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	<title>MediaeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5476</id>
		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und besitzt [[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit  dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab  (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht  (u) &lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen    (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt    Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein    Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]] besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem zottigen Riesen Urgan unterdrückt. Urgan verlangt einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen als Geschenk für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk vor dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Tristan erscheint wenig Heldenhaft in dieser Szene. Er nimmt zwar wieder die Rolle des ritterlichen Befreiers an, jedoch erst nachdem Gilan ihm das Versprechen gegeben hat ihn für seine Tat zu belohnen. Die Ehre und der Kodex eines arthurischen Helden sollte ihn davon abhalten, weder ein &#039;Erfolgshonorar&#039; noch ein &#039;Blanko&#039;- Versprechen anzunehmen. Tristan selbst verachtete Gandin, als er mit einer ähnlichen List Isolde entführte. Ebenso wenig heldenhaft ist das verhalten Tristans im Kampf mit dem zottigen Riesen Urgan. Es heißt mehrmals seine Angst sei &#039;&#039;niht cleine&#039;&#039; (16076), sondern &#039;&#039;starc&#039;&#039; (16132). Tristan hat sogar Sorge, dass &#039;&#039;sîner taete / keine bewaerde haete&#039;&#039;(16081f.). Tristan ist in keiner Weise an der Befreiung von Swales interessiert, sondern möchte nur seine Belohnung. Sein Verhalten ist nicht ehrenhaft oder ritterlich. Obwohl Tristans Beweggründe von der Minne herrühren, so ist sein Verhalten doch zweifelhaft. Er stellt sich durch sein Vorgehen in eine Reihe mit dem betrüger Gilan und dem Feigling Truchseß.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hund Petitcreiu ist ein Geschenk einer Göttin und ist, wie die Minnegrotte in der Lage die Menschen dazuzubringen sich von allen leiblichen Bedürfnissen zu trennen.&lt;br /&gt;
Die Szene zeigt zum einen, dass Tristan zwar heldenhaft handelt, jedoch aus den falschen Beweggründen. Für Tristan ist die Minne der einzige Beweggrund, dem Freund Gilan und seinem Volk zuhelfen. Zum anderen ist eine Vorrausdeutung auf die Minnegrotte zu erkennen, da der Hund Tristan und Isolde ihren Liebeskummer vergessen lässt, obwohl sie durch eine räumliche Distanz getrennt sind. Das Hündchen ermöglicht es, dass die Protagonisten und der Leser sich eine Welt ausmalen können, in der Tristan und Isolde ihre Liebe ohne schlechtes Gewissen miteinander teilen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Barandun, Anina:Die Tristan-Trigonometrie des Gottfried von  Straßburg.Zwei Liebende und ein Dritter.Tübingen:Narr Francke Attempo  Verlag, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
*[*Barandun, 2009] Barandun, Anina:Die Tristan-Trigonometrie des Gottfried von Straßburg.Zwei Liebende und ein Dritter.Tübingen:Narr Francke Attempo Verlag, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Baumgartenszene_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5475</id>
		<title>Baumgartenszene (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Baumgartenszene_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5475"/>
		<updated>2011-04-14T21:08:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:3.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der List in der Baumgartenszene. Merlot und Marke führen ihre List gegen Isolde und Tristan aus, welche ebenfalls mit einer List antworten. Die Szene erstreckt sich von V. 14583- bis 15046 und gehört zu einer Reihe von Szenen, die die Thematik der List und Gegenlist behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Markes und Melots List==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Szenerie, die sich im Baumgarten vollzieht, beruht auf einigen vorhergehenden Geschehnissen. König Marke ist bereits äußerst argwöhnisch, was die enge Bindung seiner Frau und seines Neffen angeht. Aus diesem Grunde spinnt er eine Intrige, die zum Ziel den Beweis eines Liebesverhältnisses Tristans und Isoldes hat. Aus diesem Grund ist Marke mit einiger Gefolgschaft in den Wald zur Jagd geritten, um das Paar dazu zu verleiten, unvorsichtiger zu agieren. Er beauftragt den Zwergen Melot mit der Beschattung der Verdächtigten. Dieser kann am Abend im Garten des Hofes, Tristan in vertrauter Atmosphäre mit einer Frau erspähen, erkennt jedoch nicht deren Identität. Am nächsten Tag versucht er Tristan das Geständnis und Isoldes Namen zu entlocken, indem er behauptet von ihr geschickt worden zu sein, um ein neuerliches Treffen zu verabreden. Tristan durchschaut das durchtriebene Spiel und jagt den Zwergen grob davon. Durch dieses Verhalten bestätigt, entfernt sich Melot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Baumgartenszene beginnt damit, dass Melot zu Marke in den Wald reitet und ihn über die vergangenen Geschehnisse an der Quelle aufklärt. Melot überzeugt Marke noch am selben Abend zur Quelle zu gehen, um sich selbst davon zu überzeugen, dass die Gerüchte um eine heimliche Liebe zwischen Isolde und Tristan stimmen. Marke und Melot finden kein Versteck und klettern letztlich auf einen Ölbaum nahe der Quelle, von wo aus sie das Geschehen gut beobachten können. Als die Nacht anbricht, erscheint Tristan und schickt seine Boten die Quelle hinuter um Isolde über seine Anwesenheit zu informieren. Nach einiger Zeit bemerkt Tristan im Schatten des Baumes die Umrisse zweier Personen und erkennt, dass er in eine Falle geraten ist. Tristan bittet Gott, Isolde vor diesem Hinterhalt zu schützen. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nahezu gleichzeitig gehen Isolde und Brangäne in den Garten und warten auf die Nachricht von Tristan. Nachdem Brangäne die Boten gefunden hat, macht sich Isolde auf den Weg zum Ölbaum.&lt;br /&gt;
[[Datei:Datei:P4132203.JPG|Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne  in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im    Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und    Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur) ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Isoldes List==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie Tristan stillstehend dort anfindet, wundert sie sich, da er ihr an anderen Tagen immer entgegen gekommen ist. Isolde bemerkt während sie auf Tristan zugeht die Umrisse zweier Gestalten im Schatten des Baumes und erkennt ebenfalls, dass sie in eine Falle geraten ist. Nun spricht Isolde zu Gott und bittet ihn darum, dass ihnen nichts passieren möge. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Isolde ermahnt Tristan, dass es unhöflich sei, sie zu so später Stunde zu einer Unterredung holen zu lassen und ihr solche Heimlichkeiten zu zumuten. Sie betont, dass sie lieber einen Finger ihrer Hand verlieren würde, als mit ihm gesehen zu werden. Sie schämt sich der Gerüchte über die beiden und glaubt, dass wenn man sie beide hier reden sehen würde, diese Gerüchte bestätigt wären. Sie bekennt zu Gott, dass sie keinen anderen Mann liebt, als den dem sie ihre erste Blüte ihrer Jungfräulichkeit geschenkt hat.&lt;br /&gt;
&amp;quot;und gihe&#039;s zu gote,daz ich nie &#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ze keinem manne muot gewan&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;und hiute und iemer alle man&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;vor mînem herzen sint verspart&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;niwan der eine, dem dâ wart&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;der êrste rôsebluome von mînem magetuome. &#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 14760 ff.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Beitrag==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tristan antwortet, dass die Gerüchte um ihn und Isolde nicht stimmen. Isolde soll Marke seinen Zorn nehmen, für eine Woche, sodass er seine Abreise vom Hofe vorbereiten und das Land verlassen kann. Isolde erwidert darauf, dass sie ihren König nie um etwas bitten würde, dass ihm oder seinem Reich schaden könne. Sie betont, wie schlecht sie beide dastünden und sagt, Gott möge es bei Zeiten ändern. Sie erbittet, dass sie nun gehen dürfe, ihrem Mann seine Bitte jedoch vortragen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tristan und Isolde verlassen den Ölbaum an der Quelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Markes Zorn==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marke bereut jeden Verdacht, den er gegen seinen Neffen und Isolde hegte und verwünscht all jene, die ihn dazu angestifftet haben. Melot und Marke reiten zur Jagd zurück. Am nächsten Tag kehrt Marke alleine zum Hofe zurück und fragt Isolde, wie es ihr ergangen sei und wie es Tristan ginge. Isolde wiederholt alles, was Tristan ihr am Abend zuvor gesagt hat. Marke achtet genau darauf, was sie sagt, obwohl er es selbst am Abend zuvor hörte. Marke beschließt, dass Isolde nun darüber entscheiden soll, wie es mit dem Streit zwischen Marke und Tristan künftig weiter gehen soll. Sie weist dies jedoch von sich, da es sie zu sehr belasten würde. Marke schwört darauf, dass er allen Gram gegen Tristan beilegen will.&lt;br /&gt;
Es soll nach Tristan gerufen werden und der Streit wird augenblicklich beigelegt. Von nun an ist Isolde wieder der Obhut Tristans unterstellt. Isolde und Tristan können vorläufig wieder gemeinsam glücklich leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Szenen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5474</id>
		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-04-14T21:00:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und besitzt [[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb. 21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit  dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab  (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht  (u) &lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb. 22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen    (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt    Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein    Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]] besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem zottigen Riesen Urgan unterdrückt. Urgan verlangt einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen als Geschenk für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk vor dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Tristan erscheint wenig Heldenhaft in dieser Szene. Er nimmt zwar wieder die Rolle des ritterlichen Befreiers an, jedoch erst nachdem Gilan ihm das Versprechen gegeben hat ihn für seine Tat zu belohnen. Die Ehre und der Kodex eines arthurischen Helden sollte ihn davon abhalten, weder ein &#039;Erfolgshonorar&#039; noch ein &#039;Blanko&#039;- Versprechen anzunehmen. Tristan selbst verachtete Gandin, als er mit einer ähnlichen List Isolde entführte. Ebenso wenig heldenhaft ist das verhalten Tristans im Kampf mit dem zottigen Riesen Urgan. Es heißt mehrmals seine Angst sei &#039;&#039;niht cleine&#039;&#039; (16076), sondern &#039;&#039;starc&#039;&#039; (16132). Tristan hat sogar Sorge, dass &#039;&#039;sîner taete / keine bewaerde haete&#039;&#039;(16081f.). Tristan ist in keiner Weise an der Befreiung von Swales interessiert, sondern möchte nur seine Belohnung. Sein Verhalten ist nicht ehrenhaft oder ritterlich. Obwohl Tristans Beweggründe von der Minne herrühren, so ist sein Verhalten doch zweifelhaft. Er stellt sich durch sein Vorgehen in eine Reihe mit dem betrüger Gilan und dem Feigling Truchseß.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hund Petitcreiu ist ein Geschenk einer Göttin und ist, wie die Minnegrotte in der Lage die Menschen dazuzubringen sich von allen leiblichen Bedürfnissen zu trennen.&lt;br /&gt;
Die Szene zeigt zum einen, dass Tristan zwar heldenhaft handelt, jedoch aus den falschen Beweggründen. Für Tristan ist die Minne der einzige Beweggrund, dem Freund Gilan und seinem Volk zuhelfen. Zum anderen ist eine Vorrausdeutung auf die Minnegrotte zu erkennen, da der Hund Tristan und Isolde ihren Liebeskummer vergessen lässt, obwohl sie durch eine räumliche Distanz getrennt sind. Das Hündchen ermöglicht es, dass die Protagonisten und der Leser sich eine Welt ausmalen können, in der Tristan und Isolde ihre Liebe ohne schlechtes Gewissen miteinander teilen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Barandun, Anina:Die Tristan-Trigonometrie des Gottfried von  Straßburg.Zwei Liebende und ein Dritter.Tübingen:Narr Francke Attempo  Verlag, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
*[*Barandun, 2009] Barandun, Anina:Die Tristan-Trigonometrie des Gottfried von Straßburg.Zwei Liebende und ein Dritter.Tübingen:Narr Francke Attempo Verlag, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5473</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5473"/>
		<updated>2011-04-14T20:43:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Aufbewahrungsort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fortgesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;Meister&#039; wird vermutet, dass er nichtadeliger Herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texten die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds von Straßburg, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach zu sein scheint. Anhand dieses &#039;literarischen Diskurses&#039; erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die zu diesem Zeitpunkt einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später kurfürstlichen Exlibris, aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren Exlibris ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen Eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges Binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren.&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergamentes bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs Zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das Original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5472</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5472"/>
		<updated>2011-04-14T20:42:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Initialen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fortgesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;Meister&#039; wird vermutet, dass er nichtadeliger Herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texten die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds von Straßburg, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach zu sein scheint. Anhand dieses &#039;literarischen Diskurses&#039; erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die zu diesem Zeitpunkt einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später kurfürstlichen Exlibris, aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren Exlibris ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen Eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges Binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren.&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergamentes bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs Zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5471</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5471"/>
		<updated>2011-04-14T20:40:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Lagenverband */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fortgesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;Meister&#039; wird vermutet, dass er nichtadeliger Herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texten die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds von Straßburg, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach zu sein scheint. Anhand dieses &#039;literarischen Diskurses&#039; erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die zu diesem Zeitpunkt einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später kurfürstlichen Exlibris, aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren Exlibris ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen Eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges Binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren.&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergamentes bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5470</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5470"/>
		<updated>2011-04-14T20:37:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Erhaltungszustand */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fortgesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;Meister&#039; wird vermutet, dass er nichtadeliger Herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texten die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds von Straßburg, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach zu sein scheint. Anhand dieses &#039;literarischen Diskurses&#039; erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die zu diesem Zeitpunkt einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später kurfürstlichen Exlibris, aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren Exlibris ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen Eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges Binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren.&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergamentes bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5469</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5469"/>
		<updated>2011-04-14T20:30:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Exlibris */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fortgesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;Meister&#039; wird vermutet, dass er nichtadeliger Herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texten die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds von Straßburg, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach zu sein scheint. Anhand dieses &#039;literarischen Diskurses&#039; erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die zu diesem Zeitpunkt einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
k===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später kurfürstlichen Exlibris, aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren Exlibris ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5468</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5468"/>
		<updated>2011-04-14T20:27:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Datierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fortgesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;Meister&#039; wird vermutet, dass er nichtadeliger Herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texten die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds von Straßburg, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach zu sein scheint. Anhand dieses &#039;literarischen Diskurses&#039; erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die zu diesem Zeitpunkt einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5467</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5467"/>
		<updated>2011-04-14T20:23:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Autor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fortgesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;Meister&#039; wird vermutet, dass er nichtadeliger Herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5466</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5466"/>
		<updated>2011-04-14T20:16:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Aufbewahrungsort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5465</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5465"/>
		<updated>2011-04-14T20:16:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Aufbewahrungsort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Vollhandschriften und Fragmente des &#039;Tristan&#039; von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5464</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5464"/>
		<updated>2011-04-14T20:15:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Bidlblätter in der Handschrift */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101).&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich.&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5463</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5463"/>
		<updated>2011-04-14T20:14:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Bidlblätter in der Handschrift */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5462</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5462"/>
		<updated>2011-04-14T20:06:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Einband */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welche mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der Zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem Leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5461</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5461"/>
		<updated>2011-04-14T20:03:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Besitzer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bibliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Identifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5460</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5460"/>
		<updated>2011-04-14T19:59:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5456</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5456"/>
		<updated>2011-04-14T16:13:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833- 13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5455</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5455"/>
		<updated>2011-04-14T14:32:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb.  2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o).  Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin  treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im  Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in  ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe  der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb.  5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und  Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu  vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual  begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb.   6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von   seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb.   7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins   Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan   geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung   Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht   eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb.   8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die   höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen   Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele   (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist   nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von   Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf   dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb.   11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans   Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird   entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132200.JPG|&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb.   12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen  (ml),  Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan  trifft in  Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben  fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb.  13:Morolt und  Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der  der Kampf  stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus  (o),Tristan  und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland  zurück  (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb.   14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des  Todkranken  Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und  treibt  alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird  von  einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde  Unterricht  (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb.    15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul    (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des    Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb.    16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten    Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem    Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin  Isolde   greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht  (ul),   Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb.    17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den    Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im   Ölbaumgarten  (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und   Melot  belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb.    18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen    Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und    Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett   in  Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb.   19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein   Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb.   20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor  (o),Isolde  schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie  (ml),Isolde  zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe  (mr), Gilan  zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht  auf den Riesen  Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb.  21:Urgan  raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem  Speer ins  Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan  hat Urgan  geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb.   22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen   (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt   Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein   Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb.   23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen   Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte  (m),Tristan  und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb.   24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke   findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m),   Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf   (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als   Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke   (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan  von  seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb.   26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur  Jagd  (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb.  27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke  an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will  (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den  Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt  Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau  Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies  Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und  Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam  fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den  verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan  erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan  bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand  beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb.  30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol  beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or),  Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um  ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke  trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen  Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5454</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5454"/>
		<updated>2011-04-14T14:20:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Abb. 1:Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Abb. 2:Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o). Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Abb. 3:Riwalin wird im Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb. 5:Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant  begrüßt Blanscheflur und Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät  ihnen sich zu vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut  (ul), Rual begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Abb. 6:Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb. 7:Blanscheflur erhält durch einen Boten die   Nachricht von Riwalins Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der   Qual,nachdem sie Tristan geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind   (or),Beisetzung Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der   Toten(m),Floraete täuscht eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich   um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Abb. 8:Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Abb. 10:Ritterspiele (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb. 11:Tristan tötet Morgan (o),Kampf  zwischen Tristan und Morgans Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt  heim (ul), Tristan wird entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132200.JPG|&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Abb. 12:Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen (ml), Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan trifft in Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb. 13:Morolt und Tristan setzen in einem Boot zu  der Insel über, auf der der Kampf stattfinden soll und räumen eine  friedliche Einigung aus (o),Tristan und Morolt kämpfen zu Pferde  (m),Tristan fährt zum Festland zurück (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Abb. 14:Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des Todkranken Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und treibt alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird von einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde Unterricht (ul)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb. 15:Tristan schneidet dem besiegten Drachen die  Zunge aus dem Maul (o),Der Truchseß kämpft gegen den toten Drachen  (m),Der Kopf des Drachen wird auf einem Wagen abgefahren (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Abb. 16:Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin Isolde greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht (ul), Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Abb. 17:Tristan bittet Brangäne um Rat (ol),Tristan  legt die Späne in den Bach (or),Der Zwerg Melot beobachtet Tristan und  Isolde im Ölbaumgarten (m), Melot holt Marke in den Ölbaumgarten (ul),  Marke und Melot belauschen Tristan und Isolde (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Abb. 18:Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett in Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Abb. 19:Marke entdeckt die Blutspuren in Isoldes Bett  (o), Marke hält ein Konzil ab (m),Isolde muss sich auf dem Konzil  verantworten (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Abb. 20:Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor (o),Isolde schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie (ml),Isolde zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe (mr), Gilan zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht auf den Riesen Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Abb. 21:Urgan raubt das getreibte Vieh  (o),Tristan  sticht Urgan mit dem Speer ins Auge (ml), Tristan schlägt  Urgan die  Hand ab (mr),Tristan hat Urgan geblendet und stürtzt dich in  die  Schlucht (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Abb. 22:Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Abb. 23:Marke  verbannt Tristan und Isolde (ol),Tristan und Isolde verlassen Markes Hof  (or),Marke verstopft das Fenster der Minnegrotte (m),Tristan und Isolde  werden von Marke wieder am Hof aufgenommen (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Abb. 24:Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m), Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Abb. 25:Tristan und Kurneval als Boten verkleidet vor  Isolde (o),Tristan als Narr vor Isolde und Marke (m),Tristan schlägt  Antret bewusstlos (ul), Antret versucht Tristan von seinem Platz neben  Isolde wegzuziehen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Abb. 26:Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur Jagd (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Abb. 27:Tristan vertreibt zwei Männer mit der Keule  (o),Tristan greift Marke an (ml),Pleherin verfolgt Tristan, der auf  einem Boot davonfahren will (mr),Tristan erschlägt Pleherin (ul),Tristan  fährt wieder über den Bach (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Abb. 28:Marke verfolgt Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Abb. 29:Kaedin und Kassie in liebender Umarmung  (ol),Kaedin und Tristan reiten gemeinsam fort/Kaedin verliert seinen  Schapel (or),Nampotenis hat den verräterischen Schapel gefunden und  bedroht Kassie(ml),Tristan erschlägt Namotenis, nachdem dieser Kaedin  getötet hat (mr),Tristan bringt den toten Kaedin nach Karke (ul),Tristan  und Isolde Weishand beklagen Kaedins Tod (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Abb. 30:Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or), Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Abb. 31:München, BSB, Cgm 51, fol.1r:Textseite.&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Abb. 32:fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Abb. 68:München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5451</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5451"/>
		<updated>2011-04-14T13:13:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o). Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Riwalin wird im Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Ritterspiele (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen (ml), Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan trifft in Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des Todkranken Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und treibt alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird von einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde Unterricht (ul),&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin Isolde greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht (ul), Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett in Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor (o),Isolde schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie (ml),Isolde zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe (mr), Gilan zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht auf den Riesen Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m), Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur Jagd (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Marke verfolgt Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|Hauptmann Gaviol am Bett des todkranken Tristan/Isolde W. und Gaviol beklagen den toten? Tristan (ol),Isolde folgt dem Hilferuf Tristan (or), Isolde und Marke am Bett des toten Tristan/Isolde stirbt aus Kummer um ihren Geliebten (ml), Marke überführt die Toten nach Canoel (mr), Marke trauert am Grabe Tristan und Isoldes (ul),Marke entsagt dem weltlichen Leben und stiftet ein Kloster (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|fol. 52v: Textseite&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|München BSB, Clm 17161 (Decretum Gratiani, Schäftlarn, um 1165-1170);fol. 139r P-Initiale.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Abb 5.Die Überfahrt nach Parmenien (ol),Foitenant begrüßt Blanscheflur und Riwalin nach ihrer Ankunft in Parmenien und rät ihnen sich zu vermählen (or), Blanscheflur und Riwalin werden getraut (ul), Rual begleitet Blanscheflur zur Burg Canoel (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Abb 7.Blanscheflur erhält durch einen Boten die Nachricht von Riwalins Tod (ol),Blanscheflur stirbt unter der Qual,nachdem sie Tristan geboren hat/eine Frau kümmert sich um das Kind (or),Beisetzung Blanscheflurs/Foitenant betet am Grab der Toten(m),Floraete täuscht eine Niederkunft vor, eine Amme kümmert sich um den Säugling (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132199.JPG|Abb. 11 Tristan tötet Morgan (o),Kampf zwischen Tristan und Morgans Heer-Rual kommt zur Hilfe(m),Tristan kehrt heim (ul), Tristan wird entkleidet (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132200.JPG|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132201.JPG|Abb. 13:Morolt und Tristan setzen in einem Boot zu der Insel über, auf der der Kampf stattfinden soll und räumen eine friedliche Einigung aus (o),Tristan und Morolt kämpfen zu Pferde (m),Tristan fährt zum Festland zurück (ul),Tristan erschlägt Morolt (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132202.JPG|Abb. 15: &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132203.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132204.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132205.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132206.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132207.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132208.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132209.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5448</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5448"/>
		<updated>2011-04-14T12:36:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.JPG|Manifest an Markes Hof -Blanscheflur im Kreis zuschauender Damen(o). Manifest am Hof -Riwalin bei den Ritterspielen, Blanscheflur und Riwalin treten in Kontakt (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132178.JPG|Manifest an Markes Hof -Gesellschaft der Herren (o). Gesellschaft der Damen (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.JPG|Riwalin wird im Kampf gegen Markes Feinde verwundet (o). Blanscheflur wendet sich in ihrer Not an ihre Erzieherin (ul), Blanscheflur gelangt durch die Hilfe der &#039;Meisterin&#039; zum todkranken Riwalin vorgedrungen (ur)&lt;br /&gt;
Datei:P4132181.JPG|Riwalin wird im Reiterkampf gegen Morgan getötet.Riwalin wird von seinen Gefährten vom Schlachtfeld geführt (o). Riwalins Bestattung (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132182.JPG|Opfergang der Marschallin (ol), Taufe Tristans (or), Tristan übt die höfischen Künste (m),Tristan beim Schachspiel auf dem norwegischen Handelsschiff (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132183.JPG|Ritterspiele (o),Tristan und Kurneval nehmen Abschied von Marke (ml), Tristan reist nach Parmenien (mr),Tristan wird bei seiner Ankunft in Parmenien von Floraene begrüßt (ul), Tristan trifft auf der Suche nach Morgan auf dessen Ritter, die ihm den Weg versperren (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132184.JPG|Buhurierende Ritter (o), Tristan gibt Rual sein Land und Lehen (ml), Tristan nimmt Abschied von Rual und reitet fort (mr), Tristan trifft in Tintajol ein, als Morolt den Tribut von dreißig Knaben fordert (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132185.JPG|Tristan wird von einem Arzt behandelt (ol), Überfahrt des Todkranken Tristan (or),Tristan trennt sich von seinen Begleitern und treibt alleine in seinem Boot vor der irischen Küste (ml), Tristan wird von einem Arzt behandelt (mr), Tristan erteilt der jungen Isolde Unterricht (ul),&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132186.JPG|Königin Isolde, ihre Tochter und Brangaene treffen auf den toten Drachen (o), Tristan wird von Königin Isolde und ihrer Tochter aus dem Teich gehoben (ml),Tristan wird nach Hause gebracht (mr),Königin Isolde greift ein, als ihre Tochter Tristan mit dem Schwert bedroht (ul), Brangäne beschwichtigt die junge Isolde (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&lt;br /&gt;
Datei:P4132187.JPG|Marke befragt Isolde, die ihn täuscht (ol), Marke gibt seinen Verdacht auf (or),Melot streut Mehl zwischen die Betten von Tristan und Isolde/Marke verlässt das Zimmer (m), Tristan springt von seinem Bett in Isoldes,wobei das Mehl ...&lt;br /&gt;
Datei:P4132188.JPG|Tristan trägt Isolde ans Ufer und täuscht einen Sturz vor (o),Isolde schwört vor dem König und dem Bischof auf die Reliquie (ml),Isolde zeigt dem Bischof ihre unverletzte Hand nach der Feuerprobe (mr), Gilan zeigt Tristan sein Hündchen Peticrü(ul), Tristan bricht auf den Riesen Urgan zu suchen (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Tristan überbringt Gilan die abgeschlagene Hand des Riesen (ol),Gilan übergibt Tristan das Hündchen (or),Der Spielmann Überbringt Isolde das Hündchen (ml), Isolde erzählt Marke das Hündchen sei ein Geschenk ihrer Mutter (mr), Reiterkampf (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132190.JPG|Marke entdeckt Tristan und Isolde in liebender Umarmung (o),Marke findet, als er mit Zeugen zurückkehrt nur noch Isolde alleine vor (m), Tristan bei Kaedin in der Burg Karke (ul), Tristan und Kaedin im Kampf (ur)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132191.JPG|Tristan reist dem Zwerg Melot ein Auge aus (o),Marke reitet zur Jagd (m),Antret entdeckt Tristan und Isolde im Bett (u)&lt;br /&gt;
Datei:P4132192.JPG|Marke verfolgt Tristan bis zum Meer an dem er entkommt (o),Tristan begrüßt seine Frau Isolde Weishand (m),Kaedin macht einen Wachsabdruck von Kassies Schlüssel (u)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132193.JPG|&lt;br /&gt;
Datei:P4132194.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datei:P4132196.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132197.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132198.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
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Datei:P4132199.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132200.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
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Datei:P4132202.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
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Datei:P4132208.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
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Datei:P4132209.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132211.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt; &lt;br /&gt;
Datei:P4132195.JPG|Exlibris vorne&lt;br /&gt;
Datei:P4132212.JPG|Exlibris hinten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5435</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5435"/>
		<updated>2011-04-14T11:17:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5409</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5409"/>
		<updated>2011-04-14T09:59:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:Beispiel.JPG|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5408</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5408"/>
		<updated>2011-04-14T09:57:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132189.JPG|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:Beispiel.jpg|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5397</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5397"/>
		<updated>2011-04-13T15:36:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:P4132179.jpg|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.jpg|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5395</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-04-13T15:33:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:.P4132179.jpg|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.jpg|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5394</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-04-13T15:31:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:.P4132176jpg|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Datei:P4132177.jpg|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Diskussion:Musenanrufung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5255</id>
		<title>Diskussion:Musenanrufung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-09T14:05:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: Die Seite wurde neu angelegt: „*einheitlicher, wissenschaftlicher Stil *keine Grammatik- und Rechtschreibfehler *keine Stilbrüche *gehobenes Sprachniveau“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;*einheitlicher, wissenschaftlicher Stil&lt;br /&gt;
*keine Grammatik- und Rechtschreibfehler&lt;br /&gt;
*keine Stilbrüche&lt;br /&gt;
*gehobenes Sprachniveau&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Entstehungsort_des_Romans_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5196</id>
		<title>Entstehungsort des Romans (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-09T11:18:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Tristanepos */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Tristanepos===&lt;br /&gt;
Das Tristanepos ist im Mittelalter in vielen Teilen Europas bekannt. Ihren Ursprung hat die Erzählung wahrscheinlich im keltischen. Es kann jedoch aus den walisischen und irischen Erzählungen keine geschlossene keltische Tristan- Dichtung romanhaften Ursprungs rekonstruiert werden. Neben den keltischen Sagen haben auch international verbreitete Märchen- und Schwankmotive, antike Sagen und orientalische Dichtungen (Wis und Ramin) Einfluss auf die Entwicklung des Tristanromans genommen. Allerdings ist die Bestimmung einzelner Bestandteile oder Überlieferungsstränge nicht mehr möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &lt;br /&gt;
&amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus,Techn.Univ.,Diss.,&lt;br /&gt;
1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tristansage ist wohl einer der verbreitesten Stoffe im Mittelalter. Von Frankreich aus nahm sie ihren Ausgangspunkt, dort erschien die Geschichte von Tristan und Isolde in der altfranzösischen Dichtung (die von der Forschung postulierte &#039;&#039;estoire&#039;&#039;) seit mitte des 12 Jahrhunderts. Die französischen Gedichte werden in fast alle Sprachen übersetzt und bearbeitet. In Deutschland um 1186 von Eilhart von Oberg und um 1210 durch Gottfried von Straßburg. Die Überlieferung entstammt einem französischen, vermutlich poitevinischen Versroman, dessen Urfassung verloren ging, und nur in späteren mehr oder weniger freien Bearbeitungen vorliegen. &lt;br /&gt;
Es ist schwierig die Wege zum Ur-Tristan zu finden, da die ältesten und wichtigsten Werke verloren gingen oder nur noch Bruchstückhaft vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hauptquellen, die in Betracht kommen=== &lt;br /&gt;
*1. der verlorene Ur-Tristan von 1150&lt;br /&gt;
*2. die ebenfalls verlorene &amp;quot;Estoire del Tristan et d&#039;Isalt&amp;quot; des Robert von Reims, genannt li kievres, zwischen 1170 und 1180&lt;br /&gt;
*3.Eilhart von Oberg zwischen 1186 und 1190, hg. von Franz Lichtenstein 1877; neue Ausgabe von Kurt Wagne: Tristant I, die alten Bruchstücke 1924&lt;br /&gt;
*4. Berols Tristan nach 1191, hg. von Ernest Muret 1903; kleine Ausgabe 1913; 2. Aufl. 1922&lt;br /&gt;
*5. der französische Prosaroman; die aus der &amp;quot;Estoire&amp;quot; stammenden Abschnitte sind abgedruckt von J. Bédier, Le roman de Tristan par Thomas im 2. Band S. 321 ff.&lt;br /&gt;
*6. Die Berner Handschrift der &amp;quot;Folie Tristan&amp;quot; hg. von Bédier 1907&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bearbeitungen halten sich, trotz kleiner höfischer Einschübe, den herben Ton des Ur-Tristan.&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Tristansage ist im Grunde nichts anderes als die Geschichte des ursprünglichen Tristanromanes, seiner Entstehung und seiner Bearbeitungen. Die Bearbeitungen des Urstoffes waren nur Quellen nachfolgener Dichter, so dass diese eine große Auswahl an Überlieferungen zur Verfügung hatten. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg konnten sich nur an Gottfried von STraßburg und Eilhart von Oberg orientieren. Die jüngeren Dichter hatten jedoch, obwohl die Urfassung verschwand eine vielzahl von Bearbeitungen zur Verfügung an denen sie sich orientieren konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und  Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und  der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg.  Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter,  1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stoff des Ur-Tristans===&lt;br /&gt;
Die eigentliche schöpferische Tat des Tristandichters bestand darin, die drei Grundpfeiler der Geschichte zusammenzufassen: Morholt, die goldhaarige Jungfrau, die weißhändige Iselt.&lt;br /&gt;
Vorher gab es nur einzelne Bausteine, welche bis auf Morholt nicht mit dem Tristan zusammenhingen. &lt;br /&gt;
Die Geschichtlichen Vorraussetzungen und Namen wurzeln aber im Morholtabenteuer., dessen keltische Herkunft aus folgenden Erwägungen erhellt.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und  Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und  der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg.  Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter,  1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grundlage der Morholtabenteuer===&lt;br /&gt;
König Marke von Kornwall lebte in der ersten Hälfte des 6. Jh. in der 884 in einem bretonischen Kloster verfassten Vita S. Pauli Aureliani wird dieser Kölnig &amp;quot;Marcus, quem alio nomine Quonomorium vocant&amp;quot;, der seine Reich Völker von vier verschiedenen Sprachen vereinigte, genannt.&lt;br /&gt;
Mark war also ein zeitgenosse des König Artus. Mark Kornawall verteidigte gegen die Iren, da er ein Vorkämpfer der Briten, Sachsen, schotten und Pikten war. &lt;br /&gt;
Morholt, der von Irland kam, um Zins zu fordern, wurde von einem jungen helden besiegt. und dieser Sieg ward in Sage oder einem Lied verherrlicht, das als die  Grundlage des Morholtsabenteuers zu betrachten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tristans Name===&lt;br /&gt;
Tristans name kann mit dem alten Piktenland in Verbindung gebracht werden, in dem im 7./9. Jahrhundert die Namen Drost, Drostan und Talorc unter den Königen des Landes öfter wiederkehren. Bei den Krymen heißt Drystan ein Sohn des Talorc (Drystan mab Tallwch), während er im Roman ein Sohn des Riwalin ist. Die bretonischen Fürsten leiteten ihre Stammbäume von Riwal ab, der als Führer einer britischen Heerschar aus Devon in der ersten Hälfte des 6. Jh. in der Bretagne ein Reich begründet hat.Somit zählt Tristan im französischen Gedicht zum bretonischen Hochadel. &lt;br /&gt;
Man kann anhand des Namenswandels die Wanderung vom Piktenland, über Wales nach der Bretagne, von wo er mit Anlehnung an das Eigenschaftswort triste, tristre zum französischen Tristan, Tristran wurde. Die Urheimat des piktischen Drostan war die Landschaft Loonia (Lothian) und Moravia (Murrai) im südöstlichen und nordöstlichen Schottland. Hier wurden auch alle Taten vollbracht, die später in Liedern verherrlicht wurden. Man vermutet, dass Kämpfe zwischen den Pikten und den Iren den Inhalt dieses Liedes ausmachen. Wann und wie Mark und Tristan im morholtabenteuer verbunden worden ist nicht mehr zu bestimmen. Vermutlich begegneten sich piktische und kornischen Heldensagen in Wales.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und &lt;br /&gt;
Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gottfried von Straßburg - Tristan===&lt;br /&gt;
Obwohl Gottfried von Straßburg seinen Tristanroman Thomas von britannien widmet (v. 150 ff.), kann vermutet werden, dasses ebenso eine französische Vorlage gab. Gottfried betont jedoch, dass er eine eigene Auffassung zu dem Tristanstoff hat und diese auch zur Geltung bringt (V. 167 ff.). Das ist nicht zuletzt an der veränderten äußeren Handlung zu erkennen. Diese weicht bei Gottfried von der französischen Vorlage ab. Einen präzisen Vergleich von Gottfrieds Tristanfassung und der altfranzösischen Vorlage kann nicht mehr gemacht werden, da diese nur Lückenhaft erhalten ist. Dem kommt hinzu, dass die noch erhaltenen Fragmente der altfranzösischen Fassung da anfangen, wo Gottfrieds erzählung aufhört. &lt;br /&gt;
Auffallend bei Gottfried ist, dass sein Roman einen eigenen Sprachstil aufweist. Während man bei Heinrich von Veldeke und und Hartmann von Aue die Sprache und den Erzählstoff von einander trennen kann, gelingt dies bei Gottfried nicht mehr. Gottfried gelingt die Verknüpfung von Tristan und Isoldes Geschichte an die stilistischen sprachlichen Möglichkeiten des Deutschen. &amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB 4471-4473).&lt;br /&gt;
*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit. in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<title>Entstehungsort des Romans (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Entstehungsort_des_Romans_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5195"/>
		<updated>2011-02-09T11:16:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Tristanepos===&lt;br /&gt;
Das Tristanepos ist im Mittelalter in vielen Teilen Europas bekannt. Ihren Ursprung hat die Erzählung wahrscheinlich im keltischen. Es kann jedoch aus den walisischen und irischen Erzählungen keine geschlossene keltische Tristan- Dichtung romanhaften Ursprungs rekonstruiert werden. Neben den keltischen Sagen haben auch international verbreitete Märchen- und Schwankmotive, antike Sagen und orientalische Dichtungen (Wis und Ramin) Einfluss auf die Entwicklung des Tristanromans genommen. Allerdings ist die Bestimmung einzelner Bestandteile oder Überlieferungsstränge nicht mehr möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &lt;br /&gt;
&amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus,Techn.Univ.,Diss.,&lt;br /&gt;
1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tristansage ist wohl einer der verbreitesten Stoffe im Mittelalter. Von Frankreich aus nahm sie ihren Ausgangspunkt, dort erschien die Geschichte von Tristan und Isolde in der altfranzösischen Dichtung seit mitte des 12 Jahrhunderts. Die französischen Gedichte werden in fast alle Sprachen übersetzt und bearbeitet. In Deutschland um 1186 von Eilhart von Oberg und um 1210 durch Gottfried von Straßburg. Die Überlieferung entstammt einem französischen, vermutlich poitevinischen Versroman, dessen Urfassung verloren ging, und nur in späteren mehr oder weniger freien Bearbeitungen vorliegen. &lt;br /&gt;
Es ist schwierig die Wege zum Ur-Tristan zu finden, da die ältesten und wichtigsten Werke verloren gingen oder nur noch Bruchstückhaft vorliegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hauptquellen, die in Betracht kommen=== &lt;br /&gt;
*1. der verlorene Ur-Tristan von 1150&lt;br /&gt;
*2. die ebenfalls verlorene &amp;quot;Estoire del Tristan et d&#039;Isalt&amp;quot; des Robert von Reims, genannt li kievres, zwischen 1170 und 1180&lt;br /&gt;
*3.Eilhart von Oberg zwischen 1186 und 1190, hg. von Franz Lichtenstein 1877; neue Ausgabe von Kurt Wagne: Tristant I, die alten Bruchstücke 1924&lt;br /&gt;
*4. Berols Tristan nach 1191, hg. von Ernest Muret 1903; kleine Ausgabe 1913; 2. Aufl. 1922&lt;br /&gt;
*5. der französische Prosaroman; die aus der &amp;quot;Estoire&amp;quot; stammenden Abschnitte sind abgedruckt von J. Bédier, Le roman de Tristan par Thomas im 2. Band S. 321 ff.&lt;br /&gt;
*6. Die Berner Handschrift der &amp;quot;Folie Tristan&amp;quot; hg. von Bédier 1907&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bearbeitungen halten sich, trotz kleiner höfischer Einschübe, den herben Ton des Ur-Tristan.&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Tristansage ist im Grunde nichts anderes als die Geschichte des ursprünglichen Tristanromanes, seiner Entstehung und seiner Bearbeitungen. Die Bearbeitungen des Urstoffes waren nur Quellen nachfolgener Dichter, so dass diese eine große Auswahl an Überlieferungen zur Verfügung hatten. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg konnten sich nur an Gottfried von STraßburg und Eilhart von Oberg orientieren. Die jüngeren Dichter hatten jedoch, obwohl die Urfassung verschwand eine vielzahl von Bearbeitungen zur Verfügung an denen sie sich orientieren konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und  Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und  der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg.  Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter,  1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stoff des Ur-Tristans===&lt;br /&gt;
Die eigentliche schöpferische Tat des Tristandichters bestand darin, die drei Grundpfeiler der Geschichte zusammenzufassen: Morholt, die goldhaarige Jungfrau, die weißhändige Iselt.&lt;br /&gt;
Vorher gab es nur einzelne Bausteine, welche bis auf Morholt nicht mit dem Tristan zusammenhingen. &lt;br /&gt;
Die Geschichtlichen Vorraussetzungen und Namen wurzeln aber im Morholtabenteuer., dessen keltische Herkunft aus folgenden Erwägungen erhellt.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und  Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und  der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg.  Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter,  1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grundlage der Morholtabenteuer===&lt;br /&gt;
König Marke von Kornwall lebte in der ersten Hälfte des 6. Jh. in der 884 in einem bretonischen Kloster verfassten Vita S. Pauli Aureliani wird dieser Kölnig &amp;quot;Marcus, quem alio nomine Quonomorium vocant&amp;quot;, der seine Reich Völker von vier verschiedenen Sprachen vereinigte, genannt.&lt;br /&gt;
Mark war also ein zeitgenosse des König Artus. Mark Kornawall verteidigte gegen die Iren, da er ein Vorkämpfer der Briten, Sachsen, schotten und Pikten war. &lt;br /&gt;
Morholt, der von Irland kam, um Zins zu fordern, wurde von einem jungen helden besiegt. und dieser Sieg ward in Sage oder einem Lied verherrlicht, das als die  Grundlage des Morholtsabenteuers zu betrachten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tristans Name===&lt;br /&gt;
Tristans name kann mit dem alten Piktenland in Verbindung gebracht werden, in dem im 7./9. Jahrhundert die Namen Drost, Drostan und Talorc unter den Königen des Landes öfter wiederkehren. Bei den Krymen heißt Drystan ein Sohn des Talorc (Drystan mab Tallwch), während er im Roman ein Sohn des Riwalin ist. Die bretonischen Fürsten leiteten ihre Stammbäume von Riwal ab, der als Führer einer britischen Heerschar aus Devon in der ersten Hälfte des 6. Jh. in der Bretagne ein Reich begründet hat.Somit zählt Tristan im französischen Gedicht zum bretonischen Hochadel. &lt;br /&gt;
Man kann anhand des Namenswandels die Wanderung vom Piktenland, über Wales nach der Bretagne, von wo er mit Anlehnung an das Eigenschaftswort triste, tristre zum französischen Tristan, Tristran wurde. Die Urheimat des piktischen Drostan war die Landschaft Loonia (Lothian) und Moravia (Murrai) im südöstlichen und nordöstlichen Schottland. Hier wurden auch alle Taten vollbracht, die später in Liedern verherrlicht wurden. Man vermutet, dass Kämpfe zwischen den Pikten und den Iren den Inhalt dieses Liedes ausmachen. Wann und wie Mark und Tristan im morholtabenteuer verbunden worden ist nicht mehr zu bestimmen. Vermutlich begegneten sich piktische und kornischen Heldensagen in Wales.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und &lt;br /&gt;
Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gottfried von Straßburg - Tristan===&lt;br /&gt;
Obwohl Gottfried von Straßburg seinen Tristanroman Thomas von britannien widmet (v. 150 ff.), kann vermutet werden, dasses ebenso eine französische Vorlage gab. Gottfried betont jedoch, dass er eine eigene Auffassung zu dem Tristanstoff hat und diese auch zur Geltung bringt (V. 167 ff.). Das ist nicht zuletzt an der veränderten äußeren Handlung zu erkennen. Diese weicht bei Gottfried von der französischen Vorlage ab. Einen präzisen Vergleich von Gottfrieds Tristanfassung und der altfranzösischen Vorlage kann nicht mehr gemacht werden, da diese nur Lückenhaft erhalten ist. Dem kommt hinzu, dass die noch erhaltenen Fragmente der altfranzösischen Fassung da anfangen, wo Gottfrieds erzählung aufhört. &lt;br /&gt;
Auffallend bei Gottfried ist, dass sein Roman einen eigenen Sprachstil aufweist. Während man bei Heinrich von Veldeke und und Hartmann von Aue die Sprache und den Erzählstoff von einander trennen kann, gelingt dies bei Gottfried nicht mehr. Gottfried gelingt die Verknüpfung von Tristan und Isoldes Geschichte an die stilistischen sprachlichen Möglichkeiten des Deutschen. &amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB 4471-4473).&lt;br /&gt;
*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit. in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Entstehungsort_des_Romans_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=5191</id>
		<title>Entstehungsort des Romans (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-09T11:09:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
===Tristanepos===&lt;br /&gt;
Das Tristanepos ist im Mittelalter in vielen Teilen Europas bekannt. Ihren Ursprung hat die Erzählung wahrscheinlich im keltischen. Es kann jedoch aus den walisischen und irischen Erzählungen keine geschlossene keltische Tristan- Dichtung romanhaften Ursprungs rekonstruiert werden.&lt;br /&gt;
Die Tristansage ist wohl einer der verbreitesten Stoffe im Mittelalter. Von Frankreich aus nahm sie ihren Ausgangspunkt, dort erschien die Geschichte von Tristan und Isolde in der altfranzösischen Dichtung seit mitte des 12 Jahrhunderts. Die französischen Gedichte werden in fast alle Sprachen übersetzt und bearbeitet. In Deutschland um 1186 von Eilhart von Oberg und um 1210 durch Gottfried von Straßburg. Die Überlieferung entstammt einem französischen, vermutlich poitevinischen Versroman, dessen Urfassung verloren ging, und nur in späteren mehr oder weniger freien Bearbeitungen vorliegen. &lt;br /&gt;
Es ist schwierig die Wege zum Ur-Tristan zu finden, da die ältesten und wichtigsten Werke verloren gingen oder nur noch Bruchstückhaft vorliegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hauptquellen, die in Betracht kommen=== &lt;br /&gt;
*1. der verlorene Ur-Tristan von 1150&lt;br /&gt;
*2. die ebenfalls verlorene &amp;quot;Estoire del Tristan et d&#039;Isalt&amp;quot; des Robert von Reims, genannt li kievres, zwischen 1170 und 1180&lt;br /&gt;
*3.Eilhart von Oberg zwischen 1186 und 1190, hg. von Franz Lichtenstein 1877; neue Ausgabe von Kurt Wagne: Tristant I, die alten Bruchstücke 1924&lt;br /&gt;
*4. Berols Tristan nach 1191, hg. von Ernest Muret 1903; kleine Ausgabe 1913; 2. Aufl. 1922&lt;br /&gt;
*5. der französische Prosaroman; die aus der &amp;quot;Estoire&amp;quot; stammenden Abschnitte sind abgedruckt von J. Bédier, Le roman de Tristan par Thomas im 2. Band S. 321 ff.&lt;br /&gt;
*6. Die Berner Handschrift der &amp;quot;Folie Tristan&amp;quot; hg. von Bédier 1907&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bearbeitungen halten sich, trotz kleiner höfischer Einschübe, den herben Ton des Ur-Tristan.&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Tristansage ist im Grunde nichts anderes als die Geschichte des ursprünglichen Tristanromanes, seiner Entstehung und seiner Bearbeitungen. Die Bearbeitungen des Urstoffes waren nur Quellen nachfolgener Dichter, so dass diese eine große Auswahl an Überlieferungen zur Verfügung hatten. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg konnten sich nur an Gottfried von STraßburg und Eilhart von Oberg orientieren. Die jüngeren Dichter hatten jedoch, obwohl die Urfassung verschwand eine vielzahl von Bearbeitungen zur Verfügung an denen sie sich orientieren konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und  Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und  der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg.  Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter,  1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stoff des Ur-Tristans===&lt;br /&gt;
Die eigentliche schöpferische Tat des Tristandichters bestand darin, die drei Grundpfeiler der Geschichte zusammenzufassen: Morholt, die goldhaarige Jungfrau, die weißhändige Iselt.&lt;br /&gt;
Vorher gab es nur einzelne Bausteine, welche bis auf Morholt nicht mit dem Tristan zusammenhingen. &lt;br /&gt;
Die Geschichtlichen Vorraussetzungen und Namen wurzeln aber im Morholtabenteuer., dessen keltische Herkunft aus folgenden Erwägungen erhellt.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und  Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und  der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg.  Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter,  1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grundlage der Morholtabenteuer===&lt;br /&gt;
König Marke von Kornwall lebte in der ersten Hälfte des 6. Jh. in der 884 in einem bretonischen Kloster verfassten Vita S. Pauli Aureliani wird dieser Kölnig &amp;quot;Marcus, quem alio nomine Quonomorium vocant&amp;quot;, der seine Reich Völker von vier verschiedenen Sprachen vereinigte, genannt.&lt;br /&gt;
Mark war also ein zeitgenosse des König Artus. Mark Kornawall verteidigte gegen die Iren, da er ein Vorkämpfer der Briten, Sachsen, schotten und Pikten war. &lt;br /&gt;
Morholt, der von Irland kam, um Zins zu fordern, wurde von einem jungen helden besiegt. und dieser Sieg ward in Sage oder einem Lied verherrlicht, das als die  Grundlage des Morholtsabenteuers zu betrachten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tristans Name===&lt;br /&gt;
Tristans name kann mit dem alten Piktenland in Verbindung gebracht werden, in dem im 7./9. Jahrhundert die Namen Drost, Drostan und Talorc unter den Königen des Landes öfter wiederkehren. Bei den Krymen heißt Drystan ein Sohn des Talorc (Drystan mab Tallwch), während er im Roman ein Sohn des Riwalin ist. Die bretonischen Fürsten leiteten ihre Stammbäume von Riwal ab, der als Führer einer britischen Heerschar aus Devon in der ersten Hälfte des 6. Jh. in der Bretagne ein Reich begründet hat.Somit zählt Tristan im französischen Gedicht zum bretonischen Hochadel. &lt;br /&gt;
Man kann anhand des Namenswandels die Wanderung vom Piktenland, über Wales nach der Bretagne, von wo er mit Anlehnung an das Eigenschaftswort triste, tristre zum französischen Tristan, Tristran wurde. Die Urheimat des piktischen Drostan war die Landschaft Loonia (Lothian) und Moravia (Murrai) im südöstlichen und nordöstlichen Schottland. Hier wurden auch alle Taten vollbracht, die später in Liedern verherrlicht wurden. Man vermutet, dass Kämpfe zwischen den Pikten und den Iren den Inhalt dieses Liedes ausmachen. Wann und wie Mark und Tristan im morholtabenteuer verbunden worden ist nicht mehr zu bestimmen. Vermutlich begegneten sich piktische und kornischen Heldensagen in Wales.&amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und &lt;br /&gt;
Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gottfried von Straßburg - Tristan===&lt;br /&gt;
Obwohl Gottfried von Straßburg seinen Tristanroman Thomas von britannien widmet (v. 150 ff.), kann vermutet werden, dasses ebenso eine französische Vorlage gab. Gottfried betont jedoch, dass er eine eigene Auffassung zu dem Tristanstoff hat und diese auch zur Geltung bringt (V. 167 ff.). Das ist nicht zuletzt an der veränderten äußeren Handlung zu erkennen. Diese weicht bei Gottfried von der französischen Vorlage ab. Einen präzisen Vergleich von Gottfrieds Tristanfassung und der altfranzösischen Vorlage kann nicht mehr gemacht werden, da diese nur Lückenhaft erhalten ist. Dem kommt hinzu, dass die noch erhaltenen Fragmente der altfranzösischen Fassung da anfangen, wo Gottfrieds erzählung aufhört. &lt;br /&gt;
Auffallend bei Gottfried ist, dass sein Roman einen eigenen Sprachstil aufweist. Während man bei Heinrich von Veldeke und und Hartmann von Aue die Sprache und den Erzählstoff von einander trennen kann, gelingt dies bei Gottfried nicht mehr. Gottfried gelingt die Verknüpfung von Tristan und Isoldes Geschichte an die stilistischen sprachlichen Möglichkeiten des Deutschen. &amp;lt;ref&amp;gt;*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der  französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit.  in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker  und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB 4471-4473).&lt;br /&gt;
*[*Golther, 1929] Golther, Wolfgang:Tristan und Isolde in der französischen und eutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit. in: Stoff und Motivgeschichte der deutschen Literatur. hg. Paul Merker und Gerhard Ludtke.Berlin: Walter der Guyter, 1929.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<title>Entstehungsort des Romans (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T17:45:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Tristanepos===&lt;br /&gt;
Das Tristanepos ist im Mittelalter in vielen Teilen Europas bekannt. Ihren Ursprung hat die Erzählen wahrscheinlich im keltischen. Es kann jedoch aus den walisischen und irischen Erzählungen keine geschlossene keltische Tristan- Dichtung romanhaften Ursprungs rekonstruiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tristansage ist wohl einer der verbreitesten Stoffe im Mittelalter. Von Frankreich aus nahm sie ihren Ausgangspunkt, dort erschien die Geschichte von Tristan und Isolde in der altfranzösischen Dichtung seit mitte des 12 Jahrhunderts. Die französischen Gedichte werden in fast alle Sprachen übersetzt und bearbeitet. In Deutschland um 1186 von Eilhart von Oberg und um 1210 durch Gottfried von Straßburg. Die Überlieferung entstammt einem französischen, vermutlich poitevinischen Versroman, dessen Urfassung verloren ging, und nur in späteren mehr oder weniger freien Bearbeitungen vorliegen. &lt;br /&gt;
Es ist schwierig die Wege zum Ur-Tristan zu finden, da die ältesten und wichtigsten Werke verloren gingen oder nur noch Bruchstückhaft vorliegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hauptquellen, die in Betracht kommen=== &lt;br /&gt;
1. der verlorene Ur-Tristan von 1150&lt;br /&gt;
2. die ebenfalls verlorene &amp;quot;Estoire del Tristan et d&#039;Isalt&amp;quot; des Robert von Reims, genannt li kievres, zwischen 1170 und 1180&lt;br /&gt;
3.Eilhart von Oberg zwischen 1186 und 1190, hg. von Franz Lichtenstein 1877; neue Ausgabe von Kurt Wagne: Tristant I, die alten Bruchstücke 1924&lt;br /&gt;
4. Berols Tristan nach 1191, hg. von Ernest Muret 1903; kleine Ausgabe 1913; 2. Aufl. 1922&lt;br /&gt;
5. der französische Prosaroman; die aus der &amp;quot;Estoire&amp;quot; stammenden Abschnitte sind abgedruckt von J. Bédier, Le roman de Tristan par Thomas im 2. Band S. 321 ff.&lt;br /&gt;
6. Die Berner Handschrift der &amp;quot;Folie Tristan&amp;quot; hg. von Bédier 1907&lt;br /&gt;
Diese Bearbeitungen halten sich, trotz kleiner höfischer Einschübe, den herben Ton des Ur-Tristan.&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Tristansage ist im Grunde nichts anderes als die Geschichte des ursprünglichen Tristanromanes, seiner Entstehung und seiner Bearbeitungen. Die Bearbeitungen des Urstoffes waren nur Quellen nachfolgener Dichter, so dass diese eine große Auswahl an Überlieferungen zur Verfügung hatten. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg konnten sich nur an Gottfried von STraßburg und Eilhart von Oberg orientieren. Die jüngeren Dichter hatten jedoch, obwohl die Urfassung verschwand eine vielzahl von Bearbeitungen zur Verfügung an denen sie sich orientieren konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stoff des Ur-Tristans===&lt;br /&gt;
Die eigentliche schöpferische Tat des Tristandichters bestand darin, die drei Grundpfeiler der Geschichte zusammenzufassen: Morholt, die goldhaarige Jungfrau, die weißhändige Iselt.&lt;br /&gt;
Vorher gab es nur einzelne Bausteine, welche bis auf Morholt nicht mit dem Tristan zusammenhingen. &lt;br /&gt;
Die Geschichtlichen Vorraussetzungen und Namen wurzeln aber im Morholtabenteuer., dessen keltische Herkunft aus folgenden Erwägungen erhellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Grundlage der Morholtabenteuer===&lt;br /&gt;
König Marke von Kornwall lebte in der ersten Hälfte des 6. Jh. in der 884 in einem bretonischen Kloster verfassten Vita S. Pauli Aureliani wird dieser Kölnig &amp;quot;Marcus, quem alio nomine Quonomorium vocant&amp;quot;, der seine Reich Völker von vier verschiedenen Sprachen vereinigte, genannt.&lt;br /&gt;
Mark war also ein zeitgenosse des König Artus. Mark Kornawall verteidigte gegen die Iren, da er ein Vorkämpfer der Briten, Sachsen, schotten und Pikten war. &lt;br /&gt;
Morholt, der von Irland kam, um Zins zu fordern, wurde von einem jungen helden besiegt. und dieser Sieg ward in Sage oder einem Lied verherrlicht, das als die  Grundlage des Morholtsabenteuers zu betrachten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tristans name kann mit dem alten Piktenland in Verbindung gebracht werden, in dem im 7./9. Jahrhundert die Namen Drost, Drostan und Talorc unter den Königen des Landes öfter wiederkehren. Bei den Krymen heißt Drystan ein Sohn des Talorc (Drystan mab Tallwch), während er im Roman ein Sohn des Riwalin ist. Die bretonischen Fürsten leiteten ihre Stammbäume von Riwal ab, der als Führer einer britischen Heerschar aus Devon in der ersten Hälfte des 6. Jh. in der Bretagne ein Reich begründet hat.Somit zählt Tristan im französischen Gedicht zum bretonischen Hochadel. &lt;br /&gt;
Man kann anhand des Namenswandels die Wanderung vom Piktenland, über Wales nach der Bretagne, von wo er mit Anlehnung an das Eigenschaftswort triste, tristre zum französischen Tristan, Tristran wurde. Die Urheimat des piktischen Drostan war die Landschaft Loonia (Lothian) und Moravia (Murrai) im südöstlichen und nordöstlichen Schottland. Hier wurden auch alle Taten vollbracht, die später in Liedern verherrlicht wurden. Man vermutet, dass Kämpfe zwischen den Pikten und den Iren den Inhalt dieses Liedes ausmachen. Wann und wie Mark und Tristan im morholtabenteuer verbunden worden ist nicht mehr zu bestimmen. Vermutlich begegneten sich piktische und kornischen Heldensagen in Wales.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<title>Entstehungsort des Romans (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T16:20:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Tristanepos===&lt;br /&gt;
Das Tristanepos ist im Mittelalter in vielen Teilen Europas bekannt. Ihren Ursprung hat die Erzählen wahrscheinlich im keltischen. Es kann jedoch aus den walisischen und irischen Erzählungen keine geschlossene keltische Tristan- Dichtung romanhaften Ursprungs rekonstruiert werden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T16:16:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und besitzt [[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]] besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem zottigen Riesen Urgan unterdrückt. Urgan verlangt einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen als Geschenk für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk vor dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Tristan erscheint wenig Heldenhaft in dieser Szene. Er nimmt zwar wieder die Rolle des ritterlichen Befreiers an, jedoch erst nachdem Gilan ihm das Versprechen gegeben hat ihn für seine Tat zu belohnen. Die Ehre und der Kodex eines arthurischen Helden sollte ihn davon abhalten, weder ein &#039;Erfolgshonorar&#039; noch ein &#039;Blanko&#039;- Versprechen anzunehmen. Tristan selbst verachtete Gandin, als er mit einer ähnlichen List Isolde entführte. Ebenso wenig heldenhaft ist das verhalten Tristans im Kampf mit dem zottigen Riesen Urgan. Es heißt mehrmals seine Angst sei &#039;&#039;niht cleine&#039;&#039; (16076), sondern &#039;&#039;starc&#039;&#039; (16132). Tristan hat sogar Sorge, dass &#039;&#039;sîner taete / keine bewaerde haete&#039;&#039;(16081f.). Tristan ist in keiner Weise an der Befreiung von Swales interessiert, sondern möchte nur seine Belohnung. Sein Verhalten ist nicht ehrenhaft oder ritterlich. Obwohl Tristans Beweggründe von der Minne herrühren, so ist sein Verhalten doch zweifelhaft. Er stellt sich durch sein Vorgehen in eine Reihe mit dem betrüger Gilan und dem Feigling Truchseß.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hund Petitcreiu ist ein Geschenk einer Göttin und ist, wie die Minnegrotte in der Lage die Menschen dazuzubringen sich von allen leiblichen Bedürfnissen zu trennen.&lt;br /&gt;
Die Szene zeigt zum einen, dass Tristan zwar heldenhaft handelt, jedoch aus den falschen Beweggründen. Für Tristan ist die Minne der einzige Beweggrund, dem Freund Gilan und seinem Volk zuhelfen. Zum anderen ist eine Vorrausdeutung auf die Minnegrotte zu erkennen, da der Hund Tristan und Isolde ihren Liebeskummer vergessen lässt, obwohl sie durch eine räumliche Distanz getrennt sind. Das Hündchen ermöglicht es, dass die Protagonisten und der Leser sich eine Welt ausmalen können, in der Tristan und Isolde ihre Liebe ohne schlechtes Gewissen miteinander teilen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Barandun, Anina:Die Tristan-Trigonometrie des Gottfried von  Straßburg.Zwei Liebende und ein Dritter.Tübingen:Narr Francke Attempo  Verlag, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
*[*Barandun, 2009] Barandun, Anina:Die Tristan-Trigonometrie des Gottfried von Straßburg.Zwei Liebende und ein Dritter.Tübingen:Narr Francke Attempo Verlag, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
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		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T16:12:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und besitzt [[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]] besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem zottigen Riesen Urgan unterdrückt. Urgan verlangt einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen als Geschenk für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk vor dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Tristan erscheint wenig Heldenhaft in dieser Szene. Er nimmt zwar wieder die Rolle des ritterlichen Befreiers an, jedoch erst nachdem Gilan ihm das Versprechen gegeben hat ihn für seine Tat zu belohnen. Die Ehre und der Kodex eines arthurischen Helden sollte ihn davon abhalten, weder ein &#039;Erfolgshonorar&#039; noch ein &#039;Blanko&#039;- Versprechen anzunehmen. Tristan selbst verachtete Gandin, als er mit einer ähnlichen List Isolde entführte. Ebenso wenig heldenhaft ist das verhalten Tristans im Kampf mit dem zottigen Riesen Urgan. Es heißt mehrmals seine Angst sei &#039;&#039;niht cleine&#039;&#039; (16076), sondern &#039;&#039;starc&#039;&#039; (16132). Tristan hat sogar Sorge, dass &#039;&#039;sîner taete / keine bewaerde haete&#039;&#039;(16081f.). Tristan ist in keiner Weise an der Befreiung von Swales interessiert, sondern möchte nur seine Belohnung. Sein Verhalten ist nicht ehrenhaft oder ritterlich. Obwohl Tristans Beweggründe von der Minne herrühren, so ist sein Verhalten doch zweifelhaft. Er stellt sich durch sein Vorgehen in eine Reihe mit dem betrüger Gilan und dem Feigling Truchseß.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hund Petitcreiu ist ein Geschenk einer Göttin und ist, wie die Minnegrotte in der Lage die Menschen dazuzubringen sich von allen leiblichen Bedürfnissen zu trennen.&lt;br /&gt;
Die Szene zeigt zum einen, dass Tristan zwar heldenhaft handelt, jedoch aus den falschen Beweggründen. Für Tristan ist die Minne der einzige Beweggrund, dem Freund Gilan und seinem Volk zuhelfen. Zum anderen ist eine Vorrausdeutung auf die Minnegrotte zu erkennen, da der Hund Tristan und Isolde ihren Liebeskummer vergessen lässt, obwohl sie durch eine räumliche Distanz getrennt sind. Das Hündchen ermöglicht es, dass die Protagonisten und der Leser sich eine Welt ausmalen können, in der Tristan und Isolde ihre Liebe ohne schlechtes Gewissen miteinander teilen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T16:11:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Bedeutung der Szene */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und besitzt [[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]] besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem zottigen Riesen Urgan unterdrückt. Urgan verlangt einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen als Geschenk für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk vor dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Tristan erscheint wenig Heldenhaft in dieser Szene. Er nimmt zwar wieder die Rolle des ritterlichen Befreiers an, jedoch erst nachdem Gilan ihm das Versprechen gegeben hat ihn für seine Tat zu belohnen. Die Ehre und der Kodex eines arthurischen Helden sollte ihn davon abhalten, weder ein &#039;Erfolgshonorar&#039; noch ein &#039;Blanko&#039;- Versprechen anzunehmen. Tristan selbst verachtete Gandin, als er mit einer ähnlichen List Isolde entführte. Ebenso wenig heldenhaft ist das verhalten Tristans im Kampf mit dem zottigen Riesen Urgan. Es heißt mehrmals seine Angst sei &#039;&#039;niht cleine&#039;&#039; (16076), sondern &#039;&#039;starc&#039;&#039; (16132). Tristan hat sogar Sorge, dass &#039;&#039;sîner taete / keine bewaerde haete&#039;&#039;(16081f.). Tristan ist in keiner Weise an der Befreiung von Swales interessiert, sondern möchte nur seine Belohnung. Sein Verhalten ist nicht ehrenhaft oder ritterlich. Obwohl Tristans Beweggründe von der Minne herrühren, so ist sein Verhalten doch zweifelhaft. Er stellt sich durch sein Vorgehen in eine Reihe mit dem betrüger Gilan und dem Feigling Truchseß. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Hund Petitcreiu ist ein Geschenk einer Göttin und ist, wie die Minnegrotte in der Lage die Menschen dazuzubringen sich von allen leiblichen Bedürfnissen zu trennen.&lt;br /&gt;
Die Szene zeigt zum einen, dass Tristan zwar heldenhaft handelt, jedoch aus den falschen Beweggründen. Für Tristan ist die Minne der einzige Beweggrund, dem Freund Gilan und seinem Volk zuhelfen. Zum anderen ist eine Vorrausdeutung auf die Minnegrotte zu erkennen, da der Hund Tristan und Isolde ihren Liebeskummer vergessen lässt, obwohl sie durch eine räumliche Distanz getrennt sind. Das Hündchen ermöglicht es, dass die Protagonisten und der Leser sich eine Welt ausmalen können, in der Tristan und Isolde ihre Liebe ohne schlechtes Gewissen miteinander teilen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4643</id>
		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4643"/>
		<updated>2011-02-08T15:46:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Gilans Situation */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und besitzt [[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]] besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem zottigen Riesen Urgan unterdrückt. Urgan verlangt einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen als Geschenk für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk vor dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Gilan ist für Tristan die Verbindung zu Petitcrü. Tristan will in den Besitzt des Hundes kommen, damit er ihn Isolde schenken kann. In Besitz dieses Hundes kann Tristan,zum einen wieder mit Isolde Kontakt aufnehmen, nachdem er Isolde den Hund geschickt hat. Hier wird wieder besonders hervorgehoben, was Tristan an Gefahren und Hürden auf sich nimmt um Isoldes Liebe zu gewinnen, bzw. um ihren Liebeskummer zu stillen. Zum anderen kann Tristan wieder zurück an den Hof Markes in Tintajol mit nicht schlechterem Ansehen als zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4642</id>
		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T15:41:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Bedeutung der Szene */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und besitzt [[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]] besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem Riesen Urgan beherrscht, da dieser einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür verlangt, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk von dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Gilan ist für Tristan die Verbindung zu Petitcrü. Tristan will in den Besitzt des Hundes kommen, damit er ihn Isolde schenken kann. In Besitz dieses Hundes kann Tristan,zum einen wieder mit Isolde Kontakt aufnehmen, nachdem er Isolde den Hund geschickt hat. Hier wird wieder besonders hervorgehoben, was Tristan an Gefahren und Hürden auf sich nimmt um Isoldes Liebe zu gewinnen, bzw. um ihren Liebeskummer zu stillen. Zum anderen kann Tristan wieder zurück an den Hof Markes in Tintajol mit nicht schlechterem Ansehen als zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
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		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T15:39:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und besitzt [[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]] besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem Riesen Urgan beherrscht, da dieser einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür verlangt, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk von dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Gilan ist für Tristan die Verbindung zu Petitcrü. In Besitz dieses Hundes kann Tristan,zum einen wieder mit Isolde Kontakt aufnehmen, nachdem er Isolde den Hund geschickt hat. Hier wird wieder besonders hervorgehoben, was Tristan an Gefahren und Hürden auf sich nimmt um Isoldes Liebe zu gewinnen, bzw. um ihren Liebeskummer zu stillen. Zum anderen kann Tristan wieder zurück an den Hof Markes in Tintajol mit nicht schlechterem Ansehen als zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4639</id>
		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4639"/>
		<updated>2011-02-08T15:38:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und Besitzer des &lt;br /&gt;
[[besitzt::Das Zauberhündchen Petitcreiu (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]. Die Person Gilan taucht in der  Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[befreundet mit::Tristan (Gottfried von Straßburg, Tristan)]]besucht Gilan in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem Riesen Urgan beherrscht, da dieser einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür verlangt, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk von dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Gilan ist für Tristan die Verbindung zu Petitcrü. In Besitz dieses Hundes kann Tristan,zum einen wieder mit Isolde Kontakt aufnehmen, nachdem er Isolde den Hund geschickt hat. Hier wird wieder besonders hervorgehoben, was Tristan an Gefahren und Hürden auf sich nimmt um Isoldes Liebe zu gewinnen, bzw. um ihren Liebeskummer zu stillen. Zum anderen kann Tristan wieder zurück an den Hof Markes in Tintajol mit nicht schlechterem Ansehen als zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4638</id>
		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T15:34:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan, der Herrscher von [[herrscht über::Swales]] und Besitzer der Zauberhündchens Peticrü. Die person Gilan taucht in der [[besitzt::Petitcrü]] Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tristan besucht Gilan[[befreundet mit::Tristan]]  in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem Riesen Urgan beherrscht, da dieser einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür verlangt, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk von dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Gilan ist für Tristan die Verbindung zu Petitcrü. In Besitz dieses Hundes kann Tristan,zum einen wieder mit Isolde Kontakt aufnehmen, nachdem er Isolde den Hund geschickt hat. Hier wird wieder besonders hervorgehoben, was Tristan an Gefahren und Hürden auf sich nimmt um Isoldes Liebe zu gewinnen, bzw. um ihren Liebeskummer zu stillen. Zum anderen kann Tristan wieder zurück an den Hof Markes in Tintajol mit nicht schlechterem Ansehen als zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
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		<title>Gilan (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Gilan_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4636"/>
		<updated>2011-02-08T15:32:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dieser Artikel befasst sich mit der Person Gilan[[herrscht über::Swales]][[besitzt::Petitcrü]]  , der Herrscher von Swales und Besitzer der Zauberhündchens Peticrü. Die person Gilan taucht in der Petitcrü Episode auf, welche sich über die Verse 15765 bis Vers 16402 erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gilans Situation==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tristan besucht Gilan[[befreundet mit::Tristan]]  in seinem Land Swales. Das Land mit samt seinem Volk wird von dem Riesen Urgan beherrscht, da dieser einen Zins in Form von Rindern, Schafen und Kühen dafür verlangt, dass er das Volk weiterhin in Frieden leben lässt. Nachdem Gilan um Tristans Liebeskummer abzuwenden das Hündchen Petitcrü herbeiholen lässt, setzt sich Tristan in den Kopf das Hündchen für Isolde zu bekommen und will dafür Gilan und sein Volk von dem Riesen Urgan befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Sieg über Urgan==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Angst davor, dass Tristan dieser Aufgabe nicht gewachsen ist und aus Kummer, dass er ihm diese Tat gewährte reitet Gilan Tristan entgegen, da er den Glauben an Tristans Sieg verloren hatte. Tristan zeigt die Hand des Riesen und erzählt Gilan was geschehen ist. Gilan ist erleichtert und erfreut zugleich über diese Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu liez Tristan sâ zestunt&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;die tôten hant des risen sehen&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seite im, alse ez was geschehen,&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;sîn gelücke und sîne linge&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;an allem disem dinge.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;des wart Gilân harte vrô.&#039;&#039; &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16190 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den Riesen von der Brücke aus gesehen hatten, ritten sie mit samt dem Zins zurück nach Hause. Nachdem sich die Nachricht über Tristans Sieg über den Risen Urgan im ganzen Land verbreitet hatte, erwies man Tristan Ruhm, Lob und Ehre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tristans Belohnung==&lt;br /&gt;
Tristan erinnert Gilan an sein Versprechen und fordert das Hündchen Petitcrü. Gilan antwortet mit einem gegenvorschlag und bietet Tristan seine Schwester und die Hälfte seines Besitzes an. Tristan jedoch besteht auf das Hündchen und Gilan willigt ein, da er ein ehrlicher und vertauenswürdiger Freund und Herrscher ist. Obwohl Gilan sein Hündchen mehr liebt als alles auf der Welt und mit ihm sein Herz und sein Glück weggibt, so macht er es doch auf Grund seines Versprechens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt;&amp;gt;seht&amp;lt;&amp;lt; sprach er &amp;gt;&amp;gt;hêrre, ich wil iu sagen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und wil iu sweren einen eit&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ûf alle mîne saelekeit,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz ich des niht gehaben kan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch nie sô liebes niht gewan&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;âne mîn êre und mîn leben,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ine wolte ez iu vil gerner geben&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dan mînen hunt Petitcreiu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;nu nemet hin und habet in iu.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;got lâze in iu ze vröuden komen!&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ir habet mir zwâre an ime benomen&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;daz beste mîner ougen spil&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und mînes herzens wunne vil.&amp;lt;&amp;lt;&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V. 16250 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung Gilans Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herzog Gilan aus Swales ist ein junger, freier, reicher, fröhlicher Herrscher. Er ist der Besitzer des Zauberhündchens Petitcrü aus Avalon. Das Hündchen war ein Geschenk von einer Göttin aus Zuneigung und Liebe. Gilan würde dieses Hündchen für nichts auf der Welt hergeben, denn es war so wundervoll und so voll Zauber, dass man all seinen Kummer vergaß, wenn es anwesend war. Es ist das kostbarste was Gilan besitzt. Doch gibt Gilan dieses Hündchen her, da er ein Versprechen an Tristan gab. Gilan erscheint hier nicht nur als dankbare Person darüber, dass er Petitcrü überhaupt besaß, sondern auch als treuer und ehrlicher Freund, der sich ohne List an seine Versprechen hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der was dô wîbes âne&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und was junc unde rîch,&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;vrî und vrôlich.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
(V.15772 ff.)&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung der Szene==&lt;br /&gt;
Gilan ist für Tristan die Verbindung zu Petitcrü. In Besitz dieses Hundes kann Tristan,zum einen wieder mit Isolde Kontakt aufnehmen, nachdem er Isolde den Hund geschickt hat. Hier wird wieder besonders hervorgehoben, was Tristan an Gefahren und Hürden auf sich nimmt um Isoldes Liebe zu gewinnen, bzw. um ihren Liebeskummer zu stillen. Zum anderen kann Tristan wieder zurück an den Hof Markes in Tintajol mit nicht schlechterem Ansehen als zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[*Strassburg, 2009] Gottfried von Strassburg: Tristan.Dintzlingen: Reclam, 2009.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Entstehungsort_des_Romans_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4623</id>
		<title>Entstehungsort des Romans (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Entstehungsort_des_Romans_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4623"/>
		<updated>2011-02-08T15:25:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: Die Seite wurde neu angelegt: „Entstehungsort.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Entstehungsort.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4583</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4583"/>
		<updated>2011-02-08T13:34:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Exlibris */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
Die früher im Vorderdeckel aufgeklebten herzoglichen, später Kurfürstlichen Exlibris,aus dem Jahr 1618, unter einem zweiten aus dem Jahr 1830, werden heute in durchsichtigen Kuverts mit den in der Mitte gefalteten Exlibris aufbewahrt. Beide Exlibris sind beschädigt, wobei beim älteren (1618) die rechte obere (der Oberkörper des linken Engels), die linke obere (der Kopf des rechten Engels) und die linke untere Ecke (ein Schnörkel der Verzierung) fehlt. Beim jüngeren (1630) fehlt die linke obere Ecke bis zum rechten Arm und zum Halsausschnitt des Engels.&lt;br /&gt;
Auf dem älteren ist &#039;&#039;OBEN&#039;&#039;, auf dem jüngeren &#039;&#039;UNTEN&#039;&#039; die Signatur &#039;&#039;Cim. III 1&#039;&#039; mit Bleistift vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4574</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4574"/>
		<updated>2011-02-08T13:21:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift (&#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;) Cgm. 51 vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4573</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4573"/>
		<updated>2011-02-08T13:20:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel wird die Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039; wird vorgestellt, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die Münchener Handschrift Cgm. 51 befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek. Die anderen vollständigen 10 Exemplare und Fragmente der Tristan Handschrift von Gottfried von Straßburg befinden sich in verschieden Bibliotheken im Westeuropäischen Raum.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4570</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4570"/>
		<updated>2011-02-08T13:15:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel werden die Handschriftlichen Überlieferungen des Tristanromans von Gottfried von Straßburg vorgestellt. Die Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039; wird hervorgehoben, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Exlibris===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Initialen====&lt;br /&gt;
Die Initialen gliedern die einander gegenüberliegenden Seiten nach formalen Gesichtspunkten. Sie sind vier bis &lt;br /&gt;
sechs zeilen groß. Ebenso dienen sie an den Kreuzpunkten als zusätzlicher Schmuck. Die Kreuzpunkte befinden sich an imaginären, diagonal über die Doppelseite gezogenen Linien. Es befinden sich maximal sechs Initialen auf zwei gegenüberliegenden Doppelseiten. Die G- Initiale auf der ersten Seite ersetzt den ersten Buchstaben des ersten Wortes. Die weiteren Initialien wiederholen den Anfangsbuchstaben des folgenden Verses. Die Initialen stehen, etwas abgerückt, am linken Rand der Spalte. Sie sind mit roter Farbe umrandet und mit goldener Farbe ausgemalt. Die Initialen umrandet ein Rechteckt, welches an einigen Stellen einen gelben, kaminroten, blauen oder moosgrünen Hintergrund bildet, umrandet. Ebenso werden die Initialen von einigen Tieren geschmückt, darunter Drachen (fol. 1ra, 14va, 51rb) Fische (fol. 19ra), eine Schlange (fol. 40 ra) und Fratzen (fol. 6rb, 33rb, 51 vb). Ab der fol. 81 sind nur noch rote lineare Umrandungen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
Die Bildblätter sind drei mal in der Mitte oder ungefähr in der Mitte des dazugehörigen Textes zu finden(fol. 10:fol. 8rb 1 - fol. 12vb 12;fol. 15:fol.13va 38 - fol. 18rb 17;fol. 82:fol. 79vb 36 - fol. 84va 26). Drei mal befindet es sich innerhalb des entsprechenden Textes, jedoch überwiegt das versgewicht vorher oder nachher(fol. 30,46,6,86,90,104,107). Fünf mal ist das Bildblatt außerhalb zu finden(fol. 7,11,67,37,101). &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten drei Bildblätter sind in zwei ungefähr gleich große, übereinander angeordnete Bildfelder eingeteilt. Ab fol. 15 sind die Bildblätter in drei gleichgroße Bildfelder unterteilt. Der gesamte Bildraum wird genutzt, in manchen Fällen überschreiten Requisiten oder Körperteile die Begrenzung in der Höhe. Die Bildelemente reichen in der Breite bis zur Trennungslinie, soweit diese von Beschnitten verschont geblieben ist, ein schmaler schwacher senkrechter Strich. &amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es besteht ein Zwischenraum, welcher ca. 0,5- 1 cm, ab fol. 15 ca. 0,3-0,7 cm breit ist, trennt die Register. Er ist meist farblos oder hellbraun getönt und beeinhaltet mehrfach Beschriftungen.&lt;br /&gt;
Eine vertikale Trennung wird durch inhaltlich abgeschlossene Szenen, durch entsprechende Zusammenstellungen von Figuren oder durch architektonische Begrenzungen erzeugt. Ebenso kann durch eine andere Hintergrundfarbe eine vertikale Grenze gezogen werden. Schwache senkrechte Linien zeigen die Vorbereitungen des Illustrators an, welcher den Bildraum einteilt. DIese Einteilungen können jedoch auch wieder verändert werden. Die einzelnen Breiten der Szenen variieren (1:1, 2:1, 1:2).&lt;br /&gt;
Für die Bilder wurde eine lavierte Federzeichnung angewendet. Wenige schwache graue Linien weisen daraufhin, dass es eine Vorzeichnung gegeben hat, welche erst nach mehrmaligem Proben endgültig gezeichnet wurde. Während die goldenen Kronen erst später um die Köpfe herum gemalt wurden, zierten die Hüte und Mitren von vornherein einen abgeschnittenen Kopf. &lt;br /&gt;
Spätere Restaurationen erkennt man daran, dass ganze Körperteile ausgebessert werden, zum Beispiel ein ganzer Kopf oder ein ganzes Bein. In der fol. 15v wurde in die originale Konzeption eingegriffen und eine neue Figur hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die noch erhaltenen Handschriften befinden sich in verschiedenen Bibliotheken im europäischen Raum. S.u.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
Insgesamt sind 11 vollständige Exemplare des gottfriedschen Epos erhalten, sechs davon mit der Fortsetzung Ulrich von Türheim (BHMNRS), drei mit der Heinrichs von Freiberg (EFO) und eine (&#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039;) mit dem Schlußteil einer andersartigen älteren &#039;Tristan&#039;- Fassung von Eilhart von Oberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4548</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
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		<updated>2011-02-08T12:10:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Textteil */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel werden die Handschriftlichen Überlieferungen des Tristanromans von Gottfried von Straßburg vorgestellt. Die Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039; wird hervorgehoben, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die noch erhaltenen Handschriften befinden sich in verschiedenen Bibliotheken im europäischen Raum. S.u.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
&amp;lt;sub&amp;gt;&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4547</id>
		<title>Handschriftliche Überlieferung (Gottfried von Straßburg, Tristan)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Handschriftliche_%C3%9Cberlieferung_(Gottfried_von_Stra%C3%9Fburg,_Tristan)&amp;diff=4547"/>
		<updated>2011-02-08T12:10:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Maria Richter: /* Lagenverband */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In diesem Artikel werden die Handschriftlichen Überlieferungen des Tristanromans von Gottfried von Straßburg vorgestellt. Die Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039; wird hervorgehoben, da diese als Textgrundlage für die Reclamausgabe dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg als historische Person fassen zu wollen ist unmöglich. Der Name allein kann durch sein Werk und die Rezeption erschlossen werden. Es ist möglich, dass der Dichter sich am Ende seines unvollendeten Werkes genannt haben könnte, aber nicht bewiesen. Allein durch spätere Dichter wird die Verfasserinstanz Gottfried von Straßburgs bezeugt. Ulrich von Türheim und Heinrich von Freiberg sind hier besonders hervorzuheben, da sie seinen Roman fort gesetzt haben. Ebenso wird der Name Gottfried von Straßburg in mehreren Werken bezeugt, so im &#039;Alexander&#039; und im &#039;Wilhelm von Orlens&#039; des Rudolf von Ems, In dem &#039;Herzmaere&#039; und in der &#039;Goldenen Schmiede&#039; des Konrad von Würzburg sowie im &#039;Gaurel von Muntabel&#039; Konrads von Stoffeln und im &#039;Wilhelm von Österreich&#039; des Johann von Würzburg. Die Bedeutung Gottfried von Straßburg reicht bis zu Dichtern des 15 Jh., welche seine Existenz ebenfalls bestätigen. &lt;br /&gt;
Straßburg als Heimatstadt, wird durch die Dichter des 13 Jh. und deren Angaben bestätigt. Dies ist ebenso durch die Sprache und den Stil der Dichtung &#039;Tristan&#039; erschlossen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg.Stuttgart 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die Bezeichnung &#039;meister&#039; kann geschlossen werden, dass er nichtadeliger herkunft war. Dies lässt darauf schließen, dass er eine klerikal gelehrte Ausbildung genoss. Besonders seine literarische Kompetenz wird hevorgehoben. Der 20000 Vers umfassende Tristanroman ist das einzig sichere Werk, welches uns Auskunft über die Person des Gottfried von Straßburg geben kann. &amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Datierung==&lt;br /&gt;
Bei dem Tristanroman Gottfried von Straßburg ist ebenso wie bei anderen mittelhochdeutschen Texte die genaue Entstehungszeit nicht festlegbar. Durch einen &#039;literarischen Exkurs&#039; Gottfrieds, indem er verschiedene Dichter vorstellt und bewertet, konnte man den ungefähren Zeitraum seiner Tristandichtung um das Jahr 1210 festlegen. In diesem Diskurs wird von Heinrich von Veldeke im Präteritum gesprochen (Eneas ca. 1174, spätenstens 1190); Hartmann von Aue (Artusroman , Iwein) wird im Präsens genannt; der Tod Reinmars (Minnesänger, ein Lied datiert auf 1194) wird beklagt; Walther von der Vogelweide wird zu seiner Nachfolge in der Liedkunst erklärt (dichtete von ca.1198 bis 1230); desweiteren wird ein anderer Dichter namentlich nicht bekannt angegriffen, welcher aus heutiger Sicht Wolfram von Eschenbach war. Anhand dieses literarischen Diskurses erfasst Gottfried von Straßburg eine literarische Zuordnung, die bis dahin einzigartig war.&amp;lt;ref&amp;gt;Huber, Christoph: Gottfried von Straßbourg. Tristan. Berlin 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Münchener Handschrift &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;==&lt;br /&gt;
===Besitzer===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1582 wurde der Cgm 51 in den Katalog der Bayerischen Hofbibliothek aufgenommen. Es ist nicht bekannt wie und durch wen die Handschrift in die damals herzögliche Bbliothek in München gelangt ist. Georg von Waldecker gilt als einer der früheren Besitzer (fol. 109r: Jeorij Walldekkerij) und vielleicht auch die auf fol. 109r erwähnte Gertrud Korschuler (fol. 109r: auf mein end Gerdrud Korschuler). Eine genauere Idetifizierung der Personen ist nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einband===&lt;br /&gt;
Es wird vermutet, dass der heutige Einband  zwischen 1830 und 1840 im Auftrag der Münchener Hofbibliothek  angefertigt wurde. Der Einband besteht aus Pappe, welcher mit einem  gelbweißlichen Schafsleder überzogen wurde. Eine Blindprägung verziert  die Vorder- und Rückseite des Deckels. In der Mitte befindet sich eine  ovale Ornamentplatte mit floralem Motiv, welche mit Rollenstempel und  Streicheisenlinien rechteckig umrahmt ist. Die Prägung ist heute nur  noch Stellenweise zu erkennen. Das Leder hat sich mit der zeit bräunlich  grau verfärbt und die Vertiefungen weisen Verschmutzungen auf. Am  Rücken erkennt man Kapitälchen und drei Bünde, die Felder bilden, welche  ebenfalls durch Stempelung und Streicheisenlinien verziert sind. Im  zweiten Feld erkennt man ein schwarzes Lederschild mit  Goldprägung.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;TRISTANT&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gotfr. v. Strassburg&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ulr. v. Türheim.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Saec. XIII.&#039;&#039;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das  erste Feld beinhaltet zwei Papierschildchen. Das erste enthält die alte  Signatur :&#039;&#039;Cimel/III.A.h.&#039;&#039; (Die Zahl &#039;&#039;27&#039;&#039; steht im rechten Winkel  zu &#039;&#039;III.&#039;&#039;), darunter steht die heutige Signatur:&#039;&#039;Cgm. germ./51&#039;&#039; (im  untersten Feld noch einmal).&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite des Vorderen Buchdeckels steht oben auf dem Leder: &#039;&#039;Cim. III. 4.h. (jetzt 27)&#039;&#039;.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der  heutige Einband ist, nach Montag, bereits der vierte, welcher sich auf  die vier verschiedenen Lagenzählungen bezieht. Der dritte Einband kann  anhand von Beschreibungen aus Katalogen der Münchener Hofbibliothek  bestätigt und rekonstruiert werden. Dieser bestand möglicherweise aus  Holz und war mit blasrotem, später nachgedunkeltem leder überzogen. Es  bestehen keine Nachweise über die ersten beiden Bände. Die  Entstehungszeit dieser Einbände wird jedoch auf das 13. und 14.  Jahrhundert geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Codex===&lt;br /&gt;
====Maße====&lt;br /&gt;
Die Handschrift weist verschiedene Größen der einzelnen Blätter auf. Die Breite der Pergamentblätter schwankt zwischen 20,5 und 13,8 cm. Die Höhe hat eine Abweichung von 14,5 und 16,5 cm. Der Schriftspiegel varriiert zwischen  23,4 und 16 cm bzw. 20 und 13 cm.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Pergament====&lt;br /&gt;
Das Pergament hat eine gelblichgraue Farbe und ist qualitativ unterschiedlich. Es weist verschiedene Stärken auf, die zum Teil weich und lappig sind (fol. 22, 25, 31, 34) oder auch speckig und starr (fol. 76,82,86). &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Illustrator und der Schreiber mussten auf die Strukturierung des Pergaments, varriierende Formate, Löcher, Risse und Nähte Rücksicht nehmen. Eine ca. 2 cm lange Naht in der unteren Bildhälfte ist auf fol. 7 zu erkennen. Auf fol. 101 ist das Bildblatt an einen Falz angenäht, die den Illustrator dazu zwang, den Bildrand zu verkleinern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhaltungszustand====&lt;br /&gt;
Die unterschiede in der Höhe und Breite der Pergamentblätter gehen auf mehrfachen eingriff in den orginalen Buchblock zurück. Die Blätter wurden durch häufiges binden oft beschnitten (fol. 11,46,67). Dadurch ging fast immer die Beschriftung über dem obersten Register verloren. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das es sich bei der Münchener Handschrift um eine Gebrauchshandschrift ist durch Bräunungen, Flecken, Federproben und Einträge verschiedenster Art zu erkennen. Die Bildblätter sind schlechter erhalten als die Textblätter. Dabei fallen die unteren Ecken auf, da diese stark beschrieben sind. Die Konturen sind von jüngeren Händen, partiell oder vollständig nachgezogen worden (fol. 15r,u,15v,u,37r,u,46v,ur,67v,u,76r,ur). Ausgenommen der ersten und letzten Textseite sind kaum Gebrauchsspuren zu erkennen.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Farben der Bild- und Textblätter haben sich mit der Zeit verändert, welche auf die häufige Nutzung der Handschrift zurückzuführen sind. Die Illustrationen, welche mit Silber gemalt wurden, sind infolge von Oxidation schwarz verfärbt. Die Kronen von König und Königin sind meist braun, man erkennt jedoch die noch schwach schimmernden Partikel der goldenen Fassung. Die Erste Seite des Textteiles  fol. 1r weist dies bei den Initialen auf, welche fast schwarz sind. Hingegen sind die Initialen auf fol. 25v und 26r fast vollkommen in ihrer ursprünglichen goldenen und silbernen Farbe erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Hintergrundfarbe ist nur zum Teil noch in der ursprünglichen Fassung erhalten. Die Erneuerungen sind meist sehr stark zuerkennen. Die starken, leuchtenden Farben sind ein Zeichen für Überarbeitungen. Die Farben auf der Fleischseite des Pergaments bröckeln an mehreren Stellen ab (fol. 76r,82r,86r), auf der Haarseite des Pergaments ist sie gelegentlich verlaufen (fol. 7r,u,37v,u) und auf der fol. 107r,u wurde die Farbe sehr dick aufgetragen, sodass sie Sprünge aufweist.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob die ursprüngliche Farbe eine derartige Intensität hatte ist fraglich. Eine dunklere Hintergrundfarbe schmälert die Wirkung der Umrisslinien, dadurch werden die Silouhetten der Figuren hervorgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lagenverband====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift hat die Signatur Cgm 51 (= Codex germanicus monacensis) und befindet sich in der Bayrischen Staatsbibliothek in München. Der Codex beinhaltet die unvollendete Tristan- Dichtung Gottfrieds von Strassburg und die anschließende Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
Anhand von vier bezeichneten Lagenzählungen kann man verschiede Eingriffe in den originalen Buchband feststellen. Der heutige Codex besteht aus 109 foliierten Pergamentblättern und einem Vorsatzblatt, welches nicht zum alten Buchbblock zählt,42 Doppelblättern und 25 Einzelblättern, von denen 15 auf Vorder- und Rückseite Illustrationen zeigen. Die Bildblätter 37 und 46 können vermutlich, gegenüber den anderen einzeln eingefügten Illustrationen, als Doppelblatt identifiziert werden. &lt;br /&gt;
Dem Lagenprotokoll Montags zufolge, sind die Bildblätter 7,67,76,82,86,90,104 und 107 von innen an das vorangehende oder nachfolgende Textblatt geklebt, fol.11 und 15 sind in die zweite Lage geheftet, fol. 10 und 30 eingeheftet und verleimt und fol. 101 ist an einen Falz genäht.&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Arten, wie die Bildblätter in den Lagenverband eingefügt sind, lässt sich die Tatsache untermauern, dass es mehrere Eingriffe in den ursprünglichen Buchblock gegeben hat, welche den genauen Standort der Bildblätter innerhalb der Handschrift zu lokalisieren erschweren.&lt;br /&gt;
Dem Codex Cgm. 51 fehlen einige Stellen der Dichtung, darunter fallen mindestens 8 Blätter zwischen den fol. 71 und 72, mit den Versen 11599-13574&amp;lt;sup&amp;gt;6)&amp;lt;/sup&amp;gt;, und zwischen den fol.100 und 102 gingen die Verse 461-2584&amp;lt;sup&amp;gt;7)&amp;lt;/sup&amp;gt;, welche mehr als die Hälfte der Fortsetzung Ulrichs von Türheim bilden, verloren. Insgesamt fehlen 14 Textblätter und eine unbestimmte Zahl von Bildblättern.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner  &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil  2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,  1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab wann die Blätter in der Handschrift fehlen kann nicht genau datiert werden, allerdings wird vermutet, dass diese schon seit früherer Zeit fehlen.&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
====Inhalt====&lt;br /&gt;
Die Münchener Handschrift stellt die älteste Überlieferung der Tristan-Dichtung Gottfrieds von Straßburg und ihrer Fortsetzung Ulrichs von Türheim in einer redigierten, verkürzten Fassung dar. Zu beginn der Fortsetzung Ulrichs von Türheim, berichtet dieser vom Tod Gottfrieds (fol. 99rb 24). &amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====Anlage====&lt;br /&gt;
Die Textseiten zeigen die Verse der Reimpaardichtung in zwei Spalten,überwiegend mit 44 Zeilen (52 Zeilen auf fol. 42) angelegt und abgesetzt geschrieben. Zwischen dem ersten und zweiten Buchstaben jedes Versanfangs lässt der Schreiber einen größeren Zwischenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner   &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil   2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss.,   1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schrift====&lt;br /&gt;
Die Textseiten stammen bis auf drei Stellen aus einer Hand. Beide Hände können in die Jahre vor 1250 datiert werden, desweiteren konnte man die Haupthand in Teilen der Münchener Parzival-Handschrift (Cgm 19) und in Fragmenten der Willehalm-Handschrift des Rudolf von Ems nachweisen, kann jedoch anhand der Untersuchungen der Sprache beider Codices nicht näher lokalisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bidlblätter in der Handschrift===&lt;br /&gt;
===Textteil===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbewahrungsort==&lt;br /&gt;
Man kann heute nicht mehr rekonstruieren, wo genau das original Gottfrieds Tristan geschrieben wurde und wo die erste Abschrift mit dem Archetyp aufbewahrt wurde. Da allerdings die erste Generation noch überlieferter Handschriften von westalemannischer, vermutet elsässer Tradition geprägt ist, ist es nicht abwegig, dass die Urschrift in Strassburg enstanden ist. Die noch erhaltenen Handschriften befinden sich in verschiedenen Bibliotheken im europäischen Raum. S.u.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des  &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs.  Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Handschriften==&lt;br /&gt;
===Die vollständigen Handschriften===&lt;br /&gt;
&amp;lt;sub&amp;gt;&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;H&#039;&#039;&#039;  Heidelberg, Cpg 360 der Universitätsbibliothek. Pergament. 4. Viertel 13 Jh. Rheinfränkische (Pfälzisch) auf alemannisch- elsässer Grundlage. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 128&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-152&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim; 153&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 154&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Anfang von Freidanks bescheidenheit.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;  München, Cgm 51 der bayrischen Staatsbibliothek. Pergament. Illuminiert. 5. Jahrzehnt 13 Jh.Ostalemanisch- bayrisch.1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 99&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-109&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortseztung Ulrichs von Thürheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039; Florenz, Ms. B.R. 226 (früher:Cod. magliabechianus germ. VII (9) 33) der Bibliotheca Nazionale Centrale. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannische Grundlage bei ostmitteldeutschen (böhmischen) Schreiber. 2&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 102&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan(V.1-102 fehlen); 103&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;- 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg; 142&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-192&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Hartmann von Aue, Iwein (Hs. D)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob.2707,3 (früher: philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergament. 1. Hälfte 14 Jh. Alemannisch (westalem. mit ostalem. Einflüssen). 129 BLL. Ohne Fortsetzung. Vorgebunden das &#039;Tristan&#039;-Fragment &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; (Cod. vindob. 2707,1).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #88 (Cod. W. kl. f° 88# Blankenheim) des Historischen Archivs. Pergament. Illuminiert. 1323 (Schreiber Willekin). Mittelfränkisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;-134&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 234&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;- 163&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. qu. 284 der Staatsbibliothel Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament. Mitte 14 Jh. Mittelfränkisch. Vor dem &#039;Tristan&#039;- Teil die Sächsische Weltchronik (bis zum Jahr 1230, mit Reimvorrede), sowie Bispel, Minnereden und Liedstrophen; 64&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-189&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (bis V. 2511)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;O&#039;&#039;&#039; Köln, Nr. #87 (W. 2° 87# Blankenheim, Oberlinische Handschrift) des Historischen Archivs. papier. Um 1420/30. Moselfränkisch/rheinhessisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan (V.1-522 fehlen); 114&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-151&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg (bis V.6705).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039; Modena, Ms. Est. 57 (früher. R. 8. 16) der Biblioteca Estense. Papier. 3. Viertel 15 Jh. Ostalemannisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-122&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 123&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-168&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Heinrichs von Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039; Brüssel, Ms. 14697 der Bibliothéque Royale de Belgique. Papier. Illuminiert. Um 1440 (Lauber- Werkstatt). Elsässisch. 10&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-510&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 511&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan als mönch; 578&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;-597&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim (V. 2855-3661).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. ms. germ. 12 der Staats- und Universitätbibliothek (Einbanddeckel in der deutschen Staatsbibliothek Berlin). Verschollen. Papier. 1722. Abschrift einer ebenfalls verschollenen Strassburger Handschrift von 1489 (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039; &#039;). Alemannisch- elsäsisch. Gleicher Inhalt wie &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;P&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 640 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Papier. (23 Nov.) 1461 (Schreiber Walther Schönwalther aus Marbach). Schwäbisch. 1&amp;lt;sup&amp;gt;va&amp;lt;/sup&amp;gt;-130&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Tristan; 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Fortsetzung Ulrichs von Türheim. (14 Verse); 139&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;-164&amp;lt;sup&amp;gt;vb&amp;lt;/sup&amp;gt;: Eilhart von Oberg, Tristrant (Hs. B) ab V.6103. &amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Fragmente===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039; Innsbruck, Cod. FB 1519/III (früher Vorschlagblatt von Sign. XXIX v.6) des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum.Pergament- Doppelblatt (Verse 2349-2508 u. 3454-3654-3613).1. Hälfte 13 Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;b&#039;&#039;&#039; Wien, Cod vindob. 15340 (früher suppl. 2717) der österreichischen Nationalbibliothek. 2 Pergamentblätter (Verse 13353-13512 u. 131833-13996). 2. Drittel 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;e1/e&#039;&#039;&#039; Hamburg, Cod. germ. XV, 3a (e1) u. XV, 3 (e, verschollen) der Staats- und Universitätsbibliothek. 2. Pergamentblätter (wohl ursprünglich ein doppelblatt, Verse 5509-5828 mit Lücken). Ende 13./ Anfang 14. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;f1/f&#039;&#039;&#039; Augsburg, Fragm. germ. 31 der Staats- und Stadtbibliothek (f1), u. Köln, Fragmentkapsel I, Nr.XLIV des Historischen Archivs (f). 2 Pergament- Doppelblätter (Verse 12120-12447[f1], 15736-15899[f] u. 16558-16721[f]). 1. Hälfte 13 Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;g&#039;&#039;&#039; Linz, Pa I/3b des Oberösterreichischen Landesarchivs (vormals Archiv Grein). Pergament-Doppelblatt (Verse 13599-13734). Wende 14./15. Jh. Südliches Ostmitteldeutsch. Wahrscheinlich Fortsetzung Heinrichs v. Freiberg.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;h&#039;&#039;&#039; Verschollen (1895 aus dem Antiquariat Ludwig Rosenthal, München, verschwunden). 2 pergamentblätter (Verse 13268-13431 u. 13760-13920). 2. Hälfte 13. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;l&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.5 der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergamentblatt (mit Lücken die Verse 8323-8452). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;m&#039;&#039;&#039; Berlin, Ms. germ. fol. 923, Nr.4 (Oberlinisches Bruchstück) der Staatsbibliothek Stiftung Preussischer Kulturbesitz. Pergament-Doppelblatt (Verse 10610-10772 u. 11429-11592). Mitte 13. Jh. Westalemannisch (elsässisch).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;n&#039;&#039;&#039; München, Cgm 5249/75 der Bayrischen Staatsbibliothek (vormals Scheinfeld/Franken). 8 Pergamentblätter (unvollständig die Verse 2342-2495, 2587-2609, 4333-4509, 4687-4794, 4838-4858, 5079-5183, 5224-5243). 1. Hälfte 15. Jh. (Ober-)ostfränkisch (südobersächsisch?).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ö&#039;&#039;&#039; Augsburg, ohne Signatur, abgelöst von Cod. III. 1. 4° 8 der Universitätsbibliothek, öttingen-Wallersteinischer Bestand. 5 Pergament-Streifen (unvollständig die Verse 16326-16519). Wende 13./14. Jh. Westalemannisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;q1/q&#039;&#039;&#039; Dillingen, Ohne Signatur, abgelöst von der Inkunabel XXIV 654, der Staatsbibliothek (q1), u. Heidelberg, Hs. 63 der Sammlung Gerhard Eis (q). 3 Pergament-Streifen u. ein Leimabdruck (100 Verse aus der Partie 199-1030 [q1]; dazu die Verse 18950f.[q], 18094f[q], 18096-125[q] u. 18139-172[q]. 2. Hälfte 13. Jh. Alemannisch (ostalem. Merkmale bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;r&#039;&#039;&#039; Frankfurt/Main, Ms. germ. oct. 5 der Stadt- und universitätsbibliothek. Pergamentstreifen (Unvollständig die Verse 139, 169-173, 203-207 u. 239-243). Wende 13./14. Jh. Westalemannsich? Rheinfränkisch?.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;s&#039;&#039;&#039; Strassburg, Coll. Bibl. nat. et univ., Ms. 2280 (früher All. 321) der Bibliothèque Nationale et Universitaire. Pergamentstreifen (Verse 9781-9821 u. 9903-9934). 2. hälfte 13. Jh. Ostalemannisch (mit bair. Merkmalen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;t&#039;&#039;&#039; Tübingen, Ms. Md. 671 der Universitätsbibliothek. Pergament_Doppelblatt (Verse 12559-12708 u. 12789-12934). 2. Hälfte 13. Jh. Alemannsich (ostalemannisch bei westalem. Grundlage).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;v&#039;&#039;&#039; Würzburg, M. p. misc. f. 35 der Universitätsbibliothek. Halbes Pergamentblatt (Verse 9681-9740). Anfang 14. Jh. Rhein oder ostfränkisch.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039; Wien, Cod. vindob. 2707,1 (früher Philol. 216, Ms. Ambras. 424) der österreichischen Nationalbibliothek. Pergamentblatt, der Hs. &#039;&#039;&#039;W&#039;&#039;&#039; vorgebunden (Verse 2029-2104). Anfang 14. Jh. Alemannisch (westalem. Grundlage mit ostalem. Einschlägen).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;z/z1&#039;&#039;&#039; Zürich, Sammelmappe C VI 1, Mappe VI, Nr. 6a des Staatsarchives. 3 Pergament-Doppelblätter (Verse 2209-2484[z],3037-3314[z1], 4696-4972[z] u. 14369-14924[z]). 70er Jahre des 13 Jh.s. (West?-)alemannisch. Der Handschrift folgte direkt Wolframs &amp;quot;Parzival&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung  des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds von Strassburg.Untersucht an ihren  Fragmenten.Hs. Eduard Studer. Freiburg Schweiz:  Univ.-Verl.,1992.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben==&lt;br /&gt;
&amp;lt;HarvardReferences /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gottfried von Straßburg: Tristan. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach  dem Text von Friedrich Ranke neu hg., ins Neuhochdeutsche übers., mit  einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, Bd. 1 u. 2:  Text, Bd. 3: Kommentar, 8./9./12. Aufl., Stuttgart 2007-2008 (RUB  4471-4473).   &lt;br /&gt;
*[*Falkenberg, 1986] Bettina, Falkenberg: Die Bilder der Münchener Tristan-Handschrift.Frankfurt am Main; Bern; New York: Lang, 1986.&lt;br /&gt;
*[*Huber, 2001] Huber, Christoph: Gottfried von Straßburg: Tristan.Berlin:Erich Schmidt Verlag GmbH &amp;amp; Co, 2001.S.27- 31.&lt;br /&gt;
*[*Weber, 1981] Weber, Gottfried: Gottfried von Straßburg. Gottfried Weber und Werner Hoffmann- 5., von Werner Hoffmann bearb. Aufl..Stuttgart: Metzler, 1981. S. 1-8.&lt;br /&gt;
*[*Wetzel, 1992] Wetzel, René: Die Handschriftliche Überliferung des &#039;Tristan&#039; Gottfrieds  von Strassburg.Untersucht an ihren Fragmenten.Hs. Eduard Studer.  Freiburg Schweiz: Univ.-Verl.,1992.&lt;br /&gt;
*[*Kunerth, 1999]Kunerth, Barbara: Der Bilderzyklus in der Münchner &amp;quot;Tristan-Handschrift&amp;quot; Cgm 51: Band I: Text (Teil 1), Band II: Text (Teil 2), Band III:  Abbildungsteil.Cottbus, Techn. Univ., Diss., 1999.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Maria Richter</name></author>
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