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	<title>MediaeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<title>Dôn</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lkaub: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der mittelhochdeutsche Begriff &#039;&#039;dôn&#039;&#039; ist ein formaler Aspekt der mittelalterlichen Lyrik. &lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;dôn&#039;&#039; ist die Summe der formalen Bestimmungen eines &#039;&#039;liets&#039;&#039; (nhd. Einzelstrophe). Dies beinhaltet den Rhythmus, die Melodie, das Metrum und das Reimschema.&lt;br /&gt;
Manche &#039;&#039;döne&#039;&#039; wurden für verschiedene Texte verwendet, eine Art von Intertextualität. Damit wurde auf bekannte Werke hingewiesen und Beziehungen hergestellt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lkaub</name></author>
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		<title>Dôn</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Lkaub: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der mittelhochdeutsche Begriff &#039;&#039;dôn&#039;&#039; ist ein formaler Aspekt der mittelalterlichen Sangspruchdichtung. &lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;dôn&#039;&#039; ist die Summe der formalen Bestimmungen eines &#039;&#039;liets&#039;&#039;(nhd. Einzelstrophe). Dies beinhaltet den Rhythmus, die Melodie, das Metrum und das Reimschema.&lt;br /&gt;
Manche &#039;&#039;döne&#039;&#039; wurden für verschiedene Texte verwendet, eine Art von Intertextualität. Damit wurde auf bekannte Werke hingewiesen und Beziehungen hergestellt.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Dôn</title>
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		<updated>2012-01-19T14:57:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lkaub: Die Seite wurde neu angelegt: „Der mittelhochdeutsche Begriff &amp;#039;&amp;#039;dôn&amp;#039;&amp;#039; ist ein formaler Aspekt der mittelalterlichen Sangspruchdichtung.  Der &amp;#039;&amp;#039;dôn&amp;#039;&amp;#039; ist die Summe der formalen Bestimmungen ei…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der mittelhochdeutsche Begriff &#039;&#039;dôn&#039;&#039; ist ein formaler Aspekt der mittelalterlichen Sangspruchdichtung. &lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;dôn&#039;&#039; ist die Summe der formalen Bestimmungen eines &#039;&#039;liets&#039;&#039;(nhd. Einzelstrophe). Dies beinhaltet den Rhythmus, die Melodie, das Metrum und das Reimschema.&lt;br /&gt;
Verschiedene &#039;&#039;döne&#039;&#039; wurden immer wieder als eine Art von Intertextualität verwendet.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lkaub</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Reichston_(Walther_von_der_Vogelweide,_Cormeau_Nr._2)&amp;diff=6349</id>
		<title>Reichston (Walther von der Vogelweide, Cormeau Nr. 2)</title>
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		<updated>2012-01-19T12:25:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lkaub: /* Text und Übersetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der vorliegende Übersetzungsvorschlag betrifft die ersten beiden  Strophen des Reichstons nach der Zählung Cormeaus&amp;lt;ref&amp;gt;Walther von  der Vogelweide: Leich, Lieder, Sangsprüche. 14.,  völlig neubearb. Aufl.  der Ausg. Karl Lachmanns mit Beiträgen von Thomas  Bein und Horst  Brunner, hg. von Christoph Cormeau, Berlin/New York  1996, S.  11-12.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die auf der kleinen Heidelberger Liederhandschrift (Hs. A) beruht. Mit den Varianten der Handschriften und der diesbezüglichen  Diskussion beschäftigt sich auch der Artikel [[Walther und die Höfe -  die Sangsprüche (Otfrid Ehrismann)|Walther und die Höfe - die  Sangsprüche (Otfrid Ehrismann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text und Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  || &#039;&#039;&#039;Originaltext nach Cormeau&#039;&#039;&#039; || &#039;&#039;&#039;Übersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; || Ich saz ûf einem steine  || Ich saß auf einem Felsen, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || und dahte bein mit beine.  || und schlug die Beine übereinander. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || dar ûf sazte ich den ellenbogen,  || Den Ellenbogen darauf gesetzt, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || ich hete in mîne hant gesmogen  || hatte ich mein Kinn und eine Wange &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  5      || mîn kinne und ein mîn wange.  || in meine Hand geschmiegt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || dô dâht ich mir vil ange,  || Da dachte ich mit großer Sorge &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || wes man zer welte solte leben.  || darüber nach, wie man in dieser Welt leben soll. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || dekeinen rât konde ich gegeben || Keinen Rat konnte ich geben, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || wie man driu dinc erwurbe,  || wie man drei Dinge erwerben solle, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10      || der deheinez niht verdurbe.  || ohne das eines davon verderbe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || diu zwei sint êre und varnde guot,  || Zwei davon sind Ehre und beweglicher Besitz, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz dicke ein ander schaden tuot.  || die einander oft schaden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz dritte ist gotes hulde,  || Das dritte ist Gottest Wohlwollen, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || der zweier übergulde. || wertvoller als die anderen beiden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15      || die wolte ich gerne in einen schrîn,  || Die wünsche ich mir in einen Schrein, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || jâ leider des enmac niht sîn,  || doch leider geht es nicht, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz guot und weltliche êre  || dass Besitz und weltliche Ehre &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || und gotes hulde mêre  || und dazu noch Gottes Wohlwollen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || zesame in ein herze komen. || zusammen in ein Herz kommen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20      || stîg und wege sint in benommen: || Stege und Wege sind ihnen genommen: &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || untriuwe ist in der sâze,  || Die Untreue ist auf der Lauer, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || gewalt vert ûf der strâze,  || Gewalt herrscht auf der Straße, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || fride und reht sint sêre wunt. || Friede und Recht sind tödlich verletzt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || diu driu enhabent geleites niht, diu zwei enwerden ê gesunt.  || Die Drei sind nicht sicher, bevor die Beiden nicht gesund werden. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  || &#039;&#039;&#039;Originaltext nach Cormeau&#039;&#039;&#039; || &#039;&#039;&#039;Übersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;II&#039;&#039;&#039; || Ich hôrte ein wazzer diezen || Ich hörte ein Gewässer rauschen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || unde sach die vische vliezen,   || und sah die Fische schwimmen, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || ich sach, swaz in der welte was,   || ich sah, was auf der Welt war, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || velt, walt, loup, rôr unde gras.   || Feld, Wald, Laub, Schilfrohr und Gras. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  5      || swaz kriuchet unde vliuget   || Alles, was kriecht und fliegt  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || und bein zer erden biuget,   || und auf Beinen über die Erde geht, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz sach ich unde sag iu daz:   || das sah ich und ich sage euch folgendes: &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || der dekeinez lebet âne haz.  || Nichts davon lebt ohne Feindseligkeit. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz wilt und daz gewürme,   || Die Vierbeiner und Kriechtiere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10      || die strîtent starke stürme,   || führen heftige Kämpfe, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || same tuont die vogel under in,   || so tun es unter ihnen die Vögel,  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || wan daz si habent einen sin:   || aber in einem sind sie sich einig: &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || si dûhten sich zenihte, || Hätten sie nicht eine starke Ordnung erschaffen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || si enschüefen starc gerihte. || hielten sie sich für verloren. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15      || si kiesent künege unde reht,   || Sie wählen Könige und setzen Recht &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || si setzent hêrren unde kneht.   || und bestimmen Herren und Knechte.  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || owê dir, tiutsche zunge,  || Oweh dir, deutschsprachiges Volk, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || wie stêt dîn ordenunge,   || wie steht es mit deiner Ordnung, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz nû diu mugge ir künec hât,  || wenn selbst die Mücke einen König hat &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20      || und daz dîn êre alsô zergât!  || und dein Ansehen derart zerfällt?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || bekêrâ dich, bekêre,   || Bekehre dich, bekehre! &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || die cirke sint ze hêre,  || Die Königskronen sind zu hochmütig, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || die armen künege dringent dich:  || sodass die abhängigen Könige dich bedrängen: &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || Phillipe, setze den weisen ûf, und heiz si treten hinder sich.   || Phillip, setze die deutsche Königskrone auf, und befiehl ihnen sich zurückzunehmen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Walther von der Vogelweide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Reichston]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sangspruch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lkaub</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Reichston_(Walther_von_der_Vogelweide,_Cormeau_Nr._2)&amp;diff=6348</id>
		<title>Reichston (Walther von der Vogelweide, Cormeau Nr. 2)</title>
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		<updated>2012-01-19T12:25:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lkaub: /* Text und Übersetzung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der vorliegende Übersetzungsvorschlag betrifft die ersten beiden  Strophen des Reichstons nach der Zählung Cormeaus&amp;lt;ref&amp;gt;Walther von  der Vogelweide: Leich, Lieder, Sangsprüche. 14.,  völlig neubearb. Aufl.  der Ausg. Karl Lachmanns mit Beiträgen von Thomas  Bein und Horst  Brunner, hg. von Christoph Cormeau, Berlin/New York  1996, S.  11-12.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die auf der kleinen Heidelberger Liederhandschrift (Hs. A) beruht. Mit den Varianten der Handschriften und der diesbezüglichen  Diskussion beschäftigt sich auch der Artikel [[Walther und die Höfe -  die Sangsprüche (Otfrid Ehrismann)|Walther und die Höfe - die  Sangsprüche (Otfrid Ehrismann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text und Übersetzung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  || &#039;&#039;&#039;Originaltext nach Cormeau&#039;&#039;&#039; || &#039;&#039;&#039;Übersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; || Ich saz ûf einem steine  || Ich saß auf einem Felsen, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || und dahte bein mit beine.  || und schlug die Beine übereinander. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || dar ûf sazte ich den ellenbogen,  || Den Ellenbogen darauf gesetzt, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || ich hete in mîne hant gesmogen  || hatte ich mein Kinn und eine Wange &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  5      || mîn kinne und ein mîn wange.  || in meine Hand geschmiegt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || dô dâht ich mir vil ange,  || Da dachte ich mit großer Sorge &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || wes man zer welte solte leben.  || darüber nach, wie man in dieser Welt leben soll. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || dekeinen rât konde ich gegeben || Keinen Rat konnte ich geben, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || wie man driu dinc erwurbe,  || wie man drei Dinge erwerben solle, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10      || der deheinez niht verdurbe.  || ohne das eines davon verderbe. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || diu zwei sint êre und varnde guot,  || Zwei davon sind Ehre und beweglicher Besitz, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz dicke ein ander schaden tuot.  || die einander oft schaden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz dritte ist gotes hulde,  || Das dritte ist Gottest Wohlwollen, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || der zweier übergulde. || wertvoller als die anderen beiden. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15      || die wolte ich gerne in einen schrîn,  || Die wünsche ich mir in einen Schrein, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || jâ leider des enmac niht sîn,  || doch leider geht es nicht, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz guot und weltliche êre  || dass Besitz und weltliche Ehre &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || und gotes hulde mêre  || und dazu noch Gottes Wohlwollen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || zesame in ein herze komen. || zusammen in ein Herz kommen. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20      || stîg und wege sint in benommen: || Stege und Wege sind ihnen genommen: &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || untriuwe ist in der sâze,  || Die Untreue ist auf der Lauer, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || gewalt vert ûf der strâze,  || Gewalt herrscht auf der Straße, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || fride und reht sint sêre wunt. || Friede und Recht sind tödlich verletzt. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || diu driu enhabent geleites niht, diu zwei enwerden ê gesunt.  || Die Drei sind nicht sicher, bevor die Beiden nicht gesund werden. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  || &#039;&#039;&#039;Originaltext nach Cormeau&#039;&#039;&#039; || &#039;&#039;&#039;Übersetzung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &#039;&#039;&#039;II&#039;&#039;&#039; || Ich hôrte ein wazzer diezen || Ich hörte ein Gewässer rauschen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || unde sach die vische vliezen,   || und sah die Fische schwimmen, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || ich sach, swaz in der welte was,   || ich sah, was auf der Welt war, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || velt, walt, loup, rôr unde gras.   || Feld, Wald, Laub, Schilfrohr und Gras. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  5      || swaz kriuchet unde vliuget   || Alles, was kriecht und fliegt  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || und bein zer erden biuget,   || und auf Beinen über die Erde geht, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz sach ich unde sag iu daz:   || das sah ich und ich sage euch folgendes: &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || der dekeinez lebet âne haz.  || Nichts davon lebt ohne Feindseligkeit. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz wilt und daz gewürme,   || Die Vierbeiner und Kriechtiere &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10      || die strîtent starke stürme,   || führten heftige Kämpfe, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || same tuont die vogel under in,   || so tun es unter ihnen die Vögel,  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || wan daz si habent einen sin:   || aber in einem sind sie sich einig: &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || si dûhten sich zenihte, || Hätten sie nicht eine starke Ordnung erschaffen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || si enschüefen starc gerihte. || hielten sie sich für verloren. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15      || si kiesent künege unde reht,   || Sie wählen Könige und setzen Recht &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || si setzent hêrren unde kneht.   || und bestimmen Herren und Knechte.  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || owê dir, tiutsche zunge,  || Oweh dir, deutschsprachiges Volk, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || wie stêt dîn ordenunge,   || wie steht es mit deiner Ordnung, &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || daz nû diu mugge ir künec hât,  || wenn selbst die Mücke einen König hat &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20      || und daz dîn êre alsô zergât!  || und dein Ansehen derart zerfällt?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|         || die armen künege dringent dich:  || sodass die abhängigen Könige dich bedrängen: &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|         || Phillipe, setze den weisen ûf, und heiz si treten hinder sich.   || Phillip, setze die deutsche Königskrone auf, und befiehl ihnen sich zurückzunehmen. &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Walther von der Vogelweide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Reichston]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Sangspruch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Lkaub</name></author>
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