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Dass die Immigranten, die etwa dreißig Jahre früher ins fränkische Gebiet gekommen waren, als Religionsflüchtlinge klassifiziert werden müssen und der religiöse Gegensatz zwischen Muslimen und Christen ab der Herrschaftsperiode Karls des Großen zu einem kontinuierlich dominanten Migrationsmotiv wurde, erscheint vor dem skizzierten politischen Hintergrund nicht restlos überzeugend. Die Grenzregion zwischen dem karolingischen Frankenreich und dem umayyadischen al-Andalus war seit Jahrzehnten umkämpft. Die Aktivitäten umayyadischer Dissidenten brachten diese Grenzregion dann nochmals stärker ins Visier der umayyadischen Autoritäten in Córdoba und lockten auch noch Karl in die Region. Dessen Feldzug restituierte nicht gerade friedliche Verhältnisse, sondern führte sogar zur Zerstörung Pamplonas. Man muss sich also fragen, ob es nicht weniger der religiöse Gegensatz zwischen Christen und Muslimen, als vielmehr die chaotische Situation in der fränkisch-umayyadischen Grenzregion war, die verschiedene Menschen dazu animierte, diese Region in Richtung Frankenreich zu verlassen.<ref name="ftn40">König, Charlemagne’s ‚Jihad‘, S. 23.</ref> Dieses mag als imperiale Großregion eine gewisse Anziehungskraft ausgeübt haben: Anders als für das frühe 8. Jahrhundert sind nach Gillard und Sénac für die Zeit nach Karls Eingreifen auf der Iberischen Halbinsel keine Migrationsbewegungen in andere Gegenden, etwa den christlichen Nordosten und Norden oder den andalusischen Süden der Iberischen Halbinsel, verzeichnet.<ref name="ftn41">Vgl. Gillard und Sénac, Hispani, S. 166-167.</ref> Zu überlegen wäre ferner, ob die von Karl dem Großen in den 780ern versprochenen Ansiedlungsbedingungen der ''aprisio'' nicht gewisse Migrationsanreize schufen. Aus dem ''Praeceptum ''lässt sich schließlich ableiten, dass die hispanischen Siedler die Zusicherung erhalten hatten, das von ihnen in Besitz genommene Land nach dreißig Jahren in vererbbaren Eigenbesitz zu überführen. Als Gegenleistung wurde von ihnen hierfür nur gefordert, dass sie das zugewiesene Brach- in Kulturland verwandelten und dem König und seinen Söhnen gegenüber loyal blieben.
 
Dass die Immigranten, die etwa dreißig Jahre früher ins fränkische Gebiet gekommen waren, als Religionsflüchtlinge klassifiziert werden müssen und der religiöse Gegensatz zwischen Muslimen und Christen ab der Herrschaftsperiode Karls des Großen zu einem kontinuierlich dominanten Migrationsmotiv wurde, erscheint vor dem skizzierten politischen Hintergrund nicht restlos überzeugend. Die Grenzregion zwischen dem karolingischen Frankenreich und dem umayyadischen al-Andalus war seit Jahrzehnten umkämpft. Die Aktivitäten umayyadischer Dissidenten brachten diese Grenzregion dann nochmals stärker ins Visier der umayyadischen Autoritäten in Córdoba und lockten auch noch Karl in die Region. Dessen Feldzug restituierte nicht gerade friedliche Verhältnisse, sondern führte sogar zur Zerstörung Pamplonas. Man muss sich also fragen, ob es nicht weniger der religiöse Gegensatz zwischen Christen und Muslimen, als vielmehr die chaotische Situation in der fränkisch-umayyadischen Grenzregion war, die verschiedene Menschen dazu animierte, diese Region in Richtung Frankenreich zu verlassen.<ref name="ftn40">König, Charlemagne’s ‚Jihad‘, S. 23.</ref> Dieses mag als imperiale Großregion eine gewisse Anziehungskraft ausgeübt haben: Anders als für das frühe 8. Jahrhundert sind nach Gillard und Sénac für die Zeit nach Karls Eingreifen auf der Iberischen Halbinsel keine Migrationsbewegungen in andere Gegenden, etwa den christlichen Nordosten und Norden oder den andalusischen Süden der Iberischen Halbinsel, verzeichnet.<ref name="ftn41">Vgl. Gillard und Sénac, Hispani, S. 166-167.</ref> Zu überlegen wäre ferner, ob die von Karl dem Großen in den 780ern versprochenen Ansiedlungsbedingungen der ''aprisio'' nicht gewisse Migrationsanreize schufen. Aus dem ''Praeceptum ''lässt sich schließlich ableiten, dass die hispanischen Siedler die Zusicherung erhalten hatten, das von ihnen in Besitz genommene Land nach dreißig Jahren in vererbbaren Eigenbesitz zu überführen. Als Gegenleistung wurde von ihnen hierfür nur gefordert, dass sie das zugewiesene Brach- in Kulturland verwandelten und dem König und seinen Söhnen gegenüber loyal blieben.
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Karls Motivation, entsprechende Privilegien zu gewähren, müssen nicht unbedingt in dem Wunsch zu suchen sein, christlichen Religionsflüchtlingen aus al-Andalus eine sichere Zuflucht im Frankenreich zu bieten – zumal einige der Siedler möglicherweise gar keine Christen waren. Die im ''Praeceptum'' erwähnte Landbevölkerung (''pagenses''), die gegenüber den ''Hispani'' einen Besitzanspruch auf das von Letzteren kultivierte Land anmeldete, gibt vielleicht einen Einblick in Karls Motive. Dieser macht im ''Praeceptum'' schließlich sehr deutlich, dass es sich bei dem von den ''Hispani'' appropriierten Land um königliches Fiskalland handelt. Der König betrachtete also alles Brachland im Südwesten des Frankenreiches als sein eigen und wehrte alle Ansprüche lokaler Bewohner (''pagenses'') und Eliten (''comites, iuniores'') auf dieses Land ab. Aus königlicher Perspektive ging es hier nicht notwendigerweise um eine humanitär motivierte Aufnahme von Flüchtlingen, sondern um die Stärkung der Königsmacht durch Ansiedlung einer Gruppe, die sich aufgrund der ihr vom König gewährten Privilegien als loyal erweisen würde. In einer Region, die die Karolinger erst seit den Zeiten von Karls Großvater Karl Martell in das Frankenreich einzugliedern begannen, die Karl ab 781 durch das Unterkönigtum Ludwigs des Frommen stärker an das Reichszentrum anzubinden versucht hatte und die im Zuge des Vordringens auf die Iberische Halbinsel auch noch territorial erweitert wurde, war eine Stärkung der königstreuen Bevölkerung von großer Bedeutung.<ref name="ftn42">Chandler, Court, S. 27: „the maintenance of royal and imperial power, was at the heart of the ''aprisio'' grant.“</ref> Als Karl der Große am 2. April 812 das ''Praeceptum'' erließ, hatte er entweder gerade einen Friedensvertrag mit dem umayyadischen ''amīr'' al-Ḥakam I, auch bekannt unter dem Namen Abū l-ʿAṣi (''Abulaz''), geschlossen, oder war gerade dabei, dies zu tun. Er setzte also zu diesem Zeitpunkt auf eine Entspannungspolitik mit dem umayyadischen al-Andalus.<ref name="ftn43">''Annales Regni Francorum'', ed. Pertz und Kurze (MGH SS rer. Germ. in us. schol. 6), a. 812, S. 137: “Pax cum Abulaz rege Sarracenorum facta.”</ref> Auch vor diesem Hintergrund ist zu erklären, dass ein religiöser Gegensatz zwischen Christen und Muslimen im ''Praeceptum ''keine Rolle spielt. Folglich ist davon auszugehen, dass die Betonung eines solchen religiösen Gegensatzes ab der Regierungsperiode Ludwigs des Frommen (regn. 814-840) mit Hinweis auf einen mittlerweile gewandelten politischen Hintergrund erklärt werden muss. Ein Jahr nach seinem Herrschaftsantritt kündigte Ludwig der Fromme schließlich den von seinem Vater geschlossenen Friedensvertrag mit al-Ḥakam I. auf und scheint den Plan verfolgt zu haben, die fränkisch-muslimische Grenzzone als Bollwerk gegen, vielleicht gar als Sprungbrett in das umayyadische al-Andalus auszubauen und zu sichern.<ref name="ftn44">Vgl. [815: Eine Constitutio Ludwigs des Frommen angesiedelten ''Hispani'' im Frankenreich]. Zu den umayyadisch-karolingischen Beziehungen und zum Bild des Islam in der Regierungszeit Ludwigs des Frommen siehe Sénac, ''Carolingiens et al-Andalus'', S. 87-98; Kedar, ''Crusade and Mission'', S. 7-8, 39.</ref>
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Karls Motivation, entsprechende Privilegien zu gewähren, müssen nicht unbedingt in dem Wunsch zu suchen sein, christlichen Religionsflüchtlingen aus al-Andalus eine sichere Zuflucht im Frankenreich zu bieten – zumal einige der Siedler möglicherweise gar keine Christen waren. Die im ''Praeceptum'' erwähnte Landbevölkerung (''pagenses''), die gegenüber den ''Hispani'' einen Besitzanspruch auf das von Letzteren kultivierte Land anmeldete, gibt vielleicht einen Einblick in Karls Motive. Dieser macht im ''Praeceptum'' schließlich sehr deutlich, dass es sich bei dem von den ''Hispani'' appropriierten Land um königliches Fiskalland handelt. Der König betrachtete also alles Brachland im Südwesten des Frankenreiches als sein eigen und wehrte alle Ansprüche lokaler Bewohner (''pagenses'') und Eliten (''comites, iuniores'') auf dieses Land ab. Aus königlicher Perspektive ging es hier nicht notwendigerweise um eine humanitär motivierte Aufnahme von Flüchtlingen, sondern um die Stärkung der Königsmacht durch Ansiedlung einer Gruppe, die sich aufgrund der ihr vom König gewährten Privilegien als loyal erweisen würde. In einer Region, die die Karolinger erst seit den Zeiten von Karls Großvater Karl Martell in das Frankenreich einzugliedern begannen, die Karl ab 781 durch das Unterkönigtum Ludwigs des Frommen stärker an das Reichszentrum anzubinden versucht hatte und die im Zuge des Vordringens auf die Iberische Halbinsel auch noch territorial erweitert wurde, war eine Stärkung der königstreuen Bevölkerung von großer Bedeutung.<ref name="ftn42">Chandler, Court, S. 27: „the maintenance of royal and imperial power, was at the heart of the ''aprisio'' grant.“</ref> Als Karl der Große am 2. April 812 das ''Praeceptum'' erließ, hatte er entweder gerade einen Friedensvertrag mit dem umayyadischen ''amīr'' al-Ḥakam I, auch bekannt unter dem Namen Abū l-ʿAṣi (''Abulaz''), geschlossen, oder war gerade dabei, dies zu tun. Er setzte also zu diesem Zeitpunkt auf eine Entspannungspolitik mit dem umayyadischen al-Andalus.<ref name="ftn43">''Annales Regni Francorum'', ed. Pertz und Kurze (MGH SS rer. Germ. in us. schol. 6), a. 812, S. 137: “Pax cum Abulaz rege Sarracenorum facta.”</ref> Auch vor diesem Hintergrund ist zu erklären, dass ein religiöser Gegensatz zwischen Christen und Muslimen im ''Praeceptum ''keine Rolle spielt. Folglich ist davon auszugehen, dass die Betonung eines solchen religiösen Gegensatzes ab der Regierungsperiode Ludwigs des Frommen (regn. 814-840) mit Hinweis auf einen mittlerweile gewandelten politischen Hintergrund erklärt werden muss. Ein Jahr nach seinem Herrschaftsantritt kündigte Ludwig der Fromme schließlich den von seinem Vater geschlossenen Friedensvertrag mit al-Ḥakam I. auf und scheint den Plan verfolgt zu haben, die fränkisch-muslimische Grenzzone als Bollwerk gegen, vielleicht gar als Sprungbrett in das umayyadische al-Andalus auszubauen und zu sichern.<ref name="ftn44">Vgl. [[815: Eine Constitutio Ludwigs des Frommen zu angesiedelten Hispani im Frankenreich]]. Zu den umayyadisch-karolingischen Beziehungen und zum Bild des Islam in der Regierungszeit Ludwigs des Frommen siehe Sénac, ''Carolingiens et al-Andalus'', S. 87-98; Kedar, ''Crusade and Mission'', S. 7-8, 39.</ref>
    
Alles in allem erscheint es damit unpräzise zu glauben, dass mit Karls Eingreifen auf der Iberischen Halbinsel im Jahre 778 plötzlich eine durch einen christlich-muslimischen Religionsgegensatz verursachte christliche Immigrationswelle aus dem umayyadischen al-Andalus ins karolingische Herrschaftsgebiet losbrach, auch wenn der Wunsch, lieber unter christlicher als unter muslimischer Herrschaft zu leben, die eine oder andere Auswanderung motiviert haben mag. Deutlich wird in jedem Fall, dass in der fränkisch-umayyadischen Grenzzone seit den 720ern chaotische Verhältnisse herrschten.<ref name="ftn45">Vgl. [https://wiki.uni-konstanz.de/transmed-de/index.php/731:_Die_Chronica_muzarabica_zur_Ehe_des_Berbers_Munnuz_mit_der_Tochter_von_Eudo,_dux_von_Aquitanien 731: Die Chronica muzarabica zur Ehe des Berbers Munnuz mit der Tochter von Eudo, dux von Aquitanien].</ref> Diese waren von einem zunehmend dominanteren Eingreifen der Karolinger geprägt, die nach mehreren Jahrzehnten muslimischer Razzienaktivitäten in Aquitanien und Septimanien nun aktiv in das muslimische Herrschaftsgebiet jenseits der Pyrenäen vordrangen, dort zunächst auf die Kooperation mit muslimischen Dissidenten setzten und das über Jahrzehnte eroberte Gebiet als eine Art Pufferzone zu festigen suchten. In diesen Kontext ist die oben behandelte Migration von ''Hispani'' einzuordnen. Diese scheinen die in den 780ern von Karl dem Großen gebotene Möglichkeit, unter Königsschutz Brachland zu bebauen und nach dreißig Jahren zu ihrem Besitz zu machen, attraktiv gefunden zu haben. Da wir dieses Angebot nur aus einem dreißig Jahre später erlassenen ''Praeceptum'' rekonstruieren können<ref name="ftn46">Vgl. Depreux, Préceptes, S. 23-24, zu Spekulationen über den Inhalt dieses Angebotes und seiner möglichen Dokumentation. Chandler, Counts, S. 25, geht auf der Basis eines nicht als Rekonstruktion erkannten Textes von der Existenz eines ''aprisio-''Dokumentes aus dem Jahre 780 aus. Siehe hierzu Fußnote <span style="background-color:transparent;">35</span>.</ref>, lässt sich über die Motive Karls und der ''Hispani ''in den 780ern nur spekulieren. Dass der Wunsch, nicht unter muslimischer, sondern unter christlicher Herrschaft zu leben, ein migrationsförderndes Motiv gewesen sein mag, kann nicht ausgeschlossen werden. Klar ist aber auch, dass der König Migrationswilligen besondere Konditionen versprach, die vielleicht darauf abzielten, königstreue Siedler anzuwerben und so die Königsmacht in einer Peripherie königlicher Macht zu stärken. In jedem Falle waren die Lebensumstände im Nordosten der Iberischen Halbinsel aufgrund der Turbulenzen der letzten Jahrzehnte eher unsicher, so dass die mit einer ''aprisio'' verbundene Abwanderung in ruhigere Gebiete den Siedlern größere physische Sicherheit und eine gewisse Sicherung ihrer materiellen Zukunft versprach.|6=''Praeceptum pro Hispanis'' (2. April 812), ed. Alfred Boretius (MGH Capitularia 1), Hannover: Hahn, 1883, n. 76, S. 169.
 
Alles in allem erscheint es damit unpräzise zu glauben, dass mit Karls Eingreifen auf der Iberischen Halbinsel im Jahre 778 plötzlich eine durch einen christlich-muslimischen Religionsgegensatz verursachte christliche Immigrationswelle aus dem umayyadischen al-Andalus ins karolingische Herrschaftsgebiet losbrach, auch wenn der Wunsch, lieber unter christlicher als unter muslimischer Herrschaft zu leben, die eine oder andere Auswanderung motiviert haben mag. Deutlich wird in jedem Fall, dass in der fränkisch-umayyadischen Grenzzone seit den 720ern chaotische Verhältnisse herrschten.<ref name="ftn45">Vgl. [https://wiki.uni-konstanz.de/transmed-de/index.php/731:_Die_Chronica_muzarabica_zur_Ehe_des_Berbers_Munnuz_mit_der_Tochter_von_Eudo,_dux_von_Aquitanien 731: Die Chronica muzarabica zur Ehe des Berbers Munnuz mit der Tochter von Eudo, dux von Aquitanien].</ref> Diese waren von einem zunehmend dominanteren Eingreifen der Karolinger geprägt, die nach mehreren Jahrzehnten muslimischer Razzienaktivitäten in Aquitanien und Septimanien nun aktiv in das muslimische Herrschaftsgebiet jenseits der Pyrenäen vordrangen, dort zunächst auf die Kooperation mit muslimischen Dissidenten setzten und das über Jahrzehnte eroberte Gebiet als eine Art Pufferzone zu festigen suchten. In diesen Kontext ist die oben behandelte Migration von ''Hispani'' einzuordnen. Diese scheinen die in den 780ern von Karl dem Großen gebotene Möglichkeit, unter Königsschutz Brachland zu bebauen und nach dreißig Jahren zu ihrem Besitz zu machen, attraktiv gefunden zu haben. Da wir dieses Angebot nur aus einem dreißig Jahre später erlassenen ''Praeceptum'' rekonstruieren können<ref name="ftn46">Vgl. Depreux, Préceptes, S. 23-24, zu Spekulationen über den Inhalt dieses Angebotes und seiner möglichen Dokumentation. Chandler, Counts, S. 25, geht auf der Basis eines nicht als Rekonstruktion erkannten Textes von der Existenz eines ''aprisio-''Dokumentes aus dem Jahre 780 aus. Siehe hierzu Fußnote <span style="background-color:transparent;">35</span>.</ref>, lässt sich über die Motive Karls und der ''Hispani ''in den 780ern nur spekulieren. Dass der Wunsch, nicht unter muslimischer, sondern unter christlicher Herrschaft zu leben, ein migrationsförderndes Motiv gewesen sein mag, kann nicht ausgeschlossen werden. Klar ist aber auch, dass der König Migrationswilligen besondere Konditionen versprach, die vielleicht darauf abzielten, königstreue Siedler anzuwerben und so die Königsmacht in einer Peripherie königlicher Macht zu stärken. In jedem Falle waren die Lebensumstände im Nordosten der Iberischen Halbinsel aufgrund der Turbulenzen der letzten Jahrzehnte eher unsicher, so dass die mit einer ''aprisio'' verbundene Abwanderung in ruhigere Gebiete den Siedlern größere physische Sicherheit und eine gewisse Sicherung ihrer materiellen Zukunft versprach.|6=''Praeceptum pro Hispanis'' (2. April 812), ed. Alfred Boretius (MGH Capitularia 1), Hannover: Hahn, 1883, n. 76, S. 169.
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