Prologe der mittelalterlichen Literatur ist. Hartmann von Aue bezieht sich auf sein Publikum, stellt  sich mit ihm auf eine Ebene. Er hat die Lehre aus dem noch zu erzählenden bereits gezogen und begeht Busse, indem er sich vom weltlichen Sprechen abwendet und die &#039;&#039;wârheit&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Gregorius, V. 36&amp;lt;/ref&amp;gt; spricht. Deswegen kann der Erzähler mit der Sympathie des Publikums rechnen, denn dieses kann seine Geschichte nachvollziehen und versteht sie. Das Bekenntnis zur Sünde schafft Sympathie mit dem Erzähler.&lt;br /&gt;
Hartmann von Aue verwendet im Prolog fast ausschliesslich die Ich-Form&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Gregorius, V. 1f (ohne V. 7)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sobald er allerdings den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt, änder er die Form durch die Verwendung eines Indefinitpronomens&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue, Gregorius, V. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;. Diese Punkte würden gemäss Zäck die Kunst der &#039;&#039;insinuatio&#039;&#039; beschreiben, nämlich der Kunst das Herz des Zuhörers zu gewinnen, indem einschmeichelnde Mittel geschickt eingesetzt würden. Hartmann sorgt im Prolog dafür, dass eine allgemeine Verständigungsbasis entsteht mit der sich der Höhrer/Leser sofort identifizieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Argumentation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Hartmann von Aue existieren drei verschiedengewichtige Arten der Sünde. Der Autor differenziert zwischen dem „leichtfertigen Vertrauen auf [sein] das jugendliche[s] Alter“&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Zäck: Der guote Sündaere und der Peccator Precepuus, Göppingen 1989, S. 46 &amp;lt;/ref&amp;gt;, welches damit einhergeht, dass die Buße bis zum letztmöglichen Termin aufgeschoben werden. Das kann bei einem „plötzlichen Tod“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; verheerend sein, denn die „êhafte nôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V.19&amp;lt;/ref&amp;gt; kann dem Leben ganz schnell ein Ende bereiten und  man bezahlt das „êwige leben“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; für den „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unbußfertigkeit ist als eine Warnung vor der praesumptio, einer vermessenen Gnadenerwartung, zu verstehen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt als die schwerste aller Sünden, da die Folgen irreversibel sind. Hierbei ist wiederum zu „unterscheiden zwischen dem bewußten vermessenen Rechnen auf die göttliche Gnade und dem gedankenlosen Weitersündigen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn die Zuversicht eines langen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; hindert die Absicht, Buße zu tun daran, Wirklichkeit zu werden. &lt;br /&gt;
Weniger stark gewichtig ist dagegen die Sünde des „zwîvel“, die damit einhergeht, dass man an der Vergebung der starken „schulde“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; zweifelt und somit an der göttlichen Gnade verzweifelt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenn der Sündiger den „zwîvel lâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist nach wie vor noch nicht gewährleistet, dass seine Sünden vergeben werden, denn wenn er „sich […]  bedenket houbethafter missetât“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 66 f&amp;lt;/ref&amp;gt; und annimmt, dass diese zu gravierend sind, als dass Gott sie vergeben könnte, befindet er sich abermals auf dünnem Eis, denn „verzwîfelt er an gote […] sô hât der zwîvel im benomen, den wuocher der riuwe.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 70 bzw. 74 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die am leichtesten entschuldbare Sünde entspricht derjenigen, nach einer „missetat“ keine Reue zu empfinden, diese kann ganz einfach dadurch ausgemerzt werden, indem man „von herzen riuwet und si niht wider niuwet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 49 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Fall führt die „erbarmekeit“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 111&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes zur Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
____________________&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zäck, Rainer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
Was bezweckt Hartmann also mit seinem Prolog? Lassen sich daraus Rückschlüsse auf die Erzähler- oder gar Autorfigur ziehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine eindeutige Antwort wird es wohl nicht geben. Es liegt nahe, anzunehmen, dass der Erzähler sein theologisches Programm als solches nur benutzte, um etwa die richtige Erwartungshaltung beim Publikum für den darauffolgenden Stoff zu evozieren. Insgesamt wirkt die Erzählerfigur - wie fingiert oder &amp;quot;autornah&amp;quot; auch immer - auf den Rezipienten als Advokat und Propagandist eines theoretischen Systems. Demgegenüber deutet eine weniger kritische Lesart des Prologs darauf hin, diesen bloß als eine Art Erfahrungsbericht des Autors zu sehen: Der Autor-Erzähler hat aus seinen Fehlern gelernt (&amp;quot;nû weiz ich daz wol vür wâr&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 1963, V.6&amp;lt;/ref&amp;gt;). Als Vermittlerfigur (&amp;quot;Durch daz wære ich gerne bereit / ze sprechenne die wârheit&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V.35f.&amp;lt;/ref&amp;gt;) bietet er so dem Rezipienten Hilfe zur Selbsthilfe an, ruft zur Umkehr vom &amp;quot;wec der helle&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V.59&amp;lt;/ref&amp;gt; auf - und erleichtert im Prozess des Niederschreibens der Geschichte zugleich die eigene Sündenlast, als aktive Bußtat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zäck, Rainer}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
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		<title>Der Gregorius-Prolog (nach Rainer Zäck)</title>
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		<updated>2014-11-20T11:33:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Argumentation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Studie zu Deutungsmodellen des &#039;guten Sünders&#039; bei Hartmann von Aue und Arnold von Lübeck analysiert Rainer Zäck die rhetorische Struktur und das theologische Programm des &#039;&#039;Gregorius&#039;&#039;-Prologs. Zäck gelangt dabei zu dem Ergebnis, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachinformationen zum Prolog==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Argumentation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Hartmann von Aue existieren drei verschiedengewichtige Arten der Sünde. Der Autor differenziert zwischen dem „leichtfertigen Vertrauen auf [sein] das jugendliche[s] Alter“&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Zäck: Der guote Sündaere und der Peccator Precepuus, Göppingen 1989, S. 46 &amp;lt;/ref&amp;gt;, welches damit einhergeht, dass die Buße bis zum letztmöglichen Termin aufgeschoben werden. Das kann bei einem „plötzlichen Tod“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; verheerend sein, denn die „êhafte nôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V.19&amp;lt;/ref&amp;gt; kann dem Leben ganz schnell ein Ende bereiten und  man bezahlt das „êwige leben“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; für den „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unbußfertigkeit ist als eine Warnung vor der praesumptio, einer vermessenen Gnadenerwartung, zu verstehen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt als die schwerste aller Sünden, da die Folgen irreversibel sind. Hierbei ist wiederum zu „unterscheiden zwischen dem bewußten vermessenen Rechnen auf die göttliche Gnade und dem gedankenlosen Weitersündigen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn die Zuversicht eines langen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; hindert die Absicht, Buße zu tun daran, Wirklichkeit zu werden. &lt;br /&gt;
Weniger stark gewichtig ist dagegen die Sünde des „zwîvel“, die damit einhergeht, dass man an der Vergebung der starken „schulde“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; zweifelt und somit an der göttlichen Gnade verzweifelt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenn der Sündiger den „zwîvel lâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist nach wie vor noch nicht gewährleistet, dass seine Sünden vergeben werden, denn wenn er „sich […]  bedenket houbethafter missetât“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 66 f&amp;lt;/ref&amp;gt; und annimmt, dass diese zu gravierend sind, als dass Gott sie vergeben könnte, befindet er sich abermals auf dünnem Eis, denn „verzwîfelt er an gote […] sô hât der zwîvel im benomen, den wuocher der riuwe.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 70 bzw. 74 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die am leichtesten entschuldbare Sünde entspricht derjenigen, nach einer „missetat“ keine Reue zu empfinden, diese kann ganz einfach dadurch ausgemerzt werden, indem man „von herzen riuwet und si niht wider niuwet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 49 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Fall führt die „erbarmekeit“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 111&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes zur Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
____________________&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zäck, Rainer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<title>Der Gregorius-Prolog (nach Rainer Zäck)</title>
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		<updated>2014-11-20T11:30:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Argumentation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Studie zu Deutungsmodellen des &#039;guten Sünders&#039; bei Hartmann von Aue und Arnold von Lübeck analysiert Rainer Zäck die rhetorische Struktur und das theologische Programm des &#039;&#039;Gregorius&#039;&#039;-Prologs. Zäck gelangt dabei zu dem Ergebnis, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachinformationen zum Prolog==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Argumentation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Hartmann von Aue existieren drei verschiedengewichtige Arten der Sünde. Der Autor differenziert zwischen dem „leichtfertigen Vertrauen auf [sein] das jugendliche[s] Alter“&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Zäck: Der guote Sündaere und der Peccator Precepuus, Göppingen 1989, S. 46 &amp;lt;/ref&amp;gt;, welches damit einhergeht, dass die Buße bis zum letztmöglichen Termin aufgeschoben werden. Das kann bei einem „plötzlichen Tod“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; verheerend sein, denn die „êhafte nôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V.19&amp;lt;/ref&amp;gt; kann dem Leben ganz schnell ein Ende bereiten und  man bezahlt das „êwige leben“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; für den „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unbußfertigkeit ist als eine Warnung vor der praesumptio, einer vermessenen Gnadenerwartung, zu verstehen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt als die schwerste aller Sünden, da die Folgen irreversibel sind. Hierbei ist wiederum zu „unterscheiden zwischen dem bewußten vermessenen Rechnen auf die göttliche Gnade und dem gedankenlosen Weitersündigen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn die Zuversicht eines langen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; hindert die Absicht, Buße zu tun daran, Wirklichkeit zu werden. &lt;br /&gt;
Weniger stark gewichtig ist dagegen die Sünde des „zwîvel“, die damit einhergeht, dass man an der Vergebung der starken „schulde“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; zweifelt und somit an der göttlichen Gnade verzweifelt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenn der Sündiger den „zwîvel lâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist nach wie vor noch nicht gewährleistet, dass seine Sünden vergeben werden, denn wenn er „sich […]  bedenket houbethafter missetât“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 66 f&amp;lt;/ref&amp;gt; und annimmt, dass diese zu gravierend sind, als dass Gott sie vergeben könnte, befindet er sich abermals auf dünnem Eis, denn „verzwîfelt er an gote […] sô hât der zwîvel im benomen, den wuocher der riuwe.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 70 bzw. 74 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die am leichtesten entschuldbare Sünde entspricht derjenigen, nach einer „missetat“ keine Reue zu empfinden, diese kann ganz einfach dadurch ausgemerzt werden, indem man „von herzen riuwet und si niht wider niuwet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 49 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Fall führt die „erbarmekeit“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 111&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes zur Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
____________________&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zäck, Rainer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<title>Der Gregorius-Prolog (nach Rainer Zäck)</title>
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		<updated>2014-11-20T11:29:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Einzelnachweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Studie zu Deutungsmodellen des &#039;guten Sünders&#039; bei Hartmann von Aue und Arnold von Lübeck analysiert Rainer Zäck die rhetorische Struktur und das theologische Programm des &#039;&#039;Gregorius&#039;&#039;-Prologs. Zäck gelangt dabei zu dem Ergebnis, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachinformationen zum Prolog==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Argumentation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Hartmann von Aue existieren drei verschiedengewichtige Arten der Sünde. Der Autor differenziert zwischen dem „leichtfertigen Vertrauen auf [sein] das jugendliche[s] Alter“&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Zäck: Der guote Sündaere und der Peccator Precepuus, Göppingen 1989, S. 46 &amp;lt;/ref&amp;gt;, welches damit einhergeht, dass die Buße bis zum letztmöglichen Termin aufgeschoben werden. Das kann bei einem „plötzlichen Tod“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; verheerend sein, denn die „êhafte nôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V.19&amp;lt;/ref&amp;gt; kann dem Leben ganz schnell ein Ende bereiten und  man bezahlt das „êwige leben“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; für den „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unbußfertigkeit ist als eine Warnung vor der praesumptio, einer vermessenen Gnadenerwartung, zu verstehen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt als die schwerste aller Sünden, da die Folgen irreversibel sind. Hierbei ist wiederum zu „unterscheiden zwischen dem bewußten vermessenen Rechnen auf die göttliche Gnade und dem gedankenlosen Weitersündigen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn die Zuversicht eines langen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; hindert die Absicht, Buße zu tun daran, Wirklichkeit zu werden. &lt;br /&gt;
Weniger stark gewichtig ist dagegen die Sünde des „zwîvel“, die damit einhergeht, dass man an der Vergebung der starken „schulde“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; zweifelt und somit an der göttlichen Gnade verzweifelt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenn der Sündiger den „zwîvel lâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist nach wie vor noch nicht gewährleistet, dass seine Sünden vergeben werden, denn wenn er „sich […]  bedenket houbethafter missetât“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 66 f&amp;lt;/ref&amp;gt; und annimmt, dass diese zu gravierend sind, als dass Gott sie vergeben könnte, befindet er sich abermals auf dünnem Eis, denn „verzwîfelt er an gote […] sô hât der zwîvel im benomen, den wuocher der riuwe.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 70 bzw. 74 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die am leichtesten entschuldbare Sünde entspricht derjenigen, nach einer „missetat“ keine Reue zu empfinden, diese kann ganz einfach dadurch ausgemerzt werden, indem man „von herzen riuwet und si niht wider niuwet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 49 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Fall führt die „erbarmekeit“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 111&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes zur Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Fazit==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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		<title>Der Gregorius-Prolog (nach Rainer Zäck)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Der_Gregorius-Prolog_(nach_Rainer_Z%C3%A4ck)&amp;diff=17080"/>
		<updated>2014-11-20T11:28:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Argumentation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Studie zu Deutungsmodellen des &#039;guten Sünders&#039; bei Hartmann von Aue und Arnold von Lübeck analysiert Rainer Zäck die rhetorische Struktur und das theologische Programm des &#039;&#039;Gregorius&#039;&#039;-Prologs. Zäck gelangt dabei zu dem Ergebnis, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachinformationen zum Prolog==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Argumentation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Hartmann von Aue existieren drei verschiedengewichtige Arten der Sünde. Der Autor differenziert zwischen dem „leichtfertigen Vertrauen auf [sein] das jugendliche[s] Alter“&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Zäck: Der guote Sündaere und der Peccator Precepuus, Göppingen 1989, S. 46 &amp;lt;/ref&amp;gt;, welches damit einhergeht, dass die Buße bis zum letztmöglichen Termin aufgeschoben werden. Das kann bei einem „plötzlichen Tod“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; verheerend sein, denn die „êhafte nôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V.19&amp;lt;/ref&amp;gt; kann dem Leben ganz schnell ein Ende bereiten und  man bezahlt das „êwige leben“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; für den „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unbußfertigkeit ist als eine Warnung vor der praesumptio, einer vermessenen Gnadenerwartung, zu verstehen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt als die schwerste aller Sünden, da die Folgen irreversibel sind. Hierbei ist wiederum zu „unterscheiden zwischen dem bewußten vermessenen Rechnen auf die göttliche Gnade und dem gedankenlosen Weitersündigen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn die Zuversicht eines langen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; hindert die Absicht, Buße zu tun daran, Wirklichkeit zu werden. &lt;br /&gt;
Weniger stark gewichtig ist dagegen die Sünde des „zwîvel“, die damit einhergeht, dass man an der Vergebung der starken „schulde“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; zweifelt und somit an der göttlichen Gnade verzweifelt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenn der Sündiger den „zwîvel lâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist nach wie vor noch nicht gewährleistet, dass seine Sünden vergeben werden, denn wenn er „sich […]  bedenket houbethafter missetât“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 66 f&amp;lt;/ref&amp;gt; und annimmt, dass diese zu gravierend sind, als dass Gott sie vergeben könnte, befindet er sich abermals auf dünnem Eis, denn „verzwîfelt er an gote […] sô hât der zwîvel im benomen, den wuocher der riuwe.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 70 bzw. 74 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die am leichtesten entschuldbare Sünde entspricht derjenigen, nach einer „missetat“ keine Reue zu empfinden, diese kann ganz einfach dadurch ausgemerzt werden, indem man „von herzen riuwet und si niht wider niuwet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 49 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Fall führt die „erbarmekeit“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 111&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes zur Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zäck, Rainer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Der_Gregorius-Prolog_(nach_Rainer_Z%C3%A4ck)&amp;diff=17079</id>
		<title>Der Gregorius-Prolog (nach Rainer Zäck)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Der_Gregorius-Prolog_(nach_Rainer_Z%C3%A4ck)&amp;diff=17079"/>
		<updated>2014-11-20T11:08:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Delah: /* Argumentation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Studie zu Deutungsmodellen des &#039;guten Sünders&#039; bei Hartmann von Aue und Arnold von Lübeck analysiert Rainer Zäck die rhetorische Struktur und das theologische Programm des &#039;&#039;Gregorius&#039;&#039;-Prologs. Zäck gelangt dabei zu dem Ergebnis, ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachinformationen zum Prolog==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Argumentation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Hartmann von Aue existieren drei verschiedengewichtige Arten der Sünde. Der Autor differenziert zwischen dem „leichtfertigen Vertrauen auf [sein] das jugendliche[s] Alter“&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Zäck: Der guote Sündaere und der Peccator Precepuus, Göppingen 1989, S. 46 &amp;lt;/ref&amp;gt;, welches damit einhergeht, dass die Buße bis zum letztmöglichen Termin aufgeschoben werden. Das kann bei einem „plötzlichen Tod“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt; verheerend sein, denn die „êhafte nôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmann von Aue: Gregorius, Stuttgart 2011, V.19&amp;lt;/ref&amp;gt; kann dem Leben ganz schnell ein Ende bereiten und  man bezahlt das „êwige leben“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; für den „êwigen tôt“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 86&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Unbußfertigkeit ist als eine Warnung vor der praesumptio, einer vermessenen Gnadenerwartung, zu verstehen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt als die schwerste aller Sünden, da die Folgen irreversibel sind. Hierbei ist wiederum zu „unterscheiden zwischen dem bewußten vermessenen Rechnen auf die göttliche Gnade und dem gedankenlosen Weitersündigen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn die Zuversicht eines langen Lebens&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., S. 49&amp;lt;/ref&amp;gt; hindert die Absicht, Buße zu tun daran, Wirklichkeit zu werden. &lt;br /&gt;
Weniger stark gewichtig ist dagegen die Sünde des „zwîvel“, die damit einhergeht, dass man an der Vergebung der starken „schulde“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; zweifelt und somit an der göttlichen Gnade verzweifelt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Zäck, Göppingen 1989, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wenn der Sündiger den „zwîvel lâze“&amp;lt;ref&amp;gt;Aue, Stuttgart 2011, V. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist nach wie vor noch nicht gewährleistet, dass seine Sünden vergeben werden, denn wenn er „sich […]  bedenket houbethafter missetât“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 66 f&amp;lt;/ref&amp;gt; und annimmt, dass diese zu gravierend sind, als dass Gott sie vergeben könnte, befindet er sich abermals auf dünnem Eis, denn „verzwîfelt er an gote […] sô hât der zwîvel im benomen, den wuocher der riuwe.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 70 bzw. 74 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
Die am leichtesten entschuldbare Sünde entspricht derjenigen, nach einer „missetat“ keine Reue zu empfinden, diese kann ganz einfach dadurch ausgemerzt werden, indem man „von herzen riuwet und si niht wider niuwet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 49 f&amp;lt;/ref&amp;gt;. In diesem Fall führt die „erbarmekeit“&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd., V. 111&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottes zur Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Delah</name></author>
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