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		<title>Cenhinen am 15. September 2020 um 22:02 Uhr</title>
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		<title>Cenhinen am 15. September 2020 um 21:52 Uhr</title>
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		<title>Cenhinen am 15. September 2020 um 21:48 Uhr</title>
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		<title>Cenhinen am 15. September 2020 um 19:06 Uhr</title>
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		<title>Moritz Schuler am 14. September 2020 um 18:48 Uhr</title>
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Mit beispielsweise den Worten &#039;&#039; lieber vriunt Hagene&#039;&#039; (Str. 893) spricht ihn [[Gunther (Nibelungenlied)|Gunther]] an, wodurch sein enges Verhältnis zum König und sein vorbildlicher Status am Hof erkennbar wird. Hagen dient [[Gunther (Nibelungenlied)|Gunther]] als Ratgeber und erkennt direkt, dass [[Siegfried (Nibelungenlied)|Siegfried]] ein einflussreicher Mann von Welt ist (Str. 82). In dieser Strophe wird deutlich, dass er ein hohes Wissen auch vom Geschehen außerhalb des Hofes aufweisen kann. Er sieht in [[Siegfried (Nibelungenlied)|Siegfrieds]] nicht von Beginn an seinen Konkurrenten. Er erkennt in ihm einen Heros, was nur einem anderen Heros möglich ist. [Müller 1998: S.234f.]  Durch seine ritterlichen Tugenden, wie Tapferkeit (&#039;&#039;der küene recke&#039;&#039;; Str. 151), Schnelligkeit (&#039;&#039;snelle Hagene&#039;&#039;; Str. 1180), Mut (&#039;&#039;der degen küene unde balt&#039;&#039;; Str. 468) und Treue (&#039;&#039;wir suln in langer dienen, den wir alher gevolget hân&#039;&#039;; Str. 699) zeichnet sich Hagen als edler höfischer Gefolgsmann aus. Hagen scheint mit seiner Position als Vasall am Hof zu verschmelzen und kaum eine Form von Individualisierung in Bezug auf seinen Charakter zuzulassen&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Ihm fehlt eine menschliche Seite jenseits seiner Aufgaben als Vasall&lt;/del&gt;. Er nimmt sowohl heroische als auch höfische Züge an, jedoch fehlt ihm ein übergeordneter Blick auf die Dinge und die &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Personen&lt;/del&gt;, welche ihm und seinem König zu nahe kommen, womit er letztlich Freund nicht mehr von Feind zu unterscheiden mag.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Hagen von Tronje ist der erste Vasall, der im Lied erwähnt wird und in einem engen Treueverhältnis zu den drei Königen der Burgunden - Gernot, [[Gunther (Nibelungenlied)|Gunther]] und Giselher - zur Königin Ute, sowie ferner ihrer Tochter [[Kriemhild (Nibelungenlied)|Kriemhild]] (Str. 876 und 895) steht. 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		<author><name>Moritz Schuler</name></author>
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		<title>Cenhinen am 9. September 2020 um 10:48 Uhr</title>
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		<author><name>Cenhinen</name></author>
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		<title>Moritz Schuler: /* 2. Hagen als Heros */</title>
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		<updated>2020-09-08T17:52:19Z</updated>

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[Backenköhler 1961:  S. 69] Somit fühlt er sich auch gegenüber [[Kriemhild (Nibelungenlied)|Kriemhild]] an keine Regel ritterlichen Anstands mehr gebunden, was die Handlung zu einem Wechsel von Aktion und Reaktion der beiden Gegenspieler Hagen und [[Kriemhild (Nibelungenlied)|Kriemhild]] werden lässt. Auf Hagens Verletzung der Königinnenwürde folgt der nächtliche Überfall der Hunnen, den Hagens und Volkers Wacht vereitelt. Die Aufforderung an die Burgunden, gewappnet zur Kirche zu gehen, die Täuschung des arglosen Etzel über den Grund ihres Aufzugs, die Bestärkung Volkers in seinem Vorsatz, den hunnischen Stutzer beim Turnier hart anzurennen, alles zeigt Hagens Bestrebungen, auch nicht die geringste Feindseligkeit oder Missachtung hinzunehmen. [Backenköhler 1961: S. 69]  Hagen ist nicht mehr bereit sich gegenüber irgendwem unterzuordnen, wie es im ersten Teil der Fall war. Als &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Held &lt;/del&gt;weicht er nicht mehr von seiner Linie ab, auch oder gerade weil diese in den Untergang der Burgunden führen wird. Im Schlusskampf ist Hagen als der führende Streiter auf Seiten der Burgunden herausgestellt, der sich gemeinsam mit Volker und Dankwart fast in eine Art Mordrausch kämpft. [Backenköhler 1961: S. 74] Interessant ist hier, dass die eigentlichen Vasallen der Könige vorneweg gehen und die Rädelsführer im Kampf gegen die Hunnen darstellen, womit den Königen fast nichts anderes übrigbleibt, als ihnen zu folgen. Hagen ist omnipräsent im Kampfgeschehen. Er delegiert (schickt Volker seinem Bruder Dankwart zur Hilfe an die Saalpforte), kommentiert (lobt Volkers Kühnheit vor [[Gunther (Nibelungenlied)|Gunther]]), kämpft selbst (bezwingt Iring in einem Schlüsselkampf). [Backenköhler 1961: S. 75] Dass [[Kriemhild (Nibelungenlied)|Kriemhild]] aus Angst, Etzel könnte verlieren, ihren Mann nicht in den Zweikampf mit Hagen schickt, unterstreicht noch einmal Hagens Stärke. Dass Hagen während des Saalbrands den Burgunden rät, Blut zu trinken, um nicht zu verdursten, charakterisiert seine Entschlossenheit zum Äußersten zu gehen. Hildebrand nennt ihn sogar einen &#039;&#039;tiuvel&#039;&#039; als er verwundet von dem Kampf gegen ihn zurückkehrt, was Hagen nun sogar ins Dämonische steigert. [Backenköhler 1961: S. 76] Als von den Nibelungen nur noch Hagen und [[Gunther (Nibelungenlied)|Gunther]] und von den Amelungen allein Dietrich und Hildebrand am Leben sind, unterbindet Hagen die von Dietrich ausgesprochene Unterwerfungsaufforderung &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;heroisch &lt;/del&gt;mit dem Hinweis, dass es sich für zwei Helden nicht gezieme, kampflos aufzugeben. [Zimmermann 2020: S. 96] Im letzten Akt der Erzählung ist Hagen trotz seines Todes Triumphator, da der letzte Mitwisser Gunther vor ihm stirbt und Hagen mit der Verweigerung des [[Der Hort (Nibelungenlied)|Horts]] im Tod über Kriemhild triumphiert. [Backenköhler 1961: S. 77]&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Ankunft am Etzelhof macht deutlich, dass Hagen der Exponent des kommenden Geschehens sein soll.  Schon beim Eintritt wird er als Ziel aller Blicke genannt und ihm als einzigen Helden eine ausführliche Beschreibung seines Äußeren gewidmet. In der Frage Etzels nach Hagen wird zudem auch die Gesetzlichkeit der heroischen Welt alter mæren markiert. 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Er delegiert (schickt Volker seinem Bruder Dankwart zur Hilfe an die Saalpforte), kommentiert (lobt Volkers Kühnheit vor [[Gunther (Nibelungenlied)|Gunther]]), kämpft selbst (bezwingt Iring in einem Schlüsselkampf). [Backenköhler 1961: S. 75] Dass [[Kriemhild (Nibelungenlied)|Kriemhild]] aus Angst, Etzel könnte verlieren, ihren Mann nicht in den Zweikampf mit Hagen schickt, unterstreicht noch einmal Hagens Stärke. Dass Hagen während des Saalbrands den Burgunden rät, Blut zu trinken, um nicht zu verdursten, charakterisiert seine Entschlossenheit zum Äußersten zu gehen. Hildebrand nennt ihn sogar einen &#039;&#039;tiuvel&#039;&#039; als er verwundet von dem Kampf gegen ihn zurückkehrt, was Hagen nun sogar ins Dämonische steigert. [Backenköhler 1961: S. 76] Als von den Nibelungen nur noch Hagen und [[Gunther (Nibelungenlied)|Gunther]] und von den Amelungen allein Dietrich und Hildebrand am Leben sind, unterbindet Hagen die von Dietrich ausgesprochene Unterwerfungsaufforderung mit dem Hinweis, dass es sich für zwei Helden nicht gezieme, kampflos aufzugeben. [Zimmermann 2020: S. 96] Im letzten Akt der Erzählung ist Hagen trotz seines Todes Triumphator, da der letzte Mitwisser Gunther vor ihm stirbt und Hagen mit der Verweigerung des [[Der Hort (Nibelungenlied)|Horts]] im Tod über Kriemhild triumphiert. [Backenköhler 1961: S. 77]&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Moritz Schuler</name></author>
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		<title>Cenhinen am 8. September 2020 um 12:45 Uhr</title>
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