Inhaltsangabe "Dietrichs Flucht": Unterschied zwischen den Versionen

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| V. 1 - 162 || Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Diettrichs Vater als "König im römischen Land" gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und "phlegt"). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen ("gemme" und "adamant") und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit "ere", "tugend" und "milte".
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| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.
| V. 1449 - 1610 || Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.

Version vom 26. April 2015, 19:57 Uhr

Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos Dietrichs Flucht zusammen. Die Strophenzählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]

Versbereich Inhalt
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V. 1 - 162 Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Diettrichs Vater als "König im römischen Land" gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und "phlegt"). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen ("gemme" und "adamant") und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit "ere", "tugend" und "milte".
V. 1449 - 1610 Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.
V. 1610 - 1771 Dietwart, verletzt durch die Bäste, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder.

Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch.


Literatur

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Primärtext

[*Lienert 2003] Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)