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	<title>MediaeWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Prinzip_Wiedererz%C3%A4hlen&amp;diff=6393</id>
		<title>Prinzip Wiedererzählen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip Wiedererzählen (&#039;&#039;&#039;Retextualisierung&#039;&#039;&#039;) definiert das hochmittelalterliche Verständnis für gelungene Dichtung. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei diesem wurde, anders als in der neuzeitlichen Dichtung, das Erfinden neuer Texte (Orginalität und schöpferische Innovation) als wenig kunstvoll betrachtet. Dafür aber galt das &#039;&#039;&#039;Finden und Bearbeiten von bereits vorhandenen Texten&#039;&#039;&#039; (bene tractare) als äußerst kreativ und gelungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist schwierig, einen bekannten und verbreiteten Stoff zu bearbeiten. Aber je schwieriger, desto lobenswerter... Jedenfalls viel wertvoller, als einen neuen Stoff zu erfinden, der noch unbenutzt ist.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Geoffrey von Vinsauf, Poetria nova, §132 (um 1200)&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Häufig wurde der gegebene Text durch neue Abschnitte erweitert und/oder mit ihnen verknüpft. Das bedeutet, dass der &amp;quot;Finder&amp;quot; die von dem &amp;quot;Erfinder&amp;quot; gedichteten Textbausteine in seiner Dichtung wortwörtlich einbaute und somit übernahm. Die &#039;&#039;&#039;Dilatatio materiae&#039;&#039;&#039; (zu Deutsch: Ausweitung des Stoffes) war also eine nicht ungenutzte rhetorische Technik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch ist der ein guot zimberman, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der in sînem werke kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stein und holz legen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ erz von rehte legen sol. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daz ist untugende niht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ob ouch mir lîhte geschiht,] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz ich in mîns getihtes want &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein holz, daz ein ander hant &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gemeistert habe, lege mit list, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
daz ez gelîch den andern ist. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dâ von sprach ein wîse man: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Swer gevuoclîchen kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzen in sîme getiht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein rede, die er machet niht, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
der hât alsô vil getân, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ zwîvelt nihtes niht an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als der, derz vor im êrste vant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der vunt ist worden sîn zehant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez ist in mînem willen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz man sîn rede stætigen sol &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit ander vrumer liute lêre, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niemen versmæhen, daz ist êre.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Thomasîn von Zerclaere, Der welsche Gast, V.105ff.(1215/16)&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für den Zusammenhang zwischen dem Prinzip des Wiedererzählens und einem Modell der mittelalterlichen Autorenschaft, wird [[Poeta doctus]] empfohlen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nana</name></author>
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		<title>Prinzip Wiedererzählen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip Wiedererzählen (&#039;&#039;&#039;Retextualisierung&#039;&#039;&#039;) definiert das hochmittelalterliche Verständnis für gelungene Dichtung. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei diesem wurde, anders als in der neuzeitlichen Dichtung, das Erfinden neuer Texte (Orginalität und schöpferische Innovation) als wenig kunstvoll betrachtet. Dafür aber galt das &#039;&#039;&#039;Finden und Bearbeiten von bereits vorhandenen Texten&#039;&#039;&#039; (bene tractare) als äußerst kreativ und gelungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist schwierig, einen bekannten und verbreiteten Stoff zu bearbeiten. Aber je schwieriger, desto lobenswerter... Jedenfalls viel wertvoller, als einen neuen Stoff zu erfinden, der noch unbenutzt ist.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Geoffrey von Vinsauf, Poetria nova, §132 (um 1200)&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Häufig wurde der gegebene Text durch neue Abschnitte erweitert und/oder verknüpft, was bedeutet, dass der &amp;quot;Finder&amp;quot; die von dem &amp;quot;Erfinder&amp;quot; gedichteten Textbausteine in seiner Dichtung wortwörtlich einbaut und somit übernimmt. Die &#039;&#039;&#039;Dilatatio materiae&#039;&#039;&#039; (zu Deutsch: Ausweitung des Stoffes) war also eine nicht ungenutzte rhetorische Technik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch ist der ein guot zimberman, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der in sînem werke kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stein und holz legen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ erz von rehte legen sol. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daz ist untugende niht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ob ouch mir lîhte geschiht,] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz ich in mîns getihtes want &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein holz, daz ein ander hant &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gemeistert habe, lege mit list, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
daz ez gelîch den andern ist. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dâ von sprach ein wîse man: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Swer gevuoclîchen kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzen in sîme getiht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein rede, die er machet niht, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
der hât alsô vil getân, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ zwîvelt nihtes niht an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als der, derz vor im êrste vant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der vunt ist worden sîn zehant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez ist in mînem willen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz man sîn rede stætigen sol &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit ander vrumer liute lêre, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niemen versmæhen, daz ist êre.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Thomasîn von Zerclaere, Der welsche Gast, V.105ff.(1215/16)&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für den Zusammenhang zwischen dem Prinzip des Wiedererzählens und einem Modell der mittelalterlichen Autorenschaft, wird [[Poeta doctus]] empfohlen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nana</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nana: /* Das Prinzip Wiedererzählen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip Wiedererzählen (Retextualisierung) definiert das hochmittelalterliche Verständnis für gelungene Dichtung. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei diesem wurde, anders als in der neuzeitlichen Dichtung, das Erfinden neuer Texte (Orginalität und schöpferische Innovation) als wenig kunstvoll betrachtet. Dafür aber galt das &#039;&#039;&#039;Finden und Bearbeiten von bereits vorhandenen Texten&#039;&#039;&#039; (bene tractare) als äußerst kreativ und gelungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist schwierig, einen bekannten und verbreiteten Stoff zu bearbeiten. Aber je schwieriger, desto lobenswerter... Jedenfalls viel wertvoller, als einen neuen Stoff zu erfinden, der noch unbenutzt ist.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Geoffrey von Vinsauf, Poetria nova, §132 (um 1200)&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Häufig wurde der gegebene Text durch neue Abschnitte erweitert und/oder verknüpft, was bedeutet, dass der &amp;quot;Finder&amp;quot; die von dem &amp;quot;Erfinder&amp;quot; gedichteten Textbausteine in seiner Dichtung wortwörtlich einbaut und somit übernimmt. Die Dilatatio materiae (zu Deutsch: Ausweitung des Stoffes) war also eine nicht ungenutzte rhetorische Technik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch ist der ein guot zimberman, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der in sînem werke kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stein und holz legen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ erz von rehte legen sol. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daz ist untugende niht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ob ouch mir lîhte geschiht,] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz ich in mîns getihtes want &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein holz, daz ein ander hant &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gemeistert habe, lege mit list, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
daz ez gelîch den andern ist. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dâ von sprach ein wîse man: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Swer gevuoclîchen kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzen in sîme getiht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein rede, die er machet niht, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
der hât alsô vil getân, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ zwîvelt nihtes niht an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als der, derz vor im êrste vant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der vunt ist worden sîn zehant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez ist in mînem willen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz man sîn rede stætigen sol &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit ander vrumer liute lêre, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niemen versmæhen, daz ist êre.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Thomasîn von Zerclaere, Der welsche Gast, V.105ff.(1215/16)&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für den Zusammenhang zwischen dem Prinzip des Wiedererzählens und einem Modell der mittelalterlichen Autorenschaft, wird [[Poeta doctus]] empfohlen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nana</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Nana: /* Das Prinzip Wiedererzählen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das Prinzip Wiedererzählen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip Wiedererzählen (Retextualisierung) definiert das hochmittelalterliche Verständnis für gelungene Dichtung. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei diesem wurde, anders als in der neuzeitlichen Dichtung, das Erfinden neuer Texte (Orginalität und schöpferische Innovation) als wenig kunstvoll betrachtet. Dafür aber galt das &#039;&#039;&#039;Finden und Bearbeiten von bereits vorhandenen Texten&#039;&#039;&#039; (bene tractare) als äußerst kreativ und gelungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist schwierig, einen bekannten und verbreiteten Stoff zu bearbeiten. Aber je schwieriger, desto lobenswerter... Jedenfalls viel wertvoller, als einen neuen Stoff zu erfinden, der noch unbenutzt ist.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Geoffrey von Vinsauf, Poetria nova, §132 (um 1200)&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wurde der gegebene Text durch neue Abschnitte erweitert, was bedeutet, dass der &amp;quot;Finder&amp;quot; die von dem &amp;quot;Erfinder&amp;quot; gedichteten Textbausteine in seiner Dichtung wortwörtlich einbaut und somit übernimmt. Die Dilatatio materiae (zu Deutsch: Ausweitung des Stoffes) war also eine oft angewandte rhetorische Technik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch ist der ein guot zimberman, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der in sînem werke kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stein und holz legen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ erz von rehte legen sol. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daz ist untugende niht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ob ouch mir lîhte geschiht,] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz ich in mîns getihtes want &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein holz, daz ein ander hant &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gemeistert habe, lege mit list, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
daz ez gelîch den andern ist. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dâ von sprach ein wîse man: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Swer gevuoclîchen kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzen in sîme getiht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein rede, die er machet niht, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
der hât alsô vil getân, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ zwîvelt nihtes niht an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als der, derz vor im êrste vant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der vunt ist worden sîn zehant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez ist in mînem willen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz man sîn rede stætigen sol &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit ander vrumer liute lêre, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niemen versmæhen, daz ist êre.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Thomasîn von Zerclaere, Der welsche Gast, V.105ff.(1215/16)&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für den Zusammenhang zwischen dem Prinzip des Wiedererzählens und einem Modell der mittelalterlichen Autorenschaft, wird [[Poeta doctus]] empfohlen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nana</name></author>
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		<title>Prinzip Wiedererzählen</title>
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		<updated>2012-01-26T18:57:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nana: /* Das Prinzip Wiedererzählen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das Prinzip Wiedererzählen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip Wiedererzählen (Retextualisierung) definiert das hochmittelalterliche Verständnis für gelungene Dichtung. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei diesem wurde, anders als in der neuzeitlichen Dichtung, das Erfinden neuer Texte (Orginalität und schöpferische Innovation) als wenig kunstvoll betrachtet. Dafür aber galt das &#039;&#039;&#039;Finden und Bearbeiten von bereits vorhandenen Texten&#039;&#039;&#039; (bene tractare) als äußerst kreativ und gelungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist schwierig, einen bekannten und verbreiteten Stoff zu bearbeiten. Aber je schwieriger, desto lobenswerter... Jedenfalls viel wertvoller, als einen neuen Stoff zu erfinden, der noch unbenutzt ist.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Geoffrey von Vinsauf, Poetria nova, §132 (um 1200)&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wurde der gegebene Text durch neue Abschnitte erweitert, was bedeutet, dass der &amp;quot;Finder&amp;quot; die von dem &amp;quot;Erfinder&amp;quot; gedichteten Textbausteine in seiner Dichtung wortwörtlich einbaut und somit übernimmt. Die Dilatatio materiae (zu Deutsch: Ausweitung des Stoffes) war also eine oft angewandte rhetorische Technik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch ist der ein guot zimberman, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der in sînem werke kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stein und holz legen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ erz von rehte legen sol. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daz ist untugende niht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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daz ich in mîns getihtes want &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein holz, daz ein ander hant &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gemeistert habe, lege mit list, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
daz ez gelîch den andern ist. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dâ von sprach ein wîse man: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Swer gevuoclîchen kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzen in sîme getiht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein rede, die er machet niht, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
der hât alsô vil getân, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ zwîvelt nihtes niht an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als der, derz vor im êrste vant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der vunt ist worden sîn zehant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez ist in mînem willen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz man sîn rede stætigen sol &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit ander vrumer liute lêre, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niemen versmæhen, daz ist êre.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Thomasîn von Zerclaere, Der welsche Gast, V.105ff.(1215/16)&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nana</name></author>
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		<updated>2012-01-26T18:54:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Das Prinzip Wiedererzählen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip Wiedererzählen (Retextualisierung) definiert das hochmittelalterliche Verständnis für gelungene Dichtung. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei diesem wurde, anders als in der neuzeitlichen Dichtung, das Erfinden neuer Texte (Orginalität und schöpferische Innovation) als wenig kunstvoll betrachtet. Dafür aber galt das &#039;&#039;&#039;Finden und Bearbeiten von bereits vorhandenen Texten&#039;&#039;&#039; (bene tractare) als äußerst kreativ und gelungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es ist schwierig, einen bekannten und verbreiteten Stoff zu bearbeiten. Aber je schwieriger, desto lobenswerter... Jedenfalls viel wertvoller, als einen neuen Stoff zu erfinden, der noch unbenutzt ist.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Geoffrey von Vinsauf, Poetria nova, §132 (um 1200)&#039;&#039; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wurde der gegebene Text durch neue Abschnitte erweitert, was bedeutet, dass der &amp;quot;Finder&amp;quot; die von dem &amp;quot;Erfinder&amp;quot; gedichteten Textbausteine in seiner eigenen Dichtung wortwörtlich einbaut und somit übernimmt. Die Dilatatio materiae (zu Deutsch: Ausweitung des Stoffes) war also eine oft angewandte rhetorische Technik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Doch ist der ein guot zimberman, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
der in sînem werke kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
stein und holz legen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ erz von rehte legen sol. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daz ist untugende niht, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ob ouch mir lîhte geschiht,] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz ich in mîns getihtes want &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein holz, daz ein ander hant &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gemeistert habe, lege mit list, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
daz ez gelîch den andern ist. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dâ von sprach ein wîse man: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Swer gevuoclîchen kan &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
setzen in sîme getiht &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein rede, die er machet niht, &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
der hât alsô vil getân, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
dâ zwîvelt nihtes niht an, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als der, derz vor im êrste vant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der vunt ist worden sîn zehant. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ez ist in mînem willen wol, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daz man sîn rede stætigen sol &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit ander vrumer liute lêre, &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
niemen versmæhen, daz ist êre.&amp;quot; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Thomasîn von Zerclaere, Der welsche Gast, V.105ff.(1215/16)&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nana</name></author>
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		<id>https://wiki.uni-konstanz.de/mediaewiki/index.php?title=Prinzip_Wiedererz%C3%A4hlen&amp;diff=6014</id>
		<title>Prinzip Wiedererzählen</title>
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		<updated>2011-11-29T07:00:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nana: Die Seite wurde neu angelegt: „In Arbeit.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In Arbeit.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Nana</name></author>
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