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	<title>MediaeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-05T21:10:53Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Minnelyrik_im_Vergleich_(Ulrich_von_Liechtenstein,_Frauendienst/_Dante_Alighieri,_Vita_Nova)&amp;diff=14413</id>
		<title>Diskussion:Minnelyrik im Vergleich (Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst/ Dante Alighieri, Vita Nova)</title>
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		<updated>2013-06-13T09:38:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: Der soziale Stand der Frau im dolce stil nuovo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hey! Ich hätte bezüglich der Definiton des dolce stil nuovo eine Frage: Muss es sich bei dem Besingen der Frau um eine Person höheren Standes handeln? Oder ist das eine Ansichts- bzw. Interpretationsfrage? (Siehe dazu auch die Diskussion von &amp;quot;Weiblichkeitsideale in Dante&amp;quot;) Liebe Grüße, Lena&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Minnelyrik_im_Vergleich_(Ulrich_von_Liechtenstein,_Frauendienst/_Dante_Alighieri,_Vita_Nova)&amp;diff=14412</id>
		<title>Minnelyrik im Vergleich (Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst/ Dante Alighieri, Vita Nova)</title>
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		<updated>2013-06-13T09:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: /* Der „dolce stil nuovo“ – Der süße neue Stil */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Einführung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich von Liechtensteins Frauendienst und Dante Alighieris Vita Nova sind eine der wenigen Ich-Erzählungen des Mittelalters. Sie haben nicht nur die Erzählweise in der ersten Person gemein, sondern sind beides Werke, die sich mit dem Frauenlob bzw. der Minnelyrik befassen. Ulrich von Liechtensteins Werk ist der deutschen Minnelyrik Mitte des 13. Jahrhunderts zuzuordnen. Die Vita Nova steht in der Tradition des „dolce stil nuovo“, der italienischen Minnelyrik des letzten Viertel des 13. Jahrhunderts. (Kindlers Literatur Lexikon) Dieser Artikel soll sich mit den thematischen Gemeinsamkeiten, sowie Gegensätze der beiden Werke in Bezug auf die Minnelyrik befassen. Bevor ein Vergleich gezogen wird, soll kurz das Konzept der italienischen Minnelyrik, des „dolce stil nuovo“, skizziert und dann im speziellen deren Bedeutung in Bezug zur „Vita Nova“ herausgestellt werden. Zur Minnekonzeption bei Ulrich von Liechtenstein gibt der Artikel „Das Konzept des Frauendienstes“ Auskunft.&lt;br /&gt;
= Der „dolce stil nuovo“ – Der süße neue Stil =&lt;br /&gt;
Der „dolce stil nuovo“ hat seinen Ursprung in der Minnedichtung der „scuola siciliana“, der sizilianischen Dichterschule am Hofe Friedrich II in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Diese Dichterschule war wiederum geprägt von der provenzalischen Lyrik als auch von deutschen Minnesängern (Hardt S. 25). Friedrich II sammelte um sich die geistige Elite des Hofes, zum größten Teil aus Juristen, Notaren und Verwaltungsbeamten bestehend (Hardt 27). So entstand eine sizilianische, höfisch, aristokratische Dichtung, die sich, wohl aufgrund der sprachlichen Nähe zur provenzalischen Dichtung, inhaltlich wie formal eng am Vorbild der provenzalischen „trouveres“ orientierte (Hardt S. 25). So wurde auch die ursprünglich provenzalischen Konzeption der feudalen Liebesbeziehung übernommen. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Stilrichtung ist Dante  Alighieri, welcher im 13. Jahrhundert den Begriff des &amp;quot;dolce stil nuovo&amp;quot;  prägte und letztendlich vollendete. Zu dieser Konzeption gehört die Herrin, die als höfische Dame von einem Liebesvasall, besungen wird, der sich für seine Dienste einen Liebeslohn erhofft. Die berühmteste Darstellungsform dieser sizilianischen Minnedichtung ist das Sonett, das sich aus der Kanzone heraus entwickelte und die wichtigste Gedichtsform der italienischen Lyrik wurde. (Hardt S 27) Im toskanischen Raum wurde diese volksprachliche, neue Dichtungsform aufgenommen und toskanisiert. (Hardt S. 31) Mit dem „dolce stil nuovo“ wurde jedoch nicht nur die Sprach neu angepasst, sondern es wurde auch das Minnekonzept verändert. Diese Veränderung steckt in dem Begriff „nuovo“. Einmal bedeutet der Begriff „nuovo“ schlicht, dass ein neues Kapitel der Dichtung aufgeschlagen wurde und eine Lyrik entstand, die zuvor noch nicht existierte. Zweitens bezieht sich „nuovo“ auf ein an sich nicht mehr ganz so neues Schema und zwar das schon von den Provenzalen als neu beschriebene Konzept der sakralen Liebe. Die sakrale Liebe wird von der profanen, sinnlichen Liebe abgegrenzt und steht nun idealisiert für eine innere Tugendkraft, eine „vollkommene Liebe“, die im Stande wäre den Menschen seelisch zu läutern und zu erneuern (Hardt S. 41). Der Begriff „dolce“ weißt auf den mittleren Stil hin und auch auf den mystischen Bereich der Dichtung, die für das verzückte Überwältigtseins steht, das der Mystiker unter der Einwirkung der göttlichen Gnade im Angesichts Gottes erfahren kann (Hardt S. 42).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Vita Nova und das Minnekonzept des „dolce stil nuovo“ =&lt;br /&gt;
Dante Alighieris Vita Nova ist wohl zwischen den Jahren 1293 und 1295 entstanden und erzählt von Dantes Liebe zu Beatrice und auch von seiner dichterischen Entwicklung (Kindlers Literatur Lexikon). Die Vita Nova ist in der Form des Prosimetrums geschrieben und enthält einunddreißig Gedichte, die in einen kommentierenden Text eingelassen wurden (Kindlers Literatur Lexikon).&lt;br /&gt;
-          Die Bedeutung Amors&lt;br /&gt;
-          Die Bedeutung des Grußes, sakrale Bedeutung&lt;br /&gt;
-          Herrin als Engel&lt;br /&gt;
-          Leuterung und adeln der Seele&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
= „Frauendienst“ und „Vita Nova“ - Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Minnekonzepte =&lt;br /&gt;
Was ist der jeweilige Minnelohn in den Werken? Wie werden die Herrinnen dargestellt? Unterschied zwischen der körperlichen/ sinnlichen Liebe und der sakralen Liebe. Gemeinsamkeiten des dsn und der hohen Minne? Gemeinsamkeiten und Unterschiede der 3 Herrinnen. Einhaltung von Beständigkeit und Treue.&lt;br /&gt;
= Fazit =&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Das_Konzept_des_Frauendienstes_(Ulrich_von_Liechtenstein,_Frauendienst)&amp;diff=14150</id>
		<title>Das Konzept des Frauendienstes (Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst)</title>
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		<updated>2013-06-11T14:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: /* Einleitung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Einleitung==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Buch das ist für edle Frau’n,&lt;br /&gt;
und ihnen hat darin mein Mund&lt;br /&gt;
gesprochen manches schönes Wort.&lt;br /&gt;
Es soll sein ihres Preises Hort,&lt;br /&gt;
ihr Lobpreis ist dadurch sehr hoch,&lt;br /&gt;
es soll sie sehr oft machen froh:&lt;br /&gt;
FRAUENDIENST ist es genannt,&lt;br /&gt;
so sei es allen jetzt bekannt.&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ulrich von Liechtenstein widmete seine nach eigenen Angaben 1255 beendete Quasi-Autobiographie am Ende des Werkes ausdrücklich den Frauen und dem Frauendienst.[1] Das komplexe Werk, bestehend aus 57 Liedern, einem Leich, sieben Briefen – fünf in Versen, zwei in Prosa verfasst – und drei „Büchlein“, soll in diesem Artikel auf das Konzept des Frauendienstes untersucht werden.[2] Dabei sollen vor allem die in der Tradition des Minnesangs stehenden Lieder betrachtet und ihre thematische Analogie zum gängigen Minnediskurs des 12. Und 13. Jahrhundert analysiert werden. Dieser Analyse sei die Vorstellung der traditionellen Modelle des Frauendienstes vorangestellt. Herauszufinden gilt es, ob der Frauendienst in seiner herkömmlichen, traditionellen Form im Werk aufzufinden ist, oder ob Ulrich von Liechtenstein neue Frauendienstkonzepte entwirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Minnesang und Frauendienst==&lt;br /&gt;
Die Minne ist ein Schlüsselbegriff der höfischen Literatur des Mittelalters und hat viele Bedeutungen.[3] Er bezeichnet die erotische Beziehungen zwischen Mann und Frau, das Band zwischen dem Gläubigen und Gott, das Verhältnis zwischen dem Lehnsamann und seinem Herren und überschneidet sich gleichzeitig mit der vielsinnigen Bedeutung des neuhochdeutschen Wort Liebe.[4] Minnesang ist demnach Liebeslyrik und gleichzeitig Liedkunst.[5] Der Minnesang im deutschen Sprachraum hat seinen Ursprung in der volkssprachlichen Dichtung und knüpft am Brauchtum an.[6] Ab Ende des 12. Jahrhunderts wird der deutsche Minnesang jedoch romanisiert und die okzitanischen Trobadors und französischen Trouvères entwickeln sich zu den Vorbildern der deutschen Minnelyrik.[7] Dadurch kam es zur Übernahme von Formen und Inhalten der romanischen höfischen Liebeslyrik und auch zur Übernahme des für die gesamte weitere Gattungsgeschichte konstitutiven Liebeskonzepts des Frauendienstes.[8] Gert Hübner beschreibt dieses Konzept in seiner Einführung zum Minnesang im 13. Jahrhundert wie folgt: „Ein adliger Mann „dient“ einer adeligen Dame, indem er sich bedingungslos ihrem Willen unterwirft, aufrichtig und beständig allein um ihre Gegenliebe wirbt, ihre abweisende Haltung trotz des ihm dadurch zugefügten schweren Leids mit unerschütterlicher Bereitwilligkeit erträgt und als Minnesänger seine Lieder für sie singt. Der Minnesang selbst ist Frauendienst; wenn der Minnesänger vor seinem höfischen Publikum ein Lied singt, ist stets unterstellt, dass er damit als Liebender seiner Dame dient. Als „Lohn“ erhofft und fordert er die sexuelle Zuwendung der Dame; da sie nicht mit ihm verheiratet ist, erlauben ihr die gesellschaftlichen Normen jedoch nicht, ihn zu erhören.“[9] Aus dieser Konzeption ergibt sich eine Grundspannung, die darin besteht, dass der Minnesänger für seine moralische Qualität, seine aufrichtige sowie beständige Liebe, seine Leistung als Minnesänger und die mit dem ertragenen Leid verbundene emotionale Anstrengung einen Minnelohn in Form von körperlich gemeinter Gegenliebe erwartet. Diese kann ihm jedoch aufgrund der gesellschaftlichen Normen nicht gewährt werden. Dieser Konzeption folgend befinden wir uns im Bereich der sogenannten hohen Minne. Erste Tendenzen zur Modulation des Konzeptes finden wir in Hartmann von Aues Frauenliedern, in Wechselliedern und dann schließlich auf dem Höhe- und Wendepunkt der Minnelyrik bei Walther von der Vogelweide. Das Modell des Frauendienstes veränderte sich dahin, dass die Liebe ihre Erfüllung finden konnte, dies ist für die niedere Minne charakteristisch. Die niedere Minne ist neben den schon genannten Liedern vor allem in den Tageliedern, die nach der Minnekanzone zu den populärsten Formen gehörten, vertreten. Prägend für das Tagelied war, im Unterschied zur hohen Minne, dass der Minnelohn gewährt wurde. Jedoch blieb gattungsgetreu die Grundspannung von Leid und Freude bestehen, dadurch, dass die Liebenden aufgrund ihres verbotenen Zusammenkommen sich zum Tagesanbruch wieder trennen mussten. Hübner merkt in seiner Einführung an: „Die unerlaubte höfische Liebe des Minnesangs bleibt auch im Fall der Erfüllung eine anstrengende Ambition, weil sie Freude nur in der nächtlichen Heimlichkeit gewährleisten kann und den ebenso unbedingten wie leidbesetzten Respekt vor der Öffentlichkeit des Tages erfordert, die die Öffentlichkeit der gesellschaftlichen Normen ist.“[10] In Ulrich von Liechtensteins Frauendienst finden wir diese zwei konturierten Frauendienstmodelle in Prosa und Lyrik dargestellt. Folgend sollen repräsentativ einzelnen Lieder thematisch auf ihre Kohärenz mit dem konventionellen Minnekonzept untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Frauendienstmodelle bei Ulrich von Liechtenstein==&lt;br /&gt;
===Erster Dienst===&lt;br /&gt;
Ulrich von Liechtensteins &#039;&#039;Frauendienst&#039;&#039; lässt sich generell in zwei Frauendienstphasen einteilen. Der erste Frauendienst gilt einer namenlosen adligen Dame, die „Ulrichs“ Minnedienst von Beginn an ablehnt. Der zweite Frauendienst widmet sich einer neuen, ebenso adligen Dame, die „Ulrich“ den Minnepreis gewährt. Der erste Frauendienst erstreckt sich über zweidrittel des gesamten Werkes und dauert Ulrichs eigenen Angaben zufolge dreizehn Jahre an (FD Lied 25, 50,1). In diesem Teil des Frauendienst beschreibt Ulrich von Liechtenstein in seinen Liedern einen idealen Minnediener, der Hübners Konzept des Frauendienst vollends erfüllt. Aufschluss über Ulrichs Frauendienst geben nicht nur die einzelnen Lieder, sondern auch der prosaische, autobiographische Teil, in dem die Thematik des folgenden Liedes zumeist vorweg genommen und in den Lebenslauf „Ulrichs“ eingeordnet wird. Ingrid Kasten führt diese einordnende Funktion des Prosateiles auf die Tradition der vidas und razos der Trobadors zurück.[11] Die vidas sind ein Gemisch aus Lebensdaten der Liederdichter und fabulöse Erfindungen von Liebesabenteuern, die razos Kommentare zu den einzelnen Liedern, die dem Vortrag vorangeschickt wurden, um deren Inhalt zu erklären, indem sie ihn auf vermeintlich zugetragene Begebenheiten bezogen und „realistisch“ ausdeuteten.[12] Im Frauendienst entsteht dadurch, wie schon gesagt, eine Art Vorbereitung, Kommentierung und Einordnung der folgenden Lieder, aber der Leser bekommt auch eine genauere Beschreibung der Besungenen und des Singenden. So erfährt der Leser wichtige Details über deren ständische Zugehörigkeit. Diese lässt sich zwar aus der Minnetradition und auch aus den einzelnen Gedichten selber schließen, in denen eine Herrin- und Dienerkonstellation anzutreffen ist, (FD Lied 5) jedoch wird die gesellschaftliche Stellung „Ulrichs“ und der Dame im Prosatext ausführlich thematisiert. Die Stellung der Dame ist „Ulrichs“ so überlegen, dass seine Nichte ihm von diesem Frauendienst abrät, da er wohl nie zum Glück führen könne: „si ist ze hohe dir geborn. wirt si sin inne, ez ist ir zorn, din dient nimmer da vervat.“(FD 61,3-6) Durch den Standesunterschied wird einer der Grundzüge der hohen Minnelyrik und des Frauendienstes eingeführt. Die Frau steht sittlich hoch über dem Manne und ist daher für ihn unerreichbar.[13] Es entsteht zwischen der Dame und dem Minnediener eine Art Vasallendienst: Die Dame ist die Herrin des Minnedieners und entscheidet über dessen Gunst oder Ungunst und somit über dessen Freude oder Leid. Neben dem für die hohe Minne typisch ständischen Gegensatz, werden auch die weiteren Merkmale erfüllt und die Lieder bleiben gattungskonventionell und bedienen die Motivik der hohen Minnelyrik. „Ulrich“ unterwirft sich bedingungslos seiner Herrin. Die Unterwerfung zeigt sich schon im ersten Lied, in dem er spricht: „so ne wird ich nimmer mere vri und wone dir mit dienste bi“. (FD Lied 1 IV,6-7) Wie stark Ulrichs Unterwerfung ist, lässt sich jedoch besonders im Prosatext erkennen, in dem Ulrich weit über den aus der Tradition der Minnelyrik bekannten Dienst hinausgeht und sich in der [[Die Urinepisode (Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst)|Urinepisode ]] zur Demütigung oder in der [[Die Fingerepisode (Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst)|Fingerepisode]] zur Verletzung des eigenen Körpers bringen lässt. Mit dem ersten Lied beginnt eine lange Phase des aufrichtigen und beständigen Werbens um Gegenliebe. „Ulrich“ hält an seiner zu anfangs bekundeten Treue durchgängig fest: „ez ist min muot und min gedanc, daz ich ir immer dienen will mit triwen an min endes zil.“ (V 67-69). Die Haltung der Dame ist von Beginn an abweisend und wird vom Minnediener stets beklagt. Die Abweisung verursacht bei dem Minnesänger große Schmerzen, so singt „Ulrich“ im sechsten Lied: „We daz mir diu guote so verret ir minne! Des bin ich in dem muote vil ofte unfro. Sol mir niht gelingen an ir, der ich singe, so muoz min herze ringen mit truren so, daz ich nimmer mere ze freuden gesinne;“ (S. 123) So konstant das Leid ist, so konstant bleibt auch die Hoffnung auf ein erfülltes Liebesglück bestehen. Immer wird die Hoffnung auf „genade“ (S: 124) oder deutlicher um Liebe nach dem langen Leid gebeten: vrowe, wende so min leit, daz mir nach leide liep geschehe,“. Besonders bild- und beispielhaft kommt die Bitte des Minnedieners nach der verbotenen Vereinigung im 12. Lied zum Ausdruck. Ein nun schon nicht mehr ganz junger „Ulrich“ bittet um Gnade bevor er „grawem hare“ bekommt (S. 431). In seinem Lied baut er einen intertextuellen Verweis ein und bezieht sich auf die Tristan und Isolde Erzählung, in der das Paar verbotenerweise zueinander findet. Dabei verstoßen sie gegen die gesellschaftlichen Normen. Würde die Herrin „Ulrich“ ihre Gnade gewähren, würde auch sie gegen die gesellschaftlichen Normen verstoßen. Es kommt im ersten Frauendienst nie zu solch einem Verstoß, da dieser plötzlich von Ulrich abgebrochen wird, nachdem die Dame eine gravierende, aber nicht weiter beschriebene Untat begeht. Auf den Dienstabbruch folgen neun Lieder in denen er die Falschheit und Untreue seiner alten Herrin, aber auch die Herrinnenlosigkeit beklagt. „Ulrich“ betont wie wichtig es für das Ansehen eines Ritters sei, Minnedienst zu leisten und entscheidet sich so nun wieder den Frauendienst aufzunehmen. &lt;br /&gt;
===Zweiter Dienst===&lt;br /&gt;
Schematisch und auch thematisch überschneiden sich prinzipiell die Minnelieder der zwei Frauendienste. Jedoch wird das schon bekannte Konzept seiner Leidensnote beraubt, da es kein ungleichgewichtiges Verhältnis mehr gibt, denn der Minnesänger bekommt seinen Minnelohn. Der Ton wird dadurch fröhlich und die Sprache ist in den Liedern nun auch zunehmend von Körperlichkeit geprägt. Es wird der Herrins „chleinvelhitzeroter munt“(Lied 32)“ oder „süezen lip“(Lied 34) besungen. Dies weißt auf die Erfüllung des Minnedienstes hin. Im dreiunddreißigsten Lied, das eine Art Wechsellied darstellt, verspricht die neue Herrin ihrem Diener den gewünschten Lohn und dieser verspricht ihr seine Verschwiegenheit bezüglich diesem. Der Leser kann somit deutlich erkennen, wie die Illegitimität in der Erfüllung Bestand hat und zum Schutze der Frau verschwiegen wird. Aus der Gefahr, die die unsittliche Beziehung mit sich bringt, ergibt sich eine neue Spannung. Es existiert nicht mehr Leid, das wie im ersten Frauendienst durch eine Nichterfüllung verursacht wurde, sondern Leid durch die Trennung von der Geliebten. Dies zeigt sich vor allem im sechsunddreißigsten Lied, dass von Ulrich von Liechtenstein als ein Tagelied betitelt wird. Tagelieder erzählen davon, wie sich die Dame gegen das Verbot außerehelichen Geschlechtsverkehrs für die Liebeserfüllung entschieden hat und spielen sich am Morgen ab, als der Abschiedsmoment der Liebenden durch das drohende Morgengrauen und den Wächterruf naht.[14] Fast alle Tagelieder haben den selben Bedeutungskern: „Die unerlaubte höfische Liebe des Minnesangs bleibt auch im Fall der Erfüllung eine anstrengende Ambition, weil sie Freude nur in der nächtlichen Heimlichkeit gewährleisten kann und den ebenso unbedingten wie leidbesetzten Respekt vor der Öffentlichkeit des Tages erfordert, die die Öffentlichkeit der gesellschaftlichen Normen ist.[15] So leidet der Minnediener unter der Abwesenheit seiner Geliebten. Wieder ist Freude und Leid von einer Instanz abhängig, diesmal jedoch nicht von der Dame selbst, sondern nun von der gesellschaftlichen Norm. Ulrich gibt seine Freude kund „min truren daz ist verre, sit ich dich umbevangen han“ ebenso wie er wieder leidet, wenn er sie erneut verlassen soll: „sus wolt der tac si scheiden: daz tet in herzenlichen we;“(Lied 36). Hübner weißt darauf hin, dass Ulrich von Liechtenstein sein Tagelied um das übliche Handlungsschema erweitert hat.[16] „Das Geschehen beginnt bereits am Abend, als die Dame ihren Liebenden in ihrem Schlafzimmer empfängt und die beiden sich freudig begrüßen.“[17] Dabei bezieht er sich auf einen selten belegten Liedtyp der okzitanischen Trobadors, die Serena – das Abendlied.[18] Im Gedicht wird wie üblich ein Hoch auf die Liebe gesungen, es finden sich die zur höfischen Vorstellung der Liebe gehörenden Begriffe wie triuwe, „staete“, aber eben auch Zeichen für die körperliche Liebe. Hübner erklärt die mögliche Kombination von beiden Liebesdarstellungen dadurch, dass die Liebe mit ihrer ethischen Qualität so klar zum Ausdruck kommt, dass es eine Darstellung der Körperlichkeit in dezenter Weise erlaubt. Gerade durch das Tagelied kann man erkenne, dass sich Ulrich von Liechtenstein im zweiten Teil des Frauendienstes der Darstellung der niederen Minne geöffnet hat. Interessant ist, dass der zweite Frauendienst viel weniger Verse umfasst, jedoch eine deutlich höhere Anzahl an Liedern beinhaltet.&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Frauendienstes erhält das Loblied der Frau noch eine Art ratgebende Komponente. So wird im 49. Lied über richtige und falsche Liebe und über das richtigen Verhalten der Liebenden gedichtet. Die [[Autobiografische Elemente (Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst)|Autobiografie]] scheint in den Hintergrund zu rücken und die kommentierenden und erklärenden Texte werden kürzer und geringer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ulrich als &amp;quot;Minnelehrer&amp;quot;==&lt;br /&gt;
Ein zentrales Ziel von &amp;quot;Ulrichs&amp;quot; Minnesang ist die Verbreitung von höfischer &#039;&#039;fröide&#039;&#039;.[Hübner 2008: 95] Diese kommt aber nur zustande, wenn alle am Minnedienst Beteiligten, also Männer und Frauen, sich auch entsprechend den Regeln verhalten. [Hübner 2008: 96] &amp;quot;Ulrich&amp;quot; greift somit nicht nur vorhandene Muster des Frauendienstes auf, sondern tritt in einigen seiner Liedern als &amp;quot;Minnedidaktiker&amp;quot; auf, der Männern und Frauen zu höfisch korrektem Minneverhalten beziehungsweise Frauendienst anleitet.[Hübner 2008: 96] Er inszeniert sich selbst als eine Art &amp;quot;Minneexperte&amp;quot; und definiert zunächst einmal in Wechselrede mit einer Dame, was er unter Minne versteht. Anhand des folgenden Liedes soll exemplarisch aufgezeigt werden, wie Ulrich als Lehrer über Minneangelegenheiten auftritt.&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| vrowe schoene, frowe reine,|| füegen zuht und werdecheit;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| frowe selic, frowe guot,|| hat si allez des gewalt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ich waene iuch diu minne chleine || (alse ich iu han vor gezalt,)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| müet: des sit ir hochgemuot. || so ist ir saelde manicvalt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| wirt iu minnen twingen chunt, || Vrowe, ich wil iu von ir mere&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| iwer chleinevelroter munt || sagen: ir lon ist wunneclich,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| siuften an der stunt. || si git freude, si git ere,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;quot;Herre, saget mir, waz ist minne? || hoher tugende ist si rich;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ist ez wip oder ist ez man? || ougen wunne, herzen spil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| des enwart ich noch nie inne. || gibt si swem si lonen wil,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| saget an, wie ist ez getan? || dar zuo hoher saelden vil.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| daz sült ir mir chünden gar, || &amp;quot;Herre, wie sol ich verschulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| waz ez si und wie ez var, || ir lon und ouch ir habedanc?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| daz ich mich vor im bewar&amp;quot; || sol ich chumber da von dulden,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vrowe, minne ist so gewaltic, || da ist min lip zuo gar ze chranc,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| daz ir dienent || leides mag ich niht getragen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| elliu lant: || wie sol ich ir lon bejagen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ir gewalt ist manicvaltic. || herre, daz sült ir mir sagen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ich tuon iu ir site bechant: || Vrowe, da söltu mich meinen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| si ist übel, si ist guot, || herzenlichen als ich dich,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| wol und we si beidiu tuot; || unser zweien so vereinen,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| seht, also ist si gemuot. || daz wir beidiu sin ein ich.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;quot;Herre, chan diu minne swenden || wis du min, so bin ich din!&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| truren und ouch senendiu leit, || &amp;quot;herre, des mac niht gesin -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| hochgemüet in herze senden, || sit ir iwer, so bin ich min.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(FD Lied 30)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Definition von Minne ist deshalb erstaunlich, weil es sich bei ihrem Konzept um etwas Zeitgenössisches handelt, dass der edlen &#039;&#039;vrowe&#039;&#039; eigentlich bekannt sein sollte. Trotzdem erklärt &amp;quot;Ulrich&amp;quot; ihr auf Nachfrage, was Minne ist und wie sie damit umzugehen habe. Er erwähnt ihre &#039;&#039;gewalt&#039;&#039;, die sowohl &amp;quot;wol&amp;quot; und &amp;quot;we&amp;quot; hervorrufen könne, je nachdem ob der Dienst erwidert wird oder nicht. Trotzdem überwiegt für &amp;quot;Ulrich&amp;quot; die positive Seite, also der &#039;&#039;lon&#039;&#039;, der &amp;quot;freude&amp;quot; und &amp;quot;ere&amp;quot; bringt. Im Folgenden kommt es zur entscheidenden Belehrung der Dame. Bisher hat sich der Sänger damit begnügt über die Minne an sich zu sprechen, nun kommt er zur angemessenen Reaktion der Dame und wie diese die Freuden der Minne vergelten könne. Dabei spricht &amp;quot;Ulrich&amp;quot; deutlich von einer Entlohnung des Minnenden auf körperlicher Ebene (&#039;&#039;unser zweien so vereinen, daz wir beidiu sin ein ich.&#039;&#039;) Damit verbreitet er ein Bild von Minnelohn, was anscheinend nicht der gängigen Vorstellung der Damen entspricht, denn in den letzten beiden Versen des Liedes weist die Dame diese Forderung entschieden zurück. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses &amp;quot;Lehrstück&amp;quot; über richtigen Minnelohn spiegelt &amp;quot;Ulrichs&amp;quot; Erfahrungen mit der ersten Dame wider, die ihm seiner Ansicht nach zu wenig Gegenleistung erbracht hat. Er fordert von den Damen als Dank für seinen Frauendienst nun körperliche Nähe und macht das auch in seinen Liedern publik. Somit versucht &amp;quot;Ulrich&amp;quot; mithilfe belehrender Lieder das Konzept des Dienst-Lohn-Verhältnisses in der innerliterarischen Welt zu verändern, was ihm dann im zweiten Dienst (FD ab 1390) auch gelingen soll und die erhoffte körperliche Erfüllung bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
Ulrich von Liechtenstein hat in seinem inhaltlich zweigeteilten Werk auch zwei unterschiedliche Minnemodelle eingearbeitet. Der Frauendienst scheint eine Art künstlerisches Exposee zu sein. Die immer wieder neuen Kompositionen des Themas der Minne, in Gestalt der hohen und der niederen Minne, lassen eine große Kunstfertigkeit des Verfassers erkennen. Formvollendet wird eine lyrische Tradition ganze 57 mal durchgespielt, modelliert und verfeinert. Die Titelwahl des Autors scheint unter diesem Punkt der Betrachtung geradezu einleuchtend, denn thematisch steht klar der Frauendienst im Vordergrund und nicht eine Lebensbiographie im herkömmlichen Sinne, wofür Aussparungen auch drastischer Ereignisse, wie des Verlaufs der Gefangenschaft oder das familiäre Leben, zeigen. Denkbar ist, dass der biographische Kontext nur zur Wirkungssteigerung des Werkes diente, ähnlich der razos der Trobadours. Der Leser kann sich durch die Form der Biographie in das lyrische Ich hineinversetzen. Dafür spricht auch die zuvor im deutschen Sprachraum noch kaum angetastete Form des Ich-Erzählens, die wie die Literaturforschung belegt, den Leser zu einer stärkeren Identifikation verführen, als Erzählungen in der dritten Person.[19]. Die Lyrik Ulrichs steht wie festgestellt worden ist in der Tradition der Minnelyrik. Jedoch ist anzumerken, dass der Prosatext durch seine teils sehr dramatischen Episoden dem Werk auch eine leicht komische Komponente verleiht. Daher sieht die Forschung dem Text auch einen kritisch-ironischen Unterton beiwohnen, der vielleicht als Persiflage der Minnetradition gesehen werden kann.&lt;br /&gt;
==Textnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Hübner 2008]Hübner, Gert: Minnesang im 13. Jahrhundert. Eine Einführung, Tübingen 2008.&lt;br /&gt;
==Literaturverzeichnis==  &lt;br /&gt;
Hübner, Gert. 2008. &#039;&#039;Minnesang im 13. Jahrhundert: Eine Einführung&#039;&#039;. Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasten, Ingrid. 1986. &#039;&#039;Frauendienst bei Trobaors und Minnesängern im 12. Jahrhundert: Zur Entwicklung und Adaption eines literarischen Konzepts.&#039;&#039; Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kasten, Ingrid. 1988. &#039;&#039;Minnesang&#039;&#039;. In: Liebertz-Grün (Hrsg.): &#039;&#039;Aus der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit: Höfische und andere Literatur.&#039;&#039; Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. S. 164-184.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knapp, Fritz Peter. 1986. C&#039;&#039;hevalier errant und fin’amor: Das Ritterideal des 13. Jahrhunderts in Nordfrankreich und im deutschsprachigen Südosten.&#039;&#039; Passau: Passavia Universitätsverlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wehle, Winfried. 1986. &#039;&#039;Dichtung über Dichtung: Dantes “Vita Nova“; die Aufhebung des Minnesangs im Epos.&#039;&#039; München: Fink.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Die_Fingerepisode_(Ulrich_von_Liechtenstein,_Frauendienst)&amp;diff=14103</id>
		<title>Diskussion:Die Fingerepisode (Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst)</title>
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		<updated>2013-06-08T15:24:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hallo! Ich denke gerade über die Interpretationsansätze nach und könnte noch einige Ideen gebrauchen, in welche Richtung man weiterdenken kann, bzw. Vorschläge zu Literatur. Hat jemand von euch zufällig irgendetwas gefunden, was mir weiterhelfen könnte? LG --[[Benutzer:Nicole Stiglbauer|Nicole Stiglbauer]] 17:08, 8. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link-Tip für die Fingerepisode ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht hilft dir dieser Link: http://www.oocities.org/de/uli_liechtenstein/steckb/domaingo_tauber_DeutungzentralerEpisoden.pdf&lt;br /&gt;
Evtl. wäre es auch interessant, den symbolischen Akt des Fingerabschneidens in einen historischen Kontext zu setzen.&lt;br /&gt;
Dort finden sich denke ich hilfreiche Literaturverweise und Interpretationsansätze für das &#039;Fingerproblem&#039; ( S. 14-27)&lt;br /&gt;
Lg Lena&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Die_Fingerepisode_(Ulrich_von_Liechtenstein,_Frauendienst)&amp;diff=14102</id>
		<title>Diskussion:Die Fingerepisode (Ulrich von Liechtenstein, Frauendienst)</title>
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		<updated>2013-06-08T15:23:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: Neuer Abschnitt /* Link-Tip für die Fingerepisode */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hallo! Ich denke gerade über die Interpretationsansätze nach und könnte noch einige Ideen gebrauchen, in welche Richtung man weiterdenken kann, bzw. Vorschläge zu Literatur. Hat jemand von euch zufällig irgendetwas gefunden, was mir weiterhelfen könnte? LG --[[Benutzer:Nicole Stiglbauer|Nicole Stiglbauer]] 17:08, 8. Jun. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Link-Tip für die Fingerepisode ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht hilft dir dieser Link: http://www.oocities.org/de/uli_liechtenstein/steckb/domaingo_tauber_DeutungzentralerEpisoden.pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort finden sich denke ich hilfreiche Literaturverweise und Interpretationsansätze für das &#039;Fingerproblem&#039; ( S. 14-27)&lt;br /&gt;
Lg Lena&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=14101</id>
		<title>Diskussion:Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=14101"/>
		<updated>2013-06-08T15:11:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: Neuer Abschnitt /* Der soziale Status der Beatrice */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Literaturhinweis ==&lt;br /&gt;
Wie stehen Sie zu Andreas Kablitz&#039; Deutung der Beatrice (&amp;quot;Fiktion und Bedeutung&amp;quot;, S. 358f.)? Viele Grüße, --[[Benutzer:Bent Gebert|BG]] 15:38, 13. Mai 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutung der Beatrice als göttliches Wesen, sogar als allegorisierte Marien- bzw. Christusfigur erscheint gemäß den vielen Textbelegen, an welchen Kablitz seine Interpretation festmacht, durchaus plausibel. Es erweckt den Eindruck, dass durch Beatrice&#039;s Spiritualisierung Dante seiner absolut reinen und &#039;asexuellen Liebe Ausdruck verleihen will. Denn im Gegensatz zu der zweiten Frau, zu welcher sich seine Zuneigung hauptsächlich auf körperliches Begehren stützt,wird Beatrice der irdischen Sphäre entrückt und somit unberührbar für jegliche menschliche Begierde und Lust.    Herzliche Grüße, Helena Lachenwitzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ich habe Frau zu Herrin geändert, da ich es für wichtig halte, hervorzuheben, dass die verherrlichte Frau damals keinesfalls eine x-beliebige Frau sein konnte, sondern vielmehr von hoher Geburt und Adel abstammen musste um einer Herrin würdig zu sein.&lt;br /&gt;
Dazu kann ich dir von Horst Wenzel &amp;quot;Frauendienst und Gottesdienst empfehlen&amp;quot; um die wichtigen &amp;quot;Attribute&amp;quot; einer dem Minnediesnt würdigen Herrin auszuführen und zu spezifizieren (falls nötig kann ich das Buch gerne zur kommenden Sitzung mitbringen). Herzlichst Lisa-Katherina&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der soziale Status der Beatrice ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank für die Anregung, ich hatte mich entschieden &#039;Frau&#039; als  einen neutraleren Begriff zu wählen, da- allgemein gesprochen- im Hohen  Sang nicht zwangsläufig von einer höfischen bzw. adligen Dame die Rede  sein MUSSTE. Als Forschungsliteratur kann ich hierfür das Kapitel &amp;quot;Die  soziale Höherstellung der Frau&amp;quot; in Salem, Laila. &#039;&#039;Die Frau in den  Liedern des Hohen Minnesangs&#039;&#039;,Lang 1980, 171. und das Kapitel  &amp;quot;Frauenbilder&amp;quot; in Schweikle, Günther. &#039;&#039;Minnesang&#039;&#039;. Metzler 1995, 181.  empfehlen. Zitat daraus (S.187): &amp;quot;So fehlen in den Liedern der Hohen  Minne auch jegliche Hinweise auf einen sozialen oder sozialrechtlichen  Status der umworbenen Frauen&amp;quot;.    &lt;br /&gt;
Ich muss sagen ich war mir  selbst nicht sicher inwiefern man Beatrices sozialen Status in der Vita  Nova definieren kann. Zwar erscheint sie optisch (z.B. bezüglich ihrer  Gewänder) als gesellschaftlich höher gestellt, jedoch fehlen uns  konkrete, handfeste Hinweise.&lt;br /&gt;
Ich würde mich über weitere Kommentare/Anregungen bezüglich dieser Unklarheit bei Dante freuen.&lt;br /&gt;
Lg Lena&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=14098</id>
		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=14098"/>
		<updated>2013-06-08T14:40:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einleitung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Herrin, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist, dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
==Die Transzendierung der Frau bei Dante==&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur französischen Troubadourlyrik, in welcher Gottesdienst und Frauendienst strikt voneinander getrennt wurden, verschmelzen bei Dante Irdisches und Göttliches, Diesseits und Jenseits in seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice. Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht er die Liebe  zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner  Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade  und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. Indem Beatrice in ihrer Perfektion jeglichen menschlichen, beziehungsweise realen Zügen entrückt wird, verlässt Dante die Ebene der reinen Liebesdichtung und verleiht ihr, als  Personifikation der Minne selbst, die Macht  über sein Liebesglück und -leid zu bestimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Stilmittel der Hyperthrophierung wird die  Frau als ‚höchstes Wesen‘ über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung Beatrices explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch biblische Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen. So entspricht Beatrices Todesstunde, die neunte Stunde (V.N., 91, XXIX), gleichsam der von Jesus Christus. Zudem verweisen implizite Bibelzitate auf Parallelen zwischen Dante&#039;s Klage (V.N., VII, 17) über Beatirces Tod und der Klage des Propheten Jeremias (Kablitz, 352-3). In Kapitel XXXI wird das Phänomen der immer wiederkehrenden Zahl neun in Beatrices Leben insofern von Dante erklärt, als dass sie die heilige Dreieinigkeit verkörpert. Alles in allem scheint sie &amp;quot;etwas zu sein, was vom Himmel auf die Erde gekommen ist, um ein Wunder vorzuführen&amp;quot; (V.N., XXVI, 83). Kurz gesagt: Beatrice ist einfach zu gut für diese Welt und kann ihre absolute Herrlichkeit erst im Himmel unter Ihresgleichen, den Engeln, entfalten. &lt;br /&gt;
Es scheint, dass selbst Gott ein Auge auf die wunderbare Beatrice geworfen hat und sie für sein Himmelreich begehrt, &amp;quot;denn er sah, dass dies mühselige Leben nicht Wert war ein solches Wesen.&amp;quot; (V.N., XXXI, 97). Aufgrund dessen ist ihr Dahinscheiden in Kapitel XXIX unvermeidbar und sie wird &amp;quot;vom Höchsten Herrn dank ihres Wertes in den Himmel der Demut gesetzt&amp;quot; (V.N., XXXIV, 105). So wie sie in ihrer Superiorität den Menschen überlegen war, so widerfährt ihr auch kein gewöhnlicher beziehungsweise natürlicher Tod, &amp;quot;nicht die Qualität des Eises, noch die der Hitze, wie es anderen geschieht, sondern einzig ihre große Güte&amp;quot; (V.N., XXXII, 97) befreit sie von der Last der irdischen Existenz.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden Abschnitt wird die Darstellung Dantes weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterteilt - in die innere und die äußere Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
Indem es die Hohe Minne vorsieht, dass die Liebe zu besagter Frau möglichst geheim und unentdeckt bleibt, realisiert der Sänger sein Frauenlob aus einer distanzierten Position, die es ihm unmöglich macht Einzelheiten oder individuelle Facetten der angebeteten Herrin zu erfassen. Seine &amp;quot;Fernliebe&amp;quot; erlaubt lediglich eine passive Darstellung der Dame, deren Erscheinung und Wesen dem formelhaften, mittelalterlichen Klischee von Makellosigkeit entsprechen. Folglich sind die umworbenen Frouwen der verschiedenen Minnelieder sowohl geistig als auch körperlich kaum voneinander differenzierbar. Auch in der &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; wird der Leser zwar von Beatrices außerordentlicher Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte und personalisierte Beschreibung erhält er jedoch nicht. Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55). Die Augen, der Spiegel der Seele und der Mund als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen &amp;quot;Körperteilkatalog&amp;quot;, wonach der Minnesänger die &#039;&#039;descriptio&#039;&#039; seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete, um ihre Schönheit zu lobpreisen. Dante bedient sich unter anderem auch stereotyper Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird: &amp;quot;Sie erschien bekleidet von der edelsten Farbe, die demütig und vornehm: blutrot, umgürtet und geschmückt.&amp;quot; (V.N., II,7) Ihr Anblick, welcher in Dante schon im Kindesalter leidenschaftliche Gefühle auslöst, noch bevor ihr Charakter vollständig ausgebildet war, hat eine vereinnahmende Macht auf den Ich-Erzähler. &amp;quot;Sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle, sogleich ein Verlangen ergreift, sie wirklich zu sehen, und dass dieses von solcher Wirkungsmacht ist, dass es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet, was sich dagegen erheben könnte.&amp;quot; (V.N., XV, 41) Beatrice&#039;s Schönheit als etwas Greifbares gilt demzufolge als notwendige Voraussetzung, um das Lyrische Ich und ihr soziales Umfeld in ihren Bann zu ziehen. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass erst durch den visuellen Anreiz auch ihr Wesen entdeckbar und buchstäblich sichtbar wird. Ihre positiven Charakterzüge werden beinahe immer in Verbindung mit optischen Reizen und Ausdrücken der visuellen Wahrnehmung beschrieben, bis Körper und Wesen letztendlich miteinander verschmelzen. &amp;quot;In Adel, Liebe und Beständigkeit gekleidet&amp;quot; (V.N., XXVI,83), strahlt ihr Auftreten und ihre Erscheinung menschliche Vortrefflichkeit aus und färbt auf Andere ab. &amp;quot;Ihr Anblick macht ein jedes Wesen demütig; und lässt sie nicht allein liebreizend scheinen. sondern einer jeden wird um ihretwillen Ehre erwiesen.&amp;quot; (V.N., XXVI, 87) Im Allgemeinen wird der &amp;quot;Schönheit einer klugen Frau&amp;quot; (V.N., XX, 57) vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie ihre innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; entstehen auf diese Weise die körperliche und die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit. &lt;br /&gt;
Sogar nach Beatrices Tod scheint eine Erhöhung ihrer Person noch möglich. Demzufolge erklärt Dante, dass &amp;quot;der Liebreiz ihrer Schönheit, als er sich unserem Blick entzog, zu so großartiger geistiger Schönheit wurde&amp;quot; (V.N.,XXXIII, 103). Daraus lässt sich schlussfolgern, dass sich Beatrices Seele erst dann eine gänzlich frei Entfaltung erfährt, wenn sie sich vorher von ihrer körperlichen Hülle gelöst hat, die sie an die Erde bindet. Die körperliche Erscheinung als etwas Vergängliches ist somit der unsterblichen Seele untergeordnet und hindert diese sogar daran das Ideal zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger als &amp;quot;die Vollkommenheit ihres Körpers&amp;quot; (V.N., XIX, 55)ist für Dante daher die Betonung von Beatrice&#039;s geistiger Schönheit sowie ihres &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen[s]&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Als &amp;quot;Vernichterin aller Laster und Königin der Tugenden&amp;quot; (V.N., 25, X)verkörpert Beatrice durch und durch das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken, indem sie kraft der &amp;quot;Vollkommenheit ihrer Seele [und] wirkungsmächtigen Tugenden&amp;quot; (V.N., 55, XIX) alles und jeden um sie herum zum Erstrahlen bringt. Nebst ihrer &amp;quot;Lieblichkeit&amp;quot; (V.N., XVI, 45) wird Beatrice jedoch auch als ein- für eine Frau jener Zeit eher untypisch- starker Charakter dargestellt. Man erfährt, sie ist  &amp;quot;nicht wie die anderen Frauen, dass sie leicht ihr Herz bewegte&amp;quot; (V.N. XIII, 35)&lt;br /&gt;
Vor allem der körperliche und geistige Zustand des Lyrischen- Ichs wird in ihrer Anwesenheit stark beeinflusst und sogar in Mitleidenschaft gezogen. Dante erklärt, dass Beatrices überwältigende Wirkung für das menschliche Auge kaum auszuhalten ist und dass wer sie erblickt, entweder &amp;quot;edel, oder sterben&amp;quot; würde (V.N., 51, XIX). Als &amp;quot;Seligmacherin&amp;quot; (V.N., XL, 121) der ganzen Stadt besitzt sie die Macht, das Böse abzutöten und damit einhergehend ebenso die Macht über Leben und Tod. Mit diesem Paradox der Steigerung von Beatrices Wesen, welches in seiner unüberbietbaren Wunderbarkeit einen beinahe bedrohlichen, übermächtigen Einfluss ausübt, unternimmt Dante gleichzeitig eine Selbstaufwertung beziehungsweise Selbststilisierung von sich als dem Einzigen, welchem es möglich ist sie zu anzusehen. Demnach gelingt es nur dem Genie des Dichters, die &amp;quot;in ihrer Vollkommenheit furchteinflößende Frau&amp;quot; (Kablitz, 360) zu erkennen und zu beschreiben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=14005</id>
		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=14005"/>
		<updated>2013-06-06T15:37:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einleitung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist, dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
==Die Transzendierung der Frau bei Dante==&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe  zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner  Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau   gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade  und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. Indem Beatrice in ihrer Perfektion jeglichen menschlichen, beziehungsweise realen Zügen entrückt wird, verlässt Dante die Ebene der reinen Liebesdichtung und verleiht ihr, als  Personifikation der Minne selbst, die Macht  über sein Liebesglück und -leid zu bestimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Stilmittel der Hyperthrophierung wird die  Frau als ‚höchstes Wesen‘ über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch biblische Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen. So entspricht Beatrices Todesstunde der neunten Stunde (V.N., 91, XXIX), gleichsam der von Jesus Christus und implizite Bibelzitate verweisen auf Parallelen zwischen Dante&#039;s Klage (V.N., VII, 17) über ihren Tod und der Klage des Propheten Jeremias (Kablitz, 352-3). In Kapitel XXXI wird das Phänomen der immer wiederkehrenden Zahl neun in Beatrices Leben insofern von Dante erklärt, als dass sie die heilige Dreieinigkeit verkörpert. Alles in allem scheint sie &amp;quot; etwas zu sein, was vom Himmel auf die Erde gekommen ist, um ein Wunder vorzuführen&amp;quot; (V.N., XXVI, 83).     Kurz gesagt: Beatrice ist einfach zu gut für diese Welt und kann ihre Herrlichkeit erst im Himmel unter Ihresgleichen, den Engeln, entfalten. &lt;br /&gt;
Es scheint, dass selbst Gott ein Auge auf die wunderbare Beatrice geworfen hat und sie für sein Himmelreich begehrt, &amp;quot;denn er sah, dass dies mühselige Leben nicht Wert war ein solches Wesen.&amp;quot; (V.N., XXXI, 97). Aufgrund dessen ist  ihr Dahinscheiden in Kapitel XXIX unvermeidbar und sie wird &amp;quot;vom Höchsten Herrn dank ihres Wertes in den Himmel der Demut gesetzt&amp;quot; (V.N., XXXIV, 105). So wie sie in ihrer Superiorität den Menschen überlegen war, so widerfährt ihr auch kein gewöhnlicher  beziehungsweise natürlicher Tod, &amp;quot;nicht die Qualität des Eises, noch die der Hitze, wie es anderen geschieht, sondern einzig ihre große Güte&amp;quot; (V.N., XXXII, 97) befreit sie von der Last der irdischen Existenz.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
Indem es die Hohe Minne vorsieht, dass die Liebe zu besagter Frau  möglichst geheim und unentdeckt bleibt,vollzieht der Sänger seinen Frauenpreis aus einer distanzierten Position, welche es ihm unmöglich macht Einzelheiten oder individuelle Facetten ihrer Person zu erfassen.Seine Fernliebe erlaubt lediglich eine passive Darstellung der Dame, deren Erscheinung und Wesen dem formelhaften, mittelalterlichen Klischée von Makellosigkeit entsprechen. Folglich sind die umworbenen Damen der verschiedenen Minnelieder sowohl geistig als auch körperlich kaum voneinander differenzierbar. Auch in der &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; wird der Leser zwar von Beatrices außerordentlicher Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte, personalisierte Beschreibung  erhält er jedoch nicht.Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55). Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete, um ihre Schönheit zu preisen. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird:&amp;quot;Sie erschien bekleidet von der edelsten Farbe, die demütig und vornehm: blutrot, umgürtet und geschmückt. (V.N., II,7) Ihr Anblick, welcher in Dante schon im Kindesalter leidenschaftliche Gefühle auslöst, also noch bevor ihr Charakter vollständig ausgebildet ist, hat eine vereinnahmende Macht auf den Ich-Erzähler. &amp;quot;Sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle, sogleich ein Verlangen ergreift, sie wirklich zu sehen, und dass dieses von solcher Wirkungsmacht ist, dass es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet, was sich dagegen erheben könnte.&amp;quot; (V.N., XV, 41) Beatrice&#039;s Schönheit als etwas greifbares gilt demzufolge als notwendige Voraussetzung, um das Lyrische Ich und ihr Umfeld in ihren Bann zu ziehen. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass erst durch den visuellen Anreiz auch ihr Wesen erfahrbar und buchstäblich sichtbar wird. Ihre positiven Charakterzüge werden beinahe immer in Verbindung mit optischen Reizen und Ausdrücken der visuellen Wahrnehmung beschrieben, bis Körper und Wesen gänzlich miteinander verschmelzen. &amp;quot;In Adel, Liebe und Beständigkeit gekleidet&amp;quot; (V.N., XXVI,83), strahlt ihr Auftreten/Erscheinung menschliche Vortrefflichkeit aus und färbt auf andere ab. &amp;quot;Ihr Anblick macht ein jedes Wesen demütig; und lässt sie nicht allein liebreizend scheinen. sondern einer jeden wird um ihretwillen Ehre erwiesen.&amp;quot; (V.N., XXVI, 87) Im Allgemeinen wird der &amp;quot;Schönheit einer klugen Frau&amp;quot; (V.N., XX, 57) &lt;br /&gt;
vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit. &lt;br /&gt;
Sogar nach Beatrices Tod scheint eine Steigerung ihrer Person noch möglich. Demzufolge erklärt Dante, dass &amp;quot; der Liebreiz ihrer Schönheit, als er sich unserem Blick entzog, zu so großartiger geistiger Schönheit wurde&amp;quot; (V.N.,XXXIII, 103). Es scheint also, dass sich Beatrices Seele erst dann gänzlich frei entfalten kann, wenn sie sich vorher von ihrer körperlichen Hülle gelöst hat, mit welcher sie an die Erde gebunden ist. Die körperliche Erscheinung, als etwas vergängliches, ist somit der unsterblichen Seele untergeordnet und hindert diese sogar daran sich zu vervollkommnen.         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger als &amp;quot;die Vollkommenheit ihres Körpers&amp;quot; (V.N., XIX, 55)ist für Dante daher die Betonung von Beatrice&#039;s geistiger Schönheit sowie ihres &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen[s]&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Als &amp;quot;Vernichterin aller Laster und Königin der Tugenden&amp;quot; (V.N., 25, X)verkörpert Beatrice durch und durch das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken, indem sie kraft der &amp;quot;Vollkommenheit ihrer Seele [und] wirkungsmächtigen Tugenden&amp;quot; (V.N., 55, XIX) alles und jeden um sie herum zum Erstrahlen bringt. Nebst ihrer &amp;quot;Lieblichkeit&amp;quot; (V.N., XVI, 45) wird Beatrice jedoch auch als ein- für eine Frau jener Zeit eher untypisch- starker Charakter dargestellt. Man erfährt, sie ist  &amp;quot;nicht wie die anderen Frauen, dass sie leicht ihr Herz bewegte&amp;quot; (V.N. XIII, 35)&lt;br /&gt;
Vor allem der körperliche und geistige Zustand des Lyrischen- Ichs wird in ihrer Anwesenheit stark beeinflusst und sogar in Mitleidenschaft gezogen. Dante erklärt, dass Beatrices überwältigende Wirkung für das menschliche Auge kaum auszuhalten ist und dass wer sie erblickt, entweder &amp;quot;edel, oder sterben&amp;quot; würde (V.N., 51, XIX). Als &amp;quot;Seligmacherin&amp;quot; (V.N., XL, 121) der ganzen Stadt besitzt sie die Macht, das Böse abzutöten und damit einhergehend ebenso die Macht über Leben und Tod. Mit diesem Paradox der Steigerung von Beatrices Wesen, welches in seiner unüberbietbaren Wunderbarkeit einen beinahe bedrohlichen, übermächtigen Einfluss ausübt, unternimmt Dante gleichzeitig eine Selbstaufwertung beziehungsweise Selbststilisierung von sich als dem Einzigen, welchem es möglich ist sie zu anzusehen. Demnach gelingt es nur dem Genie des Dichters, die &amp;quot;in ihrer Vollkommenheit furchteinflößende Frau&amp;quot; (Kablitz, 360) zu erkennen und zu beschreiben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=13994</id>
		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-06-05T14:41:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einleitung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist, dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
==Die Transzendierung der Frau bei Dante==&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe  zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner  Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau   gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade  und Herrlichkeit Gottes zu erfahren.  Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch biblische Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen. So entspricht Beatrices Todesstunde der neunten Stunde (V.N., 91, XXIX), gleichsam der von Jesus Christus und implizite Bibelzitate verweisen auf Parallelen zwischen Dante&#039;s Klage (V.N., VII, 17) über ihren Tod und der Klage des Propheten Jeremias (Kablitz, 352-3). In Kapitel XXXI wird das Phänomen der immer wiederkehrenden Zahl neun in Beatrices Leben insofern von Dante erklärt, als dass sie die heilige Dreieinigkeit verkörpert. Alles in allem scheint sie &amp;quot; etwas zu sein, was vom Himmel auf die Erde gekommen ist, um ein Wunder vorzuführen&amp;quot; (V.N., XXVI, 83). Kurz gesagt: Beatrice ist einfach zu gut für diese Welt und kann ihre Herrlichkeit erst im Himmel unter Ihresgleichen, den Engeln, entfalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
Indem es die Hohe Minne vorsieht, dass die Liebe zu besagter Frau  möglichst geheim und unentdeckt bleibt,vollzieht der Sänger seinen Frauenpreis aus einer distanzierten Position, welche es ihm unmöglich macht Einzelheiten oder individuelle Facetten ihrer Person zu erfassen.Seine Fernliebe erlaubt lediglich eine passive Darstellung der Dame, deren Erscheinung und Wesen dem formelhaften, mittelalterlichen Klischée von Makellosigkeit entsprechen. Folglich sind die umworbenen Damen der verschiedenen Minnelieder sowohl geistig als auch körperlich kaum voneinander differenzierbar. Auch in der &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; wird der Leser zwar von Beatrices außerordentlicher Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte, personalisierte Beschreibung  erhält er jedoch nicht.Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55). Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete, um ihre Schönheit zu preisen. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird:&amp;quot;Sie erschien bekleidet von der edelsten Farbe, die demütig und vornehm: blutrot, umgürtet und geschmückt. (V.N., II,7) Ihr Anblick, welcher in Dante schon im Kindesalter leidenschaftliche Gefühle auslöst, also noch bevor ihr Charakter vollständig ausgebildet ist, hat eine vereinnahmende Macht auf den Ich-Erzähler. &amp;quot;Sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle, sogleich ein Verlangen ergreift, sie wirklich zu sehen, und dass dieses von solcher Wirkungsmacht ist, dass es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet, was sich dagegen erheben könnte.&amp;quot; (V.N., XV, 41) Beatrice&#039;s Schönheit als etwas greifbares gilt demzufolge als notwendige Voraussetzung, um das Lyrische Ich und ihr Umfeld in ihren Bann zu ziehen. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass erst durch den visuellen Anreiz auch ihr Wesen erfahrbar und buchstäblich sichtbar wird. Ihre positiven Charakterzüge werden beinahe immer in Verbindung mit optischen Reizen und Ausdrücken der visuellen Wahrnehmung beschrieben, bis Körper und Wesen gänzlich miteinander verschmelzen. &amp;quot;In Adel, Liebe und Beständigkeit gekleidet&amp;quot; (V.N., XXVI,83), strahlt ihr Auftreten/Erscheinung menschliche Vortrefflichkeit aus und färbt auf andere ab. &amp;quot;Ihr Anblick macht ein jedes Wesen demütig; und lässt sie nicht allein liebreizend scheinen. sondern einer jeden wird um ihretwillen Ehre erwiesen.&amp;quot; (V.N., XXVI, 87) Im Allgemeinen wird der &amp;quot;Schönheit einer klugen Frau&amp;quot; (V.N., XX, 57) &lt;br /&gt;
vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit. &lt;br /&gt;
Sogar nach Beatrices Tod scheint eine Steigerung ihrer Person noch möglich. Demzufolge erklärt Dante, dass &amp;quot; der Liebreiz ihrer Schönheit, als er sich unserem Blick entzog, zu so großartiger geistiger Schönheit wurde&amp;quot; (V.N.,XXXIII, 103). Es scheint also, dass sich Beatrices Seele erst dann gänzlich frei entfalten kann, wenn sie sich vorher von ihrer körperlichen Hülle gelöst hat, mit welcher sie an die Erde gebunden ist. Die körperliche Erscheinung, als etwas vergängliches, ist somit der unsterblichen Seele untergeordnet und hindert diese sogar daran sich zu vervollkommnen.         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger als &amp;quot;die Vollkommenheit ihres Körpers&amp;quot; (V.N., XIX, 55)ist für Dante daher die Betonung von Beatrice&#039;s geistiger Schönheit sowie ihres &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen[s]&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Als &amp;quot;Vernichterin aller Laster und Königin der Tugenden&amp;quot; (V.N., 25, X)verkörpert Beatrice durch und durch das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken, indem sie kraft der &amp;quot;Vollkommenheit ihrer Seele [und] wirkungsmächtigen Tugenden&amp;quot; (V.N., 55, XIX) alles und jeden um sie herum zum Erstrahlen bringt. Nebst ihrer &amp;quot;Lieblichkeit&amp;quot; (V.N., XVI, 45) wird Beatrice jedoch auch als ein- für eine Frau jener Zeit eher untypisch- starker Charakter dargestellt. Man erfährt, sie ist  &amp;quot;nicht wie die anderen Frauen, dass sie leicht ihr Herz bewegte&amp;quot; (V.N. XIII, 35)&lt;br /&gt;
Vor allem der körperliche und geistige Zustand des Lyrischen- Ichs wird in ihrer Anwesenheit stark beeinflusst und sogar in Mitleidenschaft gezogen. Dante erklärt, dass Beatrices überwältigende Wirkung für das menschliche Auge kaum auszuhalten ist und dass wer sie erblickt, entweder &amp;quot;edel, oder sterben&amp;quot; würde (V.N., 51, XIX). Als &amp;quot;Seligmacherin&amp;quot; (V.N., XL, 121) der ganzen Stadt besitzt sie die Macht, das Böse abzutöten und damit einhergehend ebenso die Macht über Leben und Tod. Mit diesem Paradox der Steigerung von Beatrices Wesen, welches in seiner unüberbietbaren Wunderbarkeit einen beinahe bedrohlichen, übermächtigen Einfluss ausübt, unternimmt Dante gleichzeitig eine Selbstaufwertung beziehungsweise Selbststilisierung von sich als dem Einzigen, welchem es möglich ist sie zu anzusehen. Demnach gelingt es nur dem Genie des Dichters, die &amp;quot;in ihrer Vollkommenheit furchteinflößende Frau&amp;quot; (Kablitz, 360) zu erkennen und zu beschreiben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=13774</id>
		<title>Diskussion:Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=13774"/>
		<updated>2013-05-25T13:05:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: /* Literaturhinweis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Literaturhinweis ==&lt;br /&gt;
Wie stehen Sie zu Andreas Kablitz&#039; Deutung der Beatrice (&amp;quot;Fiktion und Bedeutung&amp;quot;, S. 358f.)? Viele Grüße, --[[Benutzer:Bent Gebert|BG]] 15:38, 13. Mai 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutung der Beatrice als göttliches Wesen, sogar als allegorisierte Marien- bzw. Christusfigur erscheint gemäß den vielen Textbelegen, an welchen Kablitz seine Interpretation festmacht, durchaus plausibel. Es erweckt den Eindruck, dass durch Beatrice&#039;s Spiritualisierung Dante seiner absolut reinen und &#039;asexuellen Liebe Ausdruck verleihen will. Denn im Gegensatz zu der zweiten Frau, zu welcher sich seine Zuneigung hauptsächlich auf körperliches Begehren stützt,wird Beatrice der irdischen Sphäre entrückt und somit unberührbar für jegliche menschliche Begierde und Lust.    Herzliche Grüße, Helena Lachenwitzer&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Weiblichkeitsideale_(Dante_Alighieri_%22Vita_Nova%22)&amp;diff=13773</id>
		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-25T12:35:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einleitung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist, dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
==Die Transzendierung der Frau bei Dante==&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch biblische Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen. So entspricht Beatrices Todesstunde der neunten Stunde (V.N., 91, XXIX), gleichsam der von Jesus Christus und implizite Bibelzitate verweisen auf Parallelen zwischen Dante&#039;s Klage (V.N., VII, 17) über ihren Tod und der Klage des Propheten Jeremias (Kablitz, 352-3). In Kapitel XXXI wird das Phänomen der immer wiederkehrenden Zahl neun in Beatrices Leben insofern von Dante erklärt, als dass sie die heilige Dreieinigkeit verkörpert. Alles in allem scheint sie &amp;quot; etwas zu sein, was vom Himmel auf die Erde gekommen ist, um ein Wunder vorzuführen&amp;quot; (V.N., XXVI, 83). Kurz gesagt: Beatrice ist einfach zu gut für diese Welt und kann ihre Herrlichkeit erst im Himmel unter Ihresgleichen, den Engeln, entfalten. &lt;br /&gt;
Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
Indem es die Hohe Minne vorsieht, dass die Liebe zu besagter Frau  möglichst geheim und unentdeckt bleibt,vollzieht der Sänger seinen Frauenpreis aus einer distanzierten Position, welche es ihm unmöglich macht Einzelheiten oder individuelle Facetten ihrer Person zu erfassen.Seine Fernliebe erlaubt lediglich eine passive Darstellung der Dame, deren Erscheinung und Wesen dem formelhaften, mittelalterlichen Klischée von Makellosigkeit entsprechen. Folglich sind die umworbenen Damen der verschiedenen Minnelieder sowohl geistig als auch körperlich kaum voneinander differenzierbar. Auch in der &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; wird der Leser zwar von Beatrices außerordentlicher Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte, personalisierte Beschreibung  erhält er jedoch nicht.Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55). Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete, um ihre Schönheit zu preisen. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird:&amp;quot;Sie erschien bekleidet von der edelsten Farbe, die demütig und vornehm: blutrot, umgürtet und geschmückt. (V.N., II,7) Ihr Anblick, welcher in Dante schon im Kindesalter leidenschaftliche Gefühle auslöst, also noch bevor ihr Charakter vollständig ausgebildet ist, hat eine vereinnahmende Macht auf den Ich-Erzähler. &amp;quot;Sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle, sogleich ein Verlangen ergreift, sie wirklich zu sehen, und dass dieses von solcher Wirkungsmacht ist, dass es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet, was sich dagegen erheben könnte.&amp;quot; (V.N., XV, 41) Beatrice&#039;s Schönheit als etwas greifbares gilt demzufolge als notwendige Voraussetzung, um das Lyrische Ich und ihr Umfeld in ihren Bann zu ziehen. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass erst durch den visuellen Anreiz auch ihr Wesen erfahrbar und buchstäblich sichtbar wird. Ihre positiven Charakterzüge werden beinahe immer in Verbindung mit optischen Reizen und Ausdrücken der visuellen Wahrnehmung beschrieben, bis Körper und Wesen gänzlich miteinander verschmelzen. &amp;quot;In Adel, Liebe und Beständigkeit gekleidet&amp;quot; (V.N., XXVI,83), strahlt ihr Auftreten/Erscheinung menschliche Vortrefflichkeit aus und färbt auf andere ab. &amp;quot;Ihr Anblick macht ein jedes Wesen demütig; und lässt sie nicht allein liebreizend scheinen. sondern einer jeden wird um ihretwillen Ehre erwiesen.&amp;quot; (V.N., XXVI, 87) Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger als &amp;quot;die Vollkommenheit ihres Körpers&amp;quot; (V.N., XIX, 55)ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistiger Schönheit sowie ihres &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen[s]&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Als &amp;quot;Vernichterin aller Laster und Königin der Tugenden&amp;quot; (V.N., 25, X)verkörpert Beatrice durch und durch das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken, indem sie kraft der &amp;quot;Vollkommenheit ihrer Seele [und] wirkungsmächtigen Tugenden&amp;quot; (V.N., 55, XIX) alles und jeden um sie herum zum Erstrahlen bringt. Vor allem der körperliche und geistige Zustand des Lyrischen- Ichs wird in ihrer Anwesenheit stark beeinflusst und sogar in Mitleidenschaft gezogen. Dante erklärt, dass Beatrices überwältigende Wirkung für das menschliche Auge kaum auszuhalten ist und dass wer sie erblickt, entweder &amp;quot;edel, oder sterben&amp;quot; würde (V.N., 51, XIX). Als &amp;quot;Seligmacherin&amp;quot; (V.N., XL, 121) der ganzen Stadt besitzt sie die Macht, das Böse abzutöten und damit einhergehend ebenso die Macht über Leben und Tod.Mit diesem Paradox der Steigerung von Beatrices Wesen unternimmt Dante gleichzeitig eine Selbstaufwertung beziehungsweise Selbststilisierung von sich als dem Einzigen, welchem es möglich ist sie zu anzusehen. Demnach gelingt es nur dem Genie des Dichters, die &amp;quot;in ihrer Vollkommenheit furchteinflößende Frau&amp;quot; (Kablitz, 360) zu erkennen und zu beschreiben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-25T12:13:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einleitung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist, dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
==Die Transzendierung der Frau bei Dante==&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch biblische Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.Ein besonders aussagekräftiges Beispiel dafür bietet die Szene, in welcher Dante während seiner Krankheit von Beatrices bevorstehendem Tod halluziniert.   (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
Indem es die Hohe Minne vorsieht, dass die Liebe zu besagter Frau  möglichst geheim und unentdeckt bleibt,vollzieht der Sänger seinen Frauenpreis aus einer distanzierten Position, welche es ihm unmöglich macht Einzelheiten oder individuelle Facetten ihrer Person zu erfassen.Seine Fernliebe erlaubt lediglich eine passive Darstellung der Dame, deren Erscheinung und Wesen dem formelhaften, mittelalterlichen Klischée von Makellosigkeit entsprechen. Folglich sind die umworbenen Damen der verschiedenen Minnelieder sowohl geistig als auch körperlich kaum voneinander differenzierbar. Auch in der &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; wird der Leser zwar von Beatrices außerordentlicher Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte, personalisierte Beschreibung  erhält er jedoch nicht.Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55). Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete, um ihre Schönheit zu preisen. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird:&amp;quot;Sie erschien bekleidet von der edelsten Farbe, die demütig und vornehm: blutrot, umgürtet und geschmückt. (V.N., II,7) Ihr Anblick, welcher in Dante schon im Kindesalter leidenschaftliche Gefühle auslöst, also noch bevor ihr Charakter vollständig ausgebildet ist, hat eine vereinnahmende Macht auf den Ich-Erzähler. &amp;quot;Sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle, sogleich ein Verlangen ergreift, sie wirklich zu sehen, und dass dieses von solcher Wirkungsmacht ist, dass es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet, was sich dagegen erheben könnte.&amp;quot; (V.N., XV, 41) Beatrice&#039;s Schönheit als etwas greifbares gilt demzufolge als notwendige Voraussetzung, um das Lyrische Ich und ihr Umfeld in ihren Bann zu ziehen. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass erst durch den visuellen Anreiz auch ihr Wesen erfahrbar und buchstäblich sichtbar wird. Ihre positiven Charakterzüge werden beinahe immer in Verbindung mit optischen Reizen und Ausdrücken der visuellen Wahrnehmung beschrieben, bis Körper und Wesen gänzlich miteinander verschmelzen. &amp;quot;In Adel, Liebe und Beständigkeit gekleidet&amp;quot; (V.N., XXVI,83), strahlt ihr Auftreten/Erscheinung menschliche Vortrefflichkeit aus und färbt auf andere ab. &amp;quot;Ihr Anblick macht ein jedes Wesen demütig; und lässt sie nicht allein liebreizend scheinen. sondern einer jeden wird um ihretwillen Ehre erwiesen.&amp;quot; (V.N., XXVI, 87) Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistiger Schönheit sowie ihres &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen[s]&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Als &amp;quot;Vernichterin aller Laster und Königin der Tugenden&amp;quot; (V.N., 25, X)verkörpert Beatrice durch und durch das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken, indem sie kraft der &amp;quot;Vollkommenheit ihrer Seele [und] wirkungsmächtigen Tugenden&amp;quot; (V.N., 55, XIX) alles und jeden um sie herum zum Erstrahlen bringt. Vor allem der körperliche und geistige Zustand des Lyrischen- Ichs wird in ihrer Anwesenheit stark beeinflusst und sogar in Mitleidenschaft gezogen. Dante erklärt, dass Beatrices überwältigende Wirkung für das menschliche Auge kaum auszuhalten ist und dass wer sie erblickt, entweder &amp;quot;edel, oder sterben&amp;quot; würde (V.N., 51, XIX). Als &amp;quot;Seligmacherin&amp;quot; (V.N., XL, 121) der ganzen Stadt besitzt sie die Macht, das Böse abzutöten und damit einhergehend ebenso die Macht über Leben und Tod.Mit diesem Paradox der Steigerung von Beatrices Wesen unternimmt Dante gleichzeitig eine Selbstaufwertung beziehungsweise Selbststilisierung von sich als dem Einzigen, welchem es möglich ist sie zu anzusehen. Demnach gelingt es nur dem Genie des Dichters, die &amp;quot;in ihrer Vollkommenheit furchteinflößende Frau&amp;quot; (Kablitz, 360) zu erkennen und zu beschreiben.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-24T16:49:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einleitung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist, dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
==Die Transzendierung der Frau bei Dante==&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch biblische Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.Ein besonders aussagekräftiges Beispiel dafür bietet die Szene, in welcher Dante während seiner Krankheit von Beatrices bevorstehendem Tod halluziniert.   (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
Indem es die Hohe Minne vorsieht, dass die Liebe zu besagter Frau  möglichst geheim und unentdeckt bleibt,vollzieht der Sänger seinen Frauenpreis aus einer distanzierten Position, welche es ihm unmöglich macht Einzelheiten oder individuelle Facetten ihrer Person zu erfassen.Seine Fernliebe erlaubt lediglich eine passive Darstellung der Dame, deren Erscheinung und Wesen dem formelhaften, mittelalterlichen Klischée von Makellosigkeit entsprechen. Folglich sind die umworbenen Damen der verschiedenen Minnelieder sowohl geistig als auch körperlich kaum voneinander differenzierbar. Auch in der &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; wird der Leser zwar von Beatrices außerordentlicher Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte, personalisierte Beschreibung  erhält er jedoch nicht.Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55). Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete, um ihre Schönheit zu preisen. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird:&amp;quot;Sie erschien bekleidet von der edelsten Farbe, die demütig und vornehm: blutrot, umgürtet und geschmückt. (V.N., II,7) Ihr Anblick, welcher in Dante schon im Kindesalter leidenschaftliche Gefühle auslöst, also noch bevor ihr Charakter vollständig ausgebildet ist, hat eine vereinnahmende Macht auf den Ich-Erzähler. &amp;quot;Sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle, sogleich ein Verlangen ergreift, sie wirklich zu sehen, und dass dieses von solcher Wirkungsmacht ist, dass es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet, was sich dagegen erheben könnte.&amp;quot; (V.N., XV, 41) Beatrice&#039;s Schönheit als etwas greifbares gilt demzufolge als notwendige Voraussetzung, um das Lyrische Ich und ihr Umfeld in ihren Bann zu ziehen. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass erst durch den visuellen Anreiz auch ihr Wesen erfahrbar und buchstäblich sichtbar wird. Ihre positiven Charakterzüge werden beinahe immer in Verbindung mit optischen Reizen und Ausdrücken der visuellen Wahrnehmung beschrieben, bis Körper und Wesen gänzlich miteinander verschmelzen. &amp;quot;In Adel, Liebe und Beständigkeit gekleidet&amp;quot; (V.N., XXVI,83), strahlt ihr Auftreten/Erscheinung menschliche Vortrefflichkeit aus und färbt auf andere ab. &amp;quot;Ihr Anblick macht ein jedes Wesen demütig; und lässt sie nicht allein liebreizend scheinen. sondern einer jeden wird um ihretwillen Ehre erwiesen.&amp;quot; (V.N., XXVI, 87) Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistiger Schönheit sowie ihres &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen[s]&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Als &amp;quot;Vernichterin aller Laster und Königin der Tugenden&amp;quot; (V.N., 25, X)verkörpert Beatrice durch und durch das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken, indem sie kraft der &amp;quot;Vollkommenheit ihrer Seele [und] wirkungsmächtigen Tugenden&amp;quot; (V.N., 55, XIX) alles und jeden um sie herum zum Erstrahlen bringt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-24T16:16:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einleitung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist, dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.  (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
Indem es die Hohe Minne vorsieht, dass die Liebe zu besagter Frau  möglichst geheim und unentdeckt bleibt,vollzieht der Sänger seinen Frauenpreis aus einer distanzierten Position, welche es ihm unmöglich macht Einzelheiten oder individuelle Facetten ihrer Person zu erfassen.Seine Fernliebe erlaubt lediglich eine passive Darstellung der Dame, deren Erscheinung und Wesen dem formelhaften, mittelalterlichen Klischée von Makellosigkeit entsprechen. Folglich sind die umworbenen Damen der verschiedenen Minnelieder sowohl geistig als auch körperlich kaum voneinander differenzierbar. Auch in der &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; wird der Leser zwar von Beatrices außerordentlicher Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte, personalisierte Beschreibung  erhält er jedoch nicht.Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55). Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete, um ihre Schönheit zu preisen. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird:&amp;quot;Sie erschien bekleidet von der edelsten Farbe, die demütig und vornehm: blutrot, umgürtet und geschmückt. (V.N., II,7) Ihr Anblick, welcher in Dante schon im Kindesalter leidenschaftliche Gefühle auslöst, also noch bevor ihr Charakter vollständig ausgebildet ist, hat eine vereinnahmende Macht auf den Ich-Erzähler. &amp;quot;Sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle, sogleich ein Verlangen ergreift, sie wirklich zu sehen, und dass dieses von solcher Wirkungsmacht ist, dass es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet, was sich dagegen erheben könnte.&amp;quot; (V.N., XV, 41) Beatrice&#039;s Schönheit als etwas greifbares gilt demzufolge als notwendige Voraussetzung, um das Lyrische Ich und ihr Umfeld in ihren Bann zu ziehen. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass erst durch den visuellen Anreiz auch ihr Wesen erfahrbar und buchstäblich sichtbar wird. Ihre positiven Charakterzüge werden beinahe immer in Verbindung mit optischen Reizen und Ausdrücken der visuellen Wahrnehmung beschrieben, bis Körper und Wesen gänzlich miteinander verschmelzen. &amp;quot;In Adel, Liebe und Beständigkeit gekleidet&amp;quot; (V.N., XXVI,83), strahlt ihr Auftreten/Erscheinung menschliche Vortrefflichkeit aus und färbt auf andere ab. &amp;quot;Ihr Anblick macht ein jedes Wesen demütig; und lässt sie nicht allein liebreizend scheinen. sondern einer jeden wird um ihretwillen Ehre erwiesen.&amp;quot; (V.N., XXVI, 87) Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
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==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistiger Schönheit sowie ihres &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen[s]&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Als &amp;quot;Vernichterin aller Laster und Königin der Tugenden&amp;quot; (V.N., 25, X)verkörpert Beatrice durch und durch das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken, indem sie kraft der &amp;quot;Vollkommenheit ihrer Seele [und] wirkungsmächtigen Tugenden&amp;quot; (V.N., 55, XIX) alles und jeden um sie herum zum Erstrahlen bringt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-24T13:45:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
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Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist, dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
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=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.  (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
Indem es die Hohe Minne vorsieht, dass die Liebe zu besagter Frau  möglichst geheim und unentdeckt bleibt,vollzieht der Sänger seinen Frauenpreis aus einer distanzierten Position, welche es ihm unmöglich macht Einzelheiten oder individuelle Facetten ihrer Person zu erfassen.Seine Fernliebe erlaubt lediglich eine passive Darstellung der Dame, deren Erscheinung und Wesen dem formelhaften, mittelalterlichen Klischée von Makellosigkeit entsprechen. Folglich sind die umworbenen Damen der verschiedenen Minnelieder sowohl geistig als auch körperlich kaum voneinander differenzierbar. Auch in der &amp;quot;Vita Nova&amp;quot; wird der Leser zwar von Beatrices außerordentlicher Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte, personalisierte Beschreibung  erhält er jedoch nicht.Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55). Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete, um ihre Schönheit zu preisen. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird:&amp;quot;Sie erschien bekleidet von der edelsten Farbe, die demütig und vornehm: blutrot, umgürtet und geschmückt. (V.N., II,7) Ihr Anblick, welcher in Dante schon im Kindesalter leidenschaftliche Gefühle auslöst, also noch bevor ihr Charakter vollständig ausgebildet ist, hat eine vereinnahmende Macht auf den Ich-Erzähler. &amp;quot;Sobald ich mir ihre wunderbare Schönheit vorstelle, sogleich ein Verlangen ergreift, sie wirklich zu sehen, und dass dieses von solcher Wirkungsmacht ist, dass es in meinem Gedächtnis tötet und vernichtet, was sich dagegen erheben könnte.&amp;quot; (V.N., XV, 41) Beatrice&#039;s Schönheit als etwas greifbares gilt demzufolge als notwendige Voraussetzung, um das Lyrische Ich und ihr Umfeld in ihren Bann zu ziehen. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass erst durch den visuellen Anreiz auch ihr Wesen erfahrbar und buchstäblich sichtbar wird. Ihre positiven Charakterzüge werden beinahe immer in Verbindung mit optischen Reizen und Ausdrücken der visuellen Wahrnehmung beschrieben, bis Körper und Wesen gänzlich miteinander verschmelzen. &amp;quot;In Adel, Liebe und Beständigkeit gekleidet&amp;quot; (V.N., XXVI,83), strahlt ihr Auftreten/Erscheinung menschliche Vortrefflichkeit aus und färbt auf andere ab. &amp;quot;Ihr Anblick macht ein jedes Wesen demütig; und lässt sie nicht allein liebreizend scheinen. sondern einer jeden wird um ihretwillen Ehre erwiesen.&amp;quot; (V.N., XXVI, 87) Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
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==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistiger Schönheit sowie ihres &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen[s]&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Besonders durch ihre Liebe und Tugend verkörpert Beatrice das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-09T11:13:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
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Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N.,II,9) Dies wird zusätzlich durch Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.  (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
In &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;  spielt die äußere Gestalt der weiblichen Charaktere nur eine oberflächliche Rolle. Der Leser wird zwar von Beatrices Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte Beschreibung erhält er jedoch nicht. Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. &lt;br /&gt;
So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55) Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird.          &lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistigen Schönheit sowie ihrem &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen&amp;quot; (V.N.,II,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Besonders durch ihre Liebe und Tugend verkörpert Beatrice das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-09T11:11:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Einleitung=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;=&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N., 2, 9) Dies wird zusätzlich durch Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.  (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
In &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;  spielt die äußere Gestalt der weiblichen Charaktere nur eine oberflächliche Rolle. Der Leser wird zwar von Beatrices Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte Beschreibung erhält er jedoch nicht. Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. &lt;br /&gt;
So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55) Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird.          &lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistigen Schönheit sowie ihrem &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen&amp;quot; (V.N., 2,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Besonders durch ihre Liebe und Tugend verkörpert Beatrice das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2013-05-09T11:07:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==1.Einleitung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;==&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N., 2, 9) Dies wird zusätzlich durch Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.  (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==2.1. Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung== &lt;br /&gt;
In &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;  spielt die äußere Gestalt der weiblichen Charaktere nur eine oberflächliche Rolle. Der Leser wird zwar von Beatrices Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte Beschreibung erhält er jedoch nicht. Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. &lt;br /&gt;
So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55) Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird.          &lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==2.2. Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung== &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistigen Schönheit sowie ihrem &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen&amp;quot; (V.N., 2,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Besonders durch ihre Liebe und Tugend verkörpert Beatrice das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-07T17:52:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;  (Quellennachweise folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.Einleitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N., 2, 9) Dies wird zusätzlich durch Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.  (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
   2.1. Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;  spielt die äußere Gestalt der weiblichen Charaktere nur eine oberflächliche Rolle. Der Leser wird zwar von Beatrices Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte Beschreibung erhält er jedoch nicht. Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. &lt;br /&gt;
 So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55) Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird.          &lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
  2.2. Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistigen Schönheit sowie ihrem &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen&amp;quot; (V.N., 2,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Besonders durch ihre Liebe und Tugend verkörpert Beatrice das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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		<title>Weiblichkeitsideale (Dante Alighieri &quot;Vita Nova&quot;)</title>
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		<updated>2013-05-07T17:49:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Helena Lachenwitzer: Die Seite wurde neu angelegt: „    1.Einleitung  Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspe…“&lt;/p&gt;
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Das zentrale Leitmotiv im Hohen Minnesang des 12. und 13. Jahrhunderts besteht aus dem Besingen und Lobpreisen einer Frau, welche aus der Perspektive des Minnenden als vollkommen und makellos dargestellt wird. Das männliche Lyrische- Ich begibt sich meist unfreiwillig in ein Abhängigkeitsverhältnis, dem sogenannten „domnei“ (Frauendienst), zu seiner Auserkorenen wonach ihm jegliche Existenz ohne ‚seine‘ frouwe unmöglich oder gar sinnlos erscheint. Aus dieser subjektiven Sicht des liebestollen Sängers  wird dem außenstehenden Hörer/Leser  eine bestimmte Frau beschrieben, welche alle positiven und wünschenswerten Eigenschaften in sich vereint.  Ihr Erscheinungsbild, sowie ihr Charakter und  Wesen werden zur menschlichen Idealvorstellung erhoben,  wobei zu beachten ist dass der Minnende durch seine rosarote Brille dazu tendiert,  ihre realen Züge durch seine geistig-ideenhaften Wunschvorstellungen beeinflussen zu lassen. Im Mittelpunkt des Minnesangs steht daher nicht die Liebe zu einer individuellen Person, vielmehr wird eine Glorifizierung der besungenen Frau als Trägerin der vollkommenen menschlichen Idee vollzogen.&lt;br /&gt;
2. Das mittelalterliche Weiblichkeitsideal am Beispiel von Dante Alighieri&#039;s &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Italien des 13. Jahrhunderts erreicht die stilistische Weiblichkeitsidealisierung im Minnesang durch Dante Alighieri’s „dolce stil nuovo“ seinen Höhepunkt. Die Frau als ‚höchstes Wesen‘  wird über die menschliche Sphäre erhoben und erscheint engelsgleich als die Inkarnation überirdischer Vollkommenheit auf Erden. Als himmlische Gestalt symbolisiert sie den Inbegriff der göttlichen Schöpfung. In seiner &amp;quot;Vita Nova- Das Neue Leben&amp;quot; spricht Dante die Transzendierung seiner weiblichen Hauptfigur Beatrice explizit an:  &amp;quot;Sie schien nicht die Tochter eines Sterblichen, sondern die eines Gottes zu sein.&amp;quot; (V.N., 2, 9) Dies wird zusätzlich durch Allegorien und mystische Gleichnisse unterstrichen.  (Fortsetzung folgt)Für seine Zeit eher ungewöhnlich versinnbildlicht Dante die Liebe zwischen Mensch und Gott durch die Liebe des Minnesängers zu seiner Holdseligen, wobei dessen uneingeschränkte Anbetung der Frau  gleichzeitig als notwendige Voraussetzung erachtet wird, um die Gnade und Herrlichkeit Gottes zu erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Im Folgenden Teil wird die Darstellung Dante&#039;s weiblicher Charaktere in zwei Kategorien unterschieden:      &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
   2.1. Die äußere Schönheit: Optik und Wirkung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;quot;Vita Nova&amp;quot;  spielt die äußere Gestalt der weiblichen Charaktere nur eine oberflächliche Rolle. Der Leser wird zwar von Beatrices Schönheit in Kenntnis gesetzt, eine detaillierte Beschreibung erhält er jedoch nicht. Bestimmte Körperteile werden formelhaft eingesetzt, um ihrer Makellosigkeit Ausdruck zu verleihen. &lt;br /&gt;
 So spricht Dante beispielsweise von den &amp;quot;Augen, die der Ursprung der Liebe sind [...][sowie] vom Mund, der das Ziel der Liebe ist&amp;quot; (V.N., XIX, 55) Die Augen, als Spiegel der Seele und der Mund, als erotisches Signal waren im Hohen Minnesang typische Attribute aus dem mittelalterlichen Körperteilkatalog, wonach der Minnesänger die descriptio seiner Frauengestalten im Allgemeinen ausrichtete. Dante bedient sich unter anderem auch stereotypischer Signalfarben, was beispielsweise anhand von Beatrices Gewändern  erkennbar wird.          &lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird der äußereren Gestalt der Frau vor allem insofern Bedeutung beigemessen, als dass sie deren innere Schönheit nach außen trägt und reflektiert. Entsprechend der antiken &#039;Kalokagathia&#039; stehen auf diese Weise die körperliche als auch die geistige Vollkommenheit im Einklang miteinander und bilden eine harmonische Einheit.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
  2.2. Die innere Schönheit: Vergeistigung und Wirkung &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Viel wichtiger ist für Dante die Betonung Beatrice&#039;s geistigen Schönheit sowie ihrem &amp;quot;edlen, lobenswürdigen Betragen&amp;quot; (V.N., 2,9). Gleichsam dem mittelhochdeutschen Pendant &#039;tugent&#039;, &#039;werdekeit&#039;, &#039;diemüete&#039; werden auch hier die Eigenschaften Tugend, Holdseligkeit und Demut gehäuft genannt. Besonders durch ihre Liebe und Tugend verkörpert Beatrice das Gute im Menschen und kann somit  positiv auf ihre Mitmenschen einwirken.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Helena Lachenwitzer</name></author>
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